Musa Dwarf Cavendish: brauner weicher Stamm, weiße Flecken - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Musa Dwarf Cavendish: brauner weicher Stamm, weiße Flecken

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo und Frohes Neues Jahr!

Ich habe nun 2h lang im Internet recherchiert, bin mir aber nicht sicher, ob ich eine Erklärung für mein Problem gefunden habe.
Darum habe ich Fotos gemacht und poste diese hier, um eure Meinung zu hören.

Pflanze: Musa Dwarf Cavendish
Alter: 3.Generation (Oma (wäre 8.5Jahre) und Mutter (wäre ca. 5) schon gestorben - ca. 2-3 Jahre)
Ort: recht sonniger Platz im Wohnzimmer
Substrat: Erde

Das Problem ist, dass meine Bananen am Stamm braun und weich geworden sind.
Ich habe auch weiße Stellen am Stamm entdeckt.
Wenn man mit dem Finger darüber fährt, lassen sich manche Stellen gut wegwischen und manche fühlen sich ein wenig "verkrustet" an.
Bräunlich war der Stamm schon Ende des letzten Jahres. (Im Sommer natürlich nicht.)
Heute morgen habe ich aber gesehen, dass mehrere Blätter weggeknickt sind, weil der Stamm sie an dem Ansatz des Blattes nicht mehr halten konnte.
Woran liegt das?

Vorgeschichte:
Aufgrund meiner Erfahrung mit Spinnenmilben während der trockenen Winterzeit in der Wohnung habe ich diese fast jeden Tag mit Wasser besprüht.
Vornehmlich den Stamm, weil sich die Spinnenmilben bei meiner Banane gerne dort ansiedeln und dann von da auf die Blätter übersiedeln.
Gegossen habe ich as dem Gefühl heraus ca. 1-2mal in 2 Wochen.
Auf jeden Fall weniger als im Sommer.
Ich kann im Untersetzer immer sehen, dass kein Wasser mehr steht.
Die Feuchte oben kann ich nicht kontrollieren, weil ich eine Schicht mit feinem Sand oben gegen die auch schon da gewesenen Trauermücken habe.
Ich gieße immer über den Untersetzer.

Seit dem Neujahr hatte ich aber keine Möglichkeit die Pflanze zu gießen und besprühen (also 5 Tage lang).
Sie muss also relativ trocken gewesen sein.

Darum war meine erste Vermutung, dass sie die Pflanze wegen zu wenig Wasser die Blätter nicht mehr halten konnte.
Oder dass das bis dato tägliche Besprühen nicht gut sein könnte.
Ich habe nach Spinnenmilben geguckt, aber keine finden können. (Gott sei Dank!)

Nun habe ich wie gesagt recherchiert und ähnliche Probleme gelesen, bei der zu viel Wasser und die damit verbundene zu feuchte Erde das Problem sei.
Dabei hatte ich doch 5 Tage lang nicht gegossen?!
Und vorher hingen die Blätter nicht so runter.

(Im Sommer hatte ich auch schon mal das gleiche Problem, dass die Blätter im Ansatz abknickten und runterhingen.
Der Stamm war ansonsten grün und knackig! Bis auf der Stelle am Ansatz der Blätter.
Ich weiß nicht mehr ob das an der vielen Hitze oder an zu wenig Wasser gelegen hatte.)

Ein anderer Beitrag meinte, dass es ein Problem mit dem Besprühen sein könnte, weil das Wasser dann nicht mehr von der Pflanze verdunsten könnte,
wenn das besprühte Wasser zu kalt sei.

Die Pflanze steht aber im Wohnzimmer, wo sie immer steht.
Tagsüber wird auf 20°C geheizt und nachts kühlt es vielleicht auf 15-17°C ab (je nach Wetterbedingungen draußen).
Von daher würde ich das nicht als Grund ansehen.

Weil die Pflanze da steht, wo sie immer steht ist auch die gleiche Grundhelligkeit gegeben.
Bei dem kuriosen Wetter der letzten Tage (stürmisch, regenerisch, grau...) kam aber nicht viel Sonne durch.

