Papayas

 
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Jazmienchen

Hat jemand schonmal Papayas gezogen?

Ich habe es schon 2 mal versucht. Am Anfang ging immer alles gut, aber irgendwann sind sie mir dann immer eingegangen.

Sollte man jeden Kern einzeln oder mehrere zusammen einpflanzen?

Liebr gleich in nen großen Topf, daimt man das umtopfen sparrt, oder lieber erstmal in nen kleinen zum aufziehen?

Wie oft sollte man sie gießen und was wäre der beste Standort?

LG Jazmienchen
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Hi Jazmienchen
da du schon einpaarmal erfolglos versucht hast sie zu züchten habe ich dir hier etwas ausführlicheres

Anzucht einer Papaya-Pflanze
Frucht: Kaufen Sie nur reife Früchte zur Samengewinnung. Diese sind immer gelb oder zumindest größtenteils gelblich gefärbt.

Samen: Die zahlreichen pfefferkorngroßen, schwarzen Samen der Papaya werden zu allen Seiten vom Fruchtfleisch umgeben. Schneiden Sie die Frucht längs durch und löffeln Sie die Samen heraus und trennen Sie sie vom fleisch-/orangefarbenen Fruchtfleisch und dem etwas helleren Haltegewebe. Die eigentlichen Samen sind von einer durchsichtigen Hülle, die mit Flüssigkeit gefüllt ist, umgeben. Am besten rubbeln Sie die Hülle zwischen zwei Blatt Küchenkrepp ab, waschen die Samenkörner und trocknen sie. So präparierter Samen sollte nicht lange gelagert werden, keimt aber gut. Wollen Sie den Samen aufheben, sollten Sie die Hülle hingegen nicht beschädigen sondern die Samenkörner bei Zimmertemperatur langsam trocknen.

Keimzeit: Ungefähr zwischen 2 und 4 Wochen bei ausreichend hoher Bodentemperatur (25 bis 30 °C)

Substrat: Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen (bei Cocos-Substrat nicht erforderlich). Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel.

Pflanzvorgang: Vorzugsweise sollten Sie aufgrund der empfindlichen Wurzeln kleine Anzuchttöpfe in Joghurtbechergröße verwenden, in die je ein Samen gepflanzt wird. Dadurch wird das bei Saatschalen erforderliche Pikieren, das junge Papaya-Pflanzen oft nicht überleben, vermieden. Auch ohne Umtopfen ist die Mortalität von Papayasämlingen schon hoch genug; also pflanzen Sie ruhig einige Pflanzen. Füllen Sie den Topf zu diesem Zweck mit Substrat, legen den Samen in die Mitte und bedecken diesen dann mit einer ca. 0,5 cm dicken Substratschicht. Daran schließt sich eine durchdringende Wässerung mit lauwarmem Wasser an. Idealerweise führen Sie dies im Anstauverfahren durch, d.h. stellen das Gefäß einige Minuten in ein Wasserbad.

Anzucht: Das so vorbereitete Pflanzgefäß muß nun an einen warmen Platz. Wenn Sie die Pflanze auf eine Fensterbank stellen wollen, prüfen Sie am besten zuerst, ob es dort auch wirklich warm ist; gefordert werden zwischen 25 °C und 30 °C. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist nämlich die Fensterbank deutlich kühler als man gemeinhin annimmt, auch dann wenn sich darunter ein eingeschalteter Heizkörper befindet. Bestens geeignet ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Bodentemperatur einstellen kann. Im Fachhandel sind diese etwa ab 40x25x20 cm (HxBxT) großen Gewächshäuser ab ca. 40 Euro. Unter Umständen kann man zur Keimung auch einen Platz neben einem Heizkörper wählen. Vorher sollten Sie aber die Temperatur an diesem Ort am besten mit einem Minima-/Maximathermomether über einen Tag kontrollieren. Sobald der Samen gekeimt hat, ist viel Licht erforderlich, da sonst die Pflanzen vergeilen. Ab einer Höhe von ca. 5 cm öffnet man das Gewächshaus einen kleinen Spalt und dann allmählich immer weiter. Am wohlsten fühlen sich die Papaya im Freien in der prallen Sonne (Jungpflanzen daran aber langsam gewöhnen).

Wässerung: Wie so oft muß das Substrat während der Keimung feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Nach der Keimung muß das Substrat nur mäßig feucht gehalten werden.

Die richtige Wässerung ist bei der Papaya ohnehin sehr schwierig: Einerseits benötigt die Pflanze genügend Wasser, auf der anderen Seite verträgt sie nasses Substrat nur schlecht. Vor allem bei niedrigen Temperaturen ist nasses Substrat häufig der Anfang vom Ende.

Düngung: Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich selbst aus dem Samenkorn. Nach etwa 2 Monaten sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Ab dem zweiten Jahr wird während der Wachstumsphase wöchentlich mit der empfohlenen Menge gedüngt. Nehmen Sie hierfür einen für Blattpflanzen üblichen Dünger.

