Wasserpflanzen für neuen Teich?

 
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Roadrunner

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Nichts davon solltest du machen. Die Algen verschwinden erst, wenn sich ein Gleichgewicht zwischen Pflanzen und Nährstoffen eingestellt hat. Jeder Eingriff verzögert das nur wieder.

Solange dein Teich nicht richtig mit Pflanzen bewachsen ist (damit meine ich wirklich viele, so viele, das du sie schon auslichten musst, damit der Teich nicht zuwächst), wirst du jedes Jahr Algen haben. Ich meine allerdings auch Ufer- und Sumpfpflanzen, ein paar Schwimm- und Wasserpflanzen reichen da bei weitem nicht. Lässt du alles in Ruhe, lebst ein bis zwei, vielleicht auch drei Jahre mit den Algen, dann wirst du irgendwann einen schönen klaren Teich haben.

Immer vorausgesetzt natürlich, das der Teich nicht mit Fischen überbesetzt ist. Die Algen zeigen nur an, das im Teich mehr Nährstoffe als Verbraucher sind, das wiederum zeigt dir, das zuwenig Pflanzen da sind. Da kann man nur pflanzen, pflanzen und nochmal pflanzen und dann abwarten, das sie wachsen. Leider ist es dieses Jahr wohl schon zu spät, um noch irgendwelche Erfolge verbuchen zu können, da wirst du dann bis zum nächsten Jahr warten müssen. Vielleicht ist der Pflanzenwuchs dann ja schon stark genug.
Am Wasser liegt es übrigens nicht, sondern am Fischfutter und den Verdauungsprodukten der Fische. Ein Wasserwechsel würde also nur solange helfen, bis du die Fische wieder fütterst.

Deine Unterwasserpflanzen solltest du übrigens tatsächlich möglichst nah an die Oberfläche holen, damit sie genug Licht bekommen. Man fängt eigentlich sinnvollerweise mit den Uferpflanzen an und setzt Unterwasserpflanzen erst, wenn bereits ein Gleichgewicht vorhanden ist. Sonst besteht immer wieder die Gefahr, das die Unterwasserpflanzen an Lichtmangel eingehen.
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Sheldon

Aber ich habe gelesen das auch Kalk ein guter Dünger für Algenwachstum sein soll?!
Deshalb soll man auch nie Kalksteine als Kies etc verwenden!

Und bringt man nicht mit Ufer und Sumpfpflanzen auch jedemenge Nährstoffe in den Teich, weil die muss man doch in Erde pflanzen oder, und das wären ja jede Menge Nährstoffe.

Und Schnecken kommen ja auch in jedem Gewässer vor, gehören doch genauso dazu um abgestorbenes, Kot, Algen etc. zu fressen und es weiter abzubauen. hmm
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Roadrunner

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Kalk ist aber nur ein sehr kleiner Faktor bei deinem Algenproblem. Was bringt es, den Kalk im Wasser zu reduzieren, wenn du täglich Nährstoffe in den Teich wirfst (in Fischfutter ist übrigens auch Calcium)? Verstehst du, was ich meine?
Die Problematik der überschüssigen Nährstoffe kann nicht durch eine Reduzierung des Kalkes oder eine Senkung des pH-Wertes aufgehoben werden.
Ein nährstoffarmer Teich wird keine Algen haben, den sie brauchen Stickstoff, Phospat und Kalium zum Leben. Selbst wenn der ganzen Teich mit kalkhaltigem Gestein gefüllt ist, können Algen ohne die Grundnährstoffe nicht wachsen. Du musst den Algen zuerst ihre Lebensgrundlage entziehen, das ist der springende Punkt.
Falls zu magst, kannst du hierzu mal nach dem Liebigschen Minimumgesetz googeln.

Warum sollten denn in Erde Nährstoffe sein? Du entscheidest doch, welche Erde du verwendest. Teicherde ist immer nährstoffarm, aber trotzdem nicht zu empfehlen. Lehm, Sand und Flußkies sind die Substrate der Wahl. Sie sind in der Regel nährstoffarm, wenn du den Lehm nicht gerade aus dem gut gedüngten Garten oder einen gedüngten Feld entnimmst (sehr empfehlenswert ist Lehm aus einer Baugrube in ca. 50-100cm Tiefe).

