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Vermehrung, Anzucht und Aufzucht von Pflanzen...
Vermehrungsarten (wie kann ich eine Pflanze vermehren), Saatgut (in welcher Erde, wie zur Keimung bringen, Samen ernten), Aussaat (wann aussäen, Temperatur zum Keimen, wie viel Licht und Luftfeuchtigkeit, welches Wasser und wie oft gießen), Pikieren (wann teilen, Wurzeln trennen und vereinzeln, wie und wann umpflanzen), Stecklinge (wann schneiden und wie anschneiden), Anzucht (welches Substrat, im Gewächshaus oder Freiland), Düngen von jungen Pflanzen, Blüte und Frucht (wann kommt das erste Blatt, die erste Blüte oder Früchte) |
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stella_riamedia  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3806
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Niklas  Gärtnermeister

Beiträge: 1036
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vom: So 05 Nov, 2006 19:57 |
@ Rose23611
So - Stecklinge von Rosensorten zu machen ist zwar möglich und auch erfolgreich - in der Regel bei neueren Zwerg-Sorten, auch bodendeckenden Sorten und bedingt auch bei Edelrosen - wenn es Sorten sind, die willig eigene Wurzeln machen.
Aber - der Werdegang ist relativ aufwendig und für den Laien nicht immer nachvollziehbar:
Notwendig ist das entsprechende - Substrat - in das die Stecklinge gesteckt werden.
Dazu entsprechende Wärme (Gewächshaus oder kleiner Vermehrungskasten mit durchsichtiger Abdeckung).
Natürlich gehört auch entsprechend Feuchtigkeit dazu, die - im Gewächshaus - per Sprühnebel verabreicht wird.
Weiter kommt dazu, dass in dieser feuchten Luft auch Pilzkrankheiten gut gedeihen; deshalb ist es notwendig für Belüftung zu sorgen und event. Schädlingsbekämpfung zu betreiben.
Die einfachere Lösung für die Sorte - Baccara - ist die Veredlung, so wie das im vorherigen Beitrag - im Link - beschrieben ist.
Wenn Du das versuchen willst, besorge Dir in einer Baumschule ein paar Wildrosen-Unterlagen ( Rosa Laxa, Rosa inermis - Pfänders -),
dann kannst Du davon ausgehen, dass es nur wenige oder keine Wildausläufer an Deinen Rosen gibt.
Viel Glück - bei welchem Versuch auch immer.
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michael2006  Azubi

Beiträge: 9
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Niklas  Gärtnermeister

Beiträge: 1036
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Jondalar  Pflanzenprofessor

Beiträge: 8260
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vom: Di 28 Nov, 2006 14:06 |
So, ich glaube jetzt muss ich euch mal erzählen, wie es mir mit den Rosenstecklingen gegangen ist. Ich habe in den letzten zwei Jahren oft versucht Rosenstecklinge zu machen, so z.B. von "Lambert Castle," Westerland", und "Touch of Glas". Ich habe die Stecklinge mit Bewurzlungshilfe behandelt und sie gut gepflegt, aber nie ist es mir gelungen. Bis ich dann heuer im August, von der englischen Strauchrose "Graham Thomas" ganz spontan vier Steckhölzer, die nach dem Schneiden eines Blumenstrauses übrigblieben, am rande des Gemüsegartens in die Erde gesteckt habe. Ich habe weder darauf geachtet das sie schön geschnitten waren, noch habe ich sie gepflegt und trotzdem; Zwei davon haben jetzt im November plötzlich junge Austriebe gemacht, die anderen beiden schauen auch noch ganz gut aus. Ich war total aus dem Häuschen als ich es entdeckte. Wie soll ich sie jetzt, wo sie gewurzelt haben weiterpflegen? Wäre es gut sie einfach über den Winter noch dort zu lassen wo sie sind?
Lg robert
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| Zum Vergrößern Bild anklicken! |
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Titel: Stecklinge.jpg |
Beschreibung: bewurzelter Graham Thomas- Steckling |
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ARUMGRANDE  Hauptgärtner

Beiträge: 176
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vom: Di 28 Nov, 2006 15:55 |
Hallo Elkevoss, hallo Robert,
ob Edelrosen auf eigener Wurzel bei uns in Mitteleuropa gedeihen, ist fraglich. Daß sie anwurzeln, kommt schon vor, aber, ob die Wurzel auch frosthart und wuchsstark genug ist, ist zweifelhaft. Daß Rosen veredelt werden, hat mehrere Gründe, soweit ich weiß: Frosthärte und Wuchsstärke der Unterlage, bessere Versorgung der Edelrose, Resistenz gegen Bodenschädlinge ( Nematoden ), aber auch, daß die Pflanzen eher verkaufsreif sind. Arbeitsaufwand und Nebenwirkungen wie (früher?) Ausläufer und Wildtriebe der Unterlage werden dabei in Kauf genommen. Dauerhaft erfolgreich sind auf jeden Fall Sorten, die auch als wurzelecht im Handel sind, siehe den Beitrag von Niklas.
Deine spätaustreibenden Stecklinge, Robert, mußt Du auf jeden Fall gut schützen, daß sie den Winter überstehen.
Ich habe schon öfter sogenannte "Kußröschen" ( ähnlich oder ist gleich 'The Fairy' ) über Steckhölzer vermehrt. Am besten war dabei die Vorkultur ab dem Spätwinter auf der Süd-Fensterbank in gewöhnlicher etwas abgemagerter Gartenerde. Die Jungpflanzen trieben fleißig aus, hatten länger Zeit auszureifen, wurden im Spätherbst noch gepflanzt und überstanden so den folgenden Winter besser. Dabei mußte ich erstaunt feststellen, daß selbst Steckhölzer mit mehreren mehrblättrigen Austrieben und sogar schon Blütenknospen noch keine Wurzel gebildet hatten!
Viel Glück
Gruß
hermann
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Jondalar  Pflanzenprofessor

Beiträge: 8260
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searchcountry  Obergärtner

Beiträge: 558
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