Mein Drachenbaum geht ein, bitte um Hilfe - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Mein Drachenbaum geht ein, bitte um Hilfe

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
Azubi
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Hallo, ich bin neu hier und erhoffe mir hier Hilfe für meinen Drachenbaum (Dracaena marginata). Und bitte nicht so sehr mit mir schimpfen, anscheinend hab ich ne Menge Sachen falsch gemacht, aber nen grünen Daumen hab ich nicht wirklich...

Ich habe diesen Drachenbaum nun schon seit 4 Jahren, einen Umzug hat er auch schon mitgemacht (seit Mai 2009 steht er nun in der neuen Wohnung). Bis vor ein paar Wochen ist er auch noch wie wild gewachsen, hat oben immer wieder kleine Blätter bekommen. Es sind insgesamt 3 Stämme im Topf, ein großer und zwei kleine. Nun ist es passiert, dass die unteren Blätter jedes Stamms gelb/braun geworden sind und abgeworfen wurden. Ich dachte erst, es handelt sich um die regelmäßige "Ich will meine Blätter nicht mehr" Phase. In dieser hat sie dann immer ne handvoll Blätter abgeworfen und dann wars wieder gut, aber diesmal ist es anders. Die kleinen Stämme hat es zuerst getroffen. Wie gesagt wurden die Blätter erst von unten her gelb/braun, sind abgefallen und dann ist der Stamm oben in der Krone ganz weich, immer dünner und auch leicht gelblich geworden und schließlich umgeknickt. Die restlichen Blätter sind natürlich dann auch abgestorben.

Und jetzt fängt das bei dem großen Stamm auch an. Dort sind die unteren Blätter auch schon alle gelb, nur die oberste Krone in 10-20 cm ist noch in Ordnung. Ich fürchte, dass die Krone auch bald abknickt :(. Ich bilde mir auch ein, dass das Ganze angefangen hat, nachdem eine Freundin von mir meinte, sie mal aus dem Übertopf heben zu müssen, um zu sehen, ob unten aus dem Pflanztopf (?) Wurzeln herausragen (taten sie nicht). Oder es hat mit dem Beginn der Heizperiode zu tun...

Noch etwas zum Standort: Sie steht etwa 1,5 Meter vom Fenster entfernt an der Wand, direkte Sonneneinstrahlung gibts nur im Sommer 1-2 Stunden frühmorgens. Ich hab sie jetzt mal ans Fenster gestellt, nur steht sie da jetzt leider direkt vor der Heizung... Das ist auch mein einziges Fenster, das winzige in der Küche zähl ich mal nicht mit, da ist sowieso kein Platz für die Pflanze (ich wohne in nem 28m² Appartement).
Könnte es ihr vielleicht zu kalt geworden sein? Tagsüber mit aufgedrehter Heizung komme ich hier auf etwa 22 Grad, aber dadurch, dass ja nachts die Heizung abgesenkt wird, kühlt es dann immer wieder auf etwa 16 Grad ab. Dagegen kann ich leider nichts tun, das war aber auch schon letzten Winter so. Mit der Luftfeuchtigkeit tu ich mein Möglichstes, immer mal wieder durchs Zimmer sprühen und ich hab hier auch so ne Nebelschale stehen. Umgetopft wurde sie noch nie, eigentlich immer nur gegossen, aber auch nicht übermäßig.

Ich schau mal, dass ich hier später noch ein Foto rein bekomme, muss jetzt leider weg, aber vielleicht kann mir schon jemand etwas dazu sagen. Wäre sehr dankbar, wenn ich hier Hilfe finden wüde, wie ich meinen liebgewonnenen Drachenbaum noch retten kann...
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BeitragFr 10 Dez, 2010 15:07
Hallo Seraphim28 und erstmal herzlich willkommen hier im Forum! :D

Die Symptome deines Drachenbaums klingen mir nach Spinnmilben und/oder nassen Füßen. Ich hatte mal einen mit so hellen und weichen Triebspitzen, der hatte Spinnis.

