P. caerulea ausgepflanzt - Wann mit dem Düngen aufhören?

 
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DAGR

Hallo,

Jetzt hab ich auch mal eine Frage hier:

Ich hab seit dem Frühling eine Passiflora caerulea ausgepflanzt, die aus sehr gut angewachsen ist und sich prächtig entwickelt (jeden Tag 1o Blüten oder mehr in der letzten Woche )
Ein Mitgrund für die tolle Entwicklung ist wohl, das ich 2x die Woche mit Blumendünger dünge Viele winterharte Büsche soll man ja im August aufhören zu düngen, damit die Triebe aushärten und nicht abfrieren.
Gehe ich aber richtig in der Annahme, dass dies bei P. caerulea nicht so ist? Die neu dazukommenden Ranken werden ja sowieso absterben, wobei ich hoffe, die untersten 20 - 30cm am Leben zu erhalten Diese bestehen aus älteren Trieben, die wohl schon so 2 - 3 Jahre alt sind. Bis dorthin hab ich im Herbst immer zurückgeschnitten, deshalb sind drüber die Neuaustriebe, drunter das alte Holz.
Wenn ich jetzt aber zu düngen aufhöre, werden ja nur die neuen Austriebe ganz oben härter, oder? Das alte Holz wird vom Dünger ja nicht beeinflusst und deshalb sollte Weiterdüngen ja auch kein Problem sein

Oder seit ihr da einer anderen Ansicht?

LG, Daniel
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Plantsman

Moin,

auch die Passiflora würde ich ab Mitte August nicht mehr düngen. Die Pflanze findet auch so noch genug Nährstoffe im Boden. Ausserdem wird der Triebabschluss nicht nur durch verminderte Ernährung gefördert, auch die Tageslänge, die Tages-Durchschnittstemperatur und die Nachtabkühlung sorgen dafür, das die Pflanze sich auf Winter einstellt. Richtig abschliessen dürfte Passiflora caerulea aber sowieso nicht, da in ihrem Herkunftsgebiet (Nord-Argentinien, Uruguay, Paraguay, Süd-Brasilien) nie richtiger Winter herrscht. Deshalb ist es wichtig, die ganze Pflanze durch Nährstoffentzug schon mal im Wachstum zu Bremsen. Ausserdem würde ich sie ab Mitte September deutlich trockener halten. Das fördert ebenfalls die Holzausreife.
Die Neutriebe sterben nicht zwangsläufig vollständig zurück und den Rückschnitt würde ich auf das Frühjahr verschieben. Dann siehst Du, wo die Pflanze wieder Austreiben will. So hast Du auch immer viel mehr Augen, um Winterverluste auszugleichen.
Das alte Holz wird ebenfalls durch die Düngung beeinflusst. Da in ihm ja noch das Kambium ist und für das sekundäre Dickenwachstum sorgt. Dieses könnte unter der Borke im Herbst ebenfalls noch zu weich sein und dann das darin enthaltene Wasser im Winter gefrieren und den Stamm aufplatzen lassen (passiert z.B. auch bei Obstbäumen)
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DAGR

Okay, danke für deine Antwort.

Ich hab bei der Beeinflussung immer nur an das Wachstumsgewebe an Triebspitzen gedacht, nicht ans Kambium Okay, dann werd ich mal ab Mitte August zu düngen aufhören, danke

Ich weiß schon, dass sie nicht ganz zurücksterben muss, aber da es hier trotz USDA 7b im Winter manchmal -16, -17° hat, hab ich für die oberen m nicht so viel Hoffnung...
Für die Überwinterung hab ich schon einiges gelesen, ich hoffe also dass alles gut geht

LG und danke, Daniel
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Plantsman

Leider habe ich kein Bild von der Pflanze, aber in Lüneburg hier in Nord-Deutschland (USDA 6b) gibt es in der Altstadt ein ganzes Haus, das von einer Passiflora caerulea überwachsen ist. Dieses Haus kenne ich so schon seit über 25 Jahren so. Gelegentlich friert sie runter, kommt dann aber wieder gewaltig. Also, das klappt schon. Im Winter ordentlich Schnee auf die Pflanze, ist immer noch der beste Winterschutz.
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DAGR

Ordentlich Schnee, mal schaun, ob wir das auch mal haben Die pannonischen Winter hier sind nie sehr schneereich Ich hab mal gehört, dass sie im Winter oft abgammeln, deshalb wollte ich einen Feuchtigkeitsschutz einbauen, also ein paar Schilfmatten und Vlies...passt das so? Oder vertrocknet sie dann am Ende? Bin noch ein bisschen unsicher

LG, Daniel
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Plantsman

Ach,

ich dachte ihr habt mehr als wir hier im Norden . Wir haben oft diese nasskalten Schmuddelwinter, auch nicht gerade die Erfüllung.
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DAGR

Bei uns ist immer erst im Jänner viel Schnee, dann wird´s auch richtig kalt. Sonst ist immer nur Regen oder meist einfach alles kahl und grau im Winter Schnee zu Weihnachten nur alle heiligen Jahre In Österreich ist wegen der Alpen schon mehr Schnee, aber um Wien herum ist das pannonische Klima, das sich eben durch Niederschlagsarmut auszeichnet, im Sommer wie im Winter. Deshalb waren hier auch die Römer stationiert, weil man hier Wein anbauen konnte und es ein wenig mehr wie in Italien war. Aber über den vielen Regen haben sie trotzdem noch gemeckert

Na ja, Römer beiseite, auf jeden Fall vielen Dank für die Tipps, jetzt brauch ich nur noch Glück Mehr als bei der Musa basjoo vor 2 Jahren

LG, Daniel

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