Pflanzen des Jahres 2026

Autor: Rose23611   
Veröffentlicht: 13.01.2026 - 21:43 Uhr
 
 
Baum: Die Zitterpappel (Espe) Artikel zur Zitterpappel

Blume: Der Feldrittersporn (Ackerrittersporn) Artikel zum Feldrittersporn

Wildpflanze: Der Gewöhnliche Natternkopf Artikel zum Natternkopf

Gemüse des Jahres Der Blattkohl

Staude Die Schönaster(Kalimeris)

Arzneipflanze Ingwer

Heilpflanze Die Gemeine Nachtkerze

Pilz Der Igelstachelbart

Orchidee Die Violette Ständelwurz

Kaktus Copiapoa cinerea

Rose 'Rosa Coral Gardens

Balkonpflanze

Flechte Die Pazifische Leuchterflechte

Alge Die Grünalge Trebouxia

MoosDas Mecklenburgische Schnabeldeckelmoos

Bambus Hibanobambusa tranquillans Shiroshima

Giftpflanze Die Gartenbohne

Wasserpflanze

Stadtpflanze Der Krähenfuß-Wegerich

Pflanzengesellschaft des Jahres

Regionale Streuobstsorten Baden-Würtemberg Die Ermstäler Knorpelkirsche

Regionale Streuobstsorte (Saarland/Rheinland-Pfalz )

Regionale Streuobstsorten Hessen Mensfelder Glanzrenette

Regionaler Apfel Sachsen

BodenDer Archivboden

Flusslandschaft

Landschaft

Gärten des Jahres

Allee des Jahres:

Waldgebiet des JahresDer Saarkohlenwald

Kultur-Landschaft des Jahres/Schweiz

Fossil Westfälischen Plesiosaurier

Pflanzengesellschaft des Jahres Der Federgras-Steppenrasen

Die Zimmerpflanzen des Monats 2026

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Trend und Sortiment – Frühling/Sommer 2026

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Trend und Sortiment Herbst/Winter 2026

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Zittern wie Espenlaub: Warum die Zitterpappel der Baum des Jahres 2026 ist

Sie ist eine Anpassungskünstlerin, ein Magnet für die Artenvielfalt und eine Hoffnungsträgerin im Klimawandel: Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt, wurde zum Baum des Jahres 2026 gekürt. Wir stellen Ihnen den faszinierenden Baum vor, dessen Blätter schon beim leisesten Windhauch zu tanzen beginnen und der weit mehr kann, als nur schön auszusehen.


 

Ein Baum, der tanzt: Das Geheimnis der zitternden Blätter

Das Sprichwort "Zittern wie Espenlaub" kennt jeder, doch den Baum dahinter nur wenige. Das charakteristische Flirren und Rauschen der Blätter hat einen einfachen Grund: Ihre Blattstiele sind ungewöhnlich lang und seitlich abgeflacht. Dadurch geraten sie schon bei der geringsten Luftbewegung in Schwingung. Dieses ständige Spiel des Lichts und der Bewegung verleiht dem Baum eine einzigartige Lebendigkeit. Im Herbst verwandelt sich das Blätterdach in ein leuchtendes Goldgelb und sorgt für ein letztes Farbspektakel vor dem Winter.


 

Ein Paradies für Schmetterlinge: Der Champion der Biodiversität

Die Zitterpappel ist ein wahrer Hotspot der Artenvielfalt. Sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen für heimische Schmetterlinge – über 60 Arten nutzen ihre Blätter zur Eiablage und als Nahrungsquelle für ihre Raupen, darunter der Große Gabelschwanz und der Pappelschwärmer. Das reiche Insektenangebot lockt wiederum zahlreiche Vogelarten an, die hier einen reich gedeckten Tisch finden. Spechte zimmern ihre Höhlen in das weiche Holz und schaffen so Lebensräume für viele andere Tiere. Damit ist die Espe ein unverzichtbarer Baustein für ein gesundes Waldökosystem.


 

Die Ersthelferin des Waldes: Eine Pionierin mit Wurzelkraft

Wo der Wald durch Sturm, Feuer oder Kahlschlag Wunden davongetragen hat, ist die Zitterpappel als eine der ersten zur Stelle. Als klassischer Pionierbaum besiedelt sie offene Flächen extrem schnell. Sie tut dies nicht nur über Samen, sondern vor allem über Wurzelausläufer. Dadurch kann sie ganze Klongruppen bilden, die genetisch identisch sind und den Boden schnell stabilisieren. Sie verbessert die Bodenqualität und schafft so günstige Bedingungen für anspruchsvollere Baumarten, die in ihrem Schutz nachwachsen können. "Sie ist eine unverzichtbare Helferin bei der Wiederbewaldung", betont Schirmherrin Silvia Breher.