Foto ist dringend nötig, sonst können wir dir nur schwer helfen. :wink:

Und dann brauchen wir noch mehr Infos:
Wie oft gießt du?
Achtest du drauf dass im Übertopf kein Wasser stehen bleibt?
Düngst du? Auch jetzt im Winter?
Kannst du irgendwelche Tiere entdecken? Schildläuse Bilder und Fotos zu Schildläuse bei Google. an den Stämmen? Spinnmilben Bilder und Fotos zu Spinnmilben bei Google. an/unter den Blättern (beim Besprühen werden feine Spinnweben sichtbar zwischen den Blättern)? Wollläuse Bilder und Fotos zu Wollläuse bei Google. ?

Der Standort ist zwar nicht optimal, aber der wird nicht direkt dafür verantwortlich sein... höchstens hat die Dunkelheit den Drachenbaum geschwächt und dann hat er Schädlinge bekommen.
Wenn du Glück hast, kannst du den einen Kopf noch retten und vielleicht treiben die Stämme auch wieder aus... aber erstmal: FOTO! :wink:
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Queen Of Green
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BeitragFr 10 Dez, 2010 17:52
Sind die Stämme hart oder weich, so dass du sie eindrücken kannst?

(hehehe, so viele Fragen auf einmal - Indigogirls natürlich mit gerechnet)
Azubi
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BeitragFr 10 Dez, 2010 19:07
So, hier mal zwei (sehr traurige) Bilder...

Ich hab sie jetzt mal an verschiedenen Stellen gedrückt, bei den kleinen Stämmen ist es so, dass an der Stelle, wo der Stamm sich teilt, nur noch die Rinde vorhanden ist, innen ist alles hohl auf einer Höhe von etwa 5-8 cm (ist aber auch schon ein paar Wochen her, dass die kleinen abgestorben sind). Darunter und darüber wird es wieder fester, nicht steinhart, aber auch nicht so weich, dass ich etwas eindrücken könnte. Der große Stamm ist durchgehend immer noch relativ fest, wird nach der Teilung nach oben etwas weicher bzw. lassen sich die Stämme leichter biegen, aber das dürfte wohl normal sein, die 3 Stämme sind schließlich etwas dünner als der Hauptstamm (oder?).

Schädlinge konnte ich mit dem bloßen Auge jetzt keine erkennen, hab mir auch die Bilder angesehen. Da bewegt sich auch nichts, Spinnweben sind ebenfalls keine da.

Gegossen hab ich sie eher zu wenig als zu viel. Etwa alle 2-3 Wochen mal. Ab und zu kam es vor, dass die Blätter schlapp herunter hingen, dann hab ich auch gegossen und alles war wieder gut, die Blätter haben sich wieder aufgerichtet, diese Pflanze hat mir eigentlich bis jetzt überhaupt nichts krumm genommen, auch wenn ich das Gießen mal 4 Wochen vergessen hatte. Im Übertopf stand noch kein Wasser, war wohl alles in der Erde. Gedüngt habe ich noch nie :(, wie gesagt, kenne mich damit auch überhaupt nicht aus (habe noch nie irgendeine Pflanze gedüngt oder umgetopft).

Auf dem Bild, wo man die (noch) grünen Kronen sieht, ist ein schwarzes Eck rechts unten, das ist mein Fernseher, der steht diagonal in der Ecke, normalerweise steht die Pflanze rechts vom Fernseher, um sich vielleicht ein gutes Bild vom eigentlichen Standort zu machen... Die Gardine ist meist auch nicht geschlossen, die hab ich nur davor gezogen, damit der Blitz nicht spiegelt.

Schon mal vielen Dank für eure Mühe!
Bilder über Mein Drachenbaum geht ein, bitte um Hilfe von Fr 10 Dez, 2010 19:07 Uhr
Pflanze 1.jpg
Pflanze 2.jpg
Hadassa
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BeitragFr 10 Dez, 2010 23:04
Hallo und herzlich willkommen!

