Autor: Frank Veröffentlicht: 31.12.2008 - 09:40 Uhr
Filigran
Aus bewurzelten Knollen wachsen die filigranen, fadendünnen Sprossen der Ceropegia (Leuchterblume), zwischen deren Abschnitten, in der Fachsprache Internodien genannt, sich jeweils zwei zarte, herzförmige, oben marmorierte und unten hellgrüne Blättchen bilden. Aus den Blattachseln entwickeln sich kunstvolle Blüten: Die fleischfarbene Blütenröhre ist am Grund verdickt, verengt sich aber wieder und geht allmählich in fünf dunkelbraune Zipfel über, die an ihren Enden verbunden sind. Dazwischen bleiben fünf Gucklöcher.
Anspruchslos
Ceropegia gehören zu den sukkulenten Pflanzen, für die man keinen besonderen Pflegeaufwand betreiben muss. Je heller sie stehen, um so rascher bilden sie ihre fast endlos fortwachsenden Sprossen aus. Wenn Ceropegia einmal wöchentlich gegossen werden, reicht das aus. Aber auch wenn es mal zwei Wochen keinen Schluck aus der Kanne gibt, ist die Pflanze nicht verloren, sondern sie treibt erneut aus, sobald sie wieder Wasser bekommt.
Ceropegia bilden lebendige Vorhänge, wenn man sie auf Regale, Schränke, Kaminsimse oder sonstige Mauervorsprünge stellt. Besonders attraktiv sieht es aus, wenn mehrere Pflanzen - in Reih und Glied platziert - ihr "Rapunzelhaar" herab hängen lassen.