Welcher neue Baum/Strauch?

 
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Herkunft: Peine
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Beatty

Hallo liebe Greenies,
leider mussten wir unsere Süsskirsche fällen, da die Früchte alle mit der Kirschmade vollsaßen.
Es ist ein Stück in der Nähe des Hauses, nach Norden durch das Haus abgeschirmt, nach Westen durch eine Sichtschutzwand, Sonne von Osten und Süden.

Nun ist der Platz leer, und wir überlegen, was wir stattdessen pflanzen könnten. Wir haben schon hin und her überlegt, sind aber noch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen.

- Es soll nicht zu groß werden
- soll kalkreichen Boden vertragen
- frosthart sein
- was für´s Auge bieten
- wenn möglich auch was für Vögel und Insekten
- nicht das übliche sein

Da wir Lehmboden haben, der im Frühjahr und im Herbst kalt und feucht ist, im Sommer aber sehr schnell austrocknet, müsste die Pflanze damit nach der Anwachsphase auch klarkommen.

Bitte schreibt doch mal, was euch da so einfällt, damit wir diese kahle Stelle endlich wieder füllen können.
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Scrooge

Wie wäre es mit einem Maulbeerbaum? Falls das bei Euch klimatisch hinhaut. Wegen dem Kalkboden und der Sommertrockenheit vielleicht am ehesten Morus alba? Da gibt es verschiedene Zuchtformen mit sehr sehr schönen Blättern - und bei den Zuchtformen läßt sich bei der Auswahl sicher auch bei der Endgröße ein bißchen was machen.
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Herkunft: Rossbrock
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spiegel

Mhm nicht das übliche?
Da würde mir auf die schnelle Blauglockenbaum oder der Liriodendron tulpifera einfallen, Götterbaum (Ailanthus altissima) oder der Schnurbaum (Sophora japonica) aber wenn du auch was für den Arterhalt tuen willst, wie wäre es mit dem Speierling (Sorbus domestica)?
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Beatty

Maulbeere habe ich auch schon geguckt, aber gerade die alba wird aber voraussichtlich nicht mit dem Klima bei uns klarkommen.
Liriodendron tulpifera mickert schon bei den Nachbarn, der will bei uns in der Gegend nicht, und Schnurbaum, Götterbaum und Blauglockenbaum sind mir so dicht am Haus (ca 4m) zu groß. Speierling muss ich mal in Ruhe googlen.

Ihr seht schon, es ist/ich bin ganz schön schwierig.

Hat jemand Erfahrungen mit einem Eisenholzbaum?

EDIT: schade, mit dem Speierling hatte ich mich fast schon angefreundet. Dann habe ich diese Infos gefunden "Der Speierling gedeiht im „Weinbauklima“ ....Die Art braucht viel Platz (20 x 20 m)", abe rich kann weder das einen noch das andere bieten. Ansonsten ein hoch interessanter Baum.
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snif

hm, nicht zu groß
schade, sonst hätt ich die Elsmeere (Sorbus torminalis) vorgeschlagen. Wunderschöne Herbstfärbung, weiße Blüte, verwendbare Beeren, einheimisch (also auch was für die Insekten!), aber sehr ungewöhnlich, schöne Blätter. Aber 25 Meter sind natürlich nicht grad klein.

Edit: vielleicht ein Rotdorn? Crataegus laevigata - 7m, rote Blüte, rote Beeren, kalkliebend und schöne Herbstfärbung?
oder der Eschenahorn, Acer negundo (Sorte Flamingo?) - kalktolerant, eher feucht als trocken, der absolute Hingucker durch die Blattfärbung. Leider nicht einheimisch
Andere kalktolerante kleine Acer: ginnala, griseum, opalus
noch was exotisches, Davidia involucrata var. vilmoriana, der Taschentuchbaum. Größer (15m), kalkverträglich
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spiegel

Okay männo da wird die Auswahl doch schon geringer, wenn man so anspruchsvoll ist.
Aber ich hoffe das die nächsten zu dir oder den Garten passen, bezüglich den Frostverträglichkeiten keine ahnung.
1. Rispelstrauch (Myricaria germanica)
2. Fünfmännigetamariske (Tamarix pentandra)
3. Viermännigetamariske (Tamarix tentrandra)
4.Japanische Zeubernuss (Hamamelis japonica)
5. Goldregen (Laburnum alpinum)
6.Strauch Eibisch (Hibiskus syriacus)
7. Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)

Vieleicht ist ja auch was für dich mit dabei, die maximale Wuchshöhe ist ungefähr bis 3 Meter.
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Lorraine

Hmm Beatty, ich habe ja ebenfalls diesen Kalkboden und im Winter kann es auch recht kalt werden.

