Alte Gartenbeete aufmöbeln.. Wie?

 
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Sonja77

Hallo zusammen!

Wir wohnen seit einem halben Jahr in einem Haus mit einem 1000 m² Gemeinschaftsgarten. Die Beete sind teilweise bepflanzt und einige Blumen leben sogar noch. Die obere Erdschicht ist grau und mit ebenfalls grauem alten Mulch überzogen, aber unterhalb dieser Schicht finde ich satte, feuchte, mit fetten Regenwürmen durchzogene Erde. Es besteht also Hoffnung...

Ich möchte ein paar Fleckchen neu bepflanzen und Blumenzwiebeln aussähen. In meinem ersten Versuch habe ich die obere Erdschicht abgetragen, die Erde aufgelockert und ausgegraben, Blumenzwiebeln rein, neue Blumenerde drüber und wieder zugeschüttet. Mal schauen, ob das so richtig war.

Was mache ich mit den übrigen, noch bepflanzten Beeten? Sollte er alte Mulch weg und neuer drauf? Einfach nur Erdschicht auflockern? So lassen (sieht nicht hübsch aus)? Oder Blumendünger kaufen...???

Ich bin noch nicht so erfahren mit Gartenpflege, bin aber Feuer und Flamme (und möchte auch alles richtig machen, um mich nicht vor meinen Nachbarn lächerlich zu machen )

Danke für Eure Tipps!

Viele Grüße
Sonja
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Scrooge

Ich denke, es ist gerade die alte Mulchschicht, die den Boden darunter warm und feucht hält und dafür sorgt, daß die Regenwürmer sich so gut fühlen.

Du kannst aus optischen Gründen natürlich Rindenmulch darüber geben, aber der stinkt oft tagelang bestialisch.

Dünger halte ich im Freiland gerade für Blumen in der Regel für unnötig.

Wenn Du es nicht eilig hast, würde ich bei den alten Beeten erstmal abwarten und schauen, was da noch alles kommt und blüht, und wie es dann aussieht - dann siehst Du, wo Lücken sind, oder was ersetzt werden soll.

Möchtest Du nur Blumen, oder auch Obst und Gemüse?
Bei Blumen hast Du die Wahl zwischen Stauden und Zwiebeln, die jedes Jahr wiederkommen, und ein- bis zweijährigen Pflanzen, die ausgesäht werden (z. B. Samentüten mit Wiesenblumenmischungen, oder Kornblumen, Jungfer im Grünen, Strandflieder, etc.).

Bei den Dingen, die man in die Erde packt (Zwiebeln, Knollen, Rhizome), muß man sich vorher im klaren darüber sein, ob es Dinge sind, die den Winter in Eurer Gegend (Temperatur)und in Eurem Boden (Feuchtigkeit) überleben, oder nicht. Denn es gibt auch viele Knolen, die man im Herbst ausgraben, sauber machen, verpacken und im Keller bei geeigneten Bedingungen einlagen muß, um sie dann im nächsten Frühjahr wieder in der Erde zu versenken - so eine Prozedur ist nicht jedermanns Geschmack).


Außerdem würde ich mich vor dem Kauf immer informieren, ob eine Pflanze das Potential hat, zu einem invasiven Unkraut zu werden (z. B. Topinambur, Knollenziest, manche Iris-Arten). Damit macht man sich in einem Gemeinschaftsgarten nämlich nicht unbedingt beliebt.
Auch von giftigen Pflanzen (sind leider die meisten) würde ich die Finger lassen, falls Kinder den Garten mitbenutzen.



Mein Rat wäre: bei allen Flächen, auf denen sich nichts tut, für deren Bearbeitung man aber im Moment noch keine Zeit hat, einfach mal billige Wiesenblumenmischungen aussäen. Entweder es kommt was, oder es kommt nichts, aber es kostet nicht die Welt.

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