Problem mit Kirschlorbeer

 
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Hallo,

ich habe seit einigen Wochen in meinem gemauerten Balkonkasten Kirschlorbeer (Rotundifolia) gepflanzt. Wie auch im letzten Jahr. Da auch ohne Probleme, die Pflanzen sind förmlich explodiert. Leider haben sie den Winter nicht überstanden.

Jetzt allerdings bilden sich nach kurzer Zeit braune Ränder, das Wachstum ist mangelhaft und nach einiger Zeit fallen die Blätter ab.

Ich mache wissentlich nichts anders als im vergangenen Jahr. Zu meinem "Gießverhalten": abends täglich reichlich gießen, es sei denn, die Oberfläche der Erde fühlt sich abends noch feucht an. Etwa einmal wöchentlich füge ich dem Wasser Flüssigdünger für Grünpflanzen bei.

Kann Jemand helfen? Ansonsten herrscht in absehbarer Zeit "Kahlschlag" im Kasten.
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Chimmy

Hat der Balkonkasten eine Drainage und einen Ablauf? Staunässe is ungesund, aber ich denke eher das liegt am Flüssigdünger. Wöchentlich und wahrscheinlich mit der angegebenen Dosierung halte ich für reichlich übertrieben.

Flüssigdünger basiert meistens auf gelöste Salze und sollte eigentlich nur für Zimmerpflanzen verwendet werden. Bei einer Überdüngung entzieht das Salz der Pflanze Wasser und führt zu Trockenschäden, besonders bei jungen Pflanzen und solchen, die exzessives Düngen noch nicht gewöhnt sind. Empfehlenswert wären eher zweimal jährlich organische Dünger als Granulat oder Blaukorn. Das ist völlig ausreichend und geht nicht so sehr an den Geldbeutel.

Viel hilft viel, aber beim Düngen gilt das nur bis zur einer gewissen Grenze, darüber hinaus wirds toxisch.
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dnalor

kirschlorbeer eignet sich NICHT für kastenbepflanzungen - schon gar nich tder Pr. rotundifolia.

das kann in einem milderen winter gut gehen, aber im vergangenen sind sicher die wurzeln ausgefroren - das machen diese pflanzen nicht ohne schaden mit - meist mit totalverlust.
da hilft dann kein düngen und gießen mehr.

mfg roland
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Zunächst vielen Dank für die Antworten.

Zum ersten Beitrag: Nein, der Kasten hat keine Dränage.

Zum zweiten Beitrag: Wie ich schrieb, haben die Pflanzen den Winter nicht überstanden. Es handelt sich jetzt um neue, vor etwa sechs Wochen eingepflanzte.

Zu beiden Beiträgen: Letztes Jahr wuchs der Kirschlorbeer, dass man fast dabei zusehen konnte.

Wenn ich es richtig verstanden habe: vielleicht etwas weniger gießen und auf Dünger nahezu verzichten. Gibt es sonst noch Tipps? Jemand erzählte mir etwas von Blaukorn. Was ist davon zu halten?

Konnte ich letztes Jahr beim Wachsen zusehen, kann ich jetzt beim Braunwerden und Blätterverlust zusehen.
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dnalor

Nein, der Kasten hat keine Dränage.


na dann ist der fall ja wohl geklärt. die meisten pflanzen die wir kennen sind KEINE SUMPFPFLANZEN und leiden deshalb stark unter staunässe. recht schnell fängt das pflanzsubstrat an zu stinken, die wurzeln gehen aufgrund von sauerstoffmangel ein und die pflanze fängt an ihre blätter abzuwerfen.

sind die wurzeln erst mal geschädigt, ist die pflanze meist perdü.


mfg roland
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Vielen Dank für Eure Antworten.

Erklärt aber leider immer noch nicht, warum das im letzten Jahr bei völlig gleichen Voraussetzungen so prima funktioniert hat.

Also muss ich dem Dahinsiechen wohl tatenlos zusehen?
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Plantsman

Moin,

"keine Dränage" ist nicht gleichzusetzen mit "kein Abfluss". Man kann Pflanzen in einem Gefäß auch ohne Dränage halten, wenn es Löcher zum Wasserabfluss hat. Dann sollten die Pflanzen das Gefäß aber schnell genug durchwurzeln können, um alles gegebene Wasser aufzunehmen. Meine Frage wäre, hast Du die Erde durch neue ersetzt? Hast Du beim Pflanzen den Wurzelballen der neuen Pflanzen etwas aufgerissen? Wann genau hast Du die Pflanzen gekauft?
Ein Foto wäre auch hilfreich.
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baki

Außerdem ist zu beachten, dass es dieses Jahr doch um einiges heißer ist, als in den letzten Jahren um die Zeit.
Bei zu hohen Temperaturen stoppen Pflanzen im Wuchs Tagsüber, obwohl sie ausreichend Wasser haben

ein Foto wäre hilfreich
forum/ftopic17561.html
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Hier zu einigen neu gestsellten Fragen:


Man kann Pflanzen in einem Gefäß auch ohne Dränage halten, wenn es Löcher zum Wasserabfluss hat.

