Richtiges Wachstum von Opuntien?

 
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the_green_mile

Ich wusste nicht wo das am ehesten reinpasst, deshalb stell ich es mal hier rein.


Ihr habt es sicher auch schon erlebt. Da nimmt man ein dickes Ohr einer Opuntie mit nach Hause.
Aber das nächste Blatt das bei uns daheim herauswächst ist viel dünner, kleiner, grüner und hat kleinere Stacheln.
Warum das so ist? Ich schätze mal zu wenig Sonne und zu viel Wasser.

Meine Frage ist aber: Kennt ihr irgendwelche tricks mit denen der Opuntie zu einem natürlicherem Wachstum verholfen werden kann. Oder: Hat einer von euch eine Oputie, welche bei ihm daheim natürlich aussieht.
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Scrooge

Kleiner mit kleineren Stachlen wäre ja noch relativ normal, weil das "Blatt" ja auch erst noch "erwachsen" werden muß.
Sind die neuen Segmente aber vor allem deutlich schmaler und länglicher als das bei der Art/Sorte der Fall sein sollte, liegt eine Vergeilung vor. Die kommt, wie Du schon richtig sagst, von zu viel Wasser und zu wenig Sonne. Noch richtiger müßte man aber sagen: ein "Zuviel" an Wasser gibt es fast nicht, wenn der Standort und damit die Lichtversorgung stimmt. Opuntien sollten im Sommer idealerweise draußen in der Sonne stehen können.

Ist die Lichtversorgung suboptimal, muß man zwei andere entscheidende Faktoren ebenfalls "zurückfahren", um das auszugleichen: die Wasserzufuhr und die Temperatur. Aus diesem Grund werden Kakteen ja im Winter (wenn das Licht in Deutschland wenig taugt) zwar so hell wie möglich, dabei aber vor allem kühl und mehr oder weniger komplett trocken gestellt.

Die schlimmsten Vergeilungen treten im Winter auf, wenn Kakteen nicht richtig überwintert werden. Aber sie können ebenso im Sommer auftreten, wenn der Standort nicht hell genug ist. Weniger Wasser könnte da evtl. helfen, aber ein optimales Wachstum wird man so sicher nicht hinbekommen.
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the_green_mile

Hier noch ein Bild:
Zwar noch nicht so schlimm wie einige andere fälle, die ich gesehen habe, aber am linken vorderen, und rechten hinteren Ohr sieht man es bereits.


Zitat
..."Blatt" ja auch erst noch "erwachsen" werden muß.

Ich dachte stacheln würden nicht mehr weiterwachsen sobald das das Ohr ein neues Ohr ausbildet (also ausgewachsen ist).

Dass es ein Zuviel an Wasser nicht gibt muss ich aber wiederlegen. Gerade diese Opuntie hatte trotz guter Drainageschicht und hohem Mineralgehalt im Boden, Probleme mit Wurzelfäulnis. Da es in den letzten Tagen doch öfter geregnet hat steht sie wieder unterm Carport wo sie nicht so viel Sonne abbekommt, aber vor regen geschützt ist.
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Scrooge

Vergeilt ist da ja nichts.
Ist die winterhart? Ich hatte bei meinen Opuntien bislang eigentlich immer nur bei den winterharten Wurzelprobleme, und dann nur im Winter, und eigentlich fast auch nur bei denen, bei denen ich es ohne Regenschutz probiert habe.
Welche Substratmischung verwendest Du?

Das hintere, rechte Ohr hätte ich jetzt unter "noch nicht ausgewachsen" eingestuft.

Ich sehe, was Du bei den anderen meinst, mit kürzeren Dornen - mich hat so etwas nie groß gestört oder beschäftigt. Aber jetzt, wo Du es sagst, fällt mir ein, erst vor kurzem gleich zweimal etwas gelesen zu haben, von einem Kaktus (kein opuntienartiger), bei dem die Bestachelung in Farbe und Länge anders ausfallen, je nachdem, in welchem Substrat er steht. Wenn das stimmt, wäre es also zumindest theoretsich denkbar, daß man selbst ein klein wenig darauf Einfluß nehmen kann.
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the_green_mile

Ist Winterhart und bleibt auch im Winter draussen. Im Sommer fault natürlich normalerweise nichts. problematisch wird es nur wenn es eine ganze Woche lang regnet und die Temperaturen unten bleiben.
Schwierig wirds im winter. Da giesse ich aber auch nicht mehr


Als Substrat benutze ich Blumenerde/Sand/Kies. In welchem Verhältnis weiss ich nicht mehr genau aber Blumenerde und Kies sind aber zu gleichen teilen drin.
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Scrooge

Meine winterharten Opuntien stehen alle in Töpfen oder Kästen. Ausgepflanzt habe ich keine mehr. Das mit dem Regenschutz ist zu viel Arbeit, sieht nicht wirklich gut aus, und hat auch nie 100%ig gehalten. In Töpfen sind sie beweglich, wie sie jetzt sind, kann ich sie im Winter regengeschützt unters Vordach stellen - das ist für mich viel praktischer. Ich vermute aber, daß die Pflanzen in den Töpfen nicht ihre volles Wachstumspotential ausschöpfen können.

Von April bis September stehen sie aber nicht regengeschützt, und ich habe auch keine Lust, sie bei jedem Regen hin und her zu tragen (mit dem ein oder anderen Kaktus mache ich das manchmal, mit Opuntien nicht). Dafür habe ich beim Substrat ein Mischungsverhältnis von 30% humos und 70% mineralisch gewählt - und verwende nur torffreie Erde, und vermeide feinen Sand (wie z. B. Spielsand).
Es gibt viele Leute, die bei robusten Kakteen wie z. B. Opuntien die Sache mit dem Torf nicht so eng sehen; und es gibt auch viele Leute, die bei wuchsstarken Kakteen wie Opuntien und Echinopsen einen höheren Humusanteil (bis zu 50%) wählen. Beides würde ich aber nur machen, wenn ich irgendwo wohnen würde, wo es sehr wenig regnet, oder wenn die Töpfe auch im Sommer regengeschützt stünden.
So ungeschützt, wie meine Opuntien stehen, fahre ich mit meiner Mischung ganz gut.
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Christa

Hallo,

ich mache es mit den winterharten Opuntien genau wie mein Vorsschreiber. Die haben fast nur mineral. Substrat und bekommen im Sommer dann etwas mehr an Dünger, meistens Blaukorn. Die stehen alle ohne Überdachung, auch im Winter. Allerdings nur die winterharten, nicht die frostharten. Die stehen im Sommer auch frei, aber im Winter überdacht und trocken.

LG Christa
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Scrooge

Gut, zwischen frosthart und winterhart habe ich jetzt gar nicht unterschieden, da ich ohnehin alles geschützt aufstelle. Andernfalls wäre mir das Verlustrisiko (bzw. die Verlustquote) doch zu hoch. Und da ich ausreichend geeignete Standorte habe......

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