Umtopfen: Umgetopft werden muß erst dann, wenn das Pflanzgefäß gut durchwurzelt ist. Seien Sie der empfindlichen Wurzeln wegen hierbei sehr vorsichtig. Es empfiehlt sich, den vorsichtig vom Pflanzgefäß befreiten Wurzelballen lediglich in ein größeres Gefäß, das schon ein wenig Substrat beinhaltet, zu stellen und mit Substrat seitlich aufzufüllen. Bei etwa 2 m hohen Exemplaren ist ein Durchmesser von ca. 40 cm übrigens ausreichend. Für ältere Exemplare können Sie ein Substrat aus 1/4 Cocos-Substrat (oder ersatzweise Torf), 1/4 Kompost, 1/4 grobem Sand und 1/4 Gartenerde verwenden.
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gudrun

 [M]
Hallo,

wenn du die Suchfunktion benutzt, findest du auch des öfteren hier Beiträge dazu, z.B.

forum/ftopic1851.html

Herzlich willkommen übrigens
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Jazmienchen

Okay!

Das war sehr ausführlich. Vielen leiben Dank hierfür.

Jetzt sollte ich es hoffentlich hinbekommen.

LG Jazmienchen
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dezibl

hab meine in kokohum gepflanzt alle beide gekeimt und beide momentan ca 1m hoch.. (wachsen sauuuuschnnnnellllll) ach und ich hab oben eine sandschicht drauf gemacht weil ich häufiger trauermückenprobleme habe...
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Prinzenrose

Hallo,
ich hab meine Papajas im Keimbeutel und warte schon seit einer Woche, dass die ersten Wurzeln gebildet werden! Ich weiß ja nicht, vielleicht ist die Papaya doch nicht so gut für den Keimbeutel geeignet, was meint ihr dazu? Hat es schon mal jemand im Keimbeutel versucht???

LG
Prinzenrose
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Papillon

Jepp, meine waren in Torftöpfen mit Kokosfasersubstrst, und das dann in Keimbeuteln. Momentag frag ich mich, wie ich sie beleuchten soll, weil alles zugestellt ist, die Papayas aber so schön schnell wachsen (ist mummelig warm bei mir). Inzwischen hab ich sie im Blumentopf, sind schon fast 8 cm hoch die Pflänzchen.
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Prinzenrose

Also kommen meine wohl nicht, weil sie im Keimbeutel sind, hab ich das richtig verstanden????
Vielleicht sollte ich sie einfach in einen topf tun und dann nen Beutel drüber????!

LG
Prinzenrose
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Papillon

... das Klima sollte in beiden Fällen das gleiche sein, ich persönlich bin halt schlecht im pikieren
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Prinzenrose

hm, also ich halt sei auf der fensterbank, wenn ich sie in den Topf stelle, dann kommen sie da auch wieder rauf, das Klima also sollte sich nicht derartig verändern!
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Jazmienchen

Bei mir sind sie bis jetzt egal wann und wie gekeimt.

Leider habe ich sie dann irgendwie kaput gekriegt. Vielleicht zu früh umgetopft.

Naja, ich werde wohl gleich morgen früh einen neuen Versuch wagen...

Mehr als schief gehen kann es ja nicht...
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Papillon

In einem meiner Bücher steht, dass die Keimlinge sehr empfindlich gegen Pikieren sind. Das könnte also als Grund in Frage kommen.
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Valdris

Nachdem meine letzte Papaya- Anzucht kräftig in die Hose ging,
hab ich`s diesen Sommer nochmal mit 50 Sämlingen probiert
um auf Nummer sicher zu gehn..

Ich dachte mir, da bleibt der Warscheinlichkeit nach wenigstens eine am Leben.

Und die ist mir dann vor ein paar Wochen ebenfalls über den Jordan gegangen...

Die Kleinen sind Anfangs noch gewachsen wie die Blöden,
sodass ich mir schon Sorgen machte, wo ich mit dem ganzen
Kindergarten hin sollte.

Bis ich sie pikiert habe...

Dann ging das grosse Sterben los!

Ich hab mich die ganze Zeit gewundert, an was es gelegen haben könnte, da ich die Kleinen zu total unterschiedlichen Bedingungen gehalten habe.

Aber jetzt wo ihr`s sagt...

Na ja, ich werd`s im Frühjahr noch ein aller- allerletztes Mal versuchen,
diesmal aber gleich in Einzeltöpfe!
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Jazmienchen

Also ich habe es gerstern nochmals gewagt, ein Paar Papayas einzupflanzen.

Mal sehen, was aus ihnen wird.

Das letzte mal habe ich den Fehler gemacht, sie umzutopfen! Sie waren zwar schon eineige Zentimeter hoch gewachsen, aber gestorben sind sie deswegen trotzdem.

Diesmal lass ich sie einfach mal stehen.

Kann mir jemand hier nen Tipp geben, ab wann man sie umsetzen kann?

LG Jazmienchen
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Valdris

Du solltest sie evtl. gleich in kleine Einzeltöpfe sääen damit sie die
ersten Monate nicht umgesetzt werden müssen!

Eine Möglichkeit wären vielleicht auch Torfquelltöpfe,
die könnte man später sicher problemlos in Töpfe einbuddeln
da die Wurzeln so nicht beschädigt werden und die Pflänzchen von
der Umsetz- Aktion ja eigentlich nix mitbekommen!

Ich hoff sehr, dass wir da noch eine geeignete Umsetz- Technik herrausfinden,
hätte doch selbst gern mal ne Papaya zuhause...
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