Natürlich gehören Schnecken dazu. Aber du musst dich von der Vorstellung verabschieden, das Schnecken die Abfälle im Teich in Nichts auflösen. Schnecken können auch definitiv keine schwimmenden Algen einfangen und fressen. Diese Schwimmalgen sind aber für das grüne Wasser verantwortlich. Schnecken koten auch genauso wie Fische und gut gelöste Nährstoffe unterstützen das Algenwachstum nur noch besser als gebundene. Was stellst du dir denn vor, was mit den Nährstoffen geschieht? Die bleiben doch im Teich, die können nicht von Tieren abgebaut werden. Nur Pflanzen sind in der Lage sie in ihre Zellen einzubauen und somit aus dem Kreislauf zu entfernen und sie damit den Algen zu entziehen.
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Sheldon

OK du hast mich überzeugt, werde erstmal versuchen die Pflanzen bisschen weiter höher zu setzen.
Und hoffe das ich noch irgendwoher andere Pflanzen herbekomme, zumindest nächstes Frühjahr.

Was meinst du eigentlich zu dem Froschbiss? Also das die großen Wurzeln so auf der Wasseroberfläche liegen und die Blätter dann halb im Wasser liegen würden? Wenn die sich vermehren, vielleicht werden sie ja dann gerade?
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Roadrunner

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Wo wohnst du den ungefähr? Viele Teichbesitzer haben jedes Jahr säckeweise Pflanzen aus dem Teich abzugeben. Wenn es hier irgendwo in der Nähe ist, kannst du mir gerne mal eine PN schreiben.

Pflanzen die du im Herbst setzt, haben im Frühjahr schon einen kleinen Vorsprung gegenüber Pflanzen, die erst dann gesetzt werden.

Vom Froschbiss kenne ich es eigentlich so, das der sich irgendwann von alleine richtig dreht. Sind vielleicht Luftblasen zwischen den Wurzeln?
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Rasen-Torsten

Hallo,

also hartes Wasser ist nicht schlecht, im Gegenteil. Eine hohe Härte stabilisiert den pH-Wert. Ein entgleister pH-Wert (der eben durch zu weiches oder zu wenig hartes Wasser zumindest begünstigt wird) kann Deinem tierischen Leben im Teich schnell ein Ende machen. Selbst dem ansonsten robusten und genügsamen Goldfisch.

Neben den Empfehlungen für Bezugsquellen von Wasserpflanzen, die Du hier schon bekommen hast, empfehle ich Dir die Anschaffung von Büchern zum Thema Teich. Empfehlen könnte ich z.B. "Teich kompakt" von Hegen und Haberer, Ulmer-Verlag.

Meiner Einschätzung nach (die sich aus Deiner Beschreibung Deines Teiches ergibt) wirst Du das Algenproblem nur mit einigen wenigen Pflanzen und ein paar Muscheln/Schnecken nicht loswerden. Und möglicher Weise könntest Du noch ein Sauerstoff-Problem dazu bekommen, auch wenn der Goldfisch auch hier wieder nicht der anspruchsvollste Fisch ist.

Viele Grüße aus Finkenheerd
Torsten
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Sheldon

Wohnen in der Mitte Deutschlands (südlich vom Harz).


Ja könnte sein das da Luft zwischen den doch sehr feinen Nebenwurzeln ist.

Das Tausendblatt ist übrigens schon mindestens doppelt so hoch wie als ich wo ich sie bekommen habe, schon ca. 40-50cm.
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Roadrunner

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Dann bist du leider etwas weit von Köln entfernt. Vielleicht versuchst du es mal über unsere Kleinanzeigen?

Schüttel den Froschbiss mal ein bisschen unter Wasser. Und auf keinen Fall nochmal über die Wasseroberfläche an die Luft heben. Dann einfach mal ein paar Tage (ohne Hilfsmittel) ganz in Ruhe lassen...
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Sheldon

Ok kann ich mal versuchen mit dem Froschbiss.

