Phoenix canariensis - Kanarische Dattel-Palme

 
Pflanzenkönig*in
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Phoenix canariensis - Kanarische Dattel-Palme

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Gepostet: 12.08.2007 - 19:24 Uhr  ·  #1
Kanarische Dattelpalmen (Phoenix canariensis) stammen, wie der Name sagt, von den Kanarischen Inseln, wo sie heute in freier Natur selten sind. Dafür werden sie weltweit zu Millionen als Kulturpflanzen vermehrt, die vor allem wegen ihrer mächtigen Kronen und dicken Stämme geschätzt werden. Die 40 bis 60 cm breiten Fiederwedel erreichen schon in jungen Jahren eine Länge von 2-3 m, im Alter bis zu 5 m. Sie sind an der Basis mit langen Stacheln besetzt, die man jedoch einmalig mit einer Gartenschere abscheiden kann und dann nicht weiter stören. Die Stammbildung ist zunächst rundlich, später wachsen mächtige, gerade Stämme heran, die von den alten Blattstielen bedeckt sind. Damit sind Dattelpalmen nicht nur imposante Begleiter auf sommerlichen Terrassen, in Gärten und Innenhöfen, sondern auch ganzjährig im Haus in Wintergärten, Schwimmbädern, lichtdurchfluteten Eingangshallen und vielem mehr, wo sie für Urlaubsatmosphäre sorgen. Trotz ihrer scheinbar trockenen Heimatstandorte erschließen Dattelpalmen-Wurzeln wasserführende Schichten und versorgen sich damit konstant mit Wasser - deshalb sollte man sie in Topfkultur sorgfältig und reichhaltig mit Wasser versorgen. Bei den Dattelpalmen sind die Geschlechter getrennt und die männlichen bzw. weiblichen Blütenstände öffnen sich auf verschiedenen Pflanzen. Die ovalen Früchte sind orange gefärbt, aber nicht attraktiv im Geschmack.

Kurzinfo
Familie: Arecaceae
Herkunft: Kanarische Inseln
Zone: 9-12
Temperaturminimum: -5 °C
Überwinterung: 8 (±8)°C, hell
Blüte: gelb
Früchte: orangefarbene Beeren
Wuchsform: Palme
Höhe: schnellwüchsig
Standort: vollsonnig bis halbschattig


Blüte: weiß oder gelb

Früchte: orangefarbe Beeren

Wuchsform: ein- oder mehrstämmige Fiederpalmen

Höhe: langsam bis schnellwüchsig

Familie: Arecaceae

Herkunft/Klimazone: divers, Zone 9-11.

Standort im Sommer: Vollsonnig bis halbschattig. Dattelpalmen in Töpfen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8/12 °C (+/- . Kurzzeitiges Temperaturminimum
-5/0 °C.


Pflege im Sommer: Gießen Sie Dattelpalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die Töpfe bis zum Grund nass werden. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, in den Übergangsjahreszeiten erst nach über einer Woche der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September wöchentlich bis 14-tägig Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser oder streuen Sie im März und Juni Langzeitdünger.

Pflege im Winter: Für Dattelpalmen in Töpfen auch im Winter den Wechsel aus Feuchte und Abtrocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie eingetrocknete Blätter möglichst erst dann ab, wenn sie ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Wedeln abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

Substrat: Dattelpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch oder Kies durchmischte Erde, die zugleich Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit: Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winter bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spiritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen

http://www.flora-toskana.de/on…otanisch-p



Pearl Of Green
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Herkunft: Bad Schwartau USDA 7b, 8 m ü. NN
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Phoenix canariensis - Kanarische Dattel-Palme

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Gepostet: 12.08.2007 - 20:33 Uhr  ·  #2
Phoenix canariensis - Kanarische Dattel-Palme



Kanarische Dattelpalmen (Phoenix canariensis) stammen, wie der Name sagt, von den Kanarischen Inseln, wo sie heute in freier Natur selten sind. Dafür werden sie weltweit zu Millionen als Kulturpflanzen vermehrt, die vor allem wegen ihrer mächtigen Kronen und dicken Stämme geschätzt werden. Die 40 bis 60 cm breiten Fiederwedel erreichen schon in jungen Jahren eine Länge von 2-3 m, im Alter bis zu 5 m. Sie sind an der Basis mit langen Stacheln besetzt, die man jedoch einmalig mit einer Gartenschere abscheiden kann und dann nicht weiter stören. Die Stammbildung ist zunächst rundlich, später wachsen mächtige, gerade Stämme heran, die von den alten Blattstielen bedeckt sind. Damit sind Dattelpalmen nicht nur imposante Begleiter auf sommerlichen Terrassen, in Gärten und Innenhöfen, sondern auch ganzjährig im Haus in Wintergärten, Schwimmbädern, lichtdurchfluteten Eingangshallen und vielem mehr, wo sie für Urlaubsatmosphäre sorgen. Trotz ihrer scheinbar trockenen Heimatstandorte erschließen Dattelpalmen-Wurzeln wasserführende Schichten und versorgen sich damit konstant mit Wasser - deshalb sollte man sie in Topfkultur sorgfältig und reichhaltig mit Wasser versorgen. Bei den Dattelpalmen sind die Geschlechter getrennt und die männlichen bzw. weiblichen Blütenstände öffnen sich auf verschiedenen Pflanzen. Die ovalen Früchte sind orange gefärbt, aber nicht attraktiv im Geschmack.

Info: lange Fiederwedel; mächtige Stämme; anpassungsfähig & pflegeleicht; schnellwüchsig

Verwendung: von April bis Oktober im Freien auf Terrassen, Balkonen & in Gärten mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in Wintergärten, lichtreichen Wohn- oder Büroräumen

Pflegehinweise:

Standort im Sommer: Vollsonnig bis halbschattig. Dattelpalmen in Töpfen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8/12 °C (+/- . Kurzzeitiges Temperaturminimum
-5/0 °C.

Pflege im Sommer: Gießen Sie Dattelpalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die Töpfe bis zum Grund nass werden. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, in den Übergangsjahreszeiten erst nach über einer Woche der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September wöchentlich bis 14-tägig Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser oder streuen Sie im März und Juni Langzeitdünger.

Pflege im Winter: Für Dattelpalmen in Töpfen auch im Winter den Wechsel aus Feuchte und Abtrocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie eingetrocknete Blätter möglichst erst dann ab, wenn sie ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Wedeln abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

Substrat: Dattelpalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch oder Kies durchmischte Erde, die zugleich Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die sich in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit: Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winter bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spiritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen


Kurzbrief:

Familie: Arecaceae
Herkunft: Kanarische Inseln
Zone: 9-12
Temperaturminimum: -5 °C
Überwinterung: 8 (±8)°C, hell
Blüte: gelb
Früchte: orangefarbene Beeren
Wuchsform: Palme
Höhe: schnellwüchsig
Standort: vollsonnig bis halbschattig


Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
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