Welche Bäume pflanzen?

 
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Buschi

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier im Forum und möchte euch gleich mit meinen Fragen löchern.
Wir, mein Mann und Ich, haben uns vor kurzem einen Resthof gekauft. Zu diesem Hof gehört eine verwilderte Fläche von ca 15000 qm, die wir Aufforsten möchten. Ziel der Anpflanzung sollte es sein unseren eigenen Wald (Wäldchen) bzw "Park" entstehen zu lassen. Anpflanzen möchten wir nur Laubbäume und davon möglichst viele verschiedene. Einen großteil der Bäume möchte ich selber ziehen. Nun euere Tipps und Vorschläge bitte, welche Bäume müssen unbedingt in meinem "Park" stehen, außer dem Standart (Eiche, Buche, Kastanie)? Und von welchem sollte man lieber die Finger lassen, weil die Aufzucht zu schwer ist und sonstiges? Bin für jeden Tipp dankbar!

mfg buschi

achja, wir befinden uns in der nähe von Bremen.
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schnittie

Kurze Nachfrage: Eher Wildbaume oder doch eher Zierbäume die in jeden Park rumstehen?
Weil man hat da echt eine riesige Auswahl

Aber ich kann dir schonmal sagen das man z.B auf Rubinie, Essigbaum und Pappel eher verzichten sollte, da besonders die ersten beiden zur Massenvermehrung durch Wurzelschößlinge neigen können.
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spiegel

Albizien, der Liriodendron tulpifera und Mangnolia evtl auch welche aus der Gattung der Rododendren?
Zaubernüsse machen im Winter was her, Zieräpfel über dem Winter und Herbst, Zier Kirschen im Frühjahr. Pyramiden Eiche?
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Buschi

@ schnittie : Was genau heißt eigentlich "Wildbaum"?

@ spiegel : erstmal nur Bäume, Tulpenbaum und Pyramiden Eiche klingt schonmal sehr gut.[/quote]
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Lorraine

Ganz wunderschön ist der Zimtahorn! Auch die Magnolia grandiflora ist prächtig. Aber es kommt auch darauf an, in welcher Gegend Du wohnst und welchen Boden Ihr da habt.

Auch Nothofagus antarctica gefällt mir unheimlich gut.
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schnittie

@ Buschi : z.B Birke, Esche, Erle, Ahorn, Eiche, Buche, also die die bekanntlich wild in Wäldern wachsen. Meine damit selbstverständlich richtige Wälder und keine Monokulturen
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Loony Moon

Die Frage ist, wie schnell wollt ihr etwas von dem Wäldchen haben???

Bäume wachsen bekannter Maßen langsam und selbst wenn man die Geduld aufbringt, braucht man so um die 20/30 Jahre, ehe man von einem Jungwald sprechen kann. Und diesen Wald muss man bis dahin pflegen und hegen.
Sprich vor Verbiss durchs Wild schützen, Unkraut bekämpfen, damit die Schößlinge/Bäumchen auch Luft/Licht und Wasser bekommen. Dann überflüssige Ästchen kappen, damit man einen Stamm und eine Krone erhält.

Wir haben vor 20 Jahren rings um unseren Garten als Begrenzung eine Hecke gepflanzt und dabei entdeckt, dass etliche Jungbäume da standen. Doch diese waren zum Teil erheblich durch Wildverbiss geschädigt und wir haben da erstmal soweit Hand angelegt, dass sich die Bäume zu Bäumen entwickeln konnten. Inzwischen sind sie Gott sei Dank höher als die vorherrschende Goldrute.

Um Anregungen für den Wald zu bekommen, würde ich jetzt direkt in der Umgebung schauen, was da so wächst und eventuell auch den zuständigen Förster befragen. Denn die Leute haben (sollten) doch mehr Ahnung davon, was für Neulinge empfehlenswert wäre.
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Buschi

Guten Abend,

@ Lorraine: in der nähe von Bremen. Die Fläche besteht großteils aus Moor bzw purem Torf, stellenweise soll Kleiboden aufgefahren und eingearbeitet worden sein. Danke für deine tipps, habe noch nie etwas von einem Zimtahorn gehört, muss gleich erstmal nachschauen.

@ schnittie: ahja, die sollen hier natürlich auch alle mit wachsen. Wie gesagt möglichst viele verschiedene und wenn es nicht allzu aufwendig ist selber gezogene.

@ Loony Moon: Ich denke Zeit spielt erstmal eine untergeordnete Rolle, es geht erstmal um das "selber" ziehen, pflanzen, pflegen und hegen .
Wie von dir geschrieben könnten Verbiss durch Wild ein Problem werden, ebenfalls die an manchen Stellen, nach längerem oder vielem Regen, auftretende Staunässe. Auch der Wind ist manchmal nicht grad ohne......!