Einen natürlichen Alterungsprozess schließe ich aus, weil die Blätter in dem Fall an den Spitzen anfangen auszutrocknen.
Hier sind die Blätter noch grün und frisch, aber am Stamm braun und aufgeweicht.

Es ist also etwas kurios.

Darum nun also die Fotos:
Wer kann aus Erfahrung sagen, warum der Stamm braun und so weich geworden ist, dass die Blätter abknicken?
Ist es wirklich zu viel Wasser?
Was sind das für weiße Flecken?
Schimmel? Kalkflecken würde ich ausschließen (die sind auf dem Foto auch zu sehen - rundlich) und es sieht auch nicht nach Spinnengewebe von Spinnenmilben aus.
Das weiche fühlt sich an wie Mehl. Das "verkrustete" sitzt meist an den Übergängen zwischen den einzelnen Blättern.

Was kann ich machen, dass es meiner Banane wieder besser geht?

Für eure Antworten wäre ich dankbar!!

Gruß batty
Bilder über Musa Dwarf Cavendish: brauner weicher Stamm, weiße Flecken von Fr 06 Jan, 2012 22:33 Uhr
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BeitragSa 07 Jan, 2012 9:38
Hallo!

Das hört und sieht für mich nach Fäule (braun, abknickende Blätter) und Schimmel (weiße Flecken) durch zu viel Wasser bzw. zu viel Gießen aus....
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BeitragSa 07 Jan, 2012 10:23
Hallo,

ich denke auch, dass du die Musa zu viel gegossen bzw. besprüht hast. Das hat oft nichts mit der Häufigkeit sondern mit der Menge des Wassers zu tun. Mit den 5 Tagen ohne Wasser hat es sicher nichts zu tun.
Das weiße ist bestimmt Schimmel.

Wie feucht ist denn die Erde jetzt noch? Hast du dir schon mal die Wurzel angeschaut, ob diese auch schon fault?

LG
Heidi
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BeitragSa 07 Jan, 2012 10:24
Hallo Batty,
das hatte ich auch jahrelang, das vorzeitige dahinsichen der Pflanzen bevor sich blühtentechnisch was getan hat. Letztendlich waren sie auch immer unter ihren Möglichkeiten geblieben.
Der weisse Pilz zeigt auch an das die Pfl. nicht mehr will/stark geschwächt ist und wahrscheinlich abstirbt. Den Pilz hatte ich auch und auch eingesunkene Stellen im Stammrhizom- dannExitus.
Möglich Ursachen bei mir :zu viel Spinnmilben,zu kalt/und..oder Nass im Winter. und dunkel-Blattstau....

Deine Pflanze wächst nicht richtig, was sich bei deiner Pflanze an zunehmender Verjüngung des Stammrhizoms äussert. Meine kann ich am Scheinstammansatz nicht mehr mit zwei Händen umfassen,so dick ist er geworden! Die Blätter dementsprechend auch.
Meine Pflanze hat letztes Jahr kein Freigang mehr bekommen und wird es auch nie mehr-iss besser so.

Spinnmilben solltest du unbedingt peniebelst abwischen ,denn sie bewirken vorzeitiges gelb werden der Blätter. Den es ist nicht normal eine banane immer nur mit ca. 7 Bättern zu haben, sondern eher 17 (im Sommer, jetzt natürlich rückläufig).
Aussreichend Dünger sollte natürlich nicht fehlen. Trauermücken ignoriere ich-- der Topf ist sowiso ziemlich belebt!
Deine Wintertemperaturen find ich OK.
Hoffe, ich konnte etwas helfen. Gruss
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BeitragSa 07 Jan, 2012 10:28
Anonymous hat geschrieben:...
Meine Pflanze hat letztes Jahr kein Freigang mehr bekommen und wird es auch nie mehr-iss besser so.
...

