Stauden in Strauchhecke

 
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Darkwing

Hallo zusammen!

Ich habe letztes Jahr nach einigen Tipps hier herinnen bereits eine Strauchhecke gepflanzt. Das Ergebnis ist prächtig und erfreut mich heuer bereits mit einem herrlichen Anblick.

Die Hecke ist südseitig durch eine ca. 2 Meter hohe Wand beschattet und verläuft von Osten nach Westen. Die Sträucher sind der Reihe nach:

Unbekannter kleiner Strauch mit roten Blüten im Frühjahr
Schneeball
Purpurglöckchen
Himbeere
Pfeifenstrauch
Kolkowitzie
Forsitsie
Hibiskus
Hartriegel
Deutzia
Schmetterlingsstrauch
Weigelie
Red Pixie (Spyrie)

Nun meine Frage: Ich möchte zwischen den Sträuchern Bodendecker und Stauden setzen, die jetzt mit viel Sonne zurecht kommen, aber auch später im Schatten der Sträucher gut gedeihen.

Kann mir da wer Tipps geben? Wäre für alle Anregungen dankbar.

lg
Darkwing
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Loony Moon

Hmm, schwierig mit der Unterpflanzung.

Ich würde jetzt in die Bepflanzung Schneeglöckchen, Osterglocken, Tulpen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen und so vorsehen. Eventuell auch Mohn, doch der dürfte unglücklich sein, wegen der fehlenden Sonne. Rosen als Bodendecker???
Denn andere Stauden dürften sonst schwer fortkommen durch diese Zaunkonstruktion.
Und es steht für mich die Frage, wieso da so was grottenhässliches hingesetzt wurde.
Bedenke bei einer möglichen Unterpflanzung auch, dass du deine Hecke dann uU sehr viel schneiden musst, damit die Pflänzchen drunter auch genügend Licht und Wasser abbekommen.
Oder du nimmst nicht unbedingt lichthungrige, aber Trockenheit vertragende Pflänzchen.
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Darkwing

Tja, die Mauer ist tatsächlich kein schöner Anblick. Allerdings war sie und das Nachbarhaus schon da, als ich mein Haus gekauft habe - daher darf ich mich nicht beschweren. Mein Vorgänger hat die Mauer mit wilden Wein überwuchern lassen. Der ist mir aber zu selbstständig geworden und hat die Nachbarsmauer auch großteils zerstört. Der Muskelkater vom Ausgraben von sieben Weinstöcken wird mir mein Leben lang im Gedächtnis bleiben. Hab nun auch die grüne Matte gespannt, um den Anblick nicht weiter ertragen zu müssen.

Zu deinen Vorschlägen: Ein- bis zweijährige Blumen hab ich auch schon geplant. Ich gehe auch davon aus, dass ich mich bei Stauden auf schattenverträgliche Arten konzentrieren muss. Gibt es da Tipps, welche nicht zu sehr wuchern und pflegeleicht sind - und sich am Rand eines Strauches gut machen?

lg
Darkwing
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Loony Moon

Naja, ich würde schon mal mit dem Nachbarn reden, ob diese Mauer sein muss. Klaro hast du kein direktes Mitspracherecht, wenn sie auf seinem Grundstück steht, du kannst ja auch mal fragen, ob ihr nicht zusammen eine schönere Lösung findet.
Soviel Platz bis zu seinem Haus ist ja lt. dem Foto auch nicht in meinen Augen.
Denn wenn die Mauer langsam instabil wird, ist die Abdeckung auch keine Lösung auf Dauer.
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Garten Gott

Ersetze doch einfach die grüne Sichtmatte durch Schilfrohr. Du wirst sehen das wirkt viel natürlicher und paßt auch besser in die Natur. Sei doch froh das du auf dieser Seite eine geschlossene Stelle hast. Verschöner das ganze Ding in 2 Stunden und du wirst echt richtig glücklich sein. Mit diesem häßlichen grünen Ding wäre ich auch nicht zufrieden. Oder alternativ Bambus. Obwohl im Hintergrund ne Schilfrohrmatte, dann Fargesia und so Bodenleuchten die den Babus von unten anleuchten dann als Solar. Perfekt. Mein Nachbar baut gerade eine Holzsichtschutzwand ich bin so happy.
LG
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Hesperis

Hallo,
du kannst zwar jetzt Stauden zwischen die Sträucher pflanzen, auf Dauer wird aber der Raum vor den Sträuchern bis zu den Randsteinen ihr Platz sein. Damit bekommst du den recht natürlich wirkenden Effekt eines Staudensaums vor den Gehölzen.
Außer etlichen heimischen Wald- und Waldrandstauden ( forum/ftopic68559.html ) kannst du weitere robuste Arten mit Wildstaudencharakter verwenden wie z. B. Geranium macrorhizum, Waldsteinia, Epimedium, Helleborus, Tiarella, Bergenia, Astrantia, Hosta und Farnarten wie den Wurmfarn.
Je nachdem wieviel Pflegearbeit du investieren willst, kannst du großflächig ausläufertreibende Arten verwenden (durch die Rasenkante können sie je nicht ausbrechen), oder kleinbleibende miteinander kombinieren, ergänzt durch frühblühende Zwiebelpflanzen. Nur mischen sollte man die beiden Wuchstypen nicht unbedingt.
Grüße H.-S.
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Scrooge

Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Die grüne Matte verschwindet optisch sobald die Sträucher etwas höher sind. Grün fällt dann weniger auf als Schilf (welches auch gammeln und häßlich aussehen kann). Und wenn ich mir die heruntergekommenen Schuppen ansehe, die da auf dem Nachbargrundstück stehen, weiß ich nicht, inwiefern eine Entfernung der Mauer eine optische Verbesserung darstellen soll.

