Alocasien pflegen – Ein Leitfaden für Anfänger und Fortgeschrittene

Autor: GREEN24   
Veröffentlicht: 14.01.2026 - 13:44 Uhr
 
 
Die richtige Pflege von Alocasien, auch Pfeilblatt oder Elefantenohr genannt, ist entscheidend für ihre beeindruckende Erscheinung. Sie benötigen einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne, eine gleichmäßige Bewässerung ohne Staunässe und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein lockeres, gut durchlässiges Substrat und regelmäßige Düngergaben während der Wachstumsperiode fördern ein gesundes Wachstum und prächtige Blätter.



Einleitung: Die Faszination der Alocasia

Alocasien sind mehr als nur Pflanzen; sie sind lebende Kunstwerke. Mit ihren dramatischen Blättern und exotischen Mustern ziehen sie jeden in ihren Bann. Doch ihre Schönheit hat ihren Preis – sie gelten als anspruchsvoll. Aber keine Sorge, mit ein wenig Wissen und Fingerspitzengefühl wird auch Ihre Alocasia prächtig gedeihen. Dieser Leitfaden ist Ihr persönlicher Begleiter auf dem Weg zum Alocasia-Experten.

Der perfekte Standort: Ein Platz an der Sonne?

Die Wahl des richtigen Standorts ist die halbe Miete. Alocasien stammen aus den tropischen Regenwäldern Asiens, wo sie im schattigen Unterholz wachsen. Das bedeutet, sie lieben helles, aber indirektes Licht. Ein Fenster nach Osten oder Westen ist ideal. Hier bekommen sie die sanfte Morgen- oder Abendsonne, aber die sengende Mittagssonne bleibt ihnen erspart. Zu viel direktes Sonnenlicht führt schnell zu unschönen Verbrennungen auf den Blättern.

Ein Badezimmer mit Fenster ist oft der perfekte Ort für eine Alocasia. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die durch Duschen und Baden entsteht, kommt ihren tropischen Bedürfnissen sehr entgegen. Achten Sie darauf, dass die Temperatur konstant über 18°C liegt und vermeiden Sie unbedingt Zugluft. Kalte Luftströme sind der Feind jeder Alocasia.

 

Das richtige Gießen: Eine Frage des Timings

Beim Gießen von Alocasien ist Fingerspitzengefühl gefragt. Sie mögen es feucht, aber nicht nass. Staunässe ist der häufigste Grund für das Scheitern bei der Alocasia-Pflege und führt unweigerlich zu Wurzelfäule. Bevor Sie zur Gießkanne greifen, prüfen Sie die oberste Erdschicht. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Ist sie noch feucht, warten Sie lieber noch ein paar Tage.

Im Frühling und Sommer, während der Hauptwachstumsphase, benötigen Alocasien mehr Wasser, etwa ein- bis zweimal pro Woche. Im Winter, während der Ruhephase, reduzieren Sie das Gießen deutlich. Gießen Sie am besten mit kalkarmem Wasser, zum Beispiel Regenwasser. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollten Sie nach etwa 15 Minuten entfernen.

 

Das Substrat: Die Basis für gesundes Wachstum

Standard-Blumenerde ist für Alocasien ungeeignet. Sie benötigen ein lockeres, luftiges Substrat, das Wasser gut speichert, aber gleichzeitig überschüssiges Wasser schnell abfließen lässt. Eine gute Mischung besteht aus hochwertiger Zimmerpflanzenerde, gemischt mit Perlit, Pinienrinde und Kokosfasern. Diese Mischung sorgt für eine gute Belüftung der Wurzeln und verhindert Staunässe.

Wer es sich einfacher machen möchte, greift zu einer speziellen Alocasien-Erde. Diese ist bereits optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt und enthält alle wichtigen Komponenten in der richtigen Mischung. Ein leicht saurer pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ist ideal, um die Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.

 

Düngung: Nahrung für die Seele (und die Blätter)

Alocasien sind Starkzehrer und benötigen während der Wachstumsphase von April bis September regelmäßig Nährstoffe. Ein hochwertiger Flüssigdünger für Grünpflanzen, der alle zwei Wochen dem Gießwasser beigemischt wird, ist ideal. Achten Sie darauf, niemals auf trockenes Substrat zu düngen, da dies die Wurzeln schädigen kann. Gießen Sie immer zuerst mit klarem Wasser und düngen Sie dann.

