Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

 
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Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 10.06.2007 - 14:37 Uhr  ·  #1
Hallo an alle Experten,
ich bin heute durch Zufall auf dieses Forum gestossen und brauche Hilfe bei einem sehr lästigen Problem: In meinem Garten habe ich tausende von Gartenlaubkäfern. Diese Viecher fressen mir meine gesamten Rosenknospen und auch Blüten ab. Nicht einmal meine Laufenten kommen gegen diese Invasion an. Die Käfer sitzen leider zum Teil außer Reichweite meiner Langhälse. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit diese Viecher wieder loszuwerden.

Eine ziemlich ratlose Laufentenbesitzerin
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 10.06.2007 - 17:17 Uhr  ·  #2
Gartenlaubkäferlarven sind vor allem im Rasen ein in den letzten Jahren vermehrt auftretender Schädling.
Aber vor Staudenbeeten machen sie natürlich nicht halt.

Nemathoden gegen diese "Engerlinge" sind ratsam, denn nur mit Chemie bekommt man sie nicht 100%ig weg.

Hier mal was aus dem Internet kopiert:
(ich weiß aber nicht mehr von welcher Seite es ist - hab ich zu Hause nur mal in Word koppiert und für Notfälle zum Nachlesen aufbewahrt.
Vieleicht folgen noch Links zu speziellen "Gartenlaubkäferseiten"

"....Der Gartenlaubkäfer ist der wichtigste Rasenschädling aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeide), wozu auch Maikäfer, Junikäfer und Dungkäfer gehören. Die Hauptfraßschäden des Gartenlaubkäfers treten von Ende Juli bis Mitte Oktober auf. Im jährlichen Lebenszyklus entwickelt der Käfer in der Regel eine Generation.
Gartenlaubkäfer sind 8 - 12 mm groß, mit dunkelgrünem, fast schwarze metallisch glänzendem Halsschild und rotbraunen, behaarten Flügeldecken. Der adulte Käfer lebt 3 - 38 Tage. Die Flugzeit der Käfer ist von Ende Mai bis Anfang Juli.
Lebenszyklus:
Vom Ei bis zum ausgewachsenen Käfer werden drei Larvenstadien und ein Puppen-stadium durchlaufen. Die Käfer kommen meist im Mai/Juni, nachts aus dem Boden. Die Weibchen werden sofort auf dem Rasen begattet. Danach kriecht das Weibchen
5 - 16 cm tief in den Boden zurück und legt noch am gleichen Ort rund 80 % seiner insgesamt 30 - 40 Eier die es legen kann. Nach dem Flug und Reifefraß des Weib-chens, Gartenlaubkäfer ernähren sich vom Laub verschiedener Bäume und Sträucher, erfolgt die zweite Eiablage auf geeigneten Rasenflächen im Umkreis von bis zu vier km.
Rund drei Wochen später schlüpfen die Larven. Erst die Larven des 2. und 3. Larvenstadiums fressen an den Graswurzeln. Durch das Abfressen der Wurzeln treten an den Gräsern i. d. R. Sekundärschäden durch Wassermangel auf.
Die Larven des 3. Stadiums leben direkt unter der Grasnarbe. Sie sind begehrte und leichte Beute für Vögel, Dachse, Wildschweine, Maulwürfe, und andere. Bei der Suche nach den Larven kann die Rasennarbe erheblich zerstört werden.
Ab Mitte Oktober wandern dann die Larven in tiefere Bodenschichten (bis zu 40 cm tief). Die Verpuppung erfolgt im April und dauert ca. 4 Wochen.
Abbildung: Lebenszyklus des Gartenlaubkäfers Phyllopertha horticola. Eine Bekämpfung mit nema~green kann ab Mitte Juli bis Ende September erfolgen.
Eiablage:
Der Gartenlaubkäfer bevorzugt zur Eiablage sandige Böden und sucht sich trockene und sonnige Lagen mit Laubbäumen oder Sträuchern in der Nähe. Er bevorzugt etwas lückige Rasennarben. Diese haben eine höhere Temperaturabstrahlung des Bodens, durch die die weiblichen Käfer anscheinend u.a. bei der Suche nach einer geeigneten Stelle geleitet werden. Dichte Rasennarben mit höherem Bewuchs hemmen dagegen die Eiablage der Weibchen.
Vorbeugungsmaßnahmen:
· Eine geschlossene, dichte Rasennarbe durch gute Nährstoff- und Wasserversorgung sowie optimaler Pflege erhalten.
· Zum Zeitpunkt des Käferfluges den Rasen nicht tief schneiden, sondern eher etwas höher mähen. Das reduziert das Larvenauftreten um 40 - 70 %!
· Zum Zeitpunkt des Käferfluges lückige Narben gezielt bewässern um die Flächen abzukühlen.
Damit ist sogar eine teilweise Umleitung der Käferweibchen auf andere, weniger spielbeeinflussende und besser zur Bekämpfung geeignete Eiablageplätze möglich.