Bei ebay Kleinanzeigen habe ich schonmal geschaut aber da ist im Moment nichts aus meiner Nähe da, vielleicht findet sich ja mal was.
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Sheldon

Hmm das mit dem Froschbiss hat nichts gebracht, liegt jetzt schräg im Wasser, so wie auf dem ersten Bild.

Was mach ich mit dem eigentlich den Winter über? überlebt der wenn ich den in einen Eimer tue?


Das Tausendblatt wächst weiterhin ziemlich schnell, fängt auch an sich jetzt zu verzweigen. allerdings sind alle Blätter im Wasser gelblich, selbst die Blätter nen cm unter Wasser, nur die 5cm die aus dem Wasser hinausragen sind grün.
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Roadrunner

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Was meinst du mit dem Eimer? Willst du den dann ins Warme stellen? Ich fürchte, das wäre keine gute Idee...
Wenn du nun wirklich den Europäischen Froschbiss hast, dann wird der Winterknospen bilden, die zu Boden in tiefere Wasserschichten sinken. Ist der Teich mindestens 80-100cm tief, besteht auch keine Gefahr, das er durchfriert, so das der Froschbiss dort bestens für den Winter geschützt ist.

Das mit dem Tausendblatt ist schon ok so, wenn es bereits über der Wasseroberfläche wächst, holt es sich da genug Licht...
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Sheldon

aber die Pflanzen selber würden ja einfrieren, da dachte ich mir kurz vorher in Eimer, vielleicht überstehen sies, kann ihn ja auch in kälteren Raum stellen
so ne Art Blüte/Knospe hat sich bei der einen Pflanze entwickelt, ja der Teich ist 1m tief

Aber nen cm unter der Wasseroberfläche schon gelbe Blätter? Da müsste doch wenigstens etwas Licht ankommen?
Oder fehlt den irgendwas?

Wie sieht es eigentlich mit Eisendünger aus? Eisen ist ja nicht drin im Wasser und das brauchen die Pflanzen ja auch.
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Roadrunner

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Die Pflanzen erfrieren, aber das ist ein ganz natürlicher Prozess. Sie werden ihre Energie in die Überwinterungsknospen stecken und die Blätter sterben ab. Vermutlich schon vor dem ersten Frost. Wenn du sie vorher aus dem Teich entnimmst, bekommst du keine Überwinterungsknospen. Das Risiko würde ich nicht eingehen, denn eine frostfreie Überwinterung erfordert kühle Temperaturen und viel Licht. Das ist viel unsicherer, als die Pflanzen sich selbst zu überlassen.
Oder ist der Teich nicht tief genug? Dann musst du dir aber auch unbedingt etwas wegen den Tieren überlegen.

Wenn das Tausendblatt über Wasser gut aussieht, dann fehlt ihm nichts. Das es unter Wasser gelb wird kann schon mit den sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen zusammenhängen. Ich glaube, meine sind unter Wasser auch immer etwas gelblich...
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Sheldon

Hallo,
das Tausendblatt ist nun mittlerweile soweit gewachsen das ich sie wieder an die tiefste Stelle stellen konnte und nun in 1-2 Tagen wieder an der Oberfläche angekommen ist. Der Topf war schon sehr gut durchwurzelt und Wurzeln kammen überall am Topf schon raus.
Kann man denn jetzt noch Stecklinge davon machen und einpflanzen, wurzeln die noch an?

Die alte Pflanze würde doch dann eh der obere Teil einfrieren im Winter. Wenn ich jetzt die oberen Spitzen als Stecklinge machen würde, treiben doch aus den alten Stengeln sicher auch wieder neue Triebe aus.

Danke!
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Roadrunner

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Ja, das kannst du auf jeden Fall machen. Ob sie bei den Temperaturen noch rechtzeitig wurzeln, kann ich dir zwar nicht sagen, aber wie du schon schreibst, wäre der Verlust nicht schlimm, da sie beim ersten Frost sowieso abfrieren werden...
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