ganz flacher Minidachgarten

 
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Loony Moon

Damit dein Substrat nicht den Abgang macht, wenn du Steine und Co. verwenden willst.
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snif

ah, ok. Danke für den Tipp!
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Gartenfreundinuli

Zitat
Muss ganz doof nachfragen: wofür ist das Vlies an der Stelle denn gut? Als Wurzelstopp, um Substrat und Noppenlöcher zu trennen oder damit die Oberfläche rauher wird, also Steine nicht so gut abrutschen oder...?



Es ist der Wurzelstopp!
Bei einem Dachgarten ohne Neigung ist der Wasserablauf sehr wichtig. Wäre das Wurzelvlies nicht würden in Kürze die Wurzeln alles dicht machen und das ganze System würde zusammenbrechen. Wasserstau! Der Wurzelstopp ist auch bei Dachgärten mit Neigung von Vorteil!

Ich muss immer peinlichst darauf achten daß das Vlies nicht beschädigt wird, kann nur mit einer Handhacke arbeiten. Sonst wäre eine größere Reparatur angesagt
forum/weblogs/upload/741/5242057044ab55913eebef.jpg

liebe Grüße
Uli
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snif

da sollte zwischen der Noppenbahn und dem Vlies also noch eine Schicht mit Kies oder was in der Art sein, in der Wasser abfließen kann?
Bisher hab ich gedacht, ich mach's nach unten Wasserdicht und dann, wie in nem Blumentopf, drauf Kies (oder Lava oder was auch immer) als Drainage, da drauf direkt das eigentliche Substrat und die Pflänzchen? Reicht das (trotz geneigtem Dach) nicht? SO viel Platz hab ich ja gar nicht nach oben...

Uli, dein Dachgarten ist wunderschön!
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Gartenfreundinuli

Hallo Snif,

wenn ein Dach begrünt wird muss natürlich nach unten hin absolut dicht sein. Klar... drunter sind oft Wohnräume, bei uns ists die Garage.

hab dir mal nen Link rausgesucht. So ists bei uns aufgebaut.

http://www.zinco.de/systeme_gruendach/index.php

Was bei diesem Aufbau nicht aufgeführt ist, ist die Abdichtung nach unten. Die Betondecke ist mit einer Kunststofffolie abgedichtet die an den Nahtstellen verschweißt wurde. Zwei Wasseräbläufe (Gullis) leiten das Regenwasser zusätzlich ab.


Zitat
Uli, dein Dachgarten ist wunderschön!


Danke , ist von März bis Oktober unser grünes Wohnzimer

liebe Grüße
Uli
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Scrooge

Ich war ein paar Tage weg....

Ich gehe davon aus, daß 20 Grad Neigung locker reichen, damit Du Dir um stauendes Wasser keine Sorgen machen mußt.
Und mal abgesehen davon, daß darunter Insekten leben, die in der Natur auch nicht immer perfekt vor extremen Wettterlagen geschützt sind, trocknet das Substrat insgesamt bei nur 8cm ja auch relativ schnell ab.


Das einzige, was mit wie gesagt Sorgen machen würde, ist, daß das Ganze insgesamt ins Rutschen gerät.
Ist das Substrat erstmal ein Jahr drauf und die Pflanzen eingewurzelt, ist das Risiko dann auch überschaubar, aber am Anfang, bei Gewitter oder so, könnte das evtl.ein Problem werden.

Ich finde beispielsweise, daß sich Substrate mit hohem Perlite-Anteil stark bewegen, weil sich das Substrat in sich nicht so gut verkantet.
Das Blähton-Material, das ich seit geraumer Zeit statt Perlite verwende, ist in diesem Punkt leider kein bißchen besser: Rigidur/Rigips Ausgleichsschüttung (Praktiker): forum/ktopic55430--1-0.html


Ich bin ja in meinen Blähtonbeitrag im Blog auch schon mal auf das Thema der "Verkantung" eingegangen, weil ich finde, daß Pflanzen nicht so guten Halt in manchen Substraten finden.
Was sich viel besser verkantet als Rigidur, ist Blähtonbruch. Der wird u. a. unter dem Namen "Ökostrat" verkauft, aber ich habe bei mir noch keine Möglichkeit gefunden, das Zeug käuflich zu erwerben. Man kann Blähtonbruch natürlich auch aus normalem Blähton selbst herstellen, aber da ich keine vernünftige Methode (und kein vernünftiges Werkzeug) gefunden habe, außer mit dem Hammer auf jede Blähtonkugel einzeln einzuschlagen, ist das keine wirkliche Option. Aber vielleicht fällt Euch ja etwas besseres ein.

