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Bizarre Form und malerisches Blattwerk
Jatropha podagrica
Sollten Sie das unbändige Verlangen verspüren, Ihrer Wohnungseinrichtung mal wieder einen neuen optischen Impuls zu verleihen, können Sie natürlich die nächste Galerie stürmen, um ein Kunstwerk zu erstehen oder Sie stöbern in Einrichtungsgeschäften nach ausgefallenen Accessoires. Eine Alternative, die Sie sich nicht entgehen lassen dürfen, ist der Besuch eines Floristenfachgeschäftes oder eines Gartencenters. Hier werden Sie feststellen, dass es Pflanzen gibt, die es mit ihren bizarren Wuchsformen durchaus mit der Ästhetik einer Skulptur aufnehmen können.
Jatropha podagrica, die Flaschenpflanze, gehört zu diesen eigenwilligen "grünen Darstellern". Diese sukkulente Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) stammt aus Guatemala und Panama und besitzt einen dicken flaschenförmigen Stamm. Dieser Körper ist in der Jugend braun, später eher grau, ziemlich rissig und kann bis zu einem halben Meter hoch werden. An seiner Spitze erscheinen im Frühjahr bis zu sechs große, drei- bis fünflappige Blätter. Im Mai/Juni schieben sich lange Stiele aus der Knolle, an deren Spitzen leuchtend rote, auffällig verzweigte Blütenstände stehen. Im späten Herbst verliert Jatropha ein Blatt nach dem andern. Der keulig verdickte Stamm zeigt, dass die Pflanze Trockenruhezeiten gewöhnt ist und sie fühlt sich auch weiterhin in normal temperierten Räumen wohl. Im Winter brauchen Sie die Flaschenpflanze höchstens alle zehn Tage ein wenig zu gießen. Erst ab März sollten die Wassergaben allmählich gesteigert werden und alle drei Wochen können Sie mit Kakteendünger das Wachstum anregen. Jatropha fühlt sich an einem hellen Standort, ohne direkte Sonne während der Mittagsstunden, ganz besonders wohl.
Jatropha podagrica passen hervorragend sowohl zu einem von Ethno inspirierten Einrichtungsstil mit Stammesmasken, farbenprächtigen Stoffen, Tierfelldecken und rauen Strukturen, als auch zu einem bäuerlich-ländlichen Ambiente mit viel Holz, offenem Kamin und gekalkten Wänden.
Tradescantia
Wer sich zu wild wucherndem, malerischem Blattwerk hingezogen fühlt, der sollte sein Augenmerk auf Tradescantien richten. Seit über 100 Jahren weiß man um die Qualitäten dieser Pflanzen, die seit dieser Zeit viele volkstümliche Namen erhielten, wie z.B. Ampelkraut, Ampelhexe oder Judenkraut. Die Tradescantien haben hängende oder niederliegende Triebe mit meist spitz-eirunden, längsgeäderten, häufig sehr saftreichen Blättern, die sich tütenförmig um die Blattknoten legen. Die Pflanzen werden immer gleichmäßig feucht gehalten und in den Sommermonaten etwa alle 14 Tage gedüngt.
Für interessante Muster sorgen buntblättrige Varietäten mit auffälligen Blattadern in Creme oder Pink, mit grün oder gelb gefleckten Blättern, mit weißen Blatträndern, mit Tupfen, frischen und frechen Streifen oder gewellten Formen. Viele Tradescantien breiten sich in alle Richtungen aus. Aus einer Ampel hängen sie herab, sie kriechen aber auch bereitwillig über ein Regal. Da sie überaus genügsam sind, eignen sich diese Pflanzen für nahezu jeden Standort. Die panaschierten Varietäten sollten allerdings möglichst hell stehen, damit ihre Farbintensität erhalten bleibt.
Quelle: BBH
Diskussion
Ich liebe Tradescantien über alles.
Besonders die Tradescantia pallida "puple heart" hat es mir angetan und sie wächst bei mir an jeder Ecke der Wohnung und im Sommer auch im Garten.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine rotblättrige Art mit hübschen weißen bzw rosa Blüten.
Wie soviele meiner Pflanzen hab ich sie mir vor Jahren importiert aber es gibt sie natürlich überall zu kaufen
Man kann sie wunderbar einfach vermehren: ein Stück abknicken und in Wasser oder Erde stecken - fertig!
Sie lieben die Sonne denn dadurch kommt ihre intensive Blattfärbung erst Zustande.Im Winterquartier sind sie oft etwas blasser, was sich aber sofort ändert wenn die Sonne höher steht.
Ich habe sie zur Unterpflanzung von meinem Zylinderputzer gewählt und die beiden harmonieren jetzt seit Jahren hervorragend.
Übrigens nennt man die Tradescantia auch Dreimasterblume - hab ich mir sagen lassen
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