Ich war ein paar Tage weg....
Ich gehe davon aus, daß 20 Grad Neigung locker reichen, damit Du Dir um stauendes Wasser keine Sorgen machen mußt.
Und mal abgesehen davon, daß darunter Insekten leben, die in der Natur auch nicht immer perfekt vor extremen Wettterlagen geschützt sind, trocknet das Substrat insgesamt bei nur 8cm ja auch relativ schnell ab.
Das einzige, was mit wie gesagt Sorgen machen würde, ist, daß das Ganze insgesamt ins Rutschen gerät.
Ist das Substrat erstmal ein Jahr drauf und die Pflanzen eingewurzelt, ist das Risiko dann auch überschaubar, aber am Anfang, bei Gewitter oder so, könnte das evtl.ein Problem werden.
Ich finde beispielsweise, daß sich Substrate mit hohem Perlite-Anteil stark bewegen, weil sich das Substrat in sich nicht so gut verkantet.
Das Blähton-Material, das ich seit geraumer Zeit
statt Perlite verwende, ist in diesem Punkt leider kein bißchen besser: Rigidur/Rigips Ausgleichsschüttung (Praktiker):
forum/ktopic55430--1-0.html
Ich bin ja in meinen Blähtonbeitrag im Blog auch schon mal auf das Thema der "Verkantung" eingegangen, weil ich finde, daß Pflanzen nicht so guten Halt in manchen Substraten finden.
Was sich viel besser verkantet als Rigidur, ist Blähtonbruch. Der wird u. a. unter dem Namen "Ökostrat" verkauft, aber ich habe bei mir noch keine Möglichkeit gefunden, das Zeug käuflich zu erwerben. Man kann Blähtonbruch natürlich auch aus normalem Blähton selbst herstellen, aber da ich keine vernünftige Methode (und kein vernünftiges Werkzeug) gefunden habe, außer mit dem Hammer auf jede Blähtonkugel einzeln einzuschlagen, ist das keine wirkliche Option. Aber vielleicht fällt Euch ja etwas besseres ein.
Das Blähton-Steugut, das Aldi im Winter verkauft hatte (von Liapor, glaube ich), dürfte sich auch (etwas) besser verkanten, aber sicher nicht so gut wir Blähtonbruch.
Perlite ist sicher die günstigste und leichteste Lösung, wurde ich aber aus verschiedenen Gründen, die Du z. T. schon genannt hast, nicht unbedingt verwenden.
Blähton ist vermutlich die zweit-billigste und zweit-leichteste Lösung - mit den oben erwähnten Varianten und Problemen.
Dann fiele mir noch Blähschiefer ein, Bims, und Vermiculite. Die ersten beiden sind sicher vergleichsweise schwer, Vermiculite kenne ich nur in ganz feiner Körnung, da ist es sehr leicht.
Götz verkauft Vermiculte aber auch in grober Körnung. Da ich das Produkt aber nicht kenne, weiß ich auch nicht, ob es sich nach oben spült (zu befürchten, wenn es so leicht ist, wie ich glaube), oder wie gut es sich verkanten würde.
Bei Kies wäre es ja relativ einfach - den schaut man sich an, und das, was runder ist, verkantet sich weniger gut, das was kantiger ist, verkantet sich besser - aber Kies ist einfach zu schwer, denke ich.
Ich frage mich, ob es nicht ohnehin insgewsamt praktischer ist, und vielleicht insgesamt billiger, wenn man versucht, fertiges Dachgartensubstrat zu kaufen? Und dann evtl. etwas drunterzumischen, wenn man es für nötig hält?
Eine unserer Gärtnereien verkauft ungedüngtes Dachgartensubstrat in Säcken; ansonsten kommt ja leider in der Regel nur sehr schwer und nur in sehr großen Mengen an so etwas ran (über LaGa-Firmen, etc.). Noch dazu habe ich leider bis heute nicht den Unterschied zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung verstanden, und weiß daher auch nicht, welches der unterschiedlichen angebotenen Substrate man wofür verwenden kann.
Ich habe nachgerechnet, und bin auf etwas über 75 Liter Substrat gekommen, die Ihr braucht? Ich hoffe, das stimmt - ich hatte immer Schwierigkeiten mit Flächen und Volumen.....
Was ich immer gerne und viel mache, wenn ich für draußen lockere Substrate brauche: ich nehme alte Töpfe, in denen mir Kakteen und andere Sukkulenten eingegangen sind (oder wo aus anderen Gründen leichtes Substrat drin war), und die ich nicht mehr indoor verwenden will, weil ich nicht weiß, ob da Pilze oder Viren im Spiel waren, und mir die nächste Pflanze auch eingeht, die ich da reinsetze - und dann schütte ich all dieses alte Substrat in einen Eimer, und bereite das mit frischer Erde etc. auf, bis
etwas dabei herauskommt, mit dem ich draußen arbeiten kann. Ich denke immer, für Sedum und Sempervivum tut's auch altes Substrat, die sind ja nicht so wählerisch/empfindlich.
Zugegeben, man kommt damit auf keine 75 Liter, und man hat dann wahllos alles drinnen (incl. Perlite), egal ob man möchte oder nicht - aber für mich hat das den Vorteil daß ich das alte Substrat nicht wegwerfen muß, und daß mir die alten unbepflanzten Töpfe nicht mehr im Weg rumstehen......