Kumquat verliert Blätter und Früchte - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Kumquat verliert Blätter und Früchte

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
Azubi
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Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon einige Zeit still mitgelesen habe, habe ich mich heute gleich mit großem Anliegen registriert.
Hintergrund ist, dass mir meine Kumquat mal wieder Sorgen bereitet:

Im November musste ich das Pflänzchen einige Zeit in Fremdpflege geben. Als ich es wiederbekam, sahen mich sehr traurig hängende Blätter an. Ich habe die Pflanze erst einmal eingetaucht und einige Zeit später zum Überwintern halb-kühl (um die 17 Grad?) halbdunkel gestellt. Dabei sind mir gleich händeweise die Blätter entgegengekommen.
Der Standortwechsel hat der Pflanze gutgetan, die Früchte sind nachgereift, Blätter verlor die Kleine keine mehr. Die nächsten Monate gab es nur wenig Wasser, sprich immer nur alle paar Tage das Erdreich eingesprüht, immer wenn das Erdreich (2-cm-Fingermethode :wink: ) trocken wurde.

Die letzten Tage bekam ich das Gefühl, dass die Kumquat "aufgewacht" ist. Und gestern hatte ich wieder extrem hängende Blätter. Deshalb einmal baden lassen, da kamen mir mehr Blasen entgegen, als ich gehofft hatte. Jetzt steht die Pflanze Nahe ihres üblichen Standorts (Ostfenster), allerdings zur Umgewöhnung noch nicht in der vollen Sonne. Aber: Die Blätter fallen nur so runter, die Früchte ebenso. Ein oder zwei kleine Äste scheinen mir braun geworden zu sein, der Rest ist grün.

Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, habe ich die Blätter in der Früh einmal eingesprüht (obwohl sanft eingesprüht, sind gleich wieder Blätter runtergefallen, so lose hängen die dran).
Noch sind eine Handvoll Blätter und auch Früchte dran, aber ich mache mir Sorgen. Es wäre - leider - nicht die erste Kumquat, die nach zwei oder drei Jahren nach dem Winter eingeht...

Kann ich irgendwas machen? Soll ich die verbliebenen Früchte runternehmen, damit die Pflanze ihre Kraft auf die Blätter konzentriert? Zum Rausstellen ist es meiner Meinung nach noch zu früh?

Danke vorab für alle Ratschläge!
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Hallo

Zeige doch bitte aussagekräftige Bilder von Pflanze, Problemstellen und Standort für mehr Klarheit. Zum Erzählten:

its_me hat geschrieben:Als ich es wiederbekam, sahen mich sehr traurig hängende Blätter an.
Wassermangel zeigen Citrus erst durch Rollen der Blätter an. Wenn die deiner Pflanze hingen, hatten sie wohl schon so gut wie das Zeitliche gesegnet, der Blattfall nicht mehr zu verhindern. Ob es durch zu wenig Wasser oder durch zu viel Wasser so weit gekommen ist, ist blind und hinterher schwer zu sagen. Ich tippe aber eher auf Zweiteres.

its_me hat geschrieben:... (um die 17 Grad?) ...
Dies ist schon ziemlich warm, die Pflanze aktiv. Dazu sollte sie einen hellen Standort haben.

its_me hat geschrieben:Die nächsten Monate gab es nur wenig Wasser, sprich immer nur alle paar Tage das Erdreich eingesprüht, immer wenn das Erdreich (2-cm-Fingermethode :wink: ) trocken wurde.
Citrus und Einsprühen hat nichts miteinander zu tun, weder an den Füssen noch auf den Blättern. Sie wollen in einem gut belüfteten Substrat stehen, das durchdringend gegossen wird, womit der Wurzelballen Wasser bekommt. Luftfeuchtigkeit brauchen sie nicht hoch. Bei deiner «Giess»-Methode herrschte also im Topf, wo der Wurzelballen ist, wohl Trockenheit. Auf Dauer kann das meines Erachtens nichts werden, die Wurzeln im Topf müssen ja vertrocknen, und ein dauertrockenes Substrat kann je nach Zusammensetzung (Torf...) unbrauchbar, hart, wasserabweisend werden.