Versteh ich nicht.... Eigentlich tut denen ein Freiluftaufenthalt besser gut als eine ganzjährige Indoorkultivierung.
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BeitragSa 07 Jan, 2012 11:11
Hallo Jule,
im Hinterkopf schwirrt noch die Pflegeempfehlung herum ...Besten imWintergaren/Gewächshaus kultiviert .....
Meine ist im GWH. Es ist immer schön warm,hell, relativ windstill-die pflanze fällt nicht um und die Blätter bleiben heile. Für eine Warmbanane halt sehr angenehm.
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BeitragSa 07 Jan, 2012 11:12
Ach soooooo, GWH. :wink:
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BeitragSa 07 Jan, 2012 11:40
GWH ist nicht alles,Wohnzimmer direkt am Fenster und Sonnenexponiert tuts bestimmt auch.
Das Rundumpaket muss halt stimmen-Schädlingskontrolle etc. :wink:
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BeitragSa 07 Jan, 2012 15:54
Hallo!
Danke für die vielen und schnellen Antworten!

Das Problem bei der oben beschriebenen Pflanze ist, dass der große Kübel ein wenig unhandlich ist, um die Pflanze von unten zu betrachten.
Die Falz am Topf oben ist nach innen geknickt und bildet so einen kleinen Widerhaken.
Um die Banane herauszuziehen muss ich ziemlich viel Kraft an den beiden Stämmen ausüben.
Da diese aber schon angeschlagen sind, könnte das Probleme bereiten.
Um dieses Problem zu umgehen habe ich eines der schon großen und abgetrennten Kindel, welches ähnliches Symptom zeigt (aber nicht so stark), aus dem Topf gezogen.
Wenn ich es richtig sehe ist dort Schimmel an einigen äußeren Wurzeln zu erkennen.
Liege ich das richtig? (siehe Fotos)

Dann wird das Braune bestimmt die diagnositizierte Fäule sein und das Weiße der Schimmel.
Und die Ursache dafür sind die angeschimmelten Wurzeln.
Oder ist es anders rum:
Das zuviele Wasser am Stamm durch das Besprühen hat Auswirkungen auf die Wurzeln, so dass diese schimmelten?
Kann ich mir so rum gar nicht vorstellen.

Wenn dem so ist, wird die andere Banane wohl das gleiche Problem haben, oder?
Dann muss ich mir mal überlegen, wie ich die Pflanze am besten da rausbekomme...

Ist die Ursache also nur zu viel gießen oder kann es auch am Besprühen liegen?
Denn es wird doch in sämtlichen Beiträgen gesagt, dass das besser für die Pflanze sei.
Besonders in Betracht auf die widerwärtigen Spinnenmilben!

Anmerkung 1: Verjüngung des Stamms:
Leider hatte die Banane viele Probleme mit Spinnenmilben.
Mit konventionellen Mittel konnte ich diese nicht beseitigen, da musste ich mir Hilfe aus dem Pflanzenfachhandel holen.
Aber leider war die Pflanze schon so angegriffen, dass ich die befallenen äußeren Schichten entfernen mußte.
Das erklärt die extreme Verjüngung.
Danach hat sich die Pflanze auch erholt.
Vorher hatte sie schon ein Kindel gebildet, so dass ich dachte, dass es bald aus sei.
Aber dann wuchs die Pflanze wieder und das Kindel nicht mehr.
Komischerweise wurde das Kindel dann nachher schwarz und verdorrte.
(Hatte mal gelesen, dass das die Mutterpflanze ihr Kindel unterdrückt, und das Phänomen damit erklärt.)
Aber diese Geschichte nur am Rande.

Anmerkung 2: Ort
Eine Möglichkeit der Freiluftkultivierung ist bei mir nicht möglich und ein Gewächshaus ist auch nicht vorhanden, von daher muss die Banane zwangsläufig drinnen stehen.

Aber nun das wichtigste:
Wenn mir hier bestätigt wird, dass die Pflanzenfäule durch zu viel Wasser entstand (ob durch Besprühen oder Gießen), dann kann ich das zukünftig verbessern.
Aber was kann ich machen um die jetzigen Pflanzen wieder in Schuß zu bekommen?
Aus dem Topf nehmen und Trocknen lassen?
Den Schimmel abwischen und das wars es dann?