Das Blähton-Steugut, das Aldi im Winter verkauft hatte (von Liapor, glaube ich), dürfte sich auch (etwas) besser verkanten, aber sicher nicht so gut wir Blähtonbruch.


Perlite ist sicher die günstigste und leichteste Lösung, wurde ich aber aus verschiedenen Gründen, die Du z. T. schon genannt hast, nicht unbedingt verwenden.

Blähton ist vermutlich die zweit-billigste und zweit-leichteste Lösung - mit den oben erwähnten Varianten und Problemen.

Dann fiele mir noch Blähschiefer ein, Bims, und Vermiculite. Die ersten beiden sind sicher vergleichsweise schwer, Vermiculite kenne ich nur in ganz feiner Körnung, da ist es sehr leicht. Götz verkauft Vermiculte aber auch in grober Körnung. Da ich das Produkt aber nicht kenne, weiß ich auch nicht, ob es sich nach oben spült (zu befürchten, wenn es so leicht ist, wie ich glaube), oder wie gut es sich verkanten würde.


Bei Kies wäre es ja relativ einfach - den schaut man sich an, und das, was runder ist, verkantet sich weniger gut, das was kantiger ist, verkantet sich besser - aber Kies ist einfach zu schwer, denke ich.



Ich frage mich, ob es nicht ohnehin insgewsamt praktischer ist, und vielleicht insgesamt billiger, wenn man versucht, fertiges Dachgartensubstrat zu kaufen? Und dann evtl. etwas drunterzumischen, wenn man es für nötig hält?
Eine unserer Gärtnereien verkauft ungedüngtes Dachgartensubstrat in Säcken; ansonsten kommt ja leider in der Regel nur sehr schwer und nur in sehr großen Mengen an so etwas ran (über LaGa-Firmen, etc.). Noch dazu habe ich leider bis heute nicht den Unterschied zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung verstanden, und weiß daher auch nicht, welches der unterschiedlichen angebotenen Substrate man wofür verwenden kann.


Ich habe nachgerechnet, und bin auf etwas über 75 Liter Substrat gekommen, die Ihr braucht? Ich hoffe, das stimmt - ich hatte immer Schwierigkeiten mit Flächen und Volumen.....



Was ich immer gerne und viel mache, wenn ich für draußen lockere Substrate brauche: ich nehme alte Töpfe, in denen mir Kakteen und andere Sukkulenten eingegangen sind (oder wo aus anderen Gründen leichtes Substrat drin war), und die ich nicht mehr indoor verwenden will, weil ich nicht weiß, ob da Pilze oder Viren im Spiel waren, und mir die nächste Pflanze auch eingeht, die ich da reinsetze - und dann schütte ich all dieses alte Substrat in einen Eimer, und bereite das mit frischer Erde etc. auf, bis
etwas dabei herauskommt, mit dem ich draußen arbeiten kann. Ich denke immer, für Sedum und Sempervivum tut's auch altes Substrat, die sind ja nicht so wählerisch/empfindlich.
Zugegeben, man kommt damit auf keine 75 Liter, und man hat dann wahllos alles drinnen (incl. Perlite), egal ob man möchte oder nicht - aber für mich hat das den Vorteil daß ich das alte Substrat nicht wegwerfen muß, und daß mir die alten unbepflanzten Töpfe nicht mehr im Weg rumstehen......
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snif

Nochmal vielen Dank für eure Antworten!
Blähtonbruchherstellung ist bestimmt gut, um Aggressionen abzubauen Und dann hau ich mit dem Hämmerchen den Ton da, den Ton da, den Ton da....

