Terminalia catappa - Indische Mandel, Strandmandel

 
Pearl Of Green
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Herkunft: Bad Schwartau USDA 7b, 8 m ü. NN
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Blüten: 12152
Betreff:

Terminalia catappa - Indische Mandel, Strandmandel

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Gepostet: 11.08.2007 - 00:28 Uhr  ·  #1
Terminalia catappa - Indische Mandel, Strandmandel



Der Indische Mandelbaum (Terminalia catappa), auch Strandmandel genannt, fällt in der Jugend vor allem durch seinen Wuchs auf. Die Zweige stehen waagerecht vom Stamm ab und bilden übereinanderliegende, klar voneinander getrennte Etagen. Mit zunehmendem Alter bilden sich daraus kleine Bäume mit dichten, schirmförmigen Kronen. Ihren Namen haben die Indischen Mandelbäume von ihren 4-6 cm langen Nussfrüchten, die in mehreren Schichten aufgebaut sind. Das weiße Fleisch der äußeren Schale wird wegen seiner Süße gegessen, die ölreichen Kerne ganz im Inneren für ihren Mandelgeschmack. Der Aufbau erlaubt es den Samen, monatelang im Ozean zu treiben und sich so an den Küsten zu verbreiten. Der bei älteren Pflanzen jährlich reichen Ernte gehen - zumeist im Frühjahr mit Sprießen der neuen Blätter - kleine, grünweiße Blüten voraus, die sich an 10-15 cm langen Rispen sammeln. Die Blüten sind rein männlich oder rein weiblich, kommen aber zeitgleich auf der gleichen Pflanze vor und werden von Insekten gegenseitig bestäubt, so dass eine Pflanze als Ernte-Garant genügt. Und noch ein weiterer Vorteil macht die Indischen Mandelbäume als Zierpflanzen beliebt, die in ihrer Heimat in steinig-sandigen, kargen Böden gedeihen: Die bis zu 30 cm langen Blätter färben sich vor dem Fall im Herbst goldgelb bis rötlich.

Info: auffälliger, etagenartiger Wuchs, später schirmförmig; essbare Nussfrüchte; farbenfrohe Herbstfärbung.

Verwendung: ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder oder lichtreichen Wohnräumen; ab Mai/Juni bedingt an geschützten Plätzen im Freien (Balkon, Terrasse, Garten)

Pflegehinweise:

Standort im Sommer: Sonnig bis halbschattig, warm, aber nicht heiß. Beste Ernteergebnisse bei ganzjährigem Stand unter Glas.

Standort im Winter: Hell bei 20 °C (+/- 5) °C. Kurzzeitiges Temperaturminimum
5 °C.


Pflege im Sommer:
Achten Sie auf eine möglichst gleichmäßige Bodenfeuchte, aber vernässen Sie die Erde nicht. Der Bedarf ist aufgrund der festen Blätter mäßig bis gering, der Nährstoffbedarf ebenfall: Düngen Sie alle 10 bis 14 Tage von April bis September mit Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.).

Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Gießmenge und -häufigkeit aber an die blattlose Winterruhe und den damit verbundenen, deutlich geringeren Bedarf anpassen.

Schnitt: Unserer Erfahrung nach entwickeln sich die ohnehin langsamwüchsigen Pflanzen ungeschnitten am besten. Möchten Sie schneiden, dann am Ende der Winterruhe.

Substrat: Indische Strandmandeln wachsen unter hiesigen Klimabedingungen langsam heran. Deshalb ist meist nur alle zwei bis drei Jahre ein neues Gefäß nötig, das nur wenig größer sein sollte als das alte. Hochwertige Kübelpflanzenerde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Ausgewogene Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden können. Hohe Torfanteile sind kein Qualitätsmerkmal.

Gesundheit: In der Regel schädlingsfrei, in seltenen Fällen Schildläuse im Winter. Probleme resultieren aus zu kaltem oder nassem Stand.

Verwendung: Ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen, großen Wohnräumen; bedingt von Mai bis September im Freien an geschützten Plätzen mit Winterquartier im Haus.

Kurzbrief:

Familie: Combretaceae
Herkunft: Indien, Ost-Afrika, Madagaskar, Pakistan, Südost-Asien (Java, Neu-Guinea)
Zone: 10-12
Temperaturminimum: 5 °C
Überwinterung: 20 (±5)°C, hell
Blüte: Frühling, grün-weiß
Früchte: Nüsse
Wuchsform: kleiner Baum
Höhe: 1,8-3 m
Standort: sonnig-halbschattig



Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
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