Für eine optimale Versorgung empfiehlt sich ein spezieller Alocasia-Dünger. Dieser ist genau auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt und fördert ein kräftiges Wachstum und eine intensive Blattfärbung. Im Winter legen Alocasien eine Wachstumspause ein, dann sollten Sie die Düngung auf alle vier bis sechs Wochen reduzieren.

 

Luftfeuchtigkeit: Ein Hauch von Tropen

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für das Wohlbefinden von Alocasien unerlässlich. In unseren Wohnräumen ist die Luft oft zu trocken, besonders im Winter durch die Heizungsluft. Besprühen Sie Ihre Alocasia daher regelmäßig mit kalkarmem Wasser. Das erhöht nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern beugt auch einem Befall mit Spinnmilben vor.

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufstellen von Wasserschalen in der Nähe der Pflanze oder die Verwendung eines Luftbefeuchters. Auch das Gruppieren mehrerer Pflanzen erhöht die Luftfeuchtigkeit in der unmittelbaren Umgebung.

 

Häufige Probleme und Schädlinge

Auch bei bester Pflege können Probleme auftreten. Gelbe Blätter können ein Zeichen für zu viel Wasser, aber auch für einen Nährstoffmangel sein. Braune, trockene Blattspitzen deuten auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hin.

Alocasien sind anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben, Thripse und Wollläuse. Kontrollieren Sie Ihre Pflanze regelmäßig, besonders die Blattunterseiten. Bei einem Befall sollten Sie die Pflanze sofort von anderen isolieren und mit einem geeigneten Mittel behandeln. Oft hilft schon das Abbrausen der Blätter mit Wasser.

 

Fazit: Eine lohnende Herausforderung

Die Pflege von Alocasien mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber mit dem richtigen Wissen und etwas Aufmerksamkeit werden Sie mit einem atemberaubenden Blickfang belohnt. Beobachten Sie Ihre Pflanze genau, lernen Sie ihre Bedürfnisse kennen und haben Sie keine Angst, etwas auszuprobieren. Die Mühe lohnt sich!

 



ALOCASIA PFLEGE: DIE SCHNELL-CHECKLISTE

  • 1. STANDORT: Hell, aber keine direkte Mittagssonne. Ideal sind Ost- oder Westfenster.
  • 2. TEMPERATUR: Ganzjährig warm (18-22°C), niemals unter 15°C. Keine Zugluft!
  • 3. WASSER: Substrat oberflächlich antrocknen lassen, dann mäßig gießen. Staunässe unbedingt vermeiden.
  • 4. LUFTFEUCHTIGKEIT: Hoch halten! Blätter regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen.
  • 5. SUBSTRAT: Luftig und durchlässig (z.B. GREEN24 Alocasia Spezialerde).
  • 6. DÜNGER: Von April bis September alle 2 Wochen (z.B. GREEN24 Alocasia Dünger).
  • 7. PFLEGE-TIPP: Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch von Staub befreien.

Kurz & Knapp: Alocasien lieben Beständigkeit. Vermeide extreme Veränderungen bei Licht und Wasser, dann danken sie es dir mit prächtigem Wuchs.

 

Weitere Fragen

Warum bekommt meine Alocasia gelbe Blätter?
Gelbe Blätter bei Alocasien sind oft ein Zeichen für Überwässerung. Prüfen Sie die Feuchtigkeit des Substrats und reduzieren Sie das Gießen. Es kann aber auch ein Hinweis auf Nährstoffmangel sein. Eine regelmäßige Düngung während der Wachstumsphase ist daher wichtig für gesunde, grüne Blätter und ein kräftiges Wachstum.

Wie vermehre ich meine Alocasia?
Die einfachste Methode zur Vermehrung von Alocasien ist die Teilung des Wurzelstocks beim Umtopfen. Trennen Sie vorsichtig einen Teil des Rhizoms mit mindestens einem Blattansatz ab und pflanzen Sie ihn in einen eigenen Topf. Halten Sie das Substrat leicht feucht und stellen Sie den Topf an einen warmen, hellen Ort.

Muss ich meine Alocasia zurückschneiden?
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei Alocasien nicht notwendig. Sie können jedoch alte, gelbe oder vertrocknete Blätter direkt am Ansatz abschneiden. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern gibt der Pflanze auch mehr Energie für das Wachstum neuer Blätter. Verwenden Sie dazu immer ein sauberes, scharfes Messer.
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