Was Pflanzen angeht, sind die bisherigen Vorschläge wohl die besten: frühblühende Zwiebelpflanzen, die ihr Ding durchziehen noch bevor die Blätter der Büsche ihnen das letzte bißchen Licht rauben; und ansonsten Schattenstauden im Bereich vor den Büschen.
Ich würde da auf kleine, bescheidene, immergrüne, und mutmaßlich schneckensresistente Dinge zurückgreifen, wie Heuchera, immergrüne Farn-Arten oder Luzula sylvatica.
Vielleicht gibt es auch ein paar Pflanzen mit der Robustheit von Unkräutern, die sich da halten können, wie Kaukasusvergißmeinnicht und Carex morowii.
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Loony Moon

Wenn die Büsche laubwerfend sind, hat man das Problem der unansehnlichen Matte auch bald wieder. Und das für lange Zeit, wenn es eh draussen alles wenig attraktiv ist.
Insofern würde ich mich nicht mit der Matte trösten.

Ich würde trotzdem mit dem Nachbarn reden, ob er seine Mauer nicht einreißen kann. Dann liegt die Arbeit nämlich bei ihm und nicht bei Darkwing.

Übrigens hat mein Vater vor Jahren ein ähnliches Problem gehabt, er hat Nadelbäume davor gesetzt, welche jetzt die wenig attraktive Ecke optisch aufhübschen.
Blühstauden sind auch noch davor am Teichrand ...
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Darkwing

Super, die zahlreichen Rückmeldungen. Bzgl. der Artenvorschläge werde ich mich am Abend mal ein wenig reintigern.

Bzgl. der Mauer: Das teils Gute, teils Schlechte am Nachbarn ist, dass er gar nicht dort wohnt. Das Haus steht verlassen. Das ist einerseits gut, da mir niemand in den Garten sieht, andererseits schlecht, da kein Ansprechpartner vorhanden ist. Die Mauer ist somit ein Ding, mit dem ich leben muss. Die grüne Matte war ein Kompromis, den ich mit meiner Freundin teilen musste, warum auch immer. Ihr gefällt das Ding halt und ich hoffe ja, dass die Sträucher bald die Matte verdecken. Detail am Rande: meine Freundin ist schwanger und daher gilt ihr Wort sowieso unwiderruflich. Noch ein Grund: Meine Bewässerungsanlage läßt den Strahl genau auf die Mauer bzw. die grüne Matte ab. Bei Bambus hatte ich einfach Angst, dass diese schnell verrottet. Und umbauen der Anlage auf ein Hightechding (Strahlweite je nach Richtung) freut mich einfach nicht so recht, da sie ihren Zweck ja ganz gut erfüllt.

Bei Fragen zu den Pflanzvorschlägen meld ich mich später noch. Dank aber für die vielen Rückmeldungen.
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Loony Moon

Hmm, es soll doch jetzt diese neuartigen Holzplanken gegen, die aus einem Holzplastikkompositstoff bestehen.
Meinst du nicht, dass die vielleicht unterm Strich auf Dauer besser aussehen? Schatzis Hormone werden sich irgendwann auch mal wieder normalisieren, damit man normal diskutieren kann, was hübscher ist. Spätestens in 20 Jahren.

Ich habe so ein paar unbekannte Exemplare (weil geerbt) an Stauden unter Bäumen stehen, die sich wahrlich selbst vermehren und vermutlich in der Sonne wie die Karnickel ...

Im Übrigen, mit dem Davorpflanzen der Stauden bist du vermutlich besser beraten, wie Scrooge vorschlug.
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Scrooge

.....die Idee war von Hesperis.....
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Loony Moon

Zitat geschrieben von Scrooge
:- .....die Idee war von Hesperis.....
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Darkwing

Sodala, nach langem Hin und Her und viel Planung sind schon einige Stauden (zwar noch in Plastik aber doch) in meinem Garten angelangt:

Waldheinsimse
Storchschnabel
Hosta
Zwerglampionblume
Tränendes Herz
Leberblümchen
Wurmfarn
Duftveilchen

Von meiner Mutter kommen noch Ableger für:
Frauenmantel
Weißbuntes Immergrün
Elfenblume

Weitere Stauden sind in Überlegung

Wir haben zudem auch Preiselbeeren erstanden, die wir an die am wenigsten schattige Stelle pflanzen. Jetzt die Frage: gibt es sonstiges Essbares, das im Halbschatten zurecht kommt und sich als Gehölzrandpflanzen eignet? Google-Recherche hat bei mir eher Fragen als Antworten geliefert - zu widersprüchlich sind die angaben (z.b. bei Walderdbeeren und Heidelbeeren).

lg
Darkwing

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