Ich könnte noch den Judasbaum vorschlagen. Malus evereste geht bei mir auch gut, die Quitte ebenfalls.
Sogar die Magnolia grandiflora kommt mit unserem Boden bestens klar.
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Beatty

Danke erst mal für eure Vorschläge. So ganz das Richtige habe ich allerdings noch nicht gefunden. Ich bleibe mäkelig, auch wenn ihr mich bald zum Teufel wünscht.
@snif: Diverse Ahornbäume, unter anderem die vorgeschlagenen, haben wir schon, dto verschiedene Schneebälle und Strauch-Eibisch.
Davidia involucrata var. vilmoriana, der Taschentuchbaum habe ich auf die Liste der möglichen mit aufgenommen.
Rotdorn finde ich zur Blütezeit sehr schön, aber den Rest des Jahres reisst er mich nicht vom Hocker.
@Spiegel: Sorry, Tamarisken würde ich mir nicht in den Garten holen, die werden immer mehr und man kriegt sie nicht mehr los.
Goldregen
Über Hamaelis, der hier auch nicht so gut wächst bin ich zum Eisenholzbaum gekommen. Hat keiner Erfahrung?
@Lorraine: Judasbaum und Magnolia grandiflora kenne ich nur als nicht winterhart. Und die hast du draussen?
Mit einer Magnolie liebäugel ich schon, aber bei uns kriegen sie meistens Frost in die Blüte und sehen dann so braungefroren nicht gut aus.
Zieräpfel würden gehen. Mispel überlege ich noch.
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spiegel

Du meinst den Metrosideros excelsa?
Ich habe gerade eine Samenschale angesetzt, ich kann dir im nächsten Jahr sagen wie die sich verhalten, wenn was sprizt. Momentan will der Schimmel neues Gebiet erobern
Ich weiß zwar nicht wo du Wohnst, ich gehe aber von der zone 7b aus, und die ist eindeutig zu kalt, der kann nur Temperaturen bis 5° aus, da wird es ihm schon zu kalt.
Viel erfolg, mir gehen die Ideen aus.
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snif

Ah, ein anspruchsvoller Kunde. Na, mal sehen.
Klingt, als wär das ein größeres Grundstück, da wird man doch gleich neugierig, wie's insgesamt aussieht
Wie groß ist denn dein "nicht zu groß"?

Was mir noch einfiele...
-vielleicht eine Apfelbeere (Aronia spec)? Weiße Blüte, essbare Früchte (über die sich sonst die Vögel freuen), rote Herbstfärbung. Kalktolerant. Klein (2-3 m), eher langsamwüchsig.
-Oder wie wäre es mit einer Quitte? Das hätt ich grad furchtbar gerne. Wunderschöne Rinde, Blüte immer einen Blick wert, und gibt's was Besseres als selbergemachtes Quittengelee?
-Oder Castanea sativa, die Eßkastanie? Die könnte eventuell etwas mit dem Kalk kämpfen, hier in der Gegend ist es allerdings sehr kalkig und trotzdem gedeihen sie.
-Oder Elaeagnus multiflora, die Eßbare Ölweide? Essbare Früchte, 4Meter; ich finde nur grad nix zur Kalktoleranz
-Hübsch find ich auch das Pfaffenhütchen, Euonymus europaeus.
-Die Felsenbirnen sind dir vermutlich schon zu "gewöhnlich", hm?
-Ungewöhnlich ist auch Sambucus nigra "Black Lace" - ich find ihn wunderschön. Ist aber eher strauchig als baumig.
-Auch eher Strauch als Baum wäre Buddleia alternifolia. Auch sehr hübsch.
-Oder wie wär's mit einer großen Rose? Was zum festhalten aufstellen (da wäre der Rest der Kirsche natürlich geschickt gewesen ), ne möglichst robuste Ramblerrose loslassen und gut ist

So. Wenn du noch mehr brauchst, muss ich erst grübeln und Listen suchen

Edit: bin grad über eine Baumschule mit passender Suche gestolpert, schau mal hier, da lässt sich auch nach Winterhärte und Bodenbeschaffenheit filtern
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Lorraine

Hallo Beatty, meine Pflanzen stehen schon etliche Jahre. In der Zeit lagen die tiefsten Temperaturen unter -20°C. Dazu wohne ich auf einer Höhe von 360m, wo öfter ordentlicher Wind geht.
Wir haben hier viele M. grandiflora in der Gegend.
Was auch schön ist: ein Schlafbaum! Im Nachbarort steht ein wunderschönes großes Exemplar.
Ich selbst habe noch einen Harlekin-Losbaum, aber der ist etwas empfindlicher.