 

Eine Heldin im Klimawandel: Robust und anpassungsfähig

Die Zitterpappel ist wie kaum ein anderer Baum für die Herausforderungen des Klimawandels gewappnet. Sie ist äußerst anpassungsfähig und kommt mit den unterschiedlichsten Böden zurecht. Im Vergleich zu Fichte oder Buche leidet sie deutlich weniger unter Trockenperioden. Ihre Fähigkeit, sich nach Störungen schnell zu regenerieren, macht sie zu einem Hoffnungsträger für die Wälder der Zukunft. Baumkönigin Levke Riedel fasst es zusammen: "Mit der Zitterpappel wurde eine Pionierbaumart gewählt, die auf unterschiedlichsten Standorten vorkommt, die Stabilität unserer Wälder fördert und immer dort als Hoffnungsträger gilt, wo der Klimawandel zu Störungen im Wald führt."


 

Die Zitterpappel im eigenen Garten

Auch im Garten kann die Zitterpappel eine Bereicherung sein, sofern genügend Platz vorhanden ist. Sie ist schnellwüchsig und bietet rasch einen guten Sichtschutz. Mit ihrer leuchtenden Herbstfärbung und dem lebendigen Blattspiel ist sie ein attraktiver Blickfang. Wer die Artenvielfalt fördern möchte, liegt mit der Espe goldrichtig. Wichtig ist, den Platzbedarf und die Bildung von Wurzelausläufern bei der Pflanzung zu berücksichtigen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit durchlässigem Boden ist ideal. Für die Pflanzung empfehlen wir ein hochwertiges Substrat, um der jungen Pflanze den besten Start zu ermöglichen.
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Ein blauer Traum am Feldrand: Warum der Feldrittersporn die Blume des Jahres 2026 ist

Er war einst ein treuer Begleiter unserer Getreidefelder, ein leuchtend blauer Farbtupfer in der sommerlichen Agrarlandschaft. Heute ist der Feldrittersporn (Consolida regalis) eine seltene Schönheit geworden. Die Loki Schmidt Stiftung hat ihn zur Blume des Jahres 2026 gekürt, um auf den dramatischen Verlust der Artenvielfalt auf unseren Äckern aufmerksam zu machen – und um Hoffnung zu säen.


 

Eine Schönheit mit königlichem Sporn

Seinen Namen verdankt der Feldrittersporn dem langen, gebogenen Sporn seiner blau-violetten Blüten, der an den Sporn eines Ritterstiefels erinnert. Die einjährige Pflanze gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und blüht unermüdlich von Mai bis September. Ihre Blätter sind fein zerteilt und fadenförmig – eine perfekte Anpassung, um an trockenen, sonnigen Standorten Wasser zu sparen. Doch so schön er ist, so giftig ist er auch, eine Eigenschaft, die er mit vielen seiner Verwandten teilt.


 

Von Mesopotamien auf unsere Äcker: Eine jahrtausendealte Geschichte

Der Feldrittersporn ist ein sogenannter Archäophyt, eine Pflanze, die mit dem Beginn des Ackerbaus vor rund 9.000 Jahren aus dem Nahen Osten zu uns kam. Als „blinder Passagier“ im Saatgut von Emmer, Einkorn und Weizen reiste er durch Europa und fand auf den neu geschaffenen Äckern eine Heimat. Über Jahrtausende entwickelte sich eine artenreiche Lebensgemeinschaft aus Ackerwildkräutern wie Mohn und Kornblume und Tieren wie Feldhase und Feldlerche. Eine Kulturlandschaft, die heute in Gefahr ist.


In Jahrzehnten zerstört: Der stille Abschied vom Feldrand

Was über Jahrtausende wuchs, droht in wenigen Jahrzehnten zu verschwinden. Die Intensivierung der Landwirtschaft ist der Hauptgrund für den dramatischen Rückgang des Feldrittersporns und seiner Begleiter. Der Einsatz von Herbiziden, eine hocheffektive Saatgutreinigung und der Verlust von Ackerrändern durch immer größere Felder nehmen ihm die Lebensgrundlage. Die traurige Bilanz: Der Feldrittersporn steht in allen deutschen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, in Hamburg gilt er bereits als ausgestorben.


 

Ein Festmahl für Hummeln und Falter

Mit dem Verschwinden des Feldrittersporns verlieren auch viele Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Sein Nektar ist tief im langen Sporn verborgen und nur für Spezialisten mit langem Rüssel erreichbar, wie die Gartenhummel oder das Taubenschwänzchen, ein kleiner, kolibriartiger Schmetterling. Für sie und viele andere Wildbienen und Falter ist das Verschwinden der Ackerwildkräuter eine Katastrophe.