Sinnvoller, da viel aussagekräftiger als die oberflächliche Stochermethode ist übrigens das Beobachten der Pflanze und das Anheben des Topfes zur Einschätzung des Wasserbedarfs.

its_me hat geschrieben:Deshalb einmal baden lassen, (...) Die Blätter fallen nur so runter, die Früchte ebenso.
Dies dürfte damit zu tun haben, dass die Pflanze nun endlich wieder Wasser bekommen hat – und dies sehr reichlich (... baden ...) – und durch den erhöhten Saftdruck die sowieso schon verworfenen Pflanzenteile abgestossen wurden.

its_me hat geschrieben:Kann ich irgendwas machen? Soll ich die verbliebenen Früchte runternehmen, damit die Pflanze ihre Kraft auf die Blätter konzentriert? Zum Rausstellen ist es meiner Meinung nach noch zu früh?
Stell die Pflanze hell, da sie warm steht. Entferne alles lose, tote Material, damit du siehst, was an der Pflanze tatsächlich noch dran ist. Giesse der Blattmasse und den Umgebungsbedingungen angemessen. Sorge für etwas Konstanz in der Pflege. Deine geschwächte Pflanze würde ich daher auch noch komplett drinnen lassen. Für dauerhaften Draussenaufenthalt ist es eh noch zu früh, die Nachttemperaturen trotz fehlender saisongerechter Temperaturen für Citrus im Allgemeinen zu tief.

LG
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Vielen lieben Dank für Deine umfrangreiche Antwort.

Einige Fotos liefer ich gerne:




Ich vergaß vorhin: Direkt neben der Kumquat während der Winterruhe stand übrigens eine Kalamondino. Der geht es prächtig. Sie hat dicke Blätter und ist voller Früchte...

GrüneVroni hat geschrieben:Citrus und Einsprühen hat nichts miteinander zu tun, weder an den Füssen noch auf den Blättern. Sie wollen in einem gut belüfteten Substrat stehen, das durchdringend gegossen wird, womit der Wurzelballen Wasser bekommt. Luftfeuchtigkeit brauchen sie nicht hoch.

Das mit dem Einsprühen habe ich immer wieder in den Weiten des Internets gelesen: Hohe Luftfeuchtigkeit für die Kumquat, entweder einsprühen oder Schale mit Wasser daneben ..etc., deshalb hat mich das jetzt verwundert (ich bin aber auch kein Experte). Du machst das nicht bzw. rätst ab?


GrüneVroni hat geschrieben:Sinnvoller, da viel aussagekräftiger als die oberflächliche Stochermethode ist übrigens das Beobachten der Pflanze und das Anheben des Topfes zur Einschätzung des Wasserbedarfs.

Ich kann mich gar nicht erinnern, ob/wann ich einmal gerollte Blätter an meiner Kumquat gesehen habe. Beim Gießen kann ich mit Sicherheit noch eine Menge verbessern, deshalb frage ich hier noch einmal nach: Wie gießt Du/ihr: Erst die Pflanze aus dem Topf heben um den Bedarf festzustellen und dann geißen bis das Wasser im Untertopf durchkommt?
Ich gieße etwa zweimal die Woche und habe im Grunde das Gefühl, dass die Pflanze zu wenig Wasser bekommt (mit der Stochermethode). Einmal im Quartal tauche ich alle Pflanzen (bis auf die Kakteen) komplett ein, bis die Blubberei aufhört. Da es bei der Kumquat im Regelfall immer ein wenig blubbert, habe ich den Verdacht, dass die Pflanze zu wenig bekommt...


GrüneVroni hat geschrieben:Stell die Pflanze hell, da sie warm steht. Entferne alles lose, tote Material, damit du siehst, was an der Pflanze tatsächlich noch dran ist. Giesse der Blattmasse und den Umgebungsbedingungen angemessen. Sorge für etwas Konstanz in der Pflege. Deine geschwächte Pflanze würde ich daher auch noch komplett drinnen lassen. Für dauerhaften Draussenaufenthalt ist es eh noch zu früh, die Nachttemperaturen trotz fehlender saisongerechter Temperaturen für Citrus im Allgemeinen zu tief.

Vielen Dank!!

