Douglasie - Pseudotsuga

 
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Douglasie - Pseudotsuga

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Gepostet: 18.01.2014 - 15:53 Uhr  ·  #1
Pseudotsuga - Douglasien

Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)

Gattung: Pseudotsuga (Douglasien)

In Steckbriefen beschriebene Arten:
Pseudotsuga japonica (Japanische Douglasie)
Pseudotsuga menziesii (Douglasie)
Pseudotsuga sinensis (Chinesische Douglasie)

Herkunft:
Man kennt 4 Arten der Pseudotsuga, 2 in Nordamerika, 1 in China und 1 in Japan.

Verbreitung:
Douglasien werden weltweit wegen ihres Wertholzes angebaut, es ist eine der wenigen Baumarten die sich auch in den Forsten in Deutschland durchgesetzt hat. Aber man findet sie auch in vielen Gärten und Parks.

Habitus:
Douglasien sind immergrüne Nadelbäume. Ihre Zweige sind hängend, der Gipfel zugespitzt zulaufend.

Blätter/Nadeln:
Die Nadeln stehen einzeln wechselständig am Zweig. Sie fallen nach 5- 8 Jahren ab.

Blüte/Frucht/Fruchtbildung:
Douglasien sind getrenntgeschlechtlich (monözisch). Männliche und weibliche Zapfen wachsen an einjährigen Zweigen. Sie reifen im Jahr der Befruchtung. Die männlichen Zapfen sind zylindrisch geformt und stehen achselständig an den Zweigen, während die weiblichen, eiförmig geformt, leicht hängen. Sie besitzen viele Samenschuppen, die breiter als lang sind. Der Same selbst ist geflügelt, ca. 9 mm lang und von weißlicher Farbe.

Holz/Verwendung:
Ihr Holz ist dauerhaft und schwer. Es besitzt einen dunklen Kern und Harzkanäle.

Borke/Rinde:
Junge Bäume besitzen eine feine, glatte Rinde, bei älteren Exemplaren ist sie grobschuppig. Sie hat ein rötliches dunkelbraun.

Wissenswertes:
Im Laufe der letzten Eiszeit starben in Europa einige Pseudotsuga-Arten aus. Die weitaus bekannteste Douglasienart ist Pseudotsuga menziesii. Sie wird seit langem in unseren Wäldern mit Erfolg forstlich kultiviert.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Douglasien:
Bei kühler Lagerung (ca. 4 Grad) kann die Keimfähigkeit der Douglasiensamen etwa 3 Jahre erhalten bleiben.
Stratifizieren: 2 Monate, dann 24 Std. im Wasser quellen lassen. Keimquote: Ca. 90 %.
Der Keimling der Douglasien hat 2 - 12 Keimblätter.


Quellen: Stichpunkte von wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Douglasien
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