Das Substrat sieht mir verschimmelt aus :-k ... Hattest Du kontrolliert, ob noch genug Wasser evtl. in der Erde vorhanden war? Feuchte Erde fühlt sich kühl an ... auch wenn die Oberfläche trocken aussieht, kann am Wurzelballen immer noch Nässe vorhanden sein. Dracaenen mögen es lieber eher zu trocken als zu naß :wink:

Daß die untersten Blätter einer Dracaena irgendwann braun werden und abfallen, ist eigentlich auch normal! So bilden die nämlich ihren Stamm! Allerdings benötigen Dracaenen extrem viel Licht!! Auch ein Platz am Fenster im Winter ist denen eher zu dunkel - im Sommer können die gerne draußen sein. Im Winter brauchen sie direktes Fensterlicht - je weiter im Raum, umso dunkler ist es für die Pflanze! 1/2 m Abstand vom Fenster kann u.U. für eine lichthungrige Pflanze ewige Dunkelheit bedeuten. Dann vergeilt sie beim Wachsen und braucht auch extrem wenig Wasser, sodaß alle 2-3 Wochen gießen sogar zu viel sein kann :|
Azubi
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BeitragSa 11 Dez, 2010 1:06
Hallo Rouge, danke für deine Antwort.

Verschimmelt, hm... also es riecht zumindest nicht irgendwie gammlig. Diese weißen Flecken auf der Erde hat sie auch schon ziemlich lange, ich bin davon ausgegangen, dass sich eben Dinge wie Staub etc. dort mit den Jahren angesammelt haben.

Und mein Gießverhalten ist das selbe, wie im letzten Winter, deswegen kann ich nicht so gut nachvollziehen, warum ihr das jetzt nicht mehr passt :( Es ist auch definitiv nicht der regelmäßige Blattabwurf wie in den letzten Jahren, da konnte man höchstens mal 10-15 braune Blätter, unten bis mittig verteilt, abzupfen (oder sie sind von allein abgefallen), das, was man auf dem Bild sieht, ist viel zu viel dafür. Und es hat ja bei den beiden kleinen Stämmen genau so angefangen, bis sie dann oben irgendwie "ausgedünnt" sind (sieht man ja auf dem Bild). Zu dem Zeitpunkt hatten sie aber noch grüne Blätter, sie sind erst umgeknickt und dann sind die restlichen Blätter abgestorben.

Was die Lichtverhältnisse angeht: Da hab ich ja leider nicht ganz so viele Möglichkeiten... Allerdings durfte ich in der alten Wohnung feststellen, dass sie übermäßige Sonne gar nicht mag. Dort stand sie vor einer Balkontür in Richtung Südost, also viel Sonne. Ich musste aber dazu übergehen, größtenteils die Lamellenjalousie zu schließen, weil sie nach ein paar Stunden vor geöffneter Jalousie ganz traurig die Blätter hängen ließ (auch im Frühling/Herbst, wo die Sonne ja eigentlich nicht mehr so stark ist). Voila, nach etwa 3-4 weiteren Stunden hat sie dann hinter der Jalousie ihre Blätter wieder aufgerichtet. Habe dann nur noch stundenweise oder abends aufgemacht und es ging ihr prima.

Was kann ich denn nun konkret zur Rettung meiner Pflanze tun?
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Queen Of Green
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BeitragSa 11 Dez, 2010 12:21
Hast du schon mal nach den Wurzeln geschaut, Seraphim?
Das Bild und die weichen Stämme hören sich für mich an, wie zu viel Wasser bzw. irgendwas an den Wurzeln. Ich dachte auch, meine wäre zu trocken und die hatte total matschige Wurzeln, war also zu nass.
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BeitragSa 11 Dez, 2010 12:30
#-o sorry Seraphim - mein Fehler! Mehr Licht bedeutet nicht automatisch volle Sonne! Ein Ost- oder Westfenster, wo nur noch die Abendsonne hinkommt, wäre bei der D. marginata ideal! ...

