Hilfe?! Lithops keimen falsch

 
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murks

hallihallo,

nachdem ich mich nun hier dank ausführlichster Einträge über Lithops schlaumachen und begeistern konnte, habe ich mir auch umgehend samen zugelegt

als Substrat hab ich: unten Seramis, schicht Ostseesand, schicht Kakteenerde, schicht Ostseesand und dann oben drauf die samen.. dat ganze von unten bewässert und mit Folie abgedeckt mit Nachmittagssonne
gekeimt sind 7 von 10 nach 4 Tagen (helmutii)

das Problem ist nun.. irgendwie ist das Würzelchen nicht in der Erde sondern liegt oben gleichauf

Frage: ist der Ostseesand wohl zu dick gestreut oder wird der zu fest wenn er feucht ist? Kann ich die Keimlinge irgendwie in die Erde befördern oder anders retten?!
's wär so schade, wenn die nun alle deswegen eingehen
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Norbert

Hast Du den Ostsee-Sand gründlich (!!!) ausgewaschen? Ostsee-Sand ist normalerweise recht salzig (das haben die Meere so an sich) und das mögen die Sämlinge, egal ob Lithops oder was anderes, normalerweise gar nicht. Besorg dir lieber Aquariensand aus dem Zoohandel, der ist salzfrei und bleibt (da Quarzsand) lockerer, wenn er feucht wird.
Wenn Du die Keimlinge rausnimmst und umpflanzt (mit einem Zahnstocher ein Loch für die Wurzel vorbohren), wird sicher noch was zu retten sein.

Viel Erfolg

Norbert
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rabe24

Hi Murks,
das selbe "Problem" hatte ich auch schon mal.
Um die Lithops-Samen zum keimen zu bringen ist die Aussaat auf Sand recht gut. Sand ist aber zu hart und aufgrund der Oberflächenspannung des Wassers und den damit verbundenen Adhäsionskräften zu unbeweglich. Die Wurzeln tun sich schwer, diese Sandschicht zu durchstoßen bzw. die Körnchen zu bewegen.
Du hast 2 Möglichkeiten:
-entweder nimmst Du Dir einen Zahnstocher/eine Nadel, gräbst neben den Keimlingen ein kleines Löchlein und bugsierst die Wurzeln der Keimlinge vorsichtig hinein oder
-Du pikierst die Sämlinge ganz vorsichtig in einen Topf mit Kakteenerde (Erde+feiner Sand)

Ich würde das zweite tun, da sich die Pflänzchen so einfacher entwickeln können.

Bin mir sicher, dass die meisten Sämlinge überleben.

Gruß,
Ralf
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Indigogirl

Hi!

Also @Norbert und Ralf: das Umpflanzen/ Pikieren wird nicht gehen, die Lithops-Keimlinge sind so klein, die bekommst Du nicht zu packen. Auch nicht mit ner Pinzette, da zerquetscht man die höchstens.

ABER: Keine Panik! Da keimt gar nix falsch, das machen manche Sorten so! Sieht bei mir nicht anders aus.

Du brauchst Dir auch erstmal keine Gedanken um die Versorgung der Kleinen zu machen, die holen sich das (bisschen) Wasser, was sie brauchen auch wenn die Wurzeln auf der Erde liegen.

Ich habe meinen Lithops-Mix auch erst Wochenlang so gelassen (mit Wurzeln auf der Erde und mit manchen Pflänzchen auf der Seite liegend) und sie sind trotzdem gewachsen und es geht ihnen gut.

Was ich Dir empfehlen würde ist Folgendes: Warte ein paar Tage oder Wochen ab, bis die Pflänzchen ein klein wenig größer geworden sind. So groß, dass Du sie mit nem Zahnstocher oder Schaschlikspieß gut bewegen kannst (rollen, nicht drücken!). Und dann nimmst Du Dir den Sand (da muss ich Norbert zustimmen, Aquariensand wäre evtl. besser, da keimfrei) auf einen Teelöffel und umhäufst die kleinen mit dem Sand (Vorsicht, nicht unter dem Sand begraben! Wirklich nur körnchenweise schütten!).

Und zwar so, dass Du die Wurzeln damit bedeckst und die Pflänzchen so gut es geht stützt.
Ich weiß, das ist eine tierische Fummelarbeit, aber das sind Dir Deine Kleinen bestimmt Wert.

