Kein Glück (oder keine Ahnung) mit Usambaraveilchen

 
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Däumelinchen79

Hallo zusammen,

ich bin am Verzweifeln. Obwohl ich Pflanzen sehr mag, habe ich offensichtlich keinen grünen Daumen. Ich kriege so ziemlich alles kaputt. Obwohl ich mich immer schön belese (z.B. in Foren wie diesem), geht es jedes Mal wieder schief. Besonders schlimm ist es mit den Usambaraveilchen. Davon hab ich bestimmt schon 10 gekillt.

Jetzt ist es wieder passiert. Vor etwa drei Monaten habe ich ein solches Pflänzchen von meiner Nachbarin bekommen. Nicht sehr groß, hat aber hübsch violett geblüht. Diesmal - dachte ich - machst du alles richtig! Doch heute hatte ich plötzlich alle Blätter in der Hand. Abgefault, wie immer. Ich war richtig sauer auf mich selbst. Vielleicht könnt ihr mir helfen, damit ich es das nächste Mal besser machen kann.

Folgendermaßen hatte ich es versorgt:
Es stand am Küchenfenster (SW-Seite) bei Zimmertemperatur (ca. 22 °C). Die Nachmittagssonne ist zumindest im Sommer sehr intensiv, zeitweilig habe ich den Topf dann etwas zur Seite genommen, obwohl er durch die geringe Größe die Sonne gar nicht so direkt abbekommen hat. Gegossen hab ich auf Anraten meiner Mutter, die sich mit Pflanzen super auskennt (bei ihr blüht und gedeiht alles), sehr sparsam. Das heißt, 1x pro Woche ein wenig zimmerwarmes Regenwasser in den Übertopf, der auch nicht zu knapp bemessen war. Dazu alle zwei Wochen etwas Dünger. In den Übertopf habe ich vorher ein paar kleine Steinchen gelegt, damit die Pflanze keine nassen Füße bekommt. Das Veilchen verlor zwar nach und nach die Blüten (die trockenen hab ich immer schön vorsichtig entfernt), doch die Blätter sahen einwandfrei aus. Und das bis heute. Die Erde fühlte sich immer etwas trocken an, doch ich hab trotzdem nicht mehr gegossen als sonst, da ich es mit den letzten Exemplaren offenbar zu gut gemeint hab.

Trotzdem ist es vom Strunk her (oder wie nennt man das, direkt über der Wurzel?) abgefault. Die einzelnen Blätter waren am Stielansatz auch braun, sahen aber ansonsten schön grün aus, so dass ich das die ganze Zeit nicht bemerkt hab. Jetzt hab ich testweise den Finger in die Erde gebohrt, sie ist oberflächlich echt trocken, etwa in der Hälfte des Topfes merke ich, dass sie feucht ist, aber nicht richtig nass.

Was also mach ich falsch? Wie bekomme ich die Wasserzufuhr richtig dosiert, wenn ich dem Veilchen nicht ansehe, dass es krank ist? Vielleicht ist auch der Standort falsch? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, und freue mich über jeden Rat.
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firemouse

Versteh ich das recht, Du hattest Steine im Übertopf, und darauf den Innentopf stehen, und hast nur "von unten" gegossen? Dann hatte Dein Usambaraveilchen doch die ganze Zeit Staunässe. Es ist ja immer nur ans Wasser gekommen, wenn das über die Steine an den Innentopf gereicht hat, und ansonsten stand immer ein Rest Wasser im Übertopf (der dann bestimmt zu gammeln angefangen hat).

Von oben war die Erde dann natürlich trocken, aber von unten die ganze Zeit nass.
Bei fast allen Pflanzen ist es eigentlich das Wichtigste, nach dem Gießen zu kontrollieren ob Wasser im Übertopf steht und dieses dann ggf. wegzukippen. Nasse Füße können nur richtige Sumpfpflanzen ab.

Edit: sorry, ich Stoffel... herzlich willkommen auch von mir!
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Hobby_Gaertner

Erstmal herzlich willkommen Däumelinchen.

Ich kann firemouse leider nur zustimmen. Das hört sich für mich ganz klar nach übergossen an.
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Scrooge

Ob übergossen oder nicht, ich denke auch, man sollte Usambaraveilchen immer auf einem Untersetzer stehen haben, nicht in einem Übertopf - dann von unten gießen, und nach 'ner halben Stunde das restliche Wasser wegkippen.


Würde mich interessieren, ob Usambaraveilchen aus dem Handel auch - wie so viele andere Pflanzen - deutlich zu tief getopft sind, und wie sich das ggfs. auf die Überlebenschancen auswirkt.
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Däumelinchen79

Danke für die nette Begrüßung im Forum und danke für eure Tipps. Beim nächsten Mal werde ich die Vorschläge beherzigen: Untersetzer statt Übertopf nehmen und Restwasser wegkippen. Mal schauen, ob es klappt.

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