Gruß batty
Bilder über Musa Dwarf Cavendish: brauner weicher Stamm, weiße Flecken von Sa 07 Jan, 2012 15:54 Uhr
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BeitragSa 07 Jan, 2012 17:30
Hallo,

soweit ich es erkennen kann, sieht das Kindel noch nicht ganz so schlimm aus. Das pelzige an den Wurzel sieht schon nach Schimmel aus. Wie feucht ist denn die Erde noch? Wenn du sie auswringst, läuft noch Wasser raus?
Wenn du die Erde etwas abmachst, kannst du ja mal schauen, ob die Wurzel schon fault und stinkt.
Wenn sie zu feucht ist, würde ich nicht warten bis sie trocknet, sondern von der nassen Erde befreien, die fauligen Stellen abschneiden, den Schimmel abwischen und neu eintopfen.

Gegen das Sprühen ist ja auch nichts einzuwenden, gerade wegen den Spinnmilben. Da kommt es aber auch auf die Menge an, denn das Wasser läuft ja auch in den Topf. Gerade, wie du schreibst, dass du den Stamm besprühst. Alternativ kann man die Blätter auch ab und zu mal feucht abwischen.
Und jetzt gerade im Winter nicht so viel gießen.

Meine hatten dieses Jahr übrigens auch schon Spinnmilben. Ich habe sie mit einem Knoblauchsud 3 Tage lang besprüht und danach noch eine Woche aller 2 Tage. Das riecht zwar etwas, hat aber geholfen. Dann habe ich als zusätzlichen Schutz noch je 2 Tabletten Axoris von Compo in die Erde gesteckt. Das ist vielleicht bei Musa´s nicht die beste Wahl, aber es hat geholfen.

LG
Heidi
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BeitragSa 07 Jan, 2012 18:15
Mit welchem Mittel wurde gesprüht? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bananen auf Mittel, die entweder ölhaltig sind oder auch nur in geringsten Mengen Teebaumöl enthalten absolut vernichtend auf die Pflanze wirken. Ich hatte versucht Spinnmilben mit eben einem teebaumöl-haltigen Mittel zu behandeln (zu Testzwecken nur an einem Blatt!!!). Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten: innerhalb von wenigen Tagen zerfiel die Pflanze vor meinen Augen. Ich konnte sie noch so sehr einkürzen wie ich wollte, das hat nix gebracht. Ich würde die Kindel retten.
Gruß
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BeitragSa 07 Jan, 2012 20:34
Anonymous hat geschrieben:GWH ist nicht alles,Wohnzimmer direkt am Fenster und Sonnenexponiert tuts bestimmt auch.
Das Rundumpaket muss halt stimmen-Schädlingskontrolle etc. :wink:

Hm..... Es hat sich bei vielen User hier gezeigt, dass das auf Dauer leider nicht ausreicht.....

@batty: Ich glaube weiterhin: zuviel Wasser.

................und ja, Bananen vertragen kein Gespritze mit ölhaltigen Mitteln! :!:
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BeitragSa 07 Jan, 2012 23:11
Hallo!

Vorweg ein paar Anmerkungen:

Zu den Spinnenmilben:
Ich hatte auch schon meine schlechte Erfahrung mit dem ölhaltigen Zeugs gemacht.
Diese Pflanze aus dem ersten Beitrag hatte im Sommer 2009 oder 2010 auch Spinnenmilben, die ich nicht mit den ganzen Tipps und Tricks aus diversen Foren verhindern konnte.
Weder das Bespritzen mit Wasser, noch das Abwickeln mit der Folie haben geholfen.
Selbst diese super Mischung aus Kaliseife (Sapo ...) und Brennspiritus, welches ich extra in der Apotheke bestellt habe, hat nach wochenlanger Anwendung NICHT funktioniert.
In diese hatte ich viel Hoffnung gesetzt, weil das in der Theorie gut klang: durch die Lösung wird der Panzer der Spinnenmilben zerstört und das Ding ertrinkt.
Nach dem Misserfolg machte ich dann ein Experiment: habe ein krabbelndes Wesen entdeckt und einen ganzen Tropfen darauf gegeben.
Mit der Zeit verdampfte der Tropfen langsam (dauerte etwas).
Sobald das Tierchen wieder trocken war, lief es einfach weiter, als wäre nichts gewesen.
Nur ein Tropfen mit der Pipette vom Brennspiritus zerlegte die Milbe.
Nach dem Verdunsten des Tropfens lief sie nicht weiter.
Aber ich kann ja nicht die gesamte Pflanze mit Brennspiritus einspritzen.
Das Abduschen der Pflanze hatte kurzzeitigen Erfolg.
Drei Tage hintereinander abgeduscht und den Topf mit einem Müllsack zugebunden.
Dann waren die Viecher für zwei Wochen weg.
Danach kamen sie wieder...
Weil ich die "Schnauze voll" hatte, hatte ich dann im Gartenzentrum ein Spinnmilbenmittel geholt, welches mir empfohlen wurde.
Das war leider ölhaltig!!
Danach wäre die Pflanze beinahe krepiert!!
Nur noch zwei oder drei Blätter waren übrig.
Aber die Pflanze hat überlebt.
Nun habe ich mir ein Mittel besorgt, was nicht ölhaltig ist und welches endlich auch gewirkt hat!

