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Pflaumenbaum - Prunus domestica - über 2000 Sorten Weltweit

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Pflaumenbäume, botanischer Name: Prunus domestica

Sie sind bis zu sechs manchmal sogar zehn Meter hoch wachsende Bäume und Sträucher mit graubrauner, glatter Rinde. Sie gehören der Familie der Rosengewächse und hier der Gattung Prunus an und sind an den länglichen, ellipsenförmigen Blättern erkennbar. Ihre Früchte gehören zu den beliebtesten Sommerfrüchten Deutschlands.



Geschichte der Pflaume

Aus welchen Pflanzen der Pflaumenbaum einst hervorging, ist nicht bekannt. Vermutet wird, dass Schlehdorn und Kirschpflaume zu seinen Vorgängern zählen. Es wird angenommen, dass Alexander der Große Pflaumenbäume von seinen Kreuzzügen mit in sein Reich brachte. Damaskus entwickelte sich seinerzeit zum Zentrum des Handels mit Pflaumen. Schon die Römer kannten die positive Wirkung der Frucht auf die menschliche Verdauung. Dass der Pflaumenbaum in Mitteleuropa kultiviert wurde, ist nach der Geschichtsforschung Karl dem Großen zu verdanken. In China und auch Japan haben Pflaumen eine besondere Bedeutung, sie werden nicht nur für die Zubereitung von Speisen sondern auch für die Erzeugung von Pflaumenwein genutzt. Die zwei bis vier Zentimeter großen weißen Pflaumenblüten, die in zwei bis drei Blüten als Dolde angeordnet sind, spielen in der asiatischen Kunst eine große Rolle. Weltweit sind über 2.000 verschiedene Sorten und Züchtungen bekannt, in jedem Erdteil werden Pflaumen angebaut.

Pflaume oder Zwetschge

Grob können Pflaumen in vier Sorten eingeteilt werden. Alle Sorten werden im Hochsommer geerntet. Die wichtigsten Arten sind: Zwetschge auch Zwetsche genannt, Edelpflaume, Mirabelle und Reneklode. Sie unterscheiden sich in ihren Fruchtformen und Farben.
Zwetschgen haben eine dunkelviolette Farbe und gelbes Fruchtfleisch. Sie eignen sich hervorragend zum Backen.
Edelpflaumen sind fast runde Früchte mit blauer oder rötlicher Schale. Sie sind meist etwas größer als Zwetschen.
Mirabellen haben eine gelbe Schale, sie sind nur etwa so groß wie Murmeln und weniger aromatisch als andere Sorten.
Renekloden sind größer als Mirabellen, rund und mit grüner oder gelber Schale.

Standort und Pflege

Pflaumenbäume stellen keine allzu großen Ansprüche an ihren Standort. Sie bevorzugen einen mittelschweren Boden, der humusreich ist. Der PH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7 liegen, er darf nicht trocken werden, wässern bei Trockenheit ist für ein gesundes Gedeihen erforderlich. Pflaumenbäume wachsen an einem sonnigen, geschützten Platz am besten. Um eine reiche Fruchtausbeute zu erreichen, muss ein Pflaumenbaum regelmäßig beschnitten werden. Da die Früchte nur am jungen Holz reifen, wird das Altholz nach der Ernte entfernt. Der Erhaltungsschnitt sollte einmal jährlich durchgeführt werden, da der Baum zu starke Eingriffe nicht gut verträgt. Damit sich eine ausgewogene Baumkrone entwickeln kann, ist ein Erziehungsschnitt im Juni oder Juli sinnvoll. Dabei werden Wasserschosse und überzählige Seitentriebe entfernt. Sechs bis acht Seitentriebe werden für eine schöne Krone ausgewählt und nur leicht gekürzt, alle anderen werden bis auf zehn Zentimeter zurückgeschnitten. Wurzeltriebe und Stammaustriebe müssen ebenfalls abgeschnitten werden, da der Baum sonst geschwächt wird. Düngergaben in flüssiger oder pulverisierter Form werden nur bei gesunden, gut gewachsenen Bäumen verabreicht, bei kränkelnden Bäumen ist es besser, nicht zu düngen, bis sich der Pflaumenbaum erholt hat.

Krankheiten und Schädlinge

Der größte Feind der Pflaumenbäume ist der Pflaumenwickler, dessen Larve ganze Ernten vernichten können. Als Abwehrmaßnahme können Pheromonfallen aufgehängt werden. Wichtig ist, alle heruntergefallenen Pflaumen sofort aufzusammeln und zu entsorgen, damit sich die Schädlinge nicht verpuppen können. Wird der Baumschnitt sehr spät durchgeführt, kann die Bleiglanzkrankheit auftreten, bei der sich die Blätter bleigrau verfärben und sich am Baum keine Früchte entwickeln können. Vermeiden lässt sich die Krankheit durch vorsichtigen nicht zu stark eingreifenden Baumschnitt. Eine Viruskrankheit ist die Scharkakrankheit, die die ganze Ernte vernichtet. Es empfiehlt sich, schon beim Kauf auf virusresistente Sorten zu achten. Bei Befall müssen die Früchte gesammelt und entsorgt werden.

Verwendung von Pflaumen

Pflaumen werden roh oder gekocht beziehungsweise gebacken verwendet. Besonders beliebt sind Pflaumenkuchen, für die vor allem Zwetschgen geeignet sind. Roh schmecken Edelpflaumen besonders gut. Renekloden und Mirabellen werden ebenfalls am besten roh und frisch vom Baum verzehrt. Zwetschgen und Pflaumen lassen sich durch Einkochen und Einfrieren haltbar machen. Als Kompott krönen sie zusammen mit Eis oder Pudding ein gutes Essen. Vor dem Backen und Kochen müssen die 13 Millimeter langen, länglichen Steinkerne entfernt werden. Die Früchte lassen sich auch sehr gut entsaften. Pflaumensaft sorgt für eine regelmäßige Verdauung und wird bei Verstopfung häufig verabreicht. Der Verzehr von zu vielen Pflaumen kann zu Durchfällen führen, empfindliche Personen sollten sich bei dem Genuss der süßen Früchte etwas zurückhalten.

Welche Sorten wachsen in den Gärten? Wir freuen uns über Bilder und Infos.

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