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Weiße Würmchen nur im Untersetzer -> Springschwänze

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo alle zusammen!

Ich habe vor einigen Wochen meinen Feuerradbaum (besser: mein Feuerradbäumchen - ca. 1 Jahr alt und 25-30cm hoch) umtopfen müssen, weil im Untersetzer lauter kleine weiße Würmchen rumkrabbelten.

Ich habe das Bäumchen, seine Wurzeln und das Substrat (er steht in Seramis!) untersucht, und keine weiteren Würmchen gefunden. Die saßen also wohl nur im Untersetzer und auf der Topfunterseite.
Dem Bäumchen geht's gut, ebenso den beiden in diesem Topf gekeimten Mandarinenbäumchen.

Außerdem habe ich alle anderen Töpfe auf der Fensterbank untersucht und nur in einem weiteren Übertopf (von einem Zwergpfeffer, der recht neu bei mir ist und in - meiner - Blumenerde steht) waren auch ein paar dieser Biester zu finden. Aber: wieder nur auf dem Boden des Übertopfes, nicht in der Erde, nicht auf der Pflanze.
Alle anderen Pflanzen, Substrate, Töpfe und Untersetzer sind Wurmfrei.

Ich habe dann also mein Feuerradbäumchen ausgetopft, Topf und Untersetzer heiß abgewaschen und das Bäumchen in frisches Seramis getopft.

Und gestern sehe ich, dass die Biester wieder da sind.
Am meisten unterm Feuerradbaum, ein paar im Zwergpfeffer-Übertopf.

Wißt Ihr was das ist? Es scheinen keine Larven, sondern die ausgewachsenen Tiere zu sein! Die sind übrigens verdammt fix!
Sind die schädlich für meine Pflanzen? Wenn ja, was kann ich tun?

Und was mich am meisten interessiert: warum nur unter (!) dem Feuerradbaum??? Da unten ist nix Organisches! Auf dem Wasserabzugsloch des Topfes liegt ein Glasdekostein und dann kommt nur Seramis!
Er hat zwar einen kleinen Erdballen, aber der ist erstens Wurmfrei und zweitens sehr mittig im Seramis versteckt... da kommen die nicht dran oder her!

Wie gesagt, bisher haben sie meinen Pflanzen nix getan, aber Ihr wißt ja selber, wie man auf Krabbelzeugs an seinen Pflanzen reagiert: :-#)
Bilder über Weiße Würmchen nur im Untersetzer -> Springschwänze von So 24 Feb, 2008 14:16 Uhr
IMGP2673g.jpg
Das sind die Biester.
IMGP2673gg.jpg
Hier sieht man mal wie sie sich verteilen. Dieser Topfboden hat übrigens einen Durchmesser von 7,5cm ... dann könnt Ihr Euch vorstellen, wie klein sie sind.
Zuletzt geändert von Indigogirl am So 24 Feb, 2008 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:19
Hallo Indigogirl,

das sieht irgendwie nach Springschwänze aus? :-k Schau mal hier.
Schädigend können die Springschwänze für die Zimmerpflanzen werden, wenn ihnen die eigentliche Nahrungsquelle zur Neige geht und sie Faserwurzeln anfressen.

Setz den Topf einfach für einige Zeit unter Wasser, dadurch werden die Tierchen an die Oberfläche geschwämt und du kannst sie einfach abschöpfen :wink:

LG Hb
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:25
Ne Weile trockener stehen lassen soll auch helfen!

Auf jeden Fall stimme ich zu, dass es Springschwänze sind.
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:29
Na das mit dem trockener halten möchte ich mal anzweifeln: :-k

Zitat Zimmerpflanzendoktor:
Die mikroskopisch kleinen Eier der Collembolen und die trockenheitsresistenten Larvenstadien können mit dem Staub verweht werden. :wink:

LG Hb
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:33
Ja, könnten solche Springschwänze sein :evil: !

Trocken stellen interessiert die allerdings überhaupt nicht. Der Topf mit dem Feuerradbaum ist recht trocken und wird nicht sehr oft gegossen (außerdem steht er auf der Fensterbank über der Heizung).
Ich hab eher das Gefühl, dass die sich die trockenen Töpfe ausgesucht haben. Der daneben stehende Topf mit meinen Myrte-Keimlingen ist nämlich ständig feucht und da sitzt nix drin.

Komplett unter Wasser setzen ist jetzt auch eher schwierig bei Seramis. Außerdem weiß ich ja nichtmal, in welchem Topf sie nun sitzen. Sie scheinen ja nur in den Untersetzern zu leben... :-k

Und was bedeutet: sobald ihnen die Nahrung ausgeht :shock: (danke übrigens für den Link, Horrorbarbie :D ) . Solange ich denen also was zu fressen biete, lassen sie meine Pflanzen in Ruhe und wenn nicht, dann :-#) ... oder wie?

... Meint Ihr es schadet meinem Feuerradbaum, wenn er ein oder zweimal getaucht wird???
Wenn nicht, würde ich das nämlich mal versuchen...
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:37
Ehe du tauchst, beseitige doch lieber die Biester aus dem Untertopf und beobachte erst mal, ob sie wiederkommen.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß sie Trockenheit nicht interessiert, irgendwo haben sie sicher in dem Untersetzer noch Spuren von verwertbarer Nahrung gefunden ;)
Bis so ein durchgetauchter Topf wieder trocken ist, dauert doch ewig, noch dazu bei Seramis.
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:39
Also bei mir hat das mit dem trockener halten eigentlich immer geklappt... :-k

Vielleicht hatte ich da ja nur Glück...
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BeitragSo 24 Feb, 2008 14:55
Immer wieder amüsant, wie Leute wegen zwei drei Springschwänzen ausrasten :lol: Nichts für Ungut.
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BeitragSo 24 Feb, 2008 15:02
@ Gudrun: das habe ich ja schon hinter mir - Bäumchen austopfen, Wurzelballen absuchen, Topf und Untersetzer mit heißem Wasser abspülen und alles wieder eintopfen ... zwei Wochen später: