Berufseinstieg gut vorbereiten - erfogreich bewerben

 
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Berufseinstieg gut vorbereiten - erfogreich bewerben

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Gepostet: 29.03.2007 - 19:48 Uhr  ·  #1
Für das Leben nach der Schule:
Berufseinstieg gut vorbereiten


Keine Hausaufgaben, vorerst kein Vokabeltest mehr und ganz bestimmt keine Klausur. Stattdessen: Ausschlafen, Eis essen, Fußball im Stadtpark und ausgiebige Fernsehabende: Endlich Ferien! Während sich die einen genüsslich zurücklehnen, bereiten sich die anderen auf die Zeit nach der Schule vor. Für diejenigen, die sich 2007 auf ihre Abschlusszeugnisse freuen können, wird es höchste Zeit, sich konkret auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Das heißt: Wer eine gute Lehrstelle will, muss sich frühzeitig bewerben. Denn Arbeitgeber nehmen sich Zeit, um ihre Auszubildenden aus der Flut der Bewerber zu finden. Viele nehmen jetzt schon Bewerbungen für 2008 entgegen! Pluspunkte bringen neben guten Noten vor allem auch Erfahrungen in der Praxis. Wer zum Beispiel in den Ferien in seinem Wunschberuf ein Praktikum macht, erfährt nicht nur, ob der Beruf auch wirklich passt, sondern verschafft sich damit auch einen Vorsprung gegenüber seinen Mitbewerbern.

Jede Erfahrung zählt
Diese Chance wollte sich auch Timo F. nicht entgegen lassen. Der 16jährige Realschüler hat sich kürzlich bei einem Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau (Galabau) um eine Ausbildungsstelle beworben. ?In meinem Bewerbungsschreiben habe ich angeboten, gerne vorab ein vierwöchiges Praktikum zu machen, damit mich der Chef kennenlernen kann und sieht, wie ich arbeite.?, erklärt er. Da er auch schon sein schulisches Pflichtpraktikum in einem Galabau-Betrieb gemacht hat, sieht es gut für ihn aus. ?Damals durfte ich richtig mit anpacken, habe geholfen, Sträucher zu pflanzen und zu schneiden. Einer der Landschaftsgärtner hat mir sogar gezeigt, wie man pflastert, das hat richtig Spaß gemacht.? Wenn er es schafft, beim Praktikum zu überzeugen und die Ausbildungsstelle zu bekommen, wird er lernen, wie man mit dem Bagger umgeht, mit der Motorsäge Bäume fällt und wie man Trockenmauern aufsetzt. Auf dem Ausbildungsplan steht auch Pflanzenwissen, woran man die Pflanzen erkennt, wie sie heißen, wie sie gepflanzt und wie sie gepflegt werden. ?Es gibt mehrere aus meiner Klasse, die sich für den Beruf des Landschaftsgärtners interessieren?, bemerkt Timo F., ?viele wollen aber auch etwas anderes lernen, die Jungen oft Bürokaufmann und viele Mädchen Arzthelferin. Einige haben auch noch gar nichts, ist doch klar, wenn sie sich alle für die gleichen Berufe bewerben!? Ähnlich sieht es auch sein Freund Thorsten R., der ebenfalls Landschaftsgärtner werden möchte. ?Ich glaube, dass sich die meisten gar nicht richtig mit ihrer Zukunft beschäftigen ? erst, wenn die Schule wirklich vorbei ist - und dann stehen sie erst einmal ohne was da. Viele Berufe kennt man ja auch gar nicht.?

Auf seine Talente hören
Um seine Möglichkeiten bestens zu entfalten, ist es daher notwendig, sich früh und umfassend über möglichst viele Ausbildungsberufe zu informieren. Dabei ist es ratsam, neben den persönlichen Interessen auch auf die Zukunftschancen zu schauen: Die beste Ausbildung nutzt schließlich wenig, wenn man danach keine Aussicht auf eine feste Stelle hat. In erster Linie liegt es aber an den persönlichen Fähigkeiten, für welchen Beruf sich Schüler entscheiden. Sie sollten allerdings nicht zu festgefahren sein und auch nach rechts und links blicken. Holger Arntzen, Ansprechpartner im Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad-Honnef spricht aus Erfahrung: ?Wer handwerklich begabt ist, und sich für technische Zusammenhänge interessiert, eignet sich theoretisch sowohl für einen Ausbildungsplatz in einer KFZ-Werkstatt, als auch in einer Elektrotechnikfirma oder einem Galabau-Betrieb. Der Garten- und Landschaftsbau bietet Bewerbern eine gute Perspektive, die außerdem Interesse an Umwelt und Natur mitbringen.?

Gute Perspektiven als Landschaftsgärtner
Die Aussichten im Garten- und Landschaftsbau sind gut: Während in der Öffentlichkeit immer wieder über zu wenig Lehrstellen diskutiert wird, hat der GaLaBau im Jahr 2006 fast 6.300 Auszubildende eingestellt, das waren 5 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Und auch nach ihrer Ausbildung sieht die Zukunft für Landschaftsgärtner gut aus: Mehr und mehr wächst das Bewusstsein für die Bedeutung von Grün in der Stadt. Unternehmen und viele Privatleute investieren in den Garten, denn das Erleben von Natur ist für sie heute wichtiger denn je. Weitere Informationen über die Ausbildung zum Landschaftsgärtner gibt es unter www.landschaftsgaertner.biz .
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Für einen angehenden Landschaftsgärtner steht auch Pflanzenkunde auf dem Programm. Wer seine Möglichkeiten auf dem Berufsmarkt vor Ende der Schulzeit testen möchte, sollte sich um einen Praktikumsplatz kümmern.
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Während eines Praktikums bekommt man erste Eindrücke vom Beruf des Landschaftsgärtners. Dazu gehören neben Pflanzenkenntnisse auch der fachmännische Umgang mit Maschinen.
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