Judas Ischariot ist der Namensgeber dieses Baumes. Der Legende nach verriet Judas, einer der Jünger Jesu, eben diesen für ein paar Silbertaler an die Römer. Diese Silbertaler sollen der Form der Cercisblätter ähnlich gewesen sein. Zu guter Letzt erhängte sich Judas an einem Cercisbaum, als ihn das schlechte Gewissen überkam.
Manche Quellen nennen den Baum auch Galgenbaum, obwohl Judasbaum der geläufigere Name ist.
Der Judasbaum ist hierzulande fast noch unbekannt. Unter Beachtung grundlegender Schutzmaßnahmen übersteht der Baum in gemäßigten Zonen bei einer gewissen Größe auch mitteleuropäische Winter im Freien.
Auffallend sind nicht nur seine herzförmigen Blätter, auch seine Blüten ziehen die Blicke an, denn sie sitzen am Stamm des Baumes. Kauliflorie nennt sich das Phänomen (siehe Infokasten), welches nur bei wenigen Pflanzen auftritt. Der Kakaobaum ist ein weiterer Vertreter dieser Blühart.
Im April schmücken sich ältere Exemplare des Cercis mit einem enganliegendem Blütenflor, der jeden Blick auf sich zieht.
Anzucht aus Samen:
Der Judasbaum kann ganzjährig in nährstoffarmem Substrat gesät werden, besser ist aber die Aussaat ab März/April oder nach den Eisheiligen direkt in einem Topf im Freiland. Die Samen werden nicht vorbehandelt und leicht mit Erde bedeckt. Die Keimung erfolgt nach vier bis sechs Wochen, aber auch Nachzügler sind möglich. Nach der Keimung und dem ersten Blattpaar sollte sofort pikiert werden. Nach einer Eingewöhnung können die Cerciskeimlinge ins Freiland gestellt werden.
Überwinterung:
Jüngere Pflanzen im Topf überwintert man möglichst kühl aber frostfrei. Da der Baum laubabwerfend ist, kann die Überwinterung auch dunkel erfolgen. Im zweiten Jahr ist die Jungpflanze auspflanzbar. Sie sollte aber unbedingt Winterschutz erhalten, da sie sonst bodennah zurück frieren kann. Je nach Wachstum sind Blüten schon im vierten Jahr möglich. -ml-
Umfassende Informationen und viele Bilder gibt es im Pflanzenmagazin Ausgabe 1 / 2010.
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