Was ist nur mit meiner Euphorbie los?

 
Avatar
Herkunft: Brandenburg an der H…
Beiträge: 843
Dabei seit: 10 / 2006

Sarracenius

Seit ca. 2-3 Monaten kann ich zusehen, wie es meiner Euphorbia kirkii (oder heißt sie 'Synadenium kirkii'?, man findet beide Namen) zunehmend schlechter geht.
Sie lässt immer mehr Blätter hängen, die zudem immer dünner, weicher und matt werden. Normalerweise hat sie eher harte, glänzende Blätter. Auch die Stengel scheinen irgendwie zu vertrocken und werden weich und immer dünner.
An zu wenig Wasser kann es bestimmt nicht liegen, weil ich sie schon seit Jahren gleich pflege und die Erde immer feucht ist. Gedüngt habe ich sie auch erst vor ca. 2 Wochen. Ich habe schon überlegt, sie umzutopfen...
Bitte helft mir!
Meine Pflanze ist zwar nicht die schönste, was daran liegt, dass ich sie im letzten Jahr zurückgeschnitten hab, damit sie gleichmäßiger austreibt (à propos: Sie treibt auch an einitgen Stellen aus, aber nach ein paar Wochen sind auch diese Triebe sehr schwächlich), aber ich habe sie schon seit bestimmt 4-5 Jahren (vielleicht sogar schon 6) und sie gehört zu meinen liebsten Pflanzen.
Es wäre wirklich schön, wenn mir jemand helfen könnte!

Hier noch ein paar Bilder:
PIC_0212.JPG
PIC_0212.JPG (45.93 KB)
PIC_0212.JPG
PIC_0211.JPG
PIC_0211.JPG (66.66 KB)
PIC_0211.JPG
PIC_0210.JPG
PIC_0210.JPG (52.62 KB)
PIC_0210.JPG
PIC_0304.JPG
PIC_0304.JPG (180.27 KB)
PIC_0304.JPG
PIC_0301.jpg
PIC_0301.jpg (196.61 KB)
PIC_0301.jpg
PIC_0297.jpg
PIC_0297.jpg (189.69 KB)
PIC_0297.jpg
PIC_0300.jpg
PIC_0300.jpg (244.75 KB)
PIC_0300.jpg
Avatar
Herkunft: Schwarzwald- Nagoldt…
Beiträge: 11366
Dabei seit: 06 / 2006

pflanzenfreund

Avatar
Herkunft: Brandenburg an der H…
Beiträge: 843
Dabei seit: 10 / 2006

Sarracenius

Oh! Das hab ich gar nicht gewusst! Danke!
Sie lässt im Winter zwar ein Blätter fallen und sieht dann etwas mitgenommen aus, aber bisher sah sie nie so schlimm aus.
Und was mache ich jetzt, nachdem ihr die Winterruhe gefehlt hat? Soll ich einfach hoffen, dass sie wieder besser wird oder soll ich sie nochmal zurückschneiden?

Zweiteres wäre aber sehr schade, weil die Pflanze schon jetzt nicht so ein schöner Anblick ist - jedenfalls nicht auf der rechten Seite. Es wäre echt schade! Ich könnte mir zwar nochmal Stecklinge machen, aber dann muss ich ja wieder so lange warten bis sie so wird, wie sie jetzt ist bzw. wie sie noch im letzten Jahr war.

Ist sie noch zu retten?
Avatar
Herkunft: Schwarzwald- Nagoldt…
Beiträge: 11366
Dabei seit: 06 / 2006

pflanzenfreund

da bin ich überfragt,
warte mal was die anderen sagen
Avatar
Herkunft: Kreis Segeberg im ho…
Beiträge: 183
Dabei seit: 10 / 2006

Stelvio

Moin,
eventuell hast du sie zuviel gegossen. Schau dir am besten mal die Wurzeln an. Die sollten möglichst weiß und gesund aussehen. Sind sie ganz oder teilweise braun, wurde zuviel gegossen. Mit Glück kann sie sich erholen, meist gehen die Pflanzen aber ein. Man kann die meisten Pflanzen lieber einmal zu trocken werden lassen, davon erholen sich sich in der Regel recht leicht.
Eine andere Möglichkeit ist eine Überdüngung. Die Pflanze nimmt über die Wurzeln Wasser durch Osmose über eine semipermeable Membran auf. Das heißt, die Membranen in den Zellen sind halbdurchlässig. Sie lassen zwar Wasser durch, aber keine Nährionen. In der Pflanzenwurzel ist die Nährionenkonzentration normalerweise höher, als außerhalb der Wurzel. Das Wasser versucht immer, die Nährionenkonzentrationen in und außerhalb der Wurzel zu regulieren, bzw. anzugleichen. Deshalb strömt es in die Wurzel, um die Konzentration in der Pflanze zu verdünnen. So kommt die Pflanze an ihr Wasser.
Bei einer Überdüngung ist die Konzentration der Nährionen außerhalb der Wurzeln höher als in der Pflanze. Dadurch wird das Wasser förmlich aus der Pflanze gezogen und sie vertrocknet förmlich, auch wenn das Substrat nass ist.
Hier würde gründliches Wässern helfen, um die Nährstoffe auszuspülen. Natürlich muss das Wasser gleich wieder ablaufen können, damit die Wurzeln nicht ertrinken. Staunässe ist für die meisten Pflanzen tödlich.
lg
Stelvio
Avatar
Avatar
Ruth
 