Was haltet ihr von Bäumen wie Trompetenbaum, Platane, Götterbaum, Speierling usw...?
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Calliandra

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) finde ich klasse, hab einen auch im Garten.
Ich liebe den Blauglockenbaum. Wäre das was für dich? Der wächst sehr schnell und hat tolle große Blätter.
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daylily

Zitat geschrieben von Buschi
Die Fläche besteht großteils aus Moor bzw purem Torf, stellenweise soll Kleiboden aufgefahren und eingearbeitet worden sein.


Das ist aber ein sehr spezieller Standort. Ich nehme an, dass der Boden dann stark sauer ist. Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall zumindest mal den PH-Wert bestimmen. oder vielleicht gleich eine richtige Bodenuntersuchung machen lassen.

Schau mal, ich hab diese Seite hier gefunden. Da steht bei den Baumarten jeweils dabei, ob sie auf saurem Boden gedeihen oder nicht:
http://www.rittershofer.com/Wald/Baumarten/baumarten.html

LG Theresa
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Commiphora

Ihr solltet vielleicht auch noch einen weiteren Faktor berücksichtigen:
Die verschiedenen Bäume werden miteinander konkurrieren (z.B. um Licht). So wird unter den Buchen, wenn sie älter werden, wegen der starken Beschattung nicht viel wachsen können und die Buchen wachsen recht schnell heran. Und das nicht nur in die Höhe sondern auch gewaltig in die Breite, so dass sie dann in der Nähe stehende Gehölze verdrängen können.
Viele Grüße
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Loony Moon

@Buschi: Das mit dem selber ziehen und hegen ist eben der aufwendige Teil. Selbst wenn man vergleichsweise schnell einen jungen Eichensämling (als Beispiel) aus der Eichel selbst erhält ... bei den Menge und der Fläche die ihr benötigt, artet das in Arbeit aus.

Bei mir kann ich in jedem Jahr junge Baumsämlinge im Laufe des Jahres entfernen und nach etwa einem Jahr (ich rechne jetzt mal vom Herbst bis in den Sommer) ist da kaum einer größer als 3-4- Zentimeter. Hat aber durchaus schon eine kräftige Hauptwurzel gebildet, die eben nicht mehr Blumentopftauglich ist.
Also möchte man den Sämling frei pflanzen und dann vom Unkraut freihalten.


Und wenn ich ehrlich bin, mir wäre es persönlich zuviel Aufwand, für eine derartige Fläche alles selbst zu ziehen. Lieber mit einer Baumschule verhandeln, ob es möglich wäre für soundsoviel Hektar künftigen Wald günstig Bäumchen zu bekommen.
Zumal ja der Boden sehr speziell ist.

Was die Wuchsunterdrückung angeht ... man könnte danm ja die "ausgemusterten" Bäumchen als Brennholz verarbeiten ...
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Pandora1983

Hallo!

Der Clerodendron trichotomum fargesii duftet toll!
Evtl. auch eine Mespilus germanica.
Schön, aber giftig: Laburnum watereri 'Vossii'
Zieräpfel gibt es auch in verschiedenen Züchtungen. Blühen total üppig.
Oder Chin. Säulenkirschen?

Gibt sooo viele schöne Baüme und Großsträucher (die ich auch am liebsten alle pflanzen würde -wenn ich
den Platz hätte).

Lg und viel Spaß mit deinem "Rohdiamanten"!
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Buschi

@ Calliandra: Danke für den Hinweis auf den Blauglockenbaum.

@daylily: Auch hier Danke für deinen Hinweis auf die Seite, ph-wert sollte mal bestimmt werde.

@ Loony Moon: Unkraut könnte wirklich ein riesen Problem werden, vielleicht sollte erstmal so gepflanzt werden, das der Rasenmähertraktor noch überall durch fahren kann.
Ich werde sicherlich nicht alles selber ziehen können, habe grad ein bisschen über die Platane gelesen, scheint schon aufwendig zu sein. Im allgemeinen scheint mir der Begriff "Wald" auch ein bisschen falsch gewählt zu sein, Einzelbäume die mal ein ganzes ergeben sollen, klingt glaub ich besser.

@ Pandora1983: Vielen Dank für deine Tipps.
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Loony Moon

Hmm, vielleicht könntet ihr aber auch die Fläche rings um den Baum erstmal mit Unkrautvließ abdecken? Dann ist der Rasentraktor leichter zu steuern und es heißt nicht: upss, wieder einen Baum geköpft.

Ich würde bei meiner Pflanzung auch mit überlegen, ob nicht ein paar Bäume/Sträucher mit gesetzt werden, die Tieren Futter bieten.

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