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Sommerliches Freiluftvergnügen der mediterranen Art
Viele Menschen verbringen die schönsten Wochen des Jahres - ihren Urlaub - gerne in südlichen Gefilden. Während der Blick entspannt über die bezaubernde Landschaft schweift, genießt die Nase den würzigen Duft der Kräuter. Und manch einer wünscht sich beim Betrachten der Zypressen, Lavendelbüsche und üppig blühenden Oleander- und Zitronenbäume: „So einen Garten hätte ich auch gerne zu Hause". Ja, warum eigentlich nicht auch im Alltag an duftenden mediterranen Kräutern und Pflanzen schnuppern? Mit professioneller Planung lässt sich auch ein mitteleuropäischer Hausgarten in ein blühendes und duftendes, mediterranes Paradies verwandeln. Denn vieles, was im Mittelmeerraum wächst, lässt sich durchaus auch in unseren Breitengraden gedeihlich realisieren.
Allerdings ist eine gute Vorbereitung wichtig. Ein häufiger Anfängerfehler ist Ungeduld: Alles sofort und zwar so, dass es aussieht, als wäre es schon jahrelang hier gewachsen. Es wird einfach wild drauflos und durcheinander gepflanzt, ohne auf den richtigen Standort zu achten. Das kann teuer werden und ist vor allem sehr frustrierend, wenn die Pflanzen bereits nach kurzer Zeit schlapp machen. Fachmännische Hilfe bieten hier die Landschaftsgärtner. Sie haben das nötige Fachwissen und die Erfahrung, um einen mediterranen Garten zu planen, anzulegen und bei der Auswahl der richtigen Pflanzen und Kräuter zu beraten. OK, nicht alles, was man sich vorstellt und wünscht, lässt sich auch realisieren, aber vieles.
Die warmen Töne des Mittelmeeres
Da trotz Klimaveränderungen und wärmeren Durchschnittstemperaturen nicht alle mediterranen Pflanzen die deutschen Winter im Garten überstehen würden, werden sie in große Kübel gepflanzt und lassen sich so individuell im Garten oder auf der Terrasse platzieren. Überwintern können sie dann entweder im eigenen Wintergarten oder bei einem entsprechenden Dienstleister. Viele Landschaftsgärtner bieten einen Rundumsorglos-Service an: Sie holen im Spätherbst vor den ersten Nachtfrösten die schweren Pflanzkübel ab und im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, bekommt man die Pflanzen bestens gepflegt zurück. Damit neben den Kübelpflanzen noch genügend Platz zum Sitzen bleibt, könnte es sich im Laufe der Zeit lohnen, die Terrasse nach Bedarf erweitern zu lassen. Wenn sich erst einmal kleine Terrakottatöpfe mit Sukkulenten und Hauswurzsorten neben größere Gefäße mit Oleander, Hibiskus und Co. gesellen, stellt sich das Urlaubsgefühl ganz von alleine ein.
Majoran und Thymian
Ein mediterraner Garten lebt durch die harmonische Zusammenstellung der Pflanzen und die verwendeten Materialien Naturstein und Holz sowie den aromatischen Duft und Geschmack der unterschiedlichsten Pflanzen. Sinnvoll ist es, die Gewürzpflanzen nahe beim Haus oder in Griffnähe zum „Herd des Sommers", dem Grillplatz, anzupflanzen. Hier lässt sich an die Anlage einer Kräuterspirale denken. Eine Kräuterspirale ist wie ein Beet, das spiralförmig in die Höhe wächst und verschiedene Klimazonen - von feucht bis trocken - hat. Die Seitenwände werden mit Steinen befestigt, die gleichzeitig die Wärme speichern. Durch die besondere Bauweise können Kräuter mit unterschiedlichsten Standortansprüchen auf kleinstem Raum nebeneinander gepflanzt werden. Ist erst einmal der richtige Standort gefunden, an dem sich sowohl die sonnenhungrigen als auch die Schatten- und Halbschatten liebenden Kräuter wohlfühlen, dann beginnt die eigentliche Arbeit. Zunächst muss die Größe der Spirale festgelegt werden, dann werden große Berge Erde und Steine bewegt. Mit Schaufel und Hacke sicherlich ein mühseliges Unterfangen für den Hobbygärtner, für den Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau aber kein Problem: Mit Spezialgeräten und einem kleinen Bagger ist die Arbeit innerhalb kurzer Zeit erledigt.
Wichtig ist natürlich, vor allem Kräuter anzupflanzen, die in der eigenen Küche Verwendung finden. Neben mediterranen Kräutern wie beispielsweise Rosmarin, Majoran oder auch Lavendel und Thymian, die eher trockene und nährstoffarme Böden bevorzugen, bieten sich auch Kapuzinerkresse, Schnittlauch, Dill und Estragon an.
Aus dem Versteck geholt
Manche Gärten haben ungenutzte und zum Teil ganz versteckte Winkel, die nur darauf warten, aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Es lohnt sich genau hinzuschauen: Bietet sich die alte Natursteinmauer mit dem wilden Wein im Garten nicht für einen zweiten mediterran gestalteten Sitzplatz an? Wie wäre es mit einem geschwungenen Weg aus Natursteinplatten - umrahmt von Lavendelpflanzen als duftende Wegbegleiter? Herrlich, beim Genuss eines Latte macchiato dem zarten Plätschern eines kleinen Wasserspiels zu lauschen. Das muss kein Traum bleiben, denn für die Umsetzung dieser und anderer Garten-Wünsche ist der Landschaftsgärtner genau der richtige Ansprechpartner.
BGL
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