Sind das Raubmilben?

 
Obergärtner*in
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Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 20.12.2012 - 10:22 Uhr  ·  #1
Hallo,

ich hoffe, ich bin mit diesem Beitrag im richtigen Unterforum.
Habe eine Dieffenbachia, die ein paar Spinnmilben hat und gestern abend hab ich am Stamm so kleine Viecher rumflitzen sehen, von denen ich hoffe, es sind Raubmilben. Leider war es dunkel (jetzt, tagsüber, finde ich sie nicht mehr), sie sind vor meiner Taschenlampe weggerannt und sie sind wirklich winzigklein und ganz schön schnell. Drum sind die Fotos recht bescheiden. Bessere kann ich aber beim besten Willen nicht liefern.

Könnt ihr mir trotzdem bei der Bestimmung helfen? Und falls es Raubmilben sind, wie kann ich sie unterstützen?

Danke schonmal!
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das rosa Muster ist meine Haut - eine saß zufällig auf meiner Hand.
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Pearl Of Green
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Re: Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 20.12.2012 - 10:38 Uhr  ·  #2
hallo

so richtig erkennen kann man nichts, am besten klickste mal auf den google-bilder link

wenn die flott unterwegs sind, könnten es raubmilben sein, unterstützen brauchst du die nicht, die werden sich an den spinnmilben dick und rund fressen
Pflanzendoktor*in
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Re: Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 20.12.2012 - 12:05 Uhr  ·  #3
Beobachte die vermutlichen Raubmilben mal mit einer Lupe einige Zeit. Tun sie sich an den Spinnmilben gütlich? Dann hast Du Hilfe gegen die Spinnmilben. Tun sie das nicht, sind es wohl ebenfalls Raubmilben, die aber nach anderem Futter suchen. Viele auf dem Substrat lebende Raubmilben mögen maximal Eier von anderen Viechern, halten sich aber eher an verrottendes Pflanzen- und anderes organisches Material. Dazu klettern sie auch an Pflanzenteilen herum, lassen diese aber in Ruhe. Raubmilben sind also auf jeden Fall nützlich. Und noch was: Raubmilben sind resistent gegen Milbenbekämpfungsmittel. Meine Raubmilbenpopulationen haben sich bisher sogar gegen Kanemite als resistent erwiesen. Zumindest wurde die Population nicht kleiner. Bodenlebende Raubmilben bekommt man häufig mit Pflanzen ins Haus. Meist werden die Kulturtöpfe in den Gärtnereien bereits mit den Tieren 'geimpft'.
Azubi
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Re: Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 20.12.2012 - 23:03 Uhr  ·  #4
Die Bilder sind wirklich sehr klein, könnte aber Phytoseiulus sp. sein. Einfach mal im Auge behalten und über die Hilfe freuen.


@ only_eh

Leider kann man so generell nicht von Resistenz sprechen. Raubmilben werden bspw. gerne mal von Spirodiclofen oder Milbemectin (beides verbreitete akarizide Wirkstoffe) dezimiert.
Pflanzendoktor*in
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Re: Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 21.12.2012 - 01:15 Uhr  ·  #5
Oh, danke! Wieder was gelernt.
Ich hab's bei der Anwendung von Kanemite bei Spinnmilben und 'falschen Spinnmilben' bemerkt, daß die Raubmilben die Prozedur unbeschadet überstanden haben. Aber gut zu wissen, daß das nicht bei jedem Mittel gegen Spinnmilben so sein muß.
Obergärtner*in
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Re: Sind das Raubmilben?

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Gepostet: 21.12.2012 - 10:32 Uhr  ·  #6
Hallo,

danke für die ganzen Infos!
Schnell sind die Milben auf jeden Fall, und das macht mir große Hoffnung, dass es keine Schädlinge sind. Phytoseiulus könnt hinkommen, aber eigentlich schaun die alle ja eh gleich aus...
Wenn ich es schaffe, die Tierchen wiederzufinden, werde ich sie weiter beobachten. Ich habe zur Zeit Compo Axoris Spray da, weil einige Pflanzen Wollläuse hatten, das werde ich auf der Dieffenbachie nun erstmal nicht anwenden, es sei denn sie bekommt irgendwelche schlimmeren Schäden.

Bleibt zu hoffen, dass die Raubmilben auch gegen Trauermückenlarven gehen, die nerven mich nämlich grade immens!
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Worum geht es hier?
Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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