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Obstbäume

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
Azubi
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BeitragObstbäumeSa 12 Sep, 2009 22:34
Hallo
Wollt mal fragen was ihr so als optimalen Zeitpunkt findet um eure Apfelbäume,Pflaumenbäume... zu schneiden. Jetzt nach der Frucht oder eher im Frühjahr. Jeder sagt was anderes würde jetzt gern den optimalen Zeitpunkt hören :D
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BeitragSa 12 Sep, 2009 23:18
jeder sagt was anderes???
der obstbaumschnitt erfolgt vor dem austreiben im winter, also z.b. februar.
dieser schnitt ist nichts für leien, das muss man schon lernen. dient dem besseren wuchs und somit besserem ertrag. (ich meine damit obstbäume wie äpfel, birnen, steinobst)
anderes obst wird anders behandelt.
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Hadassa
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BeitragSo 13 Sep, 2009 12:39
ich schneide meine nach der Ernte, und kann mich über Ertraglosigkeit oder ein ZU Wenig nicht beklagen ...

davon abgesehen, tragen Äpfel sowieso nur jedes 2. Jahr so richtig viel, dann pausieren sie ein wenig, um im darauffolgenden Jahr wieder vor Apfellast fast zusammenzubrechen :wink:
Azubi
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BeitragPflaumenbaumSo 13 Sep, 2009 17:19
Also ich denke auch das ich die Obstbäume nach der Fruchtzeit schneiden werde.....weil die meisten Nachbarn mach das auch so. Hoffe ist die richtige Entscheidung.
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BeitragSo 13 Sep, 2009 18:10
Hallo,
frag zwei Obstbauern, kriegste 3 Antworten!
@Rouge, wenn deine Äpfel nur alle zwei Jahre richtig tragen, machst du etwas verkehrt

den optimalen Termin gibt es nicht, da verschiedene Termine auch unterschiedliche Auswirkungen haben, daher richtet sich die Schnittzeit danach was man erreichen will.
Hier im Forum ist schon eine Menge Interessantes dazu geschrieben worden.
Grundsätzlich: im zeitigen Frühjahr regt der Schnitt das Triebwachstum an (Erziehungsschnitt, Altbäume), Schnitt im Spätsommer tut das nicht, weshalb man diesem im Ertragsstadium durchführt.
Ebenso ist die jeweils abzuschneidende Menge vom Zutand des Baumes abhängig.
Eine genauere Darstellung der Situation ist für eine Schnittempfehlung daher notwendig.
Grüße Stefan
Azubi
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BeitragObstbäumeSo 13 Sep, 2009 18:18
Also ich habe letztes Jahr die Bäume geschnitten und die Bäume haben jetzt massig neue Triebe und die meisten wachsen strack zum Himmel. Mir wurde gesagt die schneidet man alle raus, weil das Äste sind die keine Frucht tragen..... Würden Fotos vielleicht weiterhelfen für noch mehr Tipps.
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BeitragSo 13 Sep, 2009 20:51
Hallo Bananablue,
dann hast du vermutlich im Frühjahr geschnitten und die Bäume haben daraufhin brav mit Triebwachstum reagiert (müssen die so machen, ist in den Wuchsgesetzen so geregelt).
Auch diese Triebe bringen irgendwann Frucht (Wasserschosse ist was anderes), aber das dauert...
Wenn du mal ganz genau schaust, wirst du sehen, dass an den Stellen, wo du geschnitten hat, mehrere neue Triebe entstanden sind, der oberste ist der dickste, die folgenden sind schwächer.
Du könntest jetzt noch hingehen, und von diesen neuen Trieben den obersten, stärksten oder auch die zwei obersten wegschneiden, und zwar genau oberhalb des Seitentriebes der stehenbleibt, keine Stummel lassen.
Dann hättest du den Baum nochmal ausgelichtet, die Triebe entfernt die am längsten zum Blühen brauchen, und durch den Herbstschnitt keinen erneuten starken Triebimpuls gesetzt.
Mit Bildern ist das natürlich besser einzuschätzen.
Grüße Stefan
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BeitragDi 22 Sep, 2009 12:17
Hallo Banana,
nunja, ein wenig unübersichtlich, aber trotzdem:
vor allem beim Apfel solltest du jetzt wie schon erwähnt die stärksten und steilsten der neuen Triebe am Ansatz wegschneiden, lieber gleich als noch zu warten, bei solch einer dichten Krone kannst du kein gescheites Obst erwarten.
Wenn du schon dabei bist, kannst du auch alle Triebe die senkrecht nach unten hängen wegnehmen. Dann behälts du die "mittlere" Triebqualität, und im Winter machst du bei bedecktem Himmel von diesen mal ein paar Aufnahmen.
Die Zwetsche sieht eher aus wie ein spontan aufgekommener Wildling denn wie ein Obstbaum, aber wir lieben ja auch die Unvollkommenen und die Krummen sind schließlich alle nicht gerade. Wenn er dir zu hoch ist, kürze ihn nochmal etwas, ansonsten lass ihn in Ruhe und wir schauen ausgangs Winter.
Grüße Stefan
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BeitragDi 22 Sep, 2009 16:41
Hesperis hat geschrieben:...
@Rouge, wenn deine Äpfel nur alle zwei Jahre richtig tragen, machst du etwas verkehrt
...
Grüße Stefan