Aber MarsuPilami hat vollkommen recht: Topf die Pflanze doch bitte aus! Normalerweise ist zwar das Frühjahr der ideale Zeitpunkt zum Topfen, aber hier ist Eile nötig!

Alles, was an den Wurzeln Braun und Matschig aussieht, schneidest Du bitte weg! Dann schneide auch bitte alles an den toten Ästen weg, bis Du wieder "Leben" siehst -> grüne Stellen! Danach stellst Du die Marginata in neues Substrat -> bevorzugt mischst Du Perlite mit Kakteenerde. Dracaenen mögen es, wenn das Substrat lockerer und wasserdurchlässiger ist.

Wenn das alles erledigt ist, bitte erstmal 5-7 Tage NICHT gießen! Danach gaaaaaanz vorsichtig anfangen mit Gießen. Und in Zukunft mach doch einfach die Fingerprobe, bevor Du wieder gießt. Einfach den Finger am Wurzelballen in die Erde stecken, wenn sich's noch feucht und kühl anfühlt, ist noch genug Wasser vorhanden, die Pflanze braucht also nichts, erst wenn sich's trocken und eher warm anfühlt, ist die Erde trocken, dann gießt Du soviel, bis das Wasser unten im Übertopf sich sammelt. Dann wartest Du ca. 1/2 Stunde und alles, was bis dahin nicht aufgesaugt wurde, schütte bitte weg.

Normalerweise sollte sich die Dracaena wieder berappeln. Ich hatte schon schlimmere Pfleglinge und bisher hatte ich keinen einzigen Ausfall :wink:
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BeitragSa 11 Dez, 2010 13:04
Rouge, das habe ich noch dazu geschrieben, weil du meintest, die könnte im Sommer ruhig draußen sein... Da würde sie ja zwangsläufig ein paar Stunden Sonne abkriegen (es sei denn, man stellt sie unter nen Schirm oder ne Markise) und das findet sie ja erfahrungsgemäß gar nicht toll... Aber steht für mich und meine Pflanze sowieso nicht zur Debatte, da ich leider weder Balkon noch Terrasse habe.

Gut, dann werd ich mich am Montag gleich auf die Socken machen und für meine Pflanze einkaufen gehen, ich bin mal gespannt, ob ich das alles hier beim Haubensak oder im Bauhaus bekomme. Heute schaff ich es leider nicht mehr, ich hoffe, sie hält noch bis Montag durch... Und am Besten lass ich mir beim Umtopfen helfen, da frag ich mal ne Freundin oder meine Stiefmutter.

Das mit den toten Ästen hab ich allerdings nicht ganz verstanden. Soll ich die kleinen Stämme abschneiden und nochmal mit eintopfen? Sofern da noch was Grünes vorhanden ist?
Hadassa
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BeitragSa 11 Dez, 2010 17:58
Es gibt im Garten auch schöne Halbschatten-Plätze, wo sich meine Marginata sehr wohl gefühlt hatte ... wie gesagt, mein Fehler, ich muß mir wieder merken, auch alles zu schreiben, was ich mir teilweise nur denke :-

Achja, noch was zur verzögerten Reaktion einer Pflanze: Pflegefehler (und das ist absolut net böse gemeint oder destruktiv kritisch :wink: ) zeigen Pflanzen oft erst mit Verspätungen von einigen Wochen oder Monaten an. Und oft wird auch - leider, weil das Wissen fehlt - das Vergeilen als positiv angesehen, nach dem Motto: Guck mal, meine Pflanze wächst wie doof, die fühlt sich wohl. Pflanzen, die zu dunkel stehen, suchen sich so rasch wie möglich Lichtquellen und das gelingt ihnen nur durch Extremwuchs. Das bedeutet aber auf der anderen Seite zur Schwächung des Zellgewebes, so daß Schädlinge leichteres Spiel haben und dazu, daß die Stabilität nimmer gegeben ist, die Krone also irgendwann abbrechen kann.