Dafür kannst Du erst ein paar Körnchen auf die eine Seite der Pflanze schütten, dann rollst/ kippst Du sie vorsichtig mit dem Zahnstocher zur anderen Seite und gibst Sand auf die andere Seite.
Oder Du bedeckst (je nach dem wie viel Platz zwischen den einzelnen Keimlingen ist) erstmal nur die Wurzeln mit Sand.

Aber wie gesagt, mach das beides erst, wenn sie größer sind, dann sind sie einerseits robuster und können das hin und her geschubse auch haben und außerdem sind sie dann besser zu sehen und zu bewegen.
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rabe24

Hallo Indigogirl,
und es geht doch .
Man darf nur nicht versuchen, die Keimlinge zu "packen" (mit einer Pinzette o.ä.). Da würde man sie tatsächlich zerquetschen. Man darf sie nur mit dem Hilfsmittel "bewegen".
Ist natürlich schon ein bissi tricky, aber die Pflanzenkörper sind sehr fest.
Ich bin halt ein Freund davon, dass die Wurzeln unter der Erde sind (Epiphyten ausgenommen ).

Gruß,
Ralf
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Indigogirl

Okay, okay! Es geht! (Aber es geht nicht sehr gut!)

Wenn man ein Loch piekst und dann die Wurzel da reinschiebt, okay! Allerdings kann es leicht passieren, dass man diese super feinen Wurzeln dabei verletzt.

Ich hatte jetzt an meine letzte Umtopf- und Pikier-Aktion gedacht. Da habe ich 3 Monate alte fulviceps (die schon verhältnismäßig groß sind) umgetopft, weil sie zu nah aneinander standen und sich gegenseitig behindert haben. Und das war die Hölle! Alleine, die aus der Erde zu bekommen, ohne sie zu verletzen... und dann den Pflanzenkörper mit der Pinzette festhalten und in das neu gestochene Loch im "Zieltöpfchen" setzen... puh! Heftig.

Einigen wir uns also auf:
Für ganz Vorsichtige (und Leute mit zittrigen Händen): mit Sand umhäufen.
Und für alle anderen: Loch pieksen und Wurzel reinschieben.

Bei letzterem stehen die Lithops dann auch gleich aufrecht ...
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rabe24

Darauf können wir uns gerne einigen .

Wünsche Dir noch einen schönen Abend,
Ralf
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murks

vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten! (so schnell hatte ich gar nicht damit gerechnet)

habe nun also ein Löchlein gepiekst und die kleinen da ganz vorsichtig "reingerollt"

Welche Körnung wäre beim Aquariensand ratsam?
Ist eigentlich ein späteres Umtopfen in ein anderes Substrat empfehlenswert?
Wie sieht es mit dem von einigen Experten angepriesenen Bims aus? Kann man Samen direkt auf Bims keimen lassen (da der ja doch mit bis zu 4mm recht grob is)?

in freudiger Erwartung,
herzlichste Grüße =)
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Indigogirl

Ja, wir sind schnell! (Und antworten immer gerne!)

Also, beim Aquariensand habe ich die feinste Körnung genommen. Dann hat man den Vorteil, dass die Samen nicht in das Substrat gewaschen werden und dann womöglich nicht mehr keimen, und je feiner der Sand, desto schwerer haben es die Trauermücken, ihre Eier da rein zu legen.

Mit Bims habe ich keine Erfahrung. Wenn Du sagst, dass er sehr grob ist, dann würde ich das eher sein lassen.

Ansonsten ist rein mineralisches Substrat wohl auch möglich. Also nur Sand und Seramis zum Beispiel.

Umsetzen brauchst Du Deine Kleinen vorerst nicht. Die wachsen eh sehr langsam und es wird wohl bis nächstes Jahr dauern, bis Du überhaupt die spezifische Zeichnung erkennen kannst.

Wenn Du sie in Sand, Erde und Sand (also Schichten) sitzen hast, dann leben Deine genau wie meine und ich lasse sie da drin.

Es sei denn, Du stellst in ein paar Monaten fest (so wie ich mit meinen fulviceps), dass sie zu eng aneinander wachsen und sich gegenseitig wegdrängen oder denjenigen in der Mitte hochheben. Dann solltest Du sie vereinzeln, aber ruhig ins gleiche Substrat.
Ein bisschen eng angeschmiegt mögen sie es wohl, nur eben nicht zu eng.