Bekämpfung:
Eine Bekämpfung der Larven wird wirtschaftlich sinnvoll ab ca. 100 Larven / qm. Der Befall kann mit einem Lochbohrer ermittelt werden. Eine Larve je Bohrkern entspricht 100 Larven / qm und damit genau der Bekämpfungsschwelle.
Eine mechanische Bekämpfung ist schwierig. Allerdings reagieren die jungen Larven (Juli / August) empfindlich auf Störungen durch striegeln.
Chemische Mittel sind nur begrenzt einsetzbar (Zulassungssituation). Sie weisen meist nur eine geringe Wirkung auf.
Einige Erfolge wurden in letzter Zeit durch den Einsatz von natürlichen Feinden der Käferlarven erzielt. Besonders entomopathogene Nematoden, insbesondere von Heterorhabditis bacteriophora, sind bereits im Handel erhältlich. Diese Nematoden beherbergen in Symbiose Bakterien der Gattung Photorabdus. Nach dem Eindringen der Nematode durch natürliche Öffnungen (Mund, After) in die Käferlarve, werden die Bakterien abgegeben.
Nach ca. drei Tagen stirbt die Larve ab. Erst danach kann sich die Nematode selbst vermehren, da sie von den Bakterien und deren Abbauprodukten lebt. In zwei Wochen ist der Wirt "verbraucht". Bis zu 300.000 Nematoden-Dauerlarven suchen, wenn der Boden feucht genug ist, aktiv neue Larven des Gartenlaubkäfers.
Versuche haben gezeigt, dass die Dauerlarven mehrere Jahre im Boden überdauern können.
Die Nematoden werden meist mit der Spritze ausgebracht. Sie sind anschließend einzuregnen. Nach der Ausbringung ist der Boden mindestens 2 Wochen lang gut feucht zu halten, da die Nematoden zum wandern einen Wasserfilm benötigen.
H. nematophora ist nicht hitzestabil, benötigt aber mindestens 12° C.
Da die symbiontischen Bakterien nicht UV stabil sind, sollten die Nematoden vor-zugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden ausgebracht werden, wenn gleichzeitig die Lichtintensität geringer ist. Die besten Erfolge erzielt man aber wenn die Nematoden direkt in den Boden gebracht werden. Versuche haben gezeigt, dass eine Ausbringmenge von 500.000 Nematoden / qm als ausreichend ist.
Zur Ermittlung der Schadensschwelle muss der Rasen im Juli und August beprobt werden. Dies ist gleichzeitig der beste Bekämpfungszeitpunkt, da die Larven noch jung sind. Je älter sie werden, umso schwieriger wird ihre Bekämpfung.
Eine gute Beobachtung der für die Käfer potentiell attraktiven und damit besonders gefährdeten Stellen ist zu diesem Zeitpunkt angeraten.
Anläßlich eines Vortrages auf der Fairway 2003 berichtete Dr. G. Lung von erfolg-reichen Versuchen mit einer Kombination aus chemischer Behandlung und anschließendem Nematodeneinsatz.
1. Behandlung mit 150 g Confidor WG, dem einzigen derzeit für den Einsatz im
Rasen genehmigten Insektizid (§ 18 b Genehmigung ist zu beantragen!).
· Verschlechtert den "guten" Geschmack der Larven. So geringere Schäden durch Krähen oder andere Tiere.
· Lähmt und schwächt die Larven und hilft den Nematoden in ihre Opfer einzudringen.
· Die Nematodenwirkung wird effizienter und ihre Menge kann reduziert werden.
2. Wenig später Applikation der Nematoden von H. bacteriophora entweder mit einer Spritze auf die Rasenfläche, wobei anschließend gut eingeregnet werden muss oder direkt in den Boden einbringen, mittels verschiedener Technik wie HydroJect, etc.
· Die wichtigen nicht UV stabilen Bakterien überleben besser.
· Die notwendige Nematodenmenge kann so reduziert werden.
............"