Die Kumquat steht nun - siehe erstes Foto - auf dem Tisch direkt am Fenster. Direkt an ihren alten Platz am Fensterbrett wollte ich sie noch nicht stellen und eine Umgewöhnungszeit gönnen.
Was das tote Material angeht, so tue ich mich etwas schwer. Ja, einige der abgestoßenen Blätter haben bereits braune Stelle. Andere, sogar die Mehrzahl, sind aber durchgehend grün??
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hallo

hier topic21713.html

und hier topic17784.html

kannst du dir auch noch infos holen :wink:
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Ich schließe mich den Tipps von Vroni an (hell und warm stellen und angemessen gießen). Ich will nur noch erwähnen, dass der Topf in seiner Dimension schmal und hoch ist, zumindest erscheint das so auf dem Foto. Ich habe mit Töpfen die so dimensioniert sind eher schlechte Erfahrungen gemacht, auch wenn sie für manche Tiefwurzler passender erscheinen als Töpfe mich üblichen Breite-Höhe-Verhältnissen. Als Langfristmaßnahme würde ich beim Umtopfen im Frühjahr einen (oben) etwas breiteren Topf nehmen.
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its_me hat geschrieben:Das mit dem Einsprühen habe ich immer wieder in den Weiten des Internets gelesen: Hohe Luftfeuchtigkeit für die Kumquat, entweder einsprühen oder Schale mit Wasser daneben ..etc., deshalb hat mich das jetzt verwundert (ich bin aber auch kein Experte).
Das Web ist genauso geduldig wie Papier... :wink: Wie gesagt, Citrus mit ihren festen Blättern brauchen keine hohe Luftfeuchtigkeit.

its_me hat geschrieben:Ich kann mich gar nicht erinnern, ob/wann ich einmal gerollte Blätter an meiner Kumquat gesehen habe.
Du hast Recht, bei Kumquats ist die Veränderung der recht kleinen Blätter nicht so gut zu sehen wie bei Citrus mit grösseren Blättern. Zudem sind sie auch im Normalzustand in der Regel schon etwas «gefaltet». Trotzdem sehe ich bei meiner einen Unterschied, wenn sie durstig ist. Ist aber wohl einfacher zu erkennen, wenn man schon schon seit vielen Jahre Citrus pflegt.

its_me hat geschrieben:Erst die Pflanze aus dem Topf heben ...
Nicht aus dem Topf heben! :wink: Einfach die Pflanze mitsamt Topf anheben und das Gewicht beurteilen.

its_me hat geschrieben:Wie gießt Du/ihr: Erst die Pflanze aus dem Topf heben um den Bedarf festzustellen und dann geißen bis das Wasser im Untertopf durchkommt?
Genau das ist das grundsätzlich richtige Giessverhalten: Bei Bedarf kräftig giessen.* Jedoch bedingt es ein gutes Pflanzsubstrat mit passendem Verhältnis von Belüftung und Wasserrückhaltevermögen. Oft ist dies nicht gegeben, das Substrat bietet zu wenig Sauerstoff und hält das Wasser zu lange. Dann wird's für die Wurzeln heikel, gerade auch bei den eigentlich sehr robusten Citrus, deren Achillesferse aber die Wurzeln sind. Man kann's nicht so recht erkennen auf dem Foto, aber dein Substrat sieht mir recht schwer aus. Du schreibst, dass du sie am Vortag des Fotos gebadet hast (keine Methode, die ich für Citrus empfehlen würde), wodurch es nun pitschnass ist. Ein gutes Substrat wäre aber zumindest oberflächlich bereits wieder trockener. Auch sieht der verfärbte Stammgrund nicht gerade gut, sondern nach anhaltender Nässe in der Vergangenheit aus. Ich schätze, es wäre sinnvoll, im Frühling neu zu topfen mit besserem Substrat.

* Ausnahmesituationen wie kalte Überwinterung bedeuten eine Ausnahme von dieser Regel. Der Wasserbedarf ist dabei so gering, dass da nur kleine Mengen gegeben werden sollten.

Meine kalt überwinterten Citrus werden selten sparsam gegossen (vielleicht einmal im Monat bzw. den effektiven Temperaturen angepasst). Meine Wohnzimmerüberwinterer an der Terrassenfensterfront bei ca. 21 °C bekommen Wasser, wenn sie anfangen zu rollen, und dann so, dass der gesamte Ballen Wasser abbekommt und bis es unten rauskommt. Meine Citrus stehen in einem relativ groben, luftigen Substrat, das innert nützlicher Frist abtrocknet. Bei der vielen Sonne, die wir in diesem «Winter» haben, und der damit schnell ansteigenden Temperatur an der Fensterfront muss ich meist mehr als einmal pro Woche giessen.

its_me hat geschrieben:Die Kumquat steht nun - siehe erstes Foto - auf dem Tisch direkt am Fenster. Direkt an ihren alten Platz am Fensterbrett wollte ich sie noch nicht stellen und eine Umgewöhnungszeit gönnen.
Stell sie unbedingt direkt ans Fenster, sie soll so hell wie für Wohnungsverhältnisse möglich stehen. Da auf dem Tisch ist es schon wieder ein gutes Stück düsterer.