Und allgemein brauchen Lithops nur sehr wenig Nährstoffe, denn sie leben ja in der Wüste, wo auch nicht so viel nahrhaftes im Boden vorhanden ist.
Man sagt bei erwachsenen Lithops, man braucht sie nicht düngen, alle zwei Jahre in frisches Substrat (Kakteenerde mit Sand gemischt) reicht vollkommen aus. Wenn Du düngen möchtest, tu das nur selten.
(In meinem Lithops Buch steht, am besten sei NPK Dünger im Verhältnis 2:3:4. Wobei ich ehrlich gesagt mit dieser Angabe nicht viel anfangen kann.)
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murks

Aquariensand mit feinster Körnung, gut ich werd' mich mal umschauen (hoffentlich haben die kleinere Abpackmengen - wozu brauch ich 10kg )

Habe gestern in der Zoohandlung um die Ecke auch Wüstensand für z.B. Echsen gesehen.. das würde doch auch gehen? obwohl, der pappt wahrscheinlich wieder

s gibt dann auch noch Aquariumkies.. der is auch recht fein gekörnt erhältlich.. 1-2mm abgerundet..

und Umsetzten meint ich wirklich erst im Sinne von "wenn sie erwachsen sind" vorher lass ich da brav die Finger von

Da ich, wie geschrieben, nur 10 Samen ausgesät habe (Topf ca. 8cm Durchmesser) und davon bisher 7 aufgegangen sind, denke ich, wird es denen so bald nicht zu eng. Lieber klein anfangen bevor ich nicht mehr weiß, wohin mit den ganzen keinen grünen Knubbeln

in punkto Düngen.. das andere Grünzeug was hier rumsteht und prächtig gedeiht habe ich noch nie gedüngt, nur ab und an umgetopft ... habe es also bei den Lithops auch nicht vor, solang sie gut wachsen
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Indigogirl

Hm, jetzt wo Du Aquarienkies sagst...

Mein "Sand" ist Kies! Und zwar steht da drauf "Sina - Aquarienkies - fein". Körnchengröße hab ich leider nicht dabei stehen.

Ich habe meinen aus nem Zoohandel, weil sie im Baumarkt sowas nicht hatten. Sind 5kg drin (für 1,99 Euro oder so) und vertu Dich nicht, der ist schnell alle! Ich dachte auch, ich hätte damit erstmal ausgesorgt und jetzt nach 1 1/2 Monaten muss ich bald nen neuen kaufen.

Ich verwende den aber für jegliche Anzucht, weil ich keine spezielle Anzuchterde nehme, sondern immer Kakteenerde (schön nährstoffarm) gemischt mit dem Kies!
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rabe24

Kann mich Indigogirl nur anschließen.
Je älter und größer sie werden, desto grobkörnigeren Sand kannst Du als Deckschicht nehmen, damit der "Hals" nicht zu feucht gehalten wird und Dir die Lithops nicht verfaulen.
Eine Aussaat auf Bims kann ich Dir wegen der groben Körnung nicht empfehlen. Die Samen bekommen nicht genug Wasser (keimen gar nicht oder verzögert) oder werden in tiefere Schichten gewaschen.

Ich habe gute Erfahrungen mit einem Substratgemisch aus Blumenerde, Kokoasfasersubstrat (Kokohum o.ä.) und feiner Aquariensand gemacht.
Was das Düngen angeht: das kannst Du ganz sparsam wachsen, da die Lithops ja zu einem Großteil aus Wasser bestehen und an sich nicht groß wachsen. Zu viel Dünger ist da auch (analog den Orchideen) eher schädlich. Zum einen versalzt das Substrat und zum einen werden die Pflanzen anfällig für Krankheiten und Schädlinge (v.a. bei zuviel Stickstoff).

Gruß,
Ralf
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Puepp

Hallo Murks,
was ist aus Deinen Keimlingen geworden? Ein neues Foto wär auch nicht schlecht.
Ich hab mir auch Lithopssamen bestellt und kanns kaum noch erwarten den unter bzw. auf die Erde zu bringen. Da es mit der Keimung meiner Astrophyten voriges Jahr keine Probleme gab, wird das diesmal bestimmt auch klappen.
Gruß Puepp

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