Ich hoffe du kannst was damit anfangen
mfg baki

ach noch was, was man zu Confidor(Wirkstoff: Imidacloprid)wissen sollte:
http://green-24.de/forum/ftopi…prid#64791
Azubi
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 14.02.2009 - 09:31 Uhr  ·  #3
@Baki...........danke für die ausführliche Antwort! Wo bekomme ich die Nemadoten und kann ich ende März schon damit anfangen?! Fressen die auch die Dickmaulrüssler vom Lorbeer?!
Schönen Tag noch wünscht dir das Mutschekiepschen
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 14.02.2009 - 10:07 Uhr  ·  #4
Ende März?
ich denke das solltest du machen, wenn es wärmer wird / die Larven aktiv sind - ab Juli sind die Dinger wohl am besten einsetzbar

schau mal hier nach Nematoden, dort kann man sie kaufen http://www.e-nema.de/

ob die Nematoden auch die Larven der Dickmaulrüssler fressen weiß ich nicht, musst du mal bei e-nema schauen oder im www
so genau kenne ich mich auch nicht damit aus
Pflanzendoktor*in
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 14.02.2009 - 19:56 Uhr  ·  #5
Pflanzendoktor*in
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 05.06.2010 - 18:48 Uhr  ·  #6
Im übrigen ist in England ein Mittel zugelassen, das den Wirkstoff Imidacloprid Wirkstoffgehalt 5% hat:
Provado®
Lawn Grub


auch in Österreich gibt es auf der Basis von Imidacloprid Wirkstoffgehalt 5% ein Mittel
Gazon-Insect bzw. Gazon insektizid

In Deutschland wird die Zulassung erwartet, kann aber wohl noch 1-2 Jahr Dauern
Obergärtner*in
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 06.06.2010 - 10:37 Uhr  ·  #7
Bei uns im Garten fliegen derzeit auch tausende von den Viechern.
Die Nematoden in dem oben genannten Shop sind aber ganz schön teuer, wenn man eine befallene Fläche von ca 400m² zu behandeln hat...
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 06.06.2010 - 10:41 Uhr  ·  #8
Wir sammeln seit vorgestern ... ich kann sie eh nicht loswerden, da vor unserem Garten eine gemeindeeigene Freifläche liegt und die Viecher dort zu Hunderten schwärmen ... die Kinder haben schon einen 1-kg-Joghurt-Becher gefüllt
Obergärtner*in
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 06.06.2010 - 19:06 Uhr  ·  #9
...und damit dezimiert Ihr sie? Habt Ihr das schon mal gemacht, oder ist das gerade ein Pilotprojekt?

Ich meine gelesen zu haben, dass die Weibchen ihre Eier direkt nach der Begattung beim Aufsteigen ablegen...
Ist zumindest ein Ansatz, den ich mir merken werde!
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Re: Hilfe gegen Gartenlaubkäfer

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Gepostet: 06.06.2010 - 20:44 Uhr  ·  #10
Ich hoffe mal, daß wir sie - zumindest im Garten - ein wenig eindämmen können @el-largo ... ja, Du hast Recht, das ist ein Pilotprojekt - wir hatten noch nie so viele im Garten.

Auf der anderen Seite haben wir hier in der Siedlung jede Menge der Engerling-fressenden Vogelarten und ich hoffe doch, daß diese die Plage ein wenig unter Kontrolle bekommen. Ich weiß jetzt eigentlich auch net auswendig, ob z.B. Mauersegler fliegende Gartenlaubkäfer fangen und fressen, aber kurioserweise fliegen die seit Freitag relativ tief - auch in unserem Garten - und das, obwohl ja ein Hochdruckgebiet war und die anderen fliegenden Insekten wesentlich höher zu finden sind

Wir haben auf alle Fälle heute morgen nochmal einen halben Eimer voll gefangen ... naja, abwarten und Tee trinken ... wie gesagt, richtig was dagegen tun kann ich eh net, dann müßte schon die Gemeinde die Wiese vor dem Garten entfernen ...
Azubi
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gartenlaubkäferfallen

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Gepostet: 17.06.2013 - 11:42 Uhr  ·  #11
habe es gibt auch Gartenlaubkäferfallen... mit natürlichen Lockstoffen in denen sie ertrinken. Könnte man bestimmt auch selber bauen. Ansonsten könnte man sich auch ein paar Hühner in den Garten setzen... Vllt mal Nachbars hühner ausleihen Nach dem nächsten Regen sind deren Hinterlassenschaften weg... die der käfer nicht.
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die hab ich grade von einer einzigen 20cm hohen himbeerpflanze abgesammelt
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Worum geht es hier?
Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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