Artocarpus altilis - Brotfrucht - Brotfruchtbaum - Moraceae

 
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Artocarpus altilis - Brotfrucht - Brotfruchtbaum - Moraceae

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Gepostet: 15.07.2007 - 21:58 Uhr  ·  #1
Artocarpus altilis - Brotfrucht

Der Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis) ist durch seine großen, schon bei jungen Pflanzen gut 40 cm langen, tief eingeschnittenen Blätter unverwechselbar, die an das Laub des Fensterblatts (Monstera) erinnern und rau behaart sind. Die Pflanzen bilden von Jugend an sehr dicke, zunächst unverzweigte Triebe. Die Früchte, die direkt den Stämmen und Hauptästen entspringen, sind wahrhaft gigantisch: In den Tropen können sie 20 cm Durchmesser, gut 30 cm Länge und mehrere Kilogramm Gewicht erreichen Ihre Schale ist mit vielen, während der Reife verhärtenden Spitzen bedeckt, die ihnen ein igelartiges Aussehen verleihen. Das Fruchtfleisch ist weich wie das von Honigmelonen und von einem süßen bis leicht herben Geschmack. Da Brotfruchtbäume volltropische Pflanzen sind, brauchen sie einen dauerwarmem, lichtreichen Platz in Wohnräumen mit großen Fensterfronten oder Wintergärten. Bei guten Klimabedingungen, zu denen neben konstanter Bodenwärme eine stets hohe Luftfeuchte zählt, wachsen Brotfruchtbäume zügig heran. Ihr Laub wird im Winter zu einem (Groß-)Teil abgeworfen.

Info: tropischer Fruchtbaum mit den "weltweit größten Früchten"; stammblütig und -fruchtend; kräftiger Wuchs
Verwendung: ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen Wohnräumen

Pflegeanleitung
Artocarpus ? Jackfrucht/Brotfrucht

Blüte: Sommer; bräunlich; stammblütig (Kauliflori)

Früchte: riesige Sammelfrüchte mit vielen Kilogramm Gewicht

Wuchsform: Strauch oder Baum

Höhe: 1,5-4 m

Familie: Moraceae

Herkunft/Klimazone: Neu-Guinea, Indien, Zone 10-12

Standort im Sommer: Sonnig und warm, aber nicht heiß, luftfeucht. Ganzjähriger Stand unter Glas oder in lichtdurchfluteten Wohnräumen angeraten.

Standort im Winter: Hell bei 20 °C (+/- 5) °C. Kurzfristiges Temperaturminimum
5 °C.

Pflege im Sommer: Halten Sie die Bodenfeuchte möglichst konstant, ebenso die Luftfeuchte in direkter Umgebung der Pflanzen. Der Nährstoffbedarf ist mäßg bis hoch: Geben Sie von April bis September wöchentlich flüssigen Volldünger mit ins Gießwasser. Sollte kein Wachstum zu verzeichnen sein, Düngung einstellen, bis die Pflanzen genug Wärme und Licht haben, um weiterzuwachsen, sonst können sich Dünger anreichern und zu einer Bodenversalzung führen.

Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Erde aber nicht über längere Zeit nass halten, sonst besteht die Gefahr von Wurzelfäulnis. Je nach Überwinterungsbedingungen wird ein Teil der Blätter erhalten oder das Laub fällt ab und wird ab April/Mai durch frische Knospen ersetzt.

Schnitt: Es ist unserer Erfahrung nach besser, Brot- und Jackfruchtbäume ohne Schnitt ihrer Natur nach wachsen zu lassen, da Rückschnitte nicht zwingend zu einer verbesserten Verzweigung führen, die Schnittwunden aber bei der gebotenen, hohen Feuchtigkeit, die Gefahr von Infektionen erhöhen.

Substrat: Wählen Sie neue Töpfe keinesfalls übertrieben groß, sondern topfen Sie alle zwei bis drei Jahre in kleinen Schritten um. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ratsam, auch wenn sie etwas mehr kostet. Gute Erde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Ausgewogene Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden können. Hohe Torfanteile sind kein Qualitätsmerkmal.

Gesundheit: In der Regel schädlingsfrei, in sehr seltenen Fällen Befall mit Schildläusen im Winter. Probleme rühren eher von Wurzelkälte oder -fäulnis durch zu nasse Haltung her.

Verwendung: Ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder Wohnräumen.

Kurzbrief:
Familie: Moraceae
Herkunft: Südost-Asien (Molucca, Neu Guinea)
Zone: 10-12
Temperaturminimum: 5 °C
Überwinterung: 20 (±5)°C, hell
Blüte: Sommer, bräunlich
Früchte: Sammelfrüchte
Wuchsform: Baum
Höhe: 1,5-4 m
Standort: sonnig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
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