Bei Sträuchern dagegen ist der Korkflügelstrauch mein Favorit. Da ist die Herbstfärbung echt grandios.
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Scrooge

Ja, Korkflügelstruch im Herbst ist hübsch (wobei die Farbe der Beeren nicht zur Farbe des Laubs paßt); aber den Rest des Jahres ist die Pflanze ja nicht so spektakulär, soweit ich mich erinnere?


Ich hatte auch an den Holunder gedacht, den Snif vorgschlagen hat: rotes, geschlitztblättriges Laub, mit rosa Blütendolden - habe ich dieses Frühjahr zum ersten mal in natura gesehen (wenn auch als Jungpflanze).
Bei uns wachsen Holunder sehr gut auf Kalkboden und sind von trockenheit recht unbeeindruckt. Außerdem werden sie bei uns zu 4-5 Meter hohen Bäumen.
Weiß aber nicht, ob diese Eigenschaften auch auf diese Zuchtsorte zutreffen.

Falls Baumstumpf und Wurzelwerk der Kirsche noch im Boden sind, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, daß der Holunder auch damit zurechtkommen sollte. Im Zweifel wächst er krumm und verkrüppelt, was aber eben auch gerade interessant aussehen kann.

Ich weiß auch nicht, ob Du nicht etwas zu kritisch mit Deinem Standort umgehst? Geschützt nach Norden und nach Westen, mit Sonne von Süden und Osten klingt ja nicht so schlecht. Hauswand und Holzwand sollten ja auch etwas Wärme speichern, denke ich.
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Beatty

Habe eure Vorschläge gegoogelt und bin dabei auf einen Seite gestossen, die ein Wahnsinnsangebot hat. Ich sabbere immer noch.

Zum Standort: der kalte, trockene Wind kommt von Osten. Ansonsten bei Sonne eben sehr warm und dann gleich sehr trocken.

Bin da so kritisch, weil wir leider schon eine ganze Menge schlechter Erfahrungen gemacht haben (die meisten dieser Pflanzen gibt es nicht mehr) und so schon festgestellt haben, dass
- Scheinhasel
- Zuckerhutfichte
- japan. Ahorn "Osakazuki"
nicht bei uns wachsen

- Acer pennsylvanicum
- Blumenhartriegel
- Hainbuchenblättriger Ahorn
- Kuchenbaum
mickern

Kirschen und Verwandte (z.b. Wildkirsche) Monila bekommen

sonstige Obstbäume (Kirsche, Zwetsche, Apfel, Birne) tierische und pflanzliche Schädlinge im so starkem Maß bekommen, dass kein Ertrag kommt

Holunder, Eiben, Schneebälle, Felsenbirne, Forsythie, Weigelie und mein geliebter Zimtahorn wachsen dagegen wie doof. Wacholder käme auch gut, aber aufgrund anderer Nachteile musste er unserer Grundstück verlassen. Ranunkelstrauch und Zierquitte wehren sich seit ca. 15 Jahren erfolgreich, ganz ausgerodet zu werden, denen gefällt es also bei uns auch
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Plantsman

Moin,

meine Vorschläge:
Crataegus crus-galli
Mespilus germanica

Mehr habe ich nach Deinen Vorgaben nicht gefunden. Beide haben sind nicht so häufig zu finden, aber trotzdem beschaffbar, und haben schöne Blüten, einen malerischen Wuchs, tolle Herbstfärbung und verwertbare Früchte (für Mensch und Tier).

Der winterharte Eisenholzbaum, Parrotia persica, fühlt sich auf sauren Böden wohler und hat dort auch die schönere Herbstfärbung. Sonst ist er ja nicht so spektakulär.
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Beatty

So, damit ihr eine Vorstellung kriegt, wo ich pflanzen möchte, habe ich das schöne Wetter genutzt und ein Foto gemacht.

Inzwischen kristallisiert sich für mich heraus, dass ich wahrscheinlich einen Zierapfel pflanzen möchte, wahrscheinlich den "Evereste".

Zweimal im Jahr (Blüte und Früchte) hübsch, dazwischen na ja, aber dann hat unsere Spatzenkolonie und die Meisen was davon, da im Blattwerk wahrscheinlich genug Raupen sitzen müssten. Und soweit ich rauskriegen konnte gibt es auch keine Probleme mit den Früchten (runterfallen und gammeln).

Danke allen, die mit ihren Vorschlägen und Einwänden mitgeholfen haben.
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