Gerbera - Afrikanische Aster - Eine Blume aus Afrika

Autor: Frank   
Veröffentlicht: 02.01.2009 - 06:59 Uhr
 
 
Bildquelle: gerbera.jpg
Auf den Spuren der Gerbera

Zwischen Deutschland und Südafrika

Begeisterung steckt an, sogar über Kontinente hinweg, auch wenn es um scheinbar so alltägliche Pflanzen wie die Gerbera geht. Von West- nach Ostdeutschland, in die Schweiz, nach Russland, in die Niederlande, nach England und vor allem nach Südafrika spinnen sich die Fäden einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit.

Warum heißt die Gerbera Gerbera?
Begonnen hat alles mit der schlichten Frage: Warum heißt die Gerbera eigentlich Gerbera? Selbst erfahrene Züchter zuckten die Achseln. Peter Ambrosius, Gerberazüchter aus Marbach/Neckar und vernarrt in die Blume, ließ diese Frage nicht los. Er machte sich auf die Suche, nicht ohne Menschen, denen er dabei begegnete, mit der Gerbera-Begeisterung anzustecken. Sichtbarer Ausdruck des Engagements sind zwei Vereine, die beide im vergangenen Jahr gegründet wurden: In Deutschland die Traugott-Gerber-Gesellschaft, benannt nach dem Namenspatron der Gerbera, und in Südafrika "The Gerbera Association South Africa".

Verbreitung
In der Natur gibt es ca. 30 Arten der Gerbera, zu diesen kommen noch einmal viele Hybridzüchtungen. Die bekanntesten Arten:

Gerbera aberdarica
Gerbera abyssinica
Gerbera ambigua
Gerbera anandria
Gerbera anandria var. anandria
Gerbera anandria var. densiloba
Gerbera anandria var. integripetala
Gerberia anadria var. bonatiana
Gerbera aspleniifolia
Gerbera aurantiaca
Gerbera bojeri
Gerbera bonatiana
Gerbera bracteata
Gerbera brevipes
Gerbera burchellii
Gerbera burmanni
Gerbera candollei
Gerbera cavaleriei
Gerbera chilensis
Gerbera cineraria
Gerbera connata
Gerbera conrathii
Gerbera cordata
Gerbera coronopifolia
Gerbera curvisquama
Gerbera delavayi
Gerbera discolor
Gerbera diversifolia
Gerbera elegans
Gerbera elliptica
Gerbera emirnensis
Gerbera ferruginea
Gerbera flava
Gerbera galpinii
Gerbera glandulosa
Gerbera henryi
Gerbera hieracioides
Gerbera hirsuta
Gerbera hypochaeridoides
Gerbera integralis
Gerbera integripetala
Gerbera jamesonii
Gerbera knorringiana
Gerbera kokanica
Gerbera kraussii
Gerbera kunzeana
Gerbera lacei
Gerbera lagascae
Gerbera lanuginosa
Gerbera lasiopus
Gerbera latiligulata
Gerbera leandrii
Gerbera leiocarpa
Gerbera leucothrix
Gerbera lijiangensis
Gerbera lynchii
Gerbera macrocephala
Gerbera nepalensis
Gerbera nervosa
Gerbera nivea
Gerbera parva
Gerbera peregrina
Gerbera perrieri
Gerbera petasitifolia
Gerbera piloselloides
Gerbera plantaginea
Gerbera plicata
Gerbera podophylla
Gerbera pterodonta
Gerbera pulvinata
Gerbera pumila
Gerbera randii
Gerbera raphanifolia
Gerbera ruficoma
Gerbera saxatilis
Gerbera semifloscularis
Gerbera serotina
Gerbera speciosa
Gerbera tanantii
Gerbera tomentosa
Gerbera tuberosa
Gerbera uncinata
Gerbera viridifolia
Gerbera welwitschii
Gerbera wrightii


Bilder verschiedener Gerbera - Sorten

Namenspatron Traugott Gerber
Die Traugott-Gerber-Gesellschaft hat ihren Sitz in Zodel/ Oberlausitz, wo der Arzt und Botaniker 1710 geboren wurde. Ein kleines Museum fasst hier Dokumente, Objekte und Informationen zusammen, die seit Beginn der Gerbera-Suche vor rund 15 Jahren zusammengetragen wurden. So weiß man inzwischen, dass der Holländer und Linné-Schüler Jan Frederic Gronovius die Pflanze 1737 nach Gerber benannte. Warum, das ist unklar. Erst 1735 hatte der junge Zodeler seine Doktorwürde erhalten. Jetzt legte er im Auftrag der russischen Zarin Anna Iwanowna einen Apothekergarten in Moskau an und unterwies russische Ärzte in Heilpflanzenkunde. Seine botanischen Sammelreisen quer durch Russland (1739 und 1741) lagen noch vor ihm. Wo also liegt der Schlüssel für die hohe Ehrung? Die bisher im niederländischen Leiden, in Bern, Mailand, Moskau und Paris entdeckten und nun in Zodel ausgestellten Briefe, Kataloge und Handschriften Gerbers geben darüber keine Auskunft.

Barberton Daisy - Gerbera auf Südafrikanisch
Umso klarer sind die Dokumente über die Kulturgeschichte der Gerbera, über Meilensteine der Züchtung und die Entdeckung neuer Arten, die zumeist in Südafrika ihre Heimat haben. Barberton Daisy heißt dort die Gerbera im Volksmund, denn rund um die Stadt Barberton liegt das Hauptverbreitungsgebiet der Gerbera-Stammmutter, Gerbera jamesonii. Robert Jameson, aus Schottland stammender Goldsucher und Pionier, sandte 1888 das Erste Exemplar in den Royal Botanic Garden von Kew. Seither hat sie eine beispiellose Karriere gemacht. In Deutschland steht die Blume z. B. auf Platz 4 unter den Top-Ten der Schnittblumen. Nur in Südafrika blieb das Schicksal der Barberton Daisy weitgehend unbeachtet. Erst als der "Gerbera-Mann" aus Deutschland wiederholt auftauchte, wurde man aufmerksam.

Gerbera - ein Stück Südafrikanische Geschichte

Heute ist klar, Gerbera sind ein Stück südafrikanischer Geschichte. "Unser Erbe braucht Schutz, werde Mitglied und unterstütze uns" lautet daher der Slogan mit dem die Südafrikanische Gerbera Gesellschaft um Mitglieder wirbt. Sie plant Großes: Einen Gerbera-Wanderweg, den Aufbau eines Gerbera-Museums und Informationsmaterial für die Botanischen Gärten Südafrikas, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Gerbera zu wecken.

Quelle: CMA
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