Diese Pflanze hatte Ende September oder so noch einmal Spinnenmilben, die ich mit dem nicht ölhaltigen Zeug gut wegbekommen habe.
Diese haben mit den braunen Blättern aber in diesem Fall nichts zu tun, weil das schon so lange her ist.

Zum Besprühen:
Ich benutze eine alte Sprühflasche, in der vorher Frosch Allzweckreiniger drin war.
Dann sprühe ich fünf bis sechs mal von allen Seiten von unten an den Stamm und den ersten Ansatz der Blätter.
Es ist fein eingestellt, dass eine Sprühwolke rauskommt.
Die Menge an Tropfen, die den Stamm runterläuft würde ich auf einstellig tippen.
Von daher denke ich mal, dass ich damit nicht viel falsch gemacht habe und werde das weiter praktizieren.
Muss der Pflanze wohl ansonsten einen "über den Durst" gegeben haben, so wie es hier im Forum auch diagnostiziert wurde.

Ein weiterer Gedanke zum Sprühen:
Wegen der Trauermücken hatte ich ja die schon erwähnte Schicht weißen Sand oben auf die Muttererde gelegt.
Im Sommer habe ich immer nur über den Untersetzer gegossen und nicht gesprüht.
Nun ist mir beim Enttopfen der Banane aufgefallen, dass der Sand teilweise schon eine feste Schicht gebildet hat.
Diese kann ja nur durch das Sprühwasser im Winter entstanden sein.
Könnte die Möglichkeit bestehen, dass diese feste weiße Sandschicht die Sauerstoffzufuhr zum Substrat behindert hat?
So dass daher die fauligen Blätter kommen könnten?
Was meint ihr dazu?


Nun zum eigentlichen Thema:
Habe es geschafft die Pflanze aus dem Topf zu bekommen.
Mußte dafür oben an den Kanten einiges vorher wegmachen, damit der Widerhaken nicht mehr wirksam ist.
Habe die Pflanze nun erst einmal so neben der Heizung stehen.

Beide Substrate sind nur ein wenig feucht und nicht triefnass.
Wenn man die Banane aus dem Topf raus holte kam kein einziger Tropfen raus.
Ich habe die Pflanze auf Zeitungspapier gestellt und dann sah man langsam, dass sich dieses durch die Feuchtigkeit ein wenig dunkel färbte.
Das Papier war aber noch nicht bis an die Ränder vollgesogen.
Fäßt man den kompletten Ballen von der Seite an, spürt man etwas Feuchtigkeit, aber nicht viel.
Habe Küchenrolle rangehalten und nur fünf, sechs kleine Tropfengroße dunklere Stellen gesehen.
Es war also nicht übertrieben nass.
Von daher denke ich nicht, dass ich die Erde nicht komplett austauschen muss, sondern trocknen an der Luft ausreichen könnte.

Sehen kann ich bei dem Licht in der Wohnung ohne Sonne nicht so viel.
Werde morgen bei Tageslicht noch einmal gucken und Fotos machen.
Aber es sind nicht so viele Wurzeln zu sehen wie bei dem Kindel.
Da muss ich wohl noch ein wenig Erde abmachen.

Dazu eine Frage: genügt es einfach an der Seite zu klopfen oder sollte ich doch ein wenig rabiater vorgehen und einiges an Erde runter machen?
Wie sollte ich am besten Vorgehen?


