Energietankstelle Botanik

Autor: Frank   
Veröffentlicht: 23.03.2009 - 07:26 Uhr
 
 
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Die Farbe des Chlorophylls

Je virtueller unser Leben wird und je tiefer die globale Welt in den Strudel der Krise gerät, desto ausgeprägter ist der Wunsch der Menschen nach Echtem, Regionaltypischem, nach Heimat und Geborgenheit. Nicht von ungefähr gibt es inzwischen immer mehr regionale Urlaubsangebote, die auf die Ursprünglichkeit der Landschaft verweisen. Dorfhotels, Almressorts und Wandern liegen wieder ganz weit vorne und scheinen eine Alternative zu sein, die die Menschen erdet.

Spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends ist eine neue Lust an der Naturbegegnung zu verzeichnen. Anders als in den 70er- und 80er-Jahren geht es diesmal nicht nur um die Rettung der Welt, sondern die Natur wird neu entdeckt: Sie hält Ursprünglichkeit, Authentizität und Entschleunigung für uns bereit. Natur wird gerade für die städtische Erlebniskultur zum Gestaltungs- und Genussraum, der persönlich inszeniert werden kann. Auch die, die nicht auf dem Land wohnen, versuchen ihr Leben im urbanen Umfeld zu „begrünen".

Darum lieb ich, alles was so grün ist ...

Die etymologische Wurzel des Wortes „grün" kommt vom germanischen „ghro", was soviel wie „wachsen" und „gedeihen" bedeutet. Mit Hilfe von Sonnenlicht und Kohlenstoffdioxid, das Lebewesen erzeugen, produzieren die Pflanzen den lebensnotwendigen Sauerstoff und Stärke. Der Zauberstoff für den Prozess der Fotosynthese ist der grüne Farbstoff Chlorophyll, das Blattgrün.

So ist es sicher kein Zufall, dass gerade der Sommer 2009 mit dem Begriff „botanical energy" überschrieben ist und besonders von Blättern und der Farbe Grün dominiert wird. Grün, eine Farbe, die nicht nur für das Leben und die Pflanzenwelt steht, sondern auch für Fruchtbarkeit, Hoffnung und Erneuerung.

Die Faszination der Sommerarrangements beruht neben der Farbe des Chlorophylls, nämlich Grün, auf dem interessanten Spiel von Blattformen, - farben und -aderungen in Kombination mit verschiedenen Blüten. So ist z.B. die Oberfläche von Anthurien bei vielen Varietäten reliefartig oder sieht aus wie gehämmertes Metall und übt dadurch einen besonderen Reiz aus. Auch Caladiumblätter zeigen die irrwitzigsten Farbverläufe und Nervenstrukturen. Manche sehen sie aus wie „gebatikt". Die schlanken Aspidistrablätter wiederum beeindrucken mit einer glänzenden Oberfläche, auffallenden Adern und einer imposanten Größe zwischen 60 und 70 Zentimetern. Präsentiert wird das Blattwerk unkompliziert und unaufwändig als ein Ausdruck besonderer Naturverbundenheit. Zu den Blumen des Sommers, die das Grün aufmischen, gehören Dahlien und Pfingstrosen in ihrer fülligen Schönheit sowie biegsame Calla und schirmförmige Blütendolden von Dill. Viel Spaß beim Tanken schadstofffreier Energie aus der Botanik in den eigenen vier Wänden.

Quelle: BBH
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Diskussion

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dunja1987

Das ist ja interessant und dei Bilder sind echt klasse, super als Deko, habe das vorher garnicht gewußt. Klasse Beitrag

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