Melde Dich doch, wenn Du die Umtopfaktion erfolgreich durchgeführt hast. Oder auch, wenn Du während des Umtopfens weitere Fragen hast :wink:
Azubi
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BeitragMo 13 Dez, 2010 19:05
Da bin ich wieder...

Kurz noch zum Thema "raus stellen" der Pflanze: An einen Garten hab ich da natürlich nicht gedacht, da ich noch nie einen hatte :wink: Auf dem Balkon oder einer Terrasse wäre es mit den halbschattigen Plätzen schon fast Essig. Also wir haben einfach aneinander vorbei gedacht :D .

Nun zu meinem Pflänzchen:

Bin heute gleich los, um alles zu besorgen. Im Gartencenter haben dann gleich 3 Mitarbeiter bei dem Wort "Perlit" doof geguckt und bekommen hab ich natürlich auch keins. Sie haben mir dann eine Mischung aus Kakteen- und Palmerde empfohlen. Und dort steht sie jetzt drin, auch in einem wesentlich größeren Topf (mit Löchern und Untersetzer).
Allerdings hat mir das, was unter der alten Erde zum Vorschein kam, nicht viel Mut gemacht :cry: . Die kleinen Stämme bestanden nur noch aus feuchten, braunen und etwas lockeren Längsfasern, die Wurzeln von ihnen waren eher dunkelbraun und zwar nicht richtig matschig, aber innen hohl. Die ganze Erde war eigentlich noch ziemlich feucht, obwohl sie seit 3 Wochen nun kein Wasser mehr bekommen hatte. Ich hab wohl doch zu viel gegossen...
Der große Stamm hatte sehr wenig Wurzeln, ich war etwas erstaunt darüber. Diese waren dann weder weiß, trocken und fest noch braun und matschig, irgendein Zwischenstadium. Also sie haben schon angefangen, langsam ins Braune überzugehen.

Darf ich noch darauf hoffen, dass sie sich wieder aufrappelt? Die gelben Blätter auf dem Bild sind mittlerweile auch nicht mehr da, jetzt hat sie nur noch ganz oben, auf den letzten 10 Zentimetern grüne Blätter. Gegossen habe ich sie selbstverständlich noch nicht.
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BeitragDi 14 Dez, 2010 13:51
Wenn Du jetzt nicht aus lauter Panik anfängst zu Gießen, berappelt der sich wieder :wink: , aber bitte hab Geduld! Der muß jetzt erstmal unten wieder Wurzeln bilden. Die braunen Wurzeln waren definitiv ein Zeichen von zuviel Nässe. Dann ließ er, weil die Wurzeln kaputt waren und er die Blätter nicht mehr versorgen konnte, eben selbige hängen und Du meintest, der braucht ja wieder Wasser und hast unwissentlich dadurch der Pflanze noch mehr geschadet!

Wichtig ist jetzt für's küntige Gießen: Im Moment wäre jeder Tropfen Wasser zuviel ein weiterer Sargnagel für den Baum. Also: VOR dem Gießen IMMER Fingerprobe machen :wink: ... in 3-4 Tagen kannst Du ihm einen Schluck Wasser gönnen ... ich hatte auch mal so einen Kandidaten, dem hatte ich kurzerhand ALLE Wurzeln entfernt, ihn in Vogelsand zum Bewurzeln gesteckt und mittlerweile ist's 'ne richtig tolle Pflanze geworden.
Bilder über Mein Drachenbaum geht ein, bitte um Hilfe von Di 14 Dez, 2010 13:51 Uhr
100D1398.JPG
Man sieht noch, wo mal der Wurzelballen begonnen hatte ... bei dem waren auch die Spitzen kaputt, sodaß ich ihn relativ weit unten abschnitt ...
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BeitragSa 25 Dez, 2010 20:07
Da bin ich mal wieder... frohe Weihnachten erst mal.

