Blut-Johannisbeere

 
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Grüngärtner

Hallo,
ich habe eine Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum 'King Edward VII' seit zwei Jahren. Sie steht innerhalb einer Hecke. Mit ihrem jährlichen Wachstum bin ich sehr zufrieden. Seit ca. Anfang Juli bereitet mir der Strauch aber 'Kopfzerbrechen'. Ich glaube, ich habe ein ähnliches/ gleiches Problem wie 'phunky', wie er es in seinem Beitrag vom 24.08.2013 schildert. Um es kurz zu machen, hänge ich hier zum Verständnis meines Problems Bilder zur Beurteilung des Strauches an. Zu bemerken ist aber, dass die Blätter der abgetrockneten Zweige nicht den gelben Blattbefall aufweisen. Dieser ist teilweise nur an Blättern der noch grünen Äste festzustellen. Für Tipps zur Bekämpfung der offensichtlichen Erkrankung des Strauches, ohne dass ich ihn roden muss, wäre ich dankbar.

lg Grüngärtner
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phunky

also das trifft mein Schadbild genau . Habe mittlerweile den braunen Mitteltrieb entfernt.War bei mir übrigens bei zwei Pflanzen so, die aber weeeeeeeeit auseinander stehen.Habe sie auch innerhalb einer Hecke
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GrüneVroni

Hallo zusammen

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, Säulenrost ist hier das richtige Stichwort. Zwar wird vor allem die Schwarze Johannisbeere als Befallskandidat erwähnt, aber auch andere Gewächse können befallen werden. Verursacher ist ein Pilz, Cronartium ribicola, welcher an Kiefern überwintert. Habt Ihr welche in der Umgebung?

LG
Vroni
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Grüngärtner

Im Umkreis (ca. 150m) gibt es 2-3 Kiefern. Eine in meinem Garten. Ich habe aber an dieser Kiefer keinerlei Anzeichen von diesem Pilz. Sie steht schon 11Jahre. Eigenartig ist für mich, dass die vertrockneten Blätter der mittleren Triebe keine Spuren von dem Pilz zeigen.
An der Stelle der Blut-Johannisbeere stand bis vor drei Jahren ein einzelner Ligusterstrauch. An diesem trocknete auch ein Zweig nach dem anderen ab. Er war dann regelrecht unansehlich, ich habe ihn entfernt und das Jahr darauf die Johannisbeere gepflanzt. Könnte evtl hier eine Krankheit sein, die ihre Ursache im Erdreich hat?

lg Grüngärtner
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derFloris

Verticillium und Hallimasch kämen infrage, ich tippe eher auf Verticillium http://www.landwirtschaftskamm…mwelke.htm.
Verticillium befällt und verstopft die Leitbahnen, Hallimasch zerstört das Kambium. Beide überdauern auch ohne Wirt längere Zeit im Boden.

Grüße vom Floris
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phunky

bei mir stehen Kiefern 50-100m entfernt.Aber das Kuriose ist ja das es bei mir zwei Pflanzen betrifft,innerhalb einer Hecke,die aber mindestens 15 Meter auseinander stehen und zwischendrin andere Pflanzen stehen (Flieder uä.) .Keine andere Pflanze weist Schäden auf,nur die beiden Blutjohannisbeeren.
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Grüngärtner

Zitat geschrieben von derFloris
Verticillium und Hallimasch kämen infrage, ich tippe eher auf Verticillium http://www.landwirtschaftskamm…mwelke.htm.
Verticillium befällt und verstopft die Leitbahnen, Hallimasch zerstört das Kambium. Beide überdauern auch ohne Wirt längere Zeit im Boden.

Grüße vom Floris


Hallo Floris,
vielen Dank für deinen Beitrag. Ich glaube die "Verticilliumwelke" trifft mein Problem. Ebenso wie der Johannisbeersäulenrost. Letzteren hatte ich im vergangenen Jahr erfolgreich mit -Neudorf Neudo-Vital Obst Pilzschutz- durch spritzen des Strauches zum Zeitpunkt des Austriebes erfolgreich unterbunden. In diesem Jahr habe ich das leider unterlassen. Eine jetzige Spritzung führte dazu, dass der Rost sich nicht weiter verbreitet und die Sporen an der Blattunterseite vertrocknen. Selbstverständlich vernichte ich das gesamte Blattwerk.
Bezüglich "Verticilliumwelke" ist in dem Artikel unter Schaderreger, zweiter Absatz ein erster Hinweis aufgeführt. Da ich ein absoluter Laie bin, kann ich eine solche Schnittstelle nicht beurteilen. Ich füge ein Foto von der Schnittstelle bei, vielleicht kannst du hier etwas herauslesen. Im Übrigen, der Strauch verwelkt immer mehr. Eine zweite Sache, auch dazu ein Foto. An den Ästen/Trieben, am Ansatz der Blattstiele zeigen sich (noch) grüne Austriebe. Dazu ebenfalls ein Foto. Ich hoffe man kann es einiger maßen erkennen. Vielleicht kannst du meine Ausführungen noch einmal beurteilen und kommentieren.


Vielen Dank im Voraus und lg Grüngärtner
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Grüngärtner

Hallo,
die kranke Blut-Johannisbeere habe ich im Herbst "liquidiert". Die Frage für mich ist nun, Austausch der Erde (wie aus dem Beitrag von Floris abzuleiten wäre) oder noch ein Pflanzversuch. Nun sagten mir Bekannte, dass ein Feuerdorn als Wirtspflanze für Pilze in Gehölzen bekannt sei. Sie empfahlen mir den Feuerdorn, der unmittelbar neben der befallenen Blut-Johannisbeere steht, zu roden. Hat jemand damit Erfahrung?
LG an die Community und ein gutes 2014
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Plantsman

Moin,

Feuerdorn als allumfassende Pilzschleuder zu bezeichnen ist eher Humbug . Er ist anfällig gegen Feuerbrand und Schorf. Da diese Krankheiten auch Apfel und Birne befallen ist er in Obstbaulagen ein wichtiger Befallsherd und wird dort nicht gern gesehen. Die Pilze und Bakterien der nicht weiter verwandten Johannisbeere finden auf ihm kein Auskommen.

Da die Welkepilze latent immer im Boden vorhanden sind, würde es nur etwas bringen den Pflanzbereich großzügig durchzukochen. Auch die Erde aus einem anderen Bereich des Gartens ist mit Sicherheit schon "befallen". Bei Blut-Johannisbeeren machen eher die Wurzelballen einen großen Teil des Problems aus. Sie werden als Container-Gehölze in Torfkultursubstrat gezogen. Dieser Ballen wird beim Pflanzen dann einfach drangelassen und bei zu feuchter Witterung wird er patschenass. Das mag die kalifornische Ribes nicht so und bekommt Wurzelfäule. Am besten ist es entweder sich die Johannisbeere während der blattlosen Ruhezeit zu kaufen und dann den Ballen zu enttorfen, das Gehölz als Freiland-Ballenware aus der Baumschule zu holen (Substrat ist der gewachsene Ackerboden) oder sich im Herbst wurzelnackte Pflanzen, ebenfalls in der Baumschule, zu besorgen. Wenn dann der zukünftige Standort noch gut durchlässig ist, gibt es eigentlich kaum Probleme.

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