Komische "Regel" zum Gießen von Primel, Alphenveil

 
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blumenbieneX

Hallo,

mich "quählt" einen Frage:
Ich habe seit einiger Zeit eine Primel und eine Gloxinie und da steht bei beiden auf den Pflegehinweisen, dass man bei diesen Pflanzen auf keinen Fall Wasser auf die Blätter kommen darf.
Ich frage mich natürlich warum?! Bis jetzt konnte mir das noch keiner erklären.

Ich beprühe seit einigen Wochen regelmäßig meine kompletten Pflanzen im Wintergarten und auch die Primel. Ihr geht es prächtig und deswegen bin ich erst recht verwirrt, was dieser Hinweis für einen Sinn hat bzw. warum er überall erwähnt wird.

Könnt ihr mir weiterhelfen und meinen Wissensdurst löschen?
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Rose23611

 [M]
hallo

bei alpenveilchen kann ich mit vorstellen, das die knolle nicht besprüht werden darf, bei zuviel feuchtigkeit fängt die an zu schimmeln, deshalb soll die pflanze auch nur von unten gegossen werden
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Möhrchen

Hallo Blumenbiene
Also ich weiß nur das einige Pfanzen braune Flecken auf den Blättern bekommen wenn da Wasser drauf kommt.
Vieleicht gehören deine genannten Pflanzen auch dazu.Gruß Möhrchen
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pflanzenfreund

ich kenne das nur von alpenveilchen und usambaraveilchen,
bei den primel ist es mir neu.
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8er-moni

Ich hab mal wo gelesen: alle Pflanzen, die haarige oder samtige Blätter haben, sollen nicht besprüht werden - aber warum das so ist, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht!

*grübel* .... vielelicht sind die Blattporen an der Oberfläche bei diesen Blättern größer und da sammelt sich dann das Wasser drinnen und verursacht Flecken = Fäulnis?

Ich würd mich freuen, wenn wir hier eine Profi-Erfklärung bekommen würden!!

lg und danke
Moni
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baki

Moin @ all
Solange das Wasser immer schnell wegtrocknen kann, ist es bei den meisten Pflanzen kein Problem.
Kann es nicht abtrocknen, kann es zu Pilzbildungen schrich Blattflecken und Fäulnis kommen.
Bei Primeln ist es eigentlich kein Problem(außer die Blüten vieleicht.
Es kommt auch auf die Temperatur an.
Ist es warm kann es schnell abtrocknen - ist es kühl siehts schlecht aus und die Wassertropfen können nicht mehr verdunsten ---> Pilzgefahr!
Insbesondere bei der Überwinterung von Pflanzen sollte man die Blätter(wenn es kühle Temperaturen 3-12°C sind) nicht nass machen, wenn es geht.

Außerdem wirken diese Wasertropfen wie ein kleines Brennglas und bei hoher Sonneneinstrahlung kann es zu Verbrennungen führen(insbesondere in den Sommermonaten).

Zusammengefasst: Wenn das Wasser schnell abtrocknen kann sollte es keine / kaum Schäden geben.
Bei niedrigen Temperaturen und bei starker Sonneneinstrahlung VORSICHT.

Insbesondere Spritzmassnahmen sollten im Winter in die Morgenstunden verlegt werden[die Pflanzen trocknen besser ab], außer es herrschen warme(>15°C) Temperaturen, dann kann es auch am Abend erfolgen.
Im Sommer würde ich es am Abend machen, da bei hohen Temperaturen die meisten Pflanzen das Wachstum (je nach Pflanze ab ca. >28°C) einstellen und nur ein "Notprogramm" fahren.
In der Nacht kann dann die Pflanze in aller Ruhe die Nährstoffe/Pflanzenschutzmittel aufnehmen und sich von dem "Tagesstress" erholen.

Außnahmen gibt es natürlich immer.

ich hoffe ich hab nichts vergessen

mfg baki
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8er-moni

Hallo baki,
danke für Deine Erklärungen! Ist dann die Annahme richtig, dass auf behaarten oder rauhen Blättern die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt und daher der Tipp kommt, diese Pflanzen NICHT zu besprühen, weil sich dadurch leichter Pilze entwickeln können!

Oder ist das überhaupt ein Ammenmärchen?

lg und danke
Moni
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baki

@ 8er-moni
Hört sich auf jeden Fall logisch an.

falls man besprühen muss, dann dafür sorgen, das es schnell abtrocknet(leichter gesagt als getan)
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blumenbieneX

Danke baki für die ausführliche Antwort. Es erscheint mir sehr logisch, jedoch finde ich erstaunlich, dass keiner aus meinem Umfeld (Mutti und Schwiegermutti interessieren sich auch für Pflanzen) genau sagen konnte warum... nun weiß ich es, dank dir.

Das erklärt auch warum die Primel im Wintergarten keine Probleme mit dem Besprühen hat, denn das ist innerhalb 1 Stunde oder schneller verdunstet.
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baki

Übrigens würde ich das Usambaraveilchen(Saintpaulia ionanta) nicht über die Blätter gießen - egal, wie schnell es abtrocknet.
Und schon gar nicht mit kaltem Wasser.
Bei den Jungpflanzen wird penibel darauf geachtet, das das Wasser Zimmertemperatur hat.
(gerade im Herbst bis zum Frühling kommt das Wasser aus der leitung doch schon recht kalt daher)
Denn auf kaltes Wasser reagiert das Usambaraveilchen mit
"mir ist´s zu kalt - ich fühl mich schlecht" - Blattflecken
Sie ist halt ein Sensibelchen, was das Wasser angeht. Ansonsten ist sie eine recht dankbare Pflanze.

Das wäre so eine Ausnahme, bei der ich egal wie schnell es abtrocknet, nicht von oben über die Blätter oder gar die Blüte gießen würde.

mfg baki
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blumenbieneX

Ups... mir fällt gerade auf, dass ich doch keine Primel habe sondern ein Usambaraveilchen.
Naja... nun hab ich es schon regelmäßig mit Wasser besprüht und es lebt immer noch. *gg*

Meinst du, wenn man dieses Veilchen mit zu kaltem Wasser besprüht bekommt es ebenfalls diese Blattflecken?
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baki

Bei dem Usambaraveilchen denke ich mal, das Sprühen besser vertragen wird als auf die Pflanze Gießen, da durch das sprühen ja nicht soviel Wasser auf die Pflanze kommt was langsam wegtrocknen muss.
Und da du ja nicht mit Kaltem Leitungswasser direkt auf die Pflanze gehst, sollte es nicht so schlimm sein.
Die Pflanze "sagt" dir schon, wenn es ihr nicht gefällt.

Zimmertemperatur-abgestandenes Wasser ist auf jedenfall besser als direkt eus der Leitung.

mfg baki
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Jondalar

Bei den Alpenveilchen ist das Problem sicher nicht das die Blätter nicht nass werden dürfen, sondern es geht nur um die Knolle. Die Blätter werden bei meine Alpenveilchens nämlich jeden sommer wenn es regnet nass, weil ich sie immer zur Ruhephase im garten auspflanze.

lg robert

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