Der Kasten hat einen Abfluss.

Meine Frage wäre, hast Du die Erde durch neue ersetzt?

Die Erde ist ein Jahr alt. Nach Entfernen der alten Pflanzen habe ich die meisten Wurzeln entfernt, den Rest kräftig durchgegraben und mit neuer Erde aufgefüllt.

Hast Du beim Pflanzen den Wurzelballen der neuen Pflanzen etwas aufgerissen?

Nein. Ich habe beim Kauf im Gartencenter ausdrücklich danach gefragt. Es wurde mir gesagt, dass ich die Pflanzen so einsetzen kann.

Wann genau hast Du die Pflanzen gekauft?

Am 30. März.

Ein Foto wäre auch hilfreich.

Habe eben Fotos gemacht und werde demnächst versuchen, sie hier einzustellen. Anleitung dazu wurde ja verlinkt. Bin selbst gespannt.


Ich habe übrigens nicht ganz die Wahrheit gesagt (was genau die gleichen Voraussetzungen wie im Vorjahr angeht). Nach dem Einsetzen des Kirschlorbeers habe ich die Lücken mit Margeriten "gefüllt". Letztere scheinen übrigens prächtig zu gedeihen. Mögen die sich nicht?
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Beim Hochladen der Fotos kommt folgende Fehlermeldung:

"Das Attachment/Bild muss kleiner als 2000x2000 Pixel sein."

Wie kann ich das ändern?
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Scrooge

Du kannst mit dem einfachen bitmap-Programm, das auf jedem PC vorhanden sein sollte ("Paint"; "MS Paint", "Paintbrush", etc.), Dein jpeg öffnen, und dann mit der Funktion "strecken/zerren" prozentual so verkleinern, daß Du unter 2000x2000 landest; dazu in das obere und das untere Feld den gleichen Prozentsatz eingeben.
Beim Speichern darauf achten, daß als Format wieder jpeg eingestellt ist.

Du kannst zur Sicherheit auch vorher eine Kopie von dem Photo machen.
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@Scrooge:

Danke! Wieder was gelernt.
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Plantsman

Jawoll,

jetzt stellt sich die Situation doch schon ganz anders dar. Staunässe ist das definitiv nicht! Zur Auswahl stehen meiner Meinung nach jetzt noch Salzschaden durch Überdüngung oder Trockenschaden. Wenn die Bornholmer Margeriten im selben Gefäß stehen wie die Prunus, dürfte es sich nicht um einen Salzschaden handeln, denn den hätten sie dann auch und es werden bei den Prunus nicht unbedingt die älteren Blätter abgeworfen. Ich halte es für einen Trockenschaden, verursacht durch das "Nicht-aufreissen" des Ballen. Waren die Prunus Topfpflanzen? Wenn ja, hat man dich falsch beraten. Ein Aufreissen bringt fast immer Vorteile beim Anwachsen, vor allem bei so intensiven Wurzlern wie Kirschlorbeer, da ist der Topfballen meist so stark durchwurzelt, das sie Schwierigkeiten beim Einwurzeln haben und aufgerissen werden muss.
Zur Probe könntest Du eine Pflanze ja mal vorsichtig herrausnehmen und kontrollieren ob sie aus dem alten Ballen ausgewurzelt sind, wenn nicht, nochmal alle raus, um ca. 1/3 zurückschneiden und mit angerissenem und vorher in Wasser getauchten Ballen wieder einpflanzen. Dann gut angiessen und so pflegen, wie Du es bisher getan hast. Gib aber erstmal keinen Dünger mehr.
Hoffentlich habe ich Recht, denn sonst bleibt es schwer.
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Vielen Dank, Plantsman.

Ja, die Pflanzen waren im Topf. Wenn ich nicht ausdrücklich nach dem Aufreißen gefragt hätte! Ich gehe meistens (manchmal auch zu Unrecht) davon aus, dass man in einem Fachbetrieb auch richtige Auskünfte bekommt, hatte allerdings ein merkwürdiges Gefühl dabei. Aber Ähnliches kennen Einige sicher auch zum Beispiel von Autowerkstätten. Meine Ahnung von richtigem Umgang mit Pflanzen liegt zwar nahe Null, aber mir war so, dass Anreißen angeraten ist. Und Deine Begründung ist ja auch leicht nachzuvollziehen.

Ich werde Deinen Rat auf jeden Fall befolgen und hoffe, dass es noch nicht zu spät ist bzw. das Vorgehen die Pflanzen noch retten kann.
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