Willkommen im Team
Alle Jahre wieder: Schulabgänger suchen einen Ausbildungsplatz und Ausbildungsbetriebe suchen die richtigen Bewerber. Doch so einfach ist das gar nicht. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Ausbildungsbetriebe ab und immer mehr Jugendliche bekommen keine Lehrstelle. Die große Politik diskutiert eine Ausbildungsabgabe. Dabei gibt es mit den Landschaftsgärtnern eine Branche, die seit Jahren erfolgreich in die Nachwuchswerbung investiert und genau weiß, was sie will: Das Ausbildungsförderwerk (AuGaLa) hat bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) eine umfangreiche Studie durchführen lassen, um die Interessenlage der Jugendlichen besser zu verstehen. Das Ergebnis der Studie ist eine klare Typologie. Die größten Chancen im Garten- und Landschaftsbau bieten sich für den "naturverbundenen Praktiker". Gesucht sind Jugendliche, die gern in der Natur arbeiten, handwerklich und technisch geschickt und teamorientiert sind. Soweit die gute Nachricht. Die Schlechte: Schulabgänger, deren Eltern und Lehrer und auch viele Berater in der Arbeitsvermittlung kennen das Berufsbild nicht (gut genug)!
Hätten Sie´s gewusst?
Mit Know-how und dem richtigen Gerät können auch riesengroße, zum Beispiel 80-jährige Bäume, verpflanzt werden. In Hanglagen werden durch Terrassierung blühende Beete und Rabatten geschaffen. Aus langweiligen Gärten mit vergreisten Sträuchern erwachsen Traumgärten mit Schwimmteich, Natursteinwegen und überraschenden Gestaltungsideen. Nicht nur die Pflanzung und Pflege von Beeten, Rabatten, Hecken und Rasenflächen, sondern auch der Bau von Wegen und Plätzen, die Gestaltung von Wassergärten und Holzterrassen, die Modellierung des Geländes zu Hügeln und Senken und die Installation von Wasser- und Elektroleitungen gehören zum abwechslungsreichen und vielseitigen Tätigkeitsfeld des Garten- und Landschaftsbaus. Muskelkraft allein reicht nicht, vielmehr ist Mitdenken gefragt. Zum Einsatz kommt modernste Technik: Mit Laserstrahlen werden Sportplätze nivelliert, umfangreiche Erdbewegungen verlangen den Einsatz großer Maschinen, schwere Steine und große Pflanzen lassen sich nur mit Kran und Bagger bewegen. Landschaftsgärtner verarbeiten verschiedenste Materialien, pflastern Wege und Terrassenflächen mit Natur- oder Betonsteinen und kennen die richtigen Pflanzen für unterschiedliche Standorte. Ein Teich soll nicht nur natürlich aussehen und dicht sein, sondern auch über viele Jahre ein Schmuckstück im Garten darstellen. Damit nicht unnötig viel - oder auch zuwenig - Material angeliefert wird, muss ein Landschaftsgärtner gut planen und rechnen können.
Ausbildung
Die dreijährige Ausbildung zum Landschaftsgärtner erfolgt im Betrieb und in der Berufsschule. Spezielle Ausbildungsinhalte wie zum Beispiel der Umgang mit Technik oder verschiedensten Werkstoffen werden in der überbetrieblichen Ausbildung vermittelt. Die Auszubildenden lernen, mit Boden, Pflanzen und Wasser, mit Maschinen und Geräten umzugehen. Sie pflanzen, bewässern, roden und düngen, befestigen und pflastern Wege und Plätze, legen Rasen und natürliche Landschaften an, pflanzen Stauden und Gehölze. Damit nicht genug: Der Beruf des Landschaftsgärtners bietet beste Weiterbildungsmöglichkeiten. Nach einigen Jahren Berufspraxis ist es möglich, sich zum Techniker oder Meister fortzubilden. Wer die Fachhochschulreife beziehungsweise die Allgemeine Hochschulreife hat, kann an einer Fachhochschule beziehungsweise an einer Universität zum Diplom-Ingenieur Landespflege werden. Nach der Ausbildung finden sich Arbeitsplätze in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, bei Kommunen, in Industrie oder in Wissenschaft und Forschung. Viele machen sich nach einigen Jahren der Berufspraxis auch selbstständig oder übernehmen die Verantwortung in Betrieben. Die Aussichten sind hervorragend: Entgegen dem Trend in der Bauwirtschaft sind im Garten- und Landschaftsbau weit in die Zukunft wachsende Arbeitsfelder zu erkennen. In Deutschland wird immer mehr Wert auf eine natürliche, grüne Umgebung gelegt, weshalb öffentliche Auftraggeber, Industrieunternehmen und private Gartenbesitzer mehr denn je auf landschaftsgärtnerisches Fachwissen angewiesen sind. Die Zukunft lässt sich gestalten!
Tipp
Weitere Informationen zur Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau gibt es im Internet unter:
www.landschaftsgaertner.biz
Quelle: BGL