Eigentlich ist der Berglorbeer im östlichen Nordamerika an der gesamten Küste entlang von Kanada bis Florida beheimatet. Hier wird er in freier Natur drei bis fünf Meter hoch. Kalmia entstammt der Familie der Ericaceae, zu deutsch Heidegewächse, ist aber hierzulande noch nicht so bekannt wie seine Verwandten, Azaleen und Rhododendren.
In seiner Heimat nennt man ihn "lambkill", weil er Vergiftungen bei Rindern und Schafen verursachen kann.
Den Gattungsnamen Kalmia erhielt er durch den schwedischen Botaniker Pehr Kalm, der einige Exemplare davon im 18. Jahrhundert nach Europa zu Carl von Linné* sandte. Der Artenname bezieht sich auf die äußerliche Form der Blätter (latifolia = breitblättrig).
Da Kalmia zu den Heidegewächsen zählt, bevorzugt er stark bis schwachsaure Standorte, gedeiht aber auch in allen anderen frischen bis feuchten Böden. Einzig der Kalkgehalt darf nicht zu hoch sein.
Da er, ebenso wie Rhododendron oder Azalee, einen kompakten und flachen Wurzelballen bildet, sollte er um den Fuß immer rasen – und wildkrautfrei gehalten werden.
Der immergrüne Strauch wird in europäischen Breiten eineinhalb bis zwei Meter hoch, sein Wuchs ist dabei breitbuschig. Seine Blätter glänzen das Jahr über in einem dunklen Grün.
In der Zeit von Mai bis Juni zeigen sich zartrosa Doldentrauben mit bis zu 30 Einzelblüten. Er ist frosthart und unanfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Dickmaulrüssler aus der Nachbarschaft mit Rhododendron können auftreten, bei ungünstigen Standortbedingungen, wie Staunässe kann es zu Wurzel- oder Triebfäule kommen. Kalmia kommt fast komplett ohne Dünger aus, reagiert bei einseitiger Nährstoffgabe häufig mit Blattchlorosen.
Kalmia eignet sich zur Einzelstellung in Gärten, aber auch in der Gruppe zusammen, beispielsweise in einem Themenbeet mit anderen Moorbeetpflanzen. Sonnig bis halbschattig sollte der Standort sein.
Kalmia latifolia in den Blättern Andromedotoxin enthält, welches bei Genuss zu Erbrechen, Durchfall und Schwindel führen kann.
In deutschen Gärten ist Kalmia latifolia noch ein seltener Gast. Ein Grund mag vielleicht der Anschaffungspreis sein, liegt er doch bei etwa 20 Euro (Pflanzengröße 25 bis 30 cm) aufwärts.
Dieser Preis resultiert aus der komplizierten Meristemvermehrung (über Gewebekulturen), da Stecklingsvermehrung bei Kalmia latifolia zu große Ausfälle verzeichnet.
Kalmia in interessanten Sorten:
Kalmia latifolia 'Beacon'
Kalmia latifolia 'Ginkona'
Kalmia latifolia 'Heart of Fire'
Kalmia latifolia f. fuscata 'Olympic Wedding'
Kalmia latifolia f. fuscata 'Mitternacht'
Kalmia latifolia f. fuscata 'Moyland'
Beispiel für ein Themenbeet:
Kalmia latifonlia (Blüte rosa ; V-VI)
Azalea `Cecile`(Blüte lachsrosa m. gelben Fleck; V-VI)
Rhododendron `Gartendirektor Rieger`(cremfarben m. dunkler Zeichnung; IV-V)
Calluna vulgaris (Sorten: `Marlies` hellrot; X-XII; `Melanie`weiß; VIII-IX)
Pieris japonica `Forest Flame`(weiß, hängend; Austrieb leuchtend rot; IV-V)
Gaultheria procumbens
Autor: -sb-
Mehr Informationen und Fotos zum Thema gibt es im Pflanzenmagazin Ausgabe 01/2010 ab Seite 8
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