Der Neophyt Lycium barbarum wächst hier bei uns seit vielen Jahren großflächig am Straßenrand. Zur Zeit sind die Pflanzen reichlich mit Früchten bestückt. Bei meinen Kostproben konnte ich von köstlichen Geschmack o.ä. nicht gerate schwärmen, eher würde ich sagen: Sehr gewöhnungsbedürftig.
Wie schon oben gesagt, kursieren bei uns verschiedene Namen, die alle als Synonyme von L.b. aufzufassen sind. Gefunden habe ich bisher Lycium halmifolium, L. vulgare und L. chinense. Desweiteren werden auch Unterarten genannt. Über die angebliche Giftigkeit wurde schon geschrieben. Dieses Mißverständnis wurde zwischenzeitlich geklärt. Lycium barbarum ist nach neuesten Untersuchungen nicht giftig. Bei den Chinesen wird die Pflanze seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin und angeblich auch in der Küche verwendet. Ob alle positiven Eigenschaften so herrausragend sind, wie z.Zt. die Werbung behauptet, wage ich nicht zu beurteilen.
Vorsichtig sollte man bei einer Ansiedlung im Garten sein, da sich L. durch viele Ausläufer stark ausbreitet.
Die in Europa heimische Art
Lycium europeum
kommt besonders im Mittelmeerraum vor. Äußerlich unterscheidet sie sich deutlich von L.b. durch kleinere Blätter und sparrigen Wuchs. L.europeus gilt als giftig.
Falls jemand Interesse an Beeren haben sollte, so kann ich gerne welche sammeln.