Gastbenutzer

Ruth

Hallo Sarracenius,
ich kenne zwar die Pflanze nicht - aber wenn das eine Euphorbie ist, ist das eine Sukkulente, und die sollte auf keinen Fall "immer feuchte Erde" haben. Eher zu mager halten, d.h. weniger als andere Pflanzen gießen und durchlässige Erde (Kakteenerde) verwenden.
Wie schon geschrieben: Schau Dir die Wurzeln an. Wenn die genauso latschig sind wie die Blätter, hat die Pflanze einfach zuviel Wasser bekommen. Bekömmlich wäre ir jetzt sicher auch, wenn Du sie nach draußen (Temperatur?) vorerst in den Schatten stellen könntest.
Hoffe, sie erholt sich noch, denn es wäre schade um die schon große Pflanze. Vielleicht kannst Du vorsichtshalber mal ein paar Ableger / Stecklinge schneiden, falls sie im Ganzen doch nicht mehr zu retten ist. Die Stecklinge dann einfach in ganz leicht feuchte Erde setzen und mit dem Gießen erstmal 1-2 Wochen aussetzen. Vorsichtig dann weiter kultivieren.
Lg und viel Erfolg damit, Ruth
Avatar
Herkunft: Heide 11 m ü NN
Beiträge: 3729
Dabei seit: 02 / 2007
Blüten: 10

Norbert

Hallo Ruth,

Euphorbia bedeutet nicht automatisch, dass es eine Sukkulente ist. Euphorbien gehören zur Familie der Wolfsmilchgewächse und von denen gibt es sowohl sukkulente wie auch nichtsukkulente Vertreter.
So ist z.B. der Weihnachtsstern auch eine Euphorbia, aber mit Sicherheit nicht sukkulent. Und gerade zeitweiliges Austrocknen mag der überhaupt nicht.

Viele Grüße

Norbert
Avatar
Avatar
Ruth
 
Gastbenutzer

Ruth

Hallo Norbert,
sorry, wenn ich mich geirrt haben sollte. Du hast da mehr Erfahrung.
Bin nur davon ausgegangen, wie die Blätter aussehen ...
War mir ja auch nicht 100% sicher.
Nix für ungut und lg, Ruth
Avatar
Herkunft: Brandenburg an der H…
Beiträge: 843
Dabei seit: 10 / 2006

Sarracenius

Erst einmal vielen Dank für eure Hinweise.

Ich habe gestern mal in der Erde gebudelt; die Wurzeln sehen okay aus und sind noch schön weiß. Zum Glück ist da nichts verfault!
Wahrscheinlich ist die Pflanzen wirklich nur aufgrund der fehlenden Winterruhe geschwächt.
Ich stelle sie jetzt jeden Tag in die Abendsonne, damit sie ein wenig Sonnenlicht abbekommt; das normale Tagessonnenlicht wäre, denke ich, zu intensiv, weil die Pflanze es nicht sehr sonnig gewöhnt ist. Ich glaube, sie sieht sogar wieder etwas besser aus. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber es kommt mir so vor, als ob die Blätter nicht mehr so sehr hängen. Die Stengel werden zwar noch nicht kräftiger, aber mal sehen. An einigen Stellen kommen jetzt außerdem neue Triebe.
Ich hoffe mal, dass sie sich wieder schnell erholt, ansonsten werde ich wohl dem Ratschlag von Ruth folgen müssen und mir Stecklinge schneiden.

Ich finde es eigentlich komisch, dass die Pflanze so unbekannt ist - sogar hier! Als ich in Tschechien in einer Glasbläserei war, habe ich die Pflanze dort ziemlich oft gesehen. Die Pflanzen dort sahen nur nicht sehr schön aus und waren ziemlich vergeilt. Hier in Deutschland habe ich die Pflanze fast noch nie gesehen!
Ich habe meine Pflanzen aus einem Steckling gezogen, den ich von meiner Oma bekommen habe. Ihre Euphorbia kirkii ist schon richtig schön buschig. Aber egal! Zurück zum Thema!

Ich habe noch eine Frage bezüglich der Winteruhe. Soll ich die Pflanzen zum Winter hin einfach weniger gießen, bis sie die Blätter fallen lässt und sie dann einfach nur noch ganz leicht feucht bis trocken halten? Für mich hört sich das nach dem sicheren Tod der Pflanzen an und ich bezweifle, dass sie im folgenden Jahr genügend Triebe bilden würde...

PS. Die Pflanze ist keine Sukkulente.

Ähnliche Themen

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.