Erycina pusilla - Erfahrungen?

 
Avatar
Beiträge: 39
Dabei seit: 07 / 2010

Mr. Titanum

Orchiedeenfans,

da die Suche hier im Forum zu keinem Ergebnis geführt hat:

Hat jemand Erfahrung mit der Kultur von Erycina pusilla (Synonyme hier: http://www.theplantlist.org/tpl/record/kew-71988 , u.a. Psygmorchis pusilla)?

Ich wäre an den Haltungsbedingungen interessiert ( wie aufbinden, Substrat?, Luftfeuchte, Düngung etc.)......

MfG, Bernhard.
Avatar
Herkunft: Machdeburch
Beiträge: 6148
Dabei seit: 07 / 2009
Blüten: 30270

Plantsman

Moin,

Erycina pusilla ist ein Zweigepiphyt der tieferen Lagen in ganz Mittel- und Südamerika. Das bedeutet, sie braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit, Wärme, sehr gute Luftbewegung und sollte morgens gut eingenebelt werden. Danach muss sie aber schnell wieder abtrocknen können.
Die Orchideen, die auf den äußersten Zweigen der Bäume und Sträucher wachsen, haben sich an diesen Standort angepasst. Das heimische Wetter macht sie zwar täglich feucht, die dünnen Unterlagen, meist ohne Moos, trocknen aber immer wieder schnell ab. Deshalb sind sie nässeempfindlich. Wegen ihrer Kleinheit brauchen sie aber hohe Luftfeuchte um nicht auszutrocknen. Dort bekommen sie auch sehr viel Frischluft und recht viel Licht.
Da die Zweige irgendwann doch zu Ästen werden und von Moos und anderen Epiphyten besiedelt werden, Erycina dieser Konkurrenz aber nicht gewachsen ist, sind sie von Natur aus recht kurzlebig. Wer es schafft, sie länger als 6 Jahre am Leben zu erhalten, hat Glück. Diese Pflanzen werden schnell blühfähig und produzieren Samen damit sie ihre Nachkommen immer wieder an die Zweigenden bringen können. In der Kultur entfällt natürlich dieser Konkurrenzdruck und sie leben evtl. länger.

Als Material zum Aufbinden haben sich Holunderzweige bewährt. Es geht aber auch in schmalere Stücke geteilte Korkrinde.
Avatar
Beiträge: 39
Dabei seit: 07 / 2010

Mr. Titanum

Hallo Stefan,

danke für die ausführliche Antwort! Das klärt schon vieles......

Ich habe nun im Netz noch Bilder gefunden, auf denen die Pflanzen manchmal "kopfüber" aufgebunden sind (,also Wurzlen nach oben, Blätter unterm Zwieg), manchmal (einer alten Gärtnerregel folgend) mit dem Grünen nach oben aufgebunden sind. Was ist besser?

Dann ist noch die Frage nach der Düngung offen.

Kannst Du (oder jemand anders) noch etwas schreiben?

MfG, Bernhard.

Ähnliche Themen

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.