Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

 
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Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 02.05.2008 - 12:16 Uhr  ·  #1
Hallo liebe Greenies,

ich habe mal eine etwas dumme Frage...
Ich liebe Sukkulenten, vorallem außergewöhnliche wie Ceropegia & Co... zurzeit verwende ich bei allen Kakteen ein Substrat aus 1/3 Erde, 1/3 grober Bausand und 1/3 kleiner Kies. Ich tauche meine Kakteen & Sukkulenten etwa 1x aller 1-2 Monate und habe den Eindruck, dass das Substrat leider zu viel Wasser speichert. Fazit: Ich habe einige Verluste erlitten durch Fäule.

Wenn ich nun die Erde noch mehr reduziere, sagen wir auf 10% Erde, 50% Kies und 40% Sand, dann ist das Substrat noch wasserdurchlässiger aber wie bekommt die Pflanze dann noch Nährstoffe? Ich kann mir irgendwie garnicht vorstellen, dass man das nur mit Dünger ausgleichen kann.

Ich bin irgendwie ratlos.

Liebe Grüße,
Maja
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 02.05.2008 - 12:35 Uhr  ·  #2
Kakteen wachsen ja nun auch im absoluten Schneckentempo, dass heisst die brauchen auch kaum Nährstoffe. Das bekommt man dann schon mit Dünger hin.
Es gibt genug Kakteen, die leben im reinen Sand. Die bekommen nur Nährstoffe über das wenige Wasser!!
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 02.05.2008 - 17:29 Uhr  ·  #3
Ich habe meine größtenteils in diesem Jahr in rein mineralisches Substrat umgepflanzt . Das Substrat ist dadurch sehr durchlässig , aber speichert genug für die Pflanze .
Dazu habe ich genommen :
Lava
Bims
Kies
eventuell auch Tongranulat
Einige wie Lithops und Lophophora stehen auch in reinem Bims ,
Meine Caudexpflanzen haben das Substrat von Haage für Caudexpflanzen, das von den Specks gemischt wird wo auch sehr viel Bims drin enthalten ist .
Den Nährstoffbedarf den sie in ihrer Wachstumsphase haben gleichst du ja mit regelmäßigen Düngergaben aus .
Bei mir bekommen sie Kakteendünger und Baldrianextrakt und ein Schlückchen FS .
Die Substrate sind alle sehr durchlässig haben aber genug Speixcherkapazität um ausreichend Wasser zu speichern , so daß die Pflanze nicht dauernaß steht aber immer alles ausreichend zur Verfügung hat .
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 03.05.2008 - 09:14 Uhr  ·  #4
Hallo Yaksini,

hast du alles einzeln gekauft und gemischt oder eine Mischung genommen?

Liebe Grüße,
Maja
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 03.05.2008 - 09:20 Uhr  ·  #5
Maja , die Substrate (Lava, Bims, Tongranulat u.a.) bekomme ich einzeln hier in der Kakteengärtnerei ,
Auch schon gemischte Kakteenerde die aber meines Erachtens auch noch weiter vermischt werden sollte , das macht er übrigens auch , Seine Kakteenerde ist bei ihm nur eine Bais für andere Zusammenstellungen , je nach Bearf der Pflanze .
Außer dem "etwas gröberen" Quarzkies den habe ich aus der Tierabteilung des Kaufhauses , irre Plackerei .
Den hat er in der Gärtnerei nicht da , nur immer Quarzsandkies sehr fein .
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 03.05.2008 - 11:28 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von Yaksini
... Bei mir bekommen sie Kakteendünger und Baldrianextrakt und ein ...


Du gibst Deinen Kakteen Baldrianextrakt??? Wofür ist das gut? Und sind das die ganz normalen Tropfen, die man für Menschen in der Apotheke bekommt (ist da nicht Alkohol drin?)?

Ich experimentiere auch immer mal mit Substraten für Sukkulenten und Kakteen und mir ist aufgefallen, dass der feine Aquarienkies ziemlich pappt und demnach auch extrem viel Wasser drin bleibt (also ich meine nicht, dass der Kies nach dem Abtrocknen so harte Schichten bildet, sondern, dass er im nassen Zustand pappig wird).
Der gröbere Aquarienkies ist da etwas besser und durchlässiger. Ich habe zur Zeit Lithops in einer Mischung aus feinem und grobem Aquarienkies und Seramis stehen. Allerdings habe ich da das Gefühl, dass sie zu wenig Halt haben (da das Substrat ja die meiste Zeit trocken ist) und außerdem habe ich Angst, dass das Seramis zu viel Wasser speichert und meine Lithops dann zu feucht sind. Zur Zeit geht es noch, habe aber auch noch nicht wieder so richtig angefangen sie zu gießen...

Es scheint also wirklich immer auf die Pflanze anzukommen und irgendwie scheint mir ein kleiner Anteil an Kakteenerde das Ganze eher aufzulockern als Sand/ Kies.
Pflanzenkönig*in
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Re: Mineralisches Subtrat und Nährstoffmangel?

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Gepostet: 03.05.2008 - 11:41 Uhr  ·  #7
Der Baldrianextrakt ist von Kakteen-Haage und extra für Pflanzen gefertigt , keiner aus der Apotheke , der ist ungeeignet .
Der Ist gut als Kräftigungsmittel als Hilfmittel damit die Kakteen den harten Winter gut überstehen , und soll die Blühfreudigkeit erhöhen .
Ich habe Aquarienkies in der Körnung 2-4 mm der ist super gut und pappt auch nicht . Lithops kannst du auch gut in reinem Bims unterbringen der sollte dann aber auch nicht zu grobkörnig sein ,

Die Lthops sind ja Tiefwurzler und haben in diesem Substrat totz allem Anscheines nach einen guten Stand . So hochsukkulente Pflanzen würde ich nie in normale Kakteenerde tun , Da ist ja Torf drin und das ist ziemlich heikel . Nicht mal dann wenn ich da noch andere Sachen untermischen würde .
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