Hallo Stefan,

diese Aussage irritiert mich nun ein wenig, denn mein Vater behauptet dasselbe und ich beobachte dies auch an unserem Apfelbaum in unserem Garten. (wenn man 2 Sommer einen Beobachtungszeitraum nennen kann... :-k )

Der Baum - ich schrieb das hier im Forum schon ein paar mal, meine ich - wurde mindestens 10 Jahre bervor er in unseren Besitz überging, nicht besonders gepflegt. Im Gegenteil: er war gespickt mit Nägeln und einige Äste sehen nicht mehr besonders gesund aus, treiben aber noch.

Mein Vater hat anfangs einen Pflegeschnitt durchgeführt, wobei er auch kein Profi ist, sondern sein Wissen von allen möglichen Semiprofis und aus eigener bezieht, was meiner Meinung nach ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.
In diesem Frühjahr legte ich selber unter der Anleitung eines Obstbauern aus der Bekanntschaft Hand an, und der diesjährige Ertrag lässt im Gegensatz zum Letztjährigen eher zu wünschen übrig...

Ich bin unschlüssig!
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BeitragDi 22 Sep, 2009 21:39
Hallo Großer,
dieses "rhythmische Tragen" ist eine der Unarten von Obstbäumen, sie neigen halt dazu. Die Ursache liegt darin, dass im Spätsommer gleichzeitig die Früchte zur Reife gebracht und die neuen Blüten für das kommende Jahr gebildet werden müssen. Damit ist so mancher überfordert.
Das Bemühen des Obstbauers besteht darin, die Erträge durch Schnitt- und sonstige Pflegemaßnahmen durch alle Jahre möglichst gleich zu bekommen, und das funktioniert auch.
Diese Obstschwemen, letztes Jahr die Äpfel, dieses Jahr die Zwetschen, sind ein typisches Merkmal des extensiven Streuobstbaus und auch so mancher Hausgärten.
Grüße Stefan

edit: in dem Jahr in dem wenig gepflegte Bäume erstmalig wieder geschnitten werden ist der Ertrag meist mies, weshalb das eine undankbare Aufgabe ist. Man braucht eigentlich drei Jahre um sowas zu sanieren. Glaubt einem aber keiner so recht, viele glauben man wolle ám Baum mehrmals verdienen.
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BeitragMi 23 Sep, 2009 8:23
Danke Stefan für die Erklärung! Das leuchtet mir ein!

ABER, mir ist es eigentlich egal, wie viel der Baum abwirft! Ich verdiene damit kein Geld und mir liegt nichts daran, den Baum durch gezielte professionelle Schnittmassnahmen zu melken. Zumal von Obstannahmestellen für den Doppelzentner Äpfel um die 6(!!!!!) Euro bezahlt werden - da lohnt der Aufwand zum Aussammeln und Wegfahren nicht! Wir hatten letztes Jahr 80 kg.

Wir haben auch keinen geeigneten Platz, Äpfel zu lagern, ich bin nicht der tägliche Apfelesser und die Äpfel dann verfault auf den Kompost zu tragen, nachdem man sie Monate durch den Keller gezogen hat, möchte ich auch nicht.
Wenn wir genügend Äpfel ernten - wir haben uns letztes Jahr mit den Nachbarn zusammengetan - fahren wir in eine Mosterei in der Nähe und lassen uns den Apfelsaft in Kartons abfüllen. Hält 6 Monate, schmeckt lecker und ist vom eigenen, bzw Nachbars Baum und kostet um die 50 Cent pro Liter.
Und ich steh auf naturtrüben Apfelsaft!

Nichtsdestotrotzwerde ich natürlich Baumschnitt-"kurse" mitmachen, die von unserem Siedlerverin angeboten werden, und das dort erlernte Wissen an unserem Baum anwenden.
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BeitragMi 23 Sep, 2009 14:53
Hallo, so gesehen haben wir heuer ein schlimmes Jahr, die Beerenernte war gut, die Mirabellen und Pfirsiche haben wir schon nicht mehr geschafft und jetzt auch noch die Zwetschen, zum Glück gibts weniger Äpfel und Birnen.
Egal was man mit den Früchten macht, ich finde eine mäßige Ernte aber dafür jedes Jahr schon praktisch. Es geht nicht darum den Baum zu melken, sondern ihn so zu "steuern", dass er jedes Jahr eine gewisse Menge Obst hervorbringt und nicht in die Alternanz verfällt.
Dazu gehört z. B., dass man Bäume die rhythmisch tragen im Frühjahr eines Ertragsjahres schneidet (und damit Blütentriebe entfernt), im Frühjahr des Ausfalljahres dagegen in Ruhe läßt und nur im Spätsommer ein wenig auslichtet. Ebenso dass man übermäßigen Behang ausdünnt, also die Supererträge vermeidet. Das ist außerdem auch gut für die Lebendauer eines Baumes.
Ich höre oft, dass man Pfirsichbäume nicht schneiden bräuchte, da sie eh´ nicht alt würden. Ich habe mich der Meinung derer angeschlossen die sagen, daß die die ihre Bäume nicht schneiden sich nicht wundern dürfen, wenn sie nicht alt werden. Pfirsich reagiert da am deutlichsten, im Prinzip gilt es aber für alle Obstbäume (vielleicht mit Ausnahme starkwachsender Süßkirschen und natürlich Walnuß).
Grüße Stefan
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BeitragMi 23 Sep, 2009 16:27
Nachtrag zum Thema Pfirsich:

dieser trägt nur am einjährigen Holz, daher sollte man Pfirsiche jedes Jahr verjüngen.
Ohne dies kaum neue Triebbildung.


Zum Thema Obstbaumschnitt allgemein:

Ich denke, hier scheiden sich viele Geister. Einen über Jahre nicht gepflegten Apfelbaum kann man nicht in einem Schritt in eine "richtige" Form bringen. Wobei man ja auch über die Form schon lange diskutieren kann.

Ich habe zwei alte Apfelbäume übernommen, vor ca. 70 Jahren gepflanzt. Die sind durch viele Hände gegangen....und mittlerweile lässt der Ertrag des einen immer mehr nach, was aber eher am Alter liegt, solche Bäume sollte man dann doch mehr Ruhe gönnen, als jedes Jahr einen Schnitt.

Ich bin eher der Typ der auf extensives "Bewirtschaften" hin arbeitet, denn auf intensives, da ich kein Obstbauer bin, der jedes Jahr den Ertrag benötigt.

LG
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BeitragMi 23 Sep, 2009 20:07
noch ein wörtchen zur alternanz beim apfel. das ist von sorte zu sorte unterschiedlich. es gibt sorten, die tragen willig jahr für jahr, & es gibt sorten, wie der 'boskop', oder einer meiner lieblingsäpfel, der 'ontario' bspw. die müssen gezielt durch schnitt & ausdünnungdavon abgehalten werden zu alternieren.
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