Teichkalender - Teichbau & Wassergarten - GREEN24

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Teichkalender

Wasser im Garten, als Teich, Springbrunnen, Wasserfall oder zum schwimmen ...
Worum geht es hier: Ich baue einen Teich, Springbrunnen, Wasserspiel...
Wasser im Garten ist schon seit Jahrhunderten ein Element in der Gestaltung. Ob als Zierteich, Fischteich, Schwimmteich oder Brunnenanlage. Ein besonderen Reiz macht bewegtes Wasser in Form von Quellen, Fontainen, Wasserfällen oder Bachläufen aus. Hier gibt es Rat und Tipps zum Bau, Technik und der Gestaltung eigener Wasserwelten.
OfflinePompesel
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BeitragTeichkalenderDi 08 Jan, 2008 22:19
Der Gartenteich im Januar

Im Januar ist wenig los am Teich, es herrscht Ruhe.
Wer hochwachsende Gräser und (China)Schilf am Teich zu stehen hat, kann deren Anblick jetzt in vollen Zügen genießen, mit Raureif bedeckt sind sie derzeit fast die einzige Augenweide.

Beachten muß man, das bei längeren Frostperioden die Oberfläche mit einer Eisschicht überzogen wird. Im Teich können die sich bildenden Faulgase nicht entweichen. Dies kann man durch rechtzeitges Setzen eines Eisfreihalters verhindern. Dieser sollte auf alle Fälle in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, wichtig ist vor allem der richtige Sitz. Ist das Oberteil verrutscht, bildet sich auch in der Öffnung eine Eisschicht.

Möglich ist auch das Einsetzen einer Belüftungspumpe, das Wasser wird mit Sauerstoff angereichert und durch die ständige Stömung bleibt an einer kleinen Fläche der Teich eisfrei.
Ganz wichtig beim Einsatz einer Belüftungspumpe: diese darf nur in der obersten Wasserschicht plaziert werden, um ein vermischen der oberen und unteren Wasserschichten zu vermeiden. In den unteren Wasserschichten halten sich im Winter die Fische auf und sollten nicht durch sich verändernde Wassertemperaturen gestört werden.
Liegt Schnee auf dem Teich, sollte dieser möglichst geräuschlos entfernt werden. Licht ist auch im Winter ein wichtiger Faktor für den Gartenteich.

Damit sind eigentlich die einzigen Tätigkeiten am Teich für den Jahresanfang aufgezählt.
Bilder über Teichkalender von Di 08 Jan, 2008 22:19 Uhr
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Miscanthus sinensis `Zebrinus´ am Gartenteich mit Raureif überzogen
Zuletzt geändert von Pompesel am Mi 09 Jan, 2008 6:47, insgesamt 1-mal geändert.
OfflinePompesel
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BeitragDer Gartenteich im FebruarMo 28 Jan, 2008 9:02
Der Gartenteich im Februar

Obwohl es draußen noch frostig ist, beginnen nun die ersten Arbeiten am Teich. Einige Sumpf- und Wasserpflanzen beginnen bereits unter dem Eis zu wachsen, auch am Teichrand beginnen die ersten Pflanzen mit dem Neuaustrieb.

Die ersten Wassertiere werden wieder aktiv, dabei werden durch den beginnenden Stoffwechsel wieder mehr Exkremente ausgeschieden. Der Sauerstoffgehalt nimmt dabei ab und die Mikroorganismen werden nicht genug mit dem wichtigen Sauerstoff versorgt. Es kann im Teich zu einer vermehrten Algenbildung führen. Wer hier im vorgesorgt und immergrüne Unterwasserpflanzen im Teich eingesetzt hat, ist nun klar im Vorteil.

Hier einige Beispiele für immergrüne Unterwasserpflanzen:

Potamogeton crispus - Krauses Laichkraut
Elodea canadensis - Wasserpest
Hottonia palustris - Wasserfeder, Wasserprimel
Ranunculus aquatilis - Wasser-Hahnenfuß

Sollte das Wetter offen sein, können abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden bevor sie auf den Teichboden sinken. Auch abgestorbene Pflanzenteile von Wasserpflanzen und Stauden im Randbereich des Teiches können schon abgeschnitten werden, jedoch sollte dabei vorsichtig agiert werden, um junge Triebe nicht zu beschädigen.
Bilder über Teichkalender von Mo 28 Jan, 2008 9:02 Uhr
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OfflinePompesel
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BeitragSo 24 Feb, 2008 9:02
Der Gartenteich im März

Im März beginnt das Leben im und am Teich.
Steigende Temperaturen und immer mehr Licht sind aber auch der ideale Nährboden für das Algenwachstum. Die immergrünen Unterwasserpflanzen sind diesem sprunghaften Algenschub nicht gewachsen und die Nährstoffe zehrenden Pflanzen sind noch nicht so weit um ihre nützliche Arbeit zu verrichten. So wiederholt sich dieser Prozeß jedes Jahr wieder, das ist normal und ist kein Grund zur Sorge. Mit zunehmendem Pflanzenwachstum stellt sich in aller Regel das Gleichgewicht wieder von selbst her.