Das mit dem Abrutschen ist echt ein guter Punkt
Vermutlich werden wir ein paar größere Steine sammeln und die als "Stabilisatoren" mit einbauen. Müssen nur aufpassen, dass es insgesamt nicht ZU schwer wird...

nachdem ich eine längere (und vollkommen umsonstige) Suche bei den hiesigen bei Baumärkten und sonstigen Baubedarfsmärkten nach irgendwelchen leichten Substraten (außer Perlite) hinter mich gebracht hatte, hab ich mich ans Telefon gehängt und die Betriebe durchtelefoniert, die selbst Dachgärten bauen. Gleich beim zweiten hieß es, ich solle mir ein paar Eimer schnappen und vorbeikommen
Die knapp 200l (ist noch einen Tick größer geworden, also ursprünglich geplant: etwa 200*80*12 cm^3) haben letztlich 10 Euro gekostet, und die ersten Hölzer für's Innenleben haben sie mir auch gleich mitgegeben
Ist jetzt das Substrat, was die für Dachgärten verwenden. In dem Fall eine für mich namenlose Mischung (hab nicht nachgefragt ), so vom Draufschaun würd ich mal schätzen
Lehm
Tonbruch (unterschiedliche Körnung, aber ziemlich fein)
sonstige mineralische Kruschties (geringer Anteil. Kaum Kies, bißchen Lava, sowas.)
Sieht alles ziemlich zersetzt aus, also KEIN Torf oder ähnliches. Was sonst noch drin ist, lässt sich so kaum sagen, weil alles durch den Lehmanteil recht einheitlich braun ist
Ist sicher nicht das leichteste, aber noch hält's jedenfalls *schluck*
Dazu kam ein großer Pott mit Sukkusubstrat (Scrooge, das mit dem Substratsammeln mach ich genauso In dem waren letztes Jahr die Wurzelläuse drin aber nachdem die Schüssel den ganzen Winter draußen unter Wasser gestanden hat, hoff ich mal, dass von denen nicht mehr viel übrig ist ) Das Zeug bestand zwar fast ausschließlich aus Lava, Bims und einem kleinen Teil Kies, war aber trotzdem erheblich schwerer als die (ebenfalls quatschnasse) Dachgartenerde.

In der Hoffnung, dass es trotzdem möglichst lange hält, sind bei dem ganz einfachen Aufbau geblieben: an den Kanten hochgebogene Türmchenfolie, sorry, Noppenbahn, mit "Türmchen" nach unten (als Miniwasserspeicher); an der unteren Kante alle 10 Zentimeter oder so ein U-förmiger Schnitt, Folie nach außen gebogen als Wasserablauf; auf die Löcher eine Ladung Sukkusubstrat als Drainage, dadrauf die Erde.

Das erste Unwetter hat die Erde, blank und bloß wie sie im Moment ist, schon überstanden Jetzt harrt die Konstruktion auf die Pflanzen...

Bestellt hab ich

- Campanula cochleariifolia
- C. portenschlagiana
- C. x pulloides
- Draba aizoides
- Blauschwingel
- Hyssopus officinalis ssp. aristatus
- Petrorhagia saxifraga
- Thymus serpyllum

außerdem stehen schon ein paar unbestimmte Sedumse bereit, der Schnittlauch wird ein paar Triebe abgeben müssen und die Hauswurze werden ich auch noch gerupft
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Scrooge

Hallo,

freut mich, daß das mit dem Substrat dann auf die Art und Weise (relativ) unkompliziert hingehauen hat.
Lehm ist zwar relativ schwer, aber hat den Vorteil, daß er sich gut "setzt", und da, wo er erstmal sitzt, so schnell auch nicht mehr wegzukriegen ist, und damit definitiv zur Rutschfestigkeit beiträgt.
Das vom Fachmann ist sicher ein geeignetes Substrat - und Ihr seid in der Form auf alle Fälle um Welten billiger weggekommen, als mit jeder anderen angedachten Variante.