Bis jetzt ist noch kein fauliger Geruch vernehmbar.
Vielleicht werde ich morgen was merken, wenn ich die Erde etwas entferne.
Auf dem ersten Blick sehen die Wurzeln besser aus als bei dem Kindel.
Nur eine Stelle habe ich gesehen, wo es ein wenig "pelziger" war.

Kann man generell sagen, dass eine weiße Wurzel noch in Ordnung ist, aber eine dunkle bis schwarze schon faulig ist?
Nicht, dass ich dann evtl. morgen zuviel abschneide!
Will meiner armen Banane nicht unnötig viele Wurzeln entfernen...

Danke schon einmal für eure rege Beteiligung an meinem Thema!! :)

Gruß batty
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BeitragSa 07 Jan, 2012 23:54
hi bitte schau doch mal hier http://www.bananenhobby.de/Notfall.htm
wäre schön, wenn ich dir ein wenig helfen konnte, weil in einer ähnlichen situation mit einer Musa war ich auch schon mal. ich wünsche dir viel Glück :-({|=

LG
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BeitragSo 08 Jan, 2012 17:37
Hallo!
Habe die Pflanze nun bei Tageslicht angucken können.

Auf den Bildern erkennt man die dass eine Wurzel an einer Stelle ein wenig Schimmel hatte. (1. u 2. Bild)
Außen sind nicht so viele Wurzeln zu sehen wie bei dem Kindel (Bild 4 im Vergleich zu meinem zweiten Eintrag oben).
An einigen Stellen sieht man, dass die weißen Wurzeln in schwarze übergehen. (Bild 3)
Im 5. und 6. Bild erkennt man, wie viele Wurzeln (silberner Topf) und Erde (roter Eimer) ich entfernt habe.
Leider ist auf Bild 5 auch zu sehen, dass einige weiße Wurzeln auch mit abgegangen sind! :-(
Das 7. Bild zeigt dann den Stand der Dinge, wie viel noch an der Pflanze dran ist.
Ist habe leider kein Gefühl dafür, wie viel ich abmachen muss!!
Die arme Banane habe ich seit 8,5 Jahren! Mir blutet das Herz sie so zu zerrupfen :-((((((((
Die Erde ist ungefähr so feucht wie die Erde aus einem Sack Blumenerde, wenn man diesen gerade gekauft hat und aufmacht.
Also sie tropft nicht und sollte meines Erachtens so sein, wie man sie auch vom Pflanzenmarkt her kennt.
Als ich ein wenig mehr Erde abgemacht habe, habe ich auch die beiden großen Wurzeln gefunden, die direkt an die ältere und schlechter aussehende Blume geht.
Diese sind lang, schwarz und weich. Nicht so kraftvoll wie die weißen Wurzeln! Siehe Bild 8.

Nun weiß ich nicht, was ich genau machen soll!!
Soll ich die Banane weiter krüftig zerpflücken?
Und alle schwarzen Wurzeln entfernen, falls ich noch welche finde?
Oder mache ich dann mehr kaputt?

Dieses kleinere feinere Wurzelgepflecht musste ich auch immer mit abrupfen, sonst kam man nicht zu den großen Wurzeln durch.
Das kann doch nicht gut sein.

Die Bananenhobbyseite ist sehr interessant.
Aber bei dem Bild der Rettungsaktion unter Krankheiten/Wurzelfäule sieht man, dass der Ballen fast komplett weg ist.
Blätter sind auch keine mehr da.
Das ist bei mir eine andere Situation.
Oder muss ich auch so rabiat alles abschneiden?
Kann ich mir nicht vorstellen.

Es wäre super, wenn mir einer aufgrund der Fotos helfen könnte, wieviel ich noch abschneiden sollte!!
Vielen Dank im Voraus!! [-o<

P.S.: Sollte ich die grünen Blätter abschneiden, die abgeknickt sind und am Stamm schon braun sind?

Gruß batty
Bilder über Musa Dwarf Cavendish: brauner weicher Stamm, weiße Flecken von So 08 Jan, 2012 17:37 Uhr
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