Der März ist der Monat, an dem eventuell angefallene Winterschäden beseitigt und die geplanten optischen Veränderungen durchgeführt werden. Über die Teichfolie hinauswachsende Wurzeln haben eine meist unterschätzte Kapillarwirkung und führen zu Wasserverlusten, diese Wurzeln sollte man entfernen. Auch die Kapillarsperre gilt es zu überprüfen und auch alle Bauteile, die sich am Teich befinden.

Jetzt ist es auch an der Zeit, den Bewuchs nach verfaulten Pflanzenteilen zu untersuchen und diese und auch abgetrocknete Triebe aus dem Vorjahr zu entfernen. Viele Pflanzen bilden im alten Laub schon kräftige Triebe und deshalb sollte bei dieser Reinigungsarbeit sehr sorgfältig gearbeitet werden.

Je nach Witterung erfreuen uns zum Monatsende auch die ersten Blüten, allen voran die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und die Sumpfprimel (Priula rosea).
Bilder über Teichkalender von So 24 Feb, 2008 9:02 Uhr
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Caltha palustris - Sumpfdotterblume
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Primula rosea - Sumpfprimel
OfflinePompesel
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BeitragMi 26 Mär, 2008 7:15
Der Gartenteich im April

Im April bestimmt der beginnende Frühling das Leben und die Tätigkeiten am Gartenteich.

Ein radikaler Frühjahrsputz ist in den meisten Fällen nicht nötig und auch nicht sinnvoll, da dadurch das natürliche ökologische Gleichgewicht im Wasser gestört wird. Im Teich befinden sich Larven, Schnecken und anderen Kleinstlebewesen, die die Hauptfunktion der Reinigung bzw. Wasserpflege übernehmen.
In der Natur gibt es keine Abfallprobleme, der natürliche Kreislauf funktioniert so lange problemlos wie der Mensch nicht eingreift. Alle von Organismen aufgebauten natürlichen Zusammenspiele werden durch biologische Abbauprozesse wieder zerlegt und können durch die nächsten Organismen weiterverwendet werden.
Dieser Prozeß findet auch in unseren Gartenteichen statt, allerdings mit der Einschränkung, das durch die künstliche Anlage kleinere Wartungsarbeiten unumgänglich sind. Besonders bei sehr kleinen Teichen ist eine gründlichere Reinigung im Frühjahr wichtig, da sonst die Gefahr des Umkippens besteht. Auf dem Teichboden hat sich eine Schicht Schlamm und Mudde angesammelt, diese organische Substanz entzieht beim Faulen dem Teichwasser den nötigen Sauerstoff.
Diesem Schlamm sollte nun zu Leibe gerückt werden. Wichtig ist aber, möglichst wenig Wasser aus dem Teich abzulassen und auch nicht den kompletten Schlamm zu entfernen. Ratsam ist es, den entfernten "Dreck" noch ein paar Tage am Teichrand liegen zu lassen, so haben die Larven und alles andere sich darin befindende Getier noch die Möglichkeit, wieder in den Teich zurückzufinden.

Jetzt ist es an der Zeit sich um die Technik zu kümmern. Pumpen, Filter, Wasserspiele, Skimmer, Nebler und was sonst noch an Geräten wieder eingebaut werden soll wird nun gereinigt und gewartet um im Sommer keine Ausfälle zu erleiden. Wichtig ist auch die Überprüfung der elektrischen Leitungen.