Aber es bewahrheitet sich wieder mal, was ich schon in meinem Blog geschrieben hatte: als Otto-Normal-Greenie ist es unendlich schwer, an spezielle Substrate/Mischungen (in überschaubaren Mengen) dranzukommen - da bräuchte man schon Kontakte zum GaLa-Bau.


Wir wollen natürlich viele, viele Photos sehen, wenn's bepflanzt ist!





EDIT: *192 Liter*
Hurra! Ich kann's......
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snif

Gratuliere zur 192! Die vielen Nuller am Ende machen mir jedes Mal wieder am meisten Sorgen...

Klar gibt's hier Bildchen! (falls ich irgendwann dazu komm auch im Blog)
Irgendwo muss ich euch doch allen die Ohren vollheulen, weil die tumben Glockenblumen höhenkrank geworden sind und jetzt grüne Blüten haben, oder weil mir beim Kompostumsetzen (der ist direkt dahinter) doch eine Ladung Schlamm in den Kragen geplumpst ist, weil der Lehm sich beleidigt fühlte oder so...

Eigentlich sollte man doch annehmen, dass irgendwelche Spezialsubstrate die Hobbywelle ziemlich treffen, also in jeder Apotheke angeboten werden, oder? Gibt doch auch die abartigsten Wollvarianten, Spezialkleber für Modellbau mit alten Zahnbürsten und weiß der Geier was noch alles... Aber schlicht Dreck in allen Farben...?
Wäre vielleicht mal ein Grund, bei einem GaLa-Bau-Betrieb ein Praktikum zu machen oder sich zumindest für ein paar Wochen täglich mit einem kleinen Kaffeestand davor zu stellen
Ohne jeden Hintergedanken, natürlich
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snif

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snif

zwei hab ich noch.
Die Sämlinge wachsen mittendrin - kann mir jemand sagen, wer sich da angesiedelt hat? Es werden doch nicht etwa junge Felsennelken sein?

Edit: ich mein die frisch-grünen, grasähnlichen Pflänzchen vor den Steinen...
UnbekanntNah.jpg
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UnbekanntNah.jpg
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resa30

Auf nen schnellen Blick sieht's aus wie Gras...

Aber bei genauem Hinsehen erkennt man die anderen (Keim-) Blätter unten am Stiel...
Eventuell etwas Richtung Portulacaceae? Hast du etwas ausgesät oder haben sie sich von selbst angesiedelt/ waren evtl in der Erde? Was hast du denn für Erde genommen? Kennst du die Herkunft? Eventuell gibt das noch eine Idee was es sein könnte.
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Scrooge

Sehr schön geworden.
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snif

Danke!

Gras isses keins, gesät hab ich auch nichts, aber wie man an den Königskerzen (die mir nächstes Jahr alles überwuchern werden, wenn ich die wachsen lasse), dem Mohn und dem Schöllkraut sieht (wächst alles auch sonst im Garten), kommt da einiges auch von selber. Dabei hab ich schon kräftig gejätet...
Die Erde war von einem Dachgartenanleger (s.o.), bei dem lagerte die unter einer Plane im Freien. Da könnte auch irgendwas angeweht worden sein.
Allerdings haben auch die Felsennelken kräftig Samen gemacht. Die wachsen direkt daneben und sehen eigentlich recht ähnlich aus: .... Hab allerdings keine Ahnung, wie lange die brauchen, bis die Samen keimfähig sind und dann, um zu keimen und so groß zu werden
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resa30

Ja die Felsennelken wären eine gute Option. Da könnten auch die unteren leicht ovaleren Blättern zu passen (zumindest würde ich eine Caryophyllaceae nicht ausschliessen).

Ich kann mir schon vorstellen, dass sie zum überwintern eine kleine "Rosette" (ist keine im botanischen Sinn ich weiss) bilden und ein Teil eventuell auch als Samen überwintert. In den Alpen ist "überwintern als Pflanze unter dem Schnee" ja noch eine verbreitete Strategie.
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