Mein Drachenbaum hat mir auch ein "besonderes" Weihnachtsgeschenk beschert :cry: Zwei der drei Köpfe sind leider einfach so abgebrochen, etwa 12 cm über der Stelle, wo der große Stamm sich teilt... Und der dritte Kopf hängt auch etwas schief, kann sein, dass der auch bald nen Abgang macht. Blätter sind insgesamt jetzt noch weniger da, bei den drei Köpfen sind noch ein paar braun und trocken geworden, das sah aber "normal" aus, also wie ihr Abwurfverhalten die letzten Jahre, die Blätter waren auch zwischendurch nicht gelb wie die anderen auf dem Bild. Sie hat bis jetzt nur 1x ein kleines Schlückchen Wasser bekommen, mehr nicht.
Die abgebrochenen Köpfe hab ich jetzt einfach so mit ihren dünnen Stämmen genommen und neben den großen Stamm in die Erde gesteckt. Die beiden sehen von den Spitzen oben noch ganz gut aus, es kommen auch immer noch ganz langsam kleine Blätter nach. Das Ganze sieht zwar jetzt total bescheuert aus, der Kopf mit den wenigsten Blättern (nur noch etwa 8 Stück) hängt noch oben dran, dann die Bruchstellen und die anderen Köpfe unten drin, aber was soll man machen, die Hauptsache wäre für mich, dass sie es doch noch überlebt...

War das richtig, die zwei Köpfe daneben in die Erde zu stecken? Kann ich sonst noch etwas für meine Pflanze tun? Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass die Köpfe Wurzeln bilden oder sie an der Bruchstelle austreibt?

Schöne Feiertage wünsch ich euch!
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BeitragSo 26 Dez, 2010 13:25
Du kannst auch die abgebrochenen Teilstücke ins Wasser stellen zum bewurzeln, das hat bei mir sehr gut geklappt. Am besten dafür noch einmal eine schöne saubere Schnittkante schaffen.

Ich persönlich würde wohl auch den verbliebenen Trieb abschneiden und versuchen neu zu bewurzeln, aber das ist Geschmackssache. Auf jeden Fall wird erstmal offensichtlich nicht allzu viel bei der Hauptpflanze passieren, das sie vorerst mit Wurzelbildung beschäftigt sein wird, also falls weiterhin Blätter fallen sollten, ist das sicher normal. Normalerweise treibt die auch wieder schöne neue Triebe aus und vermutlich sogar besser, wenn eben das letzte Kopfstück auch noch weg ist (das ist zumindest meine Erfahrung).
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BeitragSo 26 Dez, 2010 17:42
Hallo tubanges, danke für deine Antwort.

Aber wirklich ins Wasser stellen? Ich trau mich das nicht, weil (zuviel) Wasser ja erst zu dieser Katastrophe geführt hat. Die Stämme und Bruchstellen waren auch immer noch ziemlich feucht, die äußere Rinde hatte sich schon ein wenig vom eigentlichen Stamm abgesetzt. Deswegen dachte ich, dass es vielleicht besser wäre, sie in die Erde zu stecken... Aber ich bin ja keine Pflanzenkennerin, ihr wisst das wahrscheinlich besser.

Ja, ein Edit gibts von heute (28.12.) auch noch:

Irgendwie wird das alles immer nur schlimmer statt besser. Der eine Kopf, den ich in die Erde gesteckt habe, ist heute nochmal bei der Hälfte abgebrochen bzw. umgeknickt. Und die Stämme werden immer weicher und weicher (der Hauptstamm und die dünnen Stämme der Köpfe)... Klar, wenn die Stämme so weich sind, dann sind die Köpfe zu schwer und sie knicken um. Aber wie kommt das? Sie haben doch nur 1x Wasser bekommen und das war echt nicht viel, vielleicht 150 ml. Ist der Schaden doch so groß, dass sie sich nicht mehr regeneriert? Langsam glaub ich, sie hat doch keine Chance mehr... :(
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