Je nach Witterung können jetzt auch die ersten Pflanzen eingesetzt werden, eine ausgewogene Bepflanzung ist Grundvoraussetzung für gutes Wasser. Somit sind sehr zeitig treibende Pflanzen besonders wertvoll bei der Nährstoffreduzierung des Wassers.
Erwähnt werden sollten in diesem Zusammenhang Ranunculus lingua, Acorus calamus, Scirpus lacustris.und verschiedene Wasserschwertlilien..
Bilder über Teichkalender von Mi 26 Mär, 2008 7:15 Uhr
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Gentiana acaulis
Der stengellose Enzian ist am Teichrand eine der ersten Farbtupfer, die klassischen Frühblüher einmal ausgenommen.
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Eriophorum vaginatum
Das Scheiden-Wollgras streckt schon Ende März seine Blüte durch die krautigen Horste, selbst Schnee und Nachtfrost können sie nicht aufhalten.
OfflinePompesel
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BeitragRe: MaiDi 13 Mai, 2008 14:20
Der Gartenteich im Mai

Im Mai können wir mit steigenden Temperaturen die ersten Libellen am Teich sehen, die Fische und die anderen Teichbewohnen werden wieder aktiver, immer mehr Pflanzen erfreuen und uns mit Ihren Blüten und die ersten Seerosenblätter erreichen die Wasseroberfläche.

Als Faustregel gilt, ab 12°C Wassertemperatur darf wieder gefüttert, anfänglich sehr vorsichtig und nur geringe Mengen, später dann wieder entsprechend des Fischbesatzes. Ein kleiner Futterplan sollte schon aufgestellt werden, eine "Handvoll" ist kein Maß und führt schnell zur Überfütterung.

Eine wichtige Tätigkeit ist die Überprüfung und Wartung von Pumpe und Filter, hier führen Nachlässigkeiten sehr schnell zu erhöhtem Nährstoffeintrag und zur vermehrten Algenbildung. Sind UV-Geräte im Einsatz müssen die Röhren regelmäßig gereinigt werden. Bei den UV-Röhren ist die Lebensdauer ein weiteres Problem, nach ca. 8000 Betriebsstunden muß die alte Röhre gegen eine Neue ausgetauscht werden.
Ebenfalls müssen die Kapillarsperren der Teichränder und Bachläufe auf eventuelle Schadstellen geprüft werden, ansonsten kann größerer Wasserverlust die Folge sein. Auch Pflanzen an Teichrändern unterbrechen die Kapilarrsperren des Öfteren, wenn z.B. Bachbunge und Pfennigkraut am Rand ranken kann so Wasser entweichen.

Jetzt ist es auch wieder soweit, Miniteiche und Kübel werden werden saisonfein gemacht, eventuell mit neuen Pflanzen bestückt und auch die beliebten tropischen "Wasserreiniger" können eingesetzt werden.
Wasserhyazinthe, Büschelfarn und Muschelblume sind nach wie vor ein sommerlicher Renner, zum einen sind sie durch ihren hohen Nährstoffbedarf gute Wasserreiniger, zum anderen aber auch optisch sehr schön anzusehen.

Auch im Mai sind Fadenalgen häufige Begleiter unserer Teiche, auch hier gilt, weniger Chemie ist mehr. Es ist immer besser, Fadenalgen mechanisch zu entfernen, größere Mengen mit der Harke, den kleinen Rest erledigt man sehr gut mit einer an einem langen Stiel fesgebundenen Toilettenbürste.
Das Problem Fadenalgen sollte sich spätestens mit dem einsetzenden, kräftigen Pflanzenwuchs erledigt haben.
OfflinePompesel
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BeitragDer Gartenteich im JuniMi 10 Mär, 2010 15:16
Der Gartenteich im Juni

Der Juni am Gartenteich ist geprägt von einfachen Kontrollarbeiten und viel Erholung.
Eine der wichtigsten Kontrollarbeiten ist die Prüfung des optimalen Wasserstandes. Durch starke Sonneneinstrahlung und Wind verdunstet jetzt sehr schnell und sehr viel Wasser, eine Regulierung ist hier unbedingt vorzunehmen.
Die zusätzliche Wasserzufuhr hat hierbei den Vorteil eines simulierten Teilwasserwechsels, bringt jedoch zusätzliche Nährstoffe mit in den Teich. Am Günstigsten ist dabei immer die Verwendung von Regenwasser. Eine weitere Gefahr eines Wasserverlustes sind die über den Teichrand rankenden Pflanzen wie Bachbunge (Veronica beccabunga) oder Pfennigkraut (Lysimachia nummularia). Hier sollte regelmäßig geprüft werden, das diese Pflanze keine Kapillarwirkung verursachen.
Algen sind ein sicheres Zeichen von Nährstoffüberfluß. Absterbende Algen verbrauchen bei Ihrem Zersetzungsprozeß den Sauerstoff, der den Tieren und Pflanzen am Teich die Lebensgrundlage bildet. Algen abfischen ist die sicherste und kostengünstigste Methode.




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