Hi Leon
Licht ist für Pflanzen auf jeden Fall schon ein ausschließender Faktor. Eine bestimmte Zeit schaffen es die Pflanzen, auch an dunklen Standorten zu überleben. Das liegt dann aber auch nur daran, dass die Pflanzen von ihren Reserven zehren, die sie "aus besseren Zeiten" übrig haben. Überschüsse aus der Photosynthese in Form von Zucker werden sozusagen ins Depot gebracht und in den Pflanzenteilen eingelagert. Diese Kraftreserven können bei Bedarf von der Pflanze reaktiviert werden und halten so die Pflanze am Leben. Je nachdem, wie gut es der Pflanze vorher mit dem Licht ging und wie viele Kraftreserven sie anhäufen konnte, hält sie folglich an einem dunkleren Standort länger oder eben weniger lange durch...
Ficus möchte es schon gerne heller haben und deshalb würde ich ihn näher ans Fenster stellen. Wenn es ein sehr sonniges Fenster ist und du dir Sorgen wegen Sonnenbrand machst (ja, auch Pflanzen können so was bekommen!), kannst du ihn auch in 1m Entfernung hinstellen, zur Vorgewöhnung sozusagen.
Zitat geschrieben von leonkoch
In der Tat ist der Topf etwas seltsam. Wie du richtig beschreiben hast befindet sich der schwarze Topf in dem weißen. Dieser ist wieder fest mit dem Untertopf verbunden.
Dann ist das vermutlich "der Optik wegen"... Sieht wohl besser aus, wenn der weiße Topf in einer Unterschale steht, auch wenn das gar nicht weiter nötig wäre... (deshalb ist auch der schwarze Innentopf so dezent und kaum zu sehen)
Anders als aus "optischen Gründen" kann ich mir das nicht erklären...
Zitat geschrieben von leonkoch
Ich glaube aber auch das es an meinem Gieß- Verhalten liegen könnte. Ich weiß nicht ob du dich spezifisch auskennst, aber wann würdest du mir raten zu gießen und wie viel? welche Wasser?
Das
wann kann man nur ganz schwer spezifisch festlegen. Das hängt ja auch immer davon ab, wie die Umgebungsbedingungen so beschaffen sind. Temperatur, möglicherweise Sonneneinstrahlung, relative Luftfeuchtigkeit, Windbewegung (insbesondere bei Balkon- oder Terrassenaufenthalt im Freien) - all das (und mehr) wirkt sich auf den Flüssigkeitsbedarf der Pflanze aus. Deshalb lässt sich das pauschal gar nicht so sagen...
Wenn du sicher gehen willst, dann musst du die Fingerprobe machen. Heißt, den Finger ins Substrat stecken und fühlen: ist es eher kühl, feucht und bleibt die Krume am Finger hängen, dann lass das lieber noch mit dem Gießen. Ist es dagegen eher trocken und warm, dann solltest du gießen.
Eine andere Variante wäre es, wenn du die Pflanze samt Innentopf hochhebst. Trockenes Substrat ist deutlich leichter als feuchtes. Diese Methode ist allerdings bei großen Pflanzen wie deiner etwas unpraktisch, weil die Pflanzen logischerweise auch nicht sonderlich handlich sind. Da ist die Fingerprobe einfacher.
Wie viel du gießen musst, kann ich dir demzufolge auch nicht wirklich sagen. Ich weiß ja auch nicht, wie du deine Pflanze bisher so versorgt hast.
Es gibt die Empfehlung, dass man "durchdringend" wässert, also so gießt, bis Wasser aus dem Topf über die Wasserabzugslöcher rausläuft. Dann kann man davon ausgehen, dass die Feuchtigkeit überall im Topf angekommen ist und nicht irgendwelche Wurzeln in einer Art "Versorgungsschatten" liegen.
Und dann ist es selbstverständlicherweise auch wichtig, dass du überschüssiges Gießwasser (das sich ja dann im weißen Topf sammelt) nach einigen Minuten wegschüttest. Sonst kann sich Staunässe bilden und die mögen alle Pflanzen (bis auf wenige Ausnahmen) gar nicht.
"Welches Wasser?" Hmm, ... tja....
Da kenne ich mich nicht so aus. Ich gieße meine Pflanzen mit normalem Leitungswasser (ich hab in einer Etagenwohnung allerdings auch wenig andere Möglichkeiten). Wenn du sehr hartes Wasser hast (Wasserhärte kann man beim Wasserversorger erfragen), dann kann es vor allem sein, dass sich überschüssiger Kalk am Topf und mit der Zeit auch im Substrat ablagert.
Es gibt Pflanzen, die grundsätzlich ein Problem mit sehr kalkreichem Wasser haben (z.B. fleischfressende und Moorbeet-Pflanzen), weil Leitungswasser aufgrund der Ionen-Zusammensetzung einen anderen pH-Wert hat und deshalb sich der pH-Wert im Substrat für die Pflanzen ins Negative wandelt. Das ist insofern problematisch, weil bei einem zu hohen oder zu niedrigen pH-Wert bestimmte Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgeschlüsselt werden können.
Ich weiß nicht, ob Ficus so schwierig mit Leitungswasser ist. Ich hatte lange Zeit einen Ficus (F. benjamina) und habe immer mit Leitungswasser gegossen und ich hatte eher Probleme mit den Kalkausblühungen am Topf.
Das beste Wasser für Pflanzen ist ja Regenwasser (bisschen schwierig im Moment bei der Wärme), ich habe auch einen Freund, der sich Wasser für seine Carnivoren (fleischfressende Pflanzen) aus dem nächsten Bach holt. Da du aber keine spezielle Pflanze hast, sondern "nur" einen Ficus, denke ich, kann man das vernachlässigen und auch trotzdem weiter Leitungswasser verwenden. Du brauchst dich aber dann nicht über etwaige Ausblühungen im Topf zu wundern, das kann dann vom Wasser kommen.
Destilliertes Wasser wie für die Autobatterie ist jedenfalls nicht zu empfehlen, denn eine Grundversorgung mit Mineralsalzen ist für die Pflanzen schon wichtig. Da ist das Leitungswassr dann besser als das destillierte Wasser (auch wenn es kalkreicher ist).
Manche Leute schwören auf Ionenaustauschgeräte oder Wasserenthärter oder Osmose-Anlagen, aber das ist so ein eigenes Thema für sich und da kenn mich gar nicht aus auf dem Gebiet. Dazu haben wir hier im Forum aber Diskussionstheads. Die findest du über die
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Zitat geschrieben von leonkoch
Sorge bereitet mir auch die braunen Punkte auf den Blättern? Auf was könnte das hindeuten?
Bei den braunen Punkten auf den Blättern habe ich ad hoc leider keine Idee...
lg
Henrike