 

Hoffnung säen: Was wir für den Feldrittersporn tun können

Die Wahl zur Blume des Jahres ist ein Weckruf. Doch es gibt Hoffnung. Extensivere Bewirtschaftungsmethoden, der Verzicht auf Pestizide und die Anlage von Blühstreifen können dem Feldrittersporn und der Vielfalt auf dem Acker helfen. Auch jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten: Schaffen Sie in Ihrem Garten eine kleine Ecke für heimische Wildblumen oder säen Sie eine Wildblumenmischung auf dem Balkon. Unterstützen Sie Landwirte, die sich für eine naturverträgliche Bewirtschaftung einsetzen. So geben wir dem blauen Ritter eine Chance, auf unsere Felder zurückzukehren.


 
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Ein summendes Paradies am Wegesrand: Der Gewöhnliche Natternkopf ist Wildpflanze des Jahres 2026

Er ist ein wahrer Insektenmagnet, ein Überlebenskünstler auf kargen Böden und eine Schönheit mit einem geheimnisvollen Farbwechsel. Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) wurde von Bioland e.V. und dem NaturGarten e.V. zur Wildpflanze des Jahres 2026 gekürt. Nach dem "Schmetterlings-Liebling" und dem "Wildbienen-Liebling" der Vorjahre rückt nun ein "Käfer-Liebling" in den Fokus – und mit ihm die oft übersehene Welt der kleinsten Krabbler.


 

Ein Name wie eine Sage, eine Blüte wie ein Kunstwerk

Sein Name klingt fast mystisch: "Natternkopf". Er kommt von den langen, herausschauenden Griffeln der Blüte, die an eine gespaltene Schlangenzunge erinnern. Die Pflanze selbst ist ein Raublattgewächs, was man an den borstigen, fast stacheligen Haaren an Stängel und Blättern spürt. Doch das wahre Schauspiel sind die Blüten. Sie beginnen ihr Leben in einem zarten Rosa und verwandeln sich während des Aufblühens in ein leuchtendes Blau bis Violett. Dieses Farbenspiel von Mai bis in den Herbst hinein ist nicht nur schön anzusehen, es signalisiert den bestäubenden Insekten auch, welche Blüten frisch sind und den meisten Nektar bieten.


 

Ein Fünf-Sterne-Hotel für über 120 Insektenarten

Der Natternkopf ist ein wahres Festmahl für die Insektenwelt. Sein Nektar ist besonders zuckerhaltig und lockt eine unglaubliche Vielfalt an Besuchern an. Über 120 pflanzenfressende Arten wurden auf ihm gezählt. Darunter sind 42 Schmetterlingsarten und vor allem 39 Wildbienenarten, von denen vier sogar auf den Natternkopf als Pollenquelle spezialisiert sind. Eine Besonderheit ist der blaue Pollen – Bienen, die vom Natternkopf kommen, erkennt man an ihren blauen "Pollenhöschen". Für Honigbienen ist er eine wichtige Beitracht, die den Sommerhonig verfeinert.


 

Der Käfer-Liebling 2026: Ein Floh als Fürsprecher

Die Wahl 2026 stellt die Käfer in den Mittelpunkt. Der tierische Fürsprecher für den Natternkopf war der Blauglänzende Natternkopf-Erdfloh. Dieser winzige, metallisch schimmernde Käfer ist auf den Natternkopf angewiesen und frisst an dessen Blättern. Seine Existenz ist untrennbar mit der Pflanze verbunden. Die Wahl macht deutlich: Der Schutz von Wildpflanzen ist immer auch der Schutz unzähliger Tierarten, die von ihnen abhängen – selbst der allerkleinsten.


 

Ein Platz an der Sonne: Hoffnung für den blauen Überlebenskünstler

Der Natternkopf ist ein Pionier. Er besiedelt trockene, sonnige und nährstoffarme Orte, die für viele andere Pflanzen zu unwirtlich sind: Wegränder, Bahndämme, Kiesgruben oder Industriebrachen. Doch genau diese Lebensräume werden immer seltener. Durch intensive Nutzung, Versiegelung und übertriebene "Ordnung" in der Landschaft verliert der Natternkopf seine Heimat. Dabei ist er so einfach zufriedenzustellen. Geben Sie ihm in Ihrem Garten eine sonnige, trockene Ecke im Steingarten, im Staudenbeet oder sogar im Kübel auf dem Balkon. Eine Wildblumenmischung mit Natternkopf-Samen ist ein einfacher Start. Er wird es Ihnen mit einem monatelangen Blütenmeer und unzähligen summenden Besuchern danken.


 

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