its_me hat geschrieben:Was das tote Material angeht, so tue ich mich etwas schwer. Ja, einige der abgestoßenen Blätter haben bereits braune Stelle. Andere, sogar die Mehrzahl, sind aber durchgehend grün??
Blätter mit brauner Basis können auf jeden Fall weg, ebenso braune Triebe (auf den Fotos tendenziell rechts/rechts oben). Die grünen Blätter und Triebe belassen. Man könnte die Früchte abnehmen, jedoch bewirkt dies nach meiner Erfahrung bei Citrus einen Wachstumsschub. Diesen würde ich aber versuchen hinauszuzögern, bis die Pflanze raus kann und der Austrieb gesund wachsen kann. Das Rausstellen würde ich dann verbinden mit der Neutopfaktion und einem Rückschnitt.

andreas777 hat geschrieben:Ich will nur noch erwähnen, dass der Topf in seiner Dimension schmal und hoch ist, zumindest erscheint das so auf dem Foto. Ich habe mit Töpfen die so dimensioniert sind eher schlechte Erfahrungen gemacht, auch wenn sie für manche Tiefwurzler passender erscheinen als Töpfe mich üblichen Breite-Höhe-Verhältnissen. Als Langfristmaßnahme würde ich beim Umtopfen im Frühjahr einen (oben) etwas breiteren Topf nehmen.
Ich denke, dies sieht nur wegen Objektivverzerrung so ungewöhnlich aus. Ich benutze für Citrus auch solche normalen Töpfe und die stellen kein Problem dar. Ich war im Gegenteil froh, mal einen nicht überdimensionierten Topf zu sehen, wie man hier sonst sehr oft zu Gesicht bekommt. :wink:

LG
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Danke für die vielen und ausführlichen Antworten.

Die verlinkten Beiträge habe ich mir angesehen (und noch so manch andere im Internet). Ich habe den Topf jetzt direkt ans Fenster gestellt, diverse braune Blätter abgezupft und zudem den Topf noch auf kleine Füße gestellt, sodass der Topf nicht direkt auf dem Untertopf steht.

Was den Topf angeht, so glaube ich, dass das eine Sache der Perspektive war. Sicher, das ist kein winziger Kübel, von den Dimensionen her etwa 20cm hoch und oben 20cm Durchmesser. Wobei die Höhe aber nicht vollkommen gefüllt ist. Am Boden ist eine Schicht Blähton und ein Gitternetz, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen können. Das Substrat ist eine Mischung aus der Dehner'schen Zitruserde mit einigen Handvoll Sand. Könnte vermutlich leichter sein, sprich mehr als nur eine Handvoll Sand? Richtig ist auch, dass nach der Badeaktion die Oberfläche noch nicht trocken ist...

Ist es zu empfehlen, dass ich jetzt die braunen Triebe abschneide? Ich frage, weil die Pflanze offensichtlich geschwächt ist und ein Schnitt (ggf. auch zu dieser Jahreszeit?) doch bestimmt zusätzliche Energie kosten wird? Reine Vermutung allerdings, sicher bin ich mir nicht.

Einmal pro Monat gießen bei kalter Überwinterung? Uff... ich sehe, da lief definitiv was falsch bei mir. Dass die "kühlen" 17-18 Grad für die Pflanze zu warm - zumindest für eine kalte Überwinterung - waren, das habe ich ja schon gelernt. Gegossen hatte ich nach der Stochermethode und da war das Zeug wirklich knochentrocken, sodass ich mich über die hängenden Blätter nicht gewundert hatte. Schien aber doch ein anderen Grund gegeben zu haben.

Der nächste Winter ist noch fern, doch eine kalte Überwinterung stelle ich mir dann sehr schwierig vor. Richtig kalt wird es in der Wohnung nicht und selbst im Keller wäre es vermutlich zu warm.. und zu zugig... und zu düster...?
Vroni, ich vermute, Du hast einen speziellen Platz zur Überwinterung außerhalb der Wohnung oder wie machst Du das?

Nun, derzeit ist das Substrat definitiv nass nach dem Tauchen. Über das Gießen brauche ich mir deshalb derzeit keine Gedanken machen. Jetzt steht das Pflänzchen direkt am Ostfenster, hat es zimmerwarm und ich hoffe, es erholt sich. Das mit dem richtig-gießen wird aber noch eine Herausforderung!
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its_me hat geschrieben:Das Substrat ist eine Mischung aus der Dehner'schen Zitruserde ...
Die hab ich mir eben kurz angesehen. Leider finde ich keine Zusammensetzung, aber wenn ich vorne drauf als Prädikat «feine Struktur» lese, woraus «wasserspeichernd» quasi automatisch folgt, dann bin ich nicht begeistert. Mag im Sommer gut funktionieren und die Giesshäufigkeit etwas reduzieren, aber in der schwierigen Jahreszeit wird's umso schwieriger. Inwiefern Vulkangesteinsmehl gegen Staunässe wirken soll, erschliesst sich mir nicht.

its_me hat geschrieben:... mit einigen Handvoll Sand. Könnte vermutlich leichter sein, sprich mehr als nur eine Handvoll Sand?
Sand ist heikel und verbessert ein Substrat nicht. Je feiner, umso mehr werden die Lücken zwischen den Substratteilen zugesetzt, der Raum für den notwendigen Sauerstoff besetzt. Sinnvoller ist poröses, grobes Mineralsubstrat.

Hier hatte ich mal das Substrat gezeigt, welches ich für meine Citrus und die meisten Tropenpflanzen verwende und gut damit fahre.

its_me hat geschrieben:Ist es zu empfehlen, dass ich jetzt die braunen Triebe abschneide? Ich frage, weil die Pflanze offensichtlich geschwächt ist und ein Schnitt (ggf. auch zu dieser Jahreszeit?) doch bestimmt zusätzliche Energie kosten wird?
Totes Material kannst du jetzt entfernen, das beeinflusst die Pflanze nicht weiter. Mit dem richtigen Schnitt würde ich aber wie gesagt noch bis zum Frühling warten, damit die Umgebungsbedingungen möglichst gut sind für ein kraftvolles Durchstarten. So schlecht geht es der Pflanze nämlich zum Glück nicht. Ich denke, wenn sie jetzt Licht bekommt und gut gegossen wird (kein Baden und kein «Sprühgiessen»!), wird sie sich gut erholen.

its_me hat geschrieben:Einmal pro Monat gießen bei kalter Überwinterung? Uff... ich sehe, da lief definitiv was falsch bei mir. (...) ich vermute, Du hast einen speziellen Platz zur Überwinterung außerhalb der Wohnung oder wie machst Du das?
«Kalt» bedeutet, dass bei 5 °C die Frostwächter anspringen. :wink: Meine Kaltüberwinterer stehen auf der Dachterrasse. Früher habe ich Überwinterungszelte benutzt, aktuell ist es ein mit Plane verhüllter Pavillon, welcher frostfrei gehalten wird.

Hey, viel Erfolg mit deiner Kumquat, das wird schon wieder! :)

LG
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its_me hat geschrieben:...20cm hoch und oben 20cm Durchmesser...

Das passt. Ich dachte anhand des Fotos dass wäre eher 30/20.
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Danke für eure Antworten, dann bin ich beruhigt was den Topf angeht. Ans Abschneiden der toten Teile mache ich mich heute, aber ich befürchte, dass das eine ganze Menge Äste sein werden.

Wenn kalt = 5 Grad ist, dann brauche ich mich nicht mehr wundern... :(

Ich habe nach der Packung der Citruserde gesucht, doch die habe ich nicht mehr. Leider kann ich also auch nicht mehr sagen, was da genau gemischt wurde. Trocken ist das Substrat nach dem Tauchen an der Oberfläche auch heute noch nicht, hoffentlich kommt da nicht das nächste Problem auf die Pflanze zu...
Für das Umtopfen (später einmal), hätte ich noch Gartenkompost aus Eigenproduktion, wie locker der aber ist ... keine Ahnung?

Ich gebe ja zu, ich beäuge meine Kumquat jetzt besondes kritisch und mache mir so meine Gedanken. Würde eine Pflanzenlampe jetzt Sinn machen? Spätestens beim nächsten Überwintern, was wohl nur warm erfolgen kann, würde ich vermutlich eine brauchen?
Die hunderttausende Treffer bei Amazon waren zum Thema Pflanzenlampe nicht gerade hilfreich, da scheint mir viel billiger Schrott dabei zu sein. Habt ihr eine Empfehlung, d.h. falls ich bereits jetzt über den Kauf einer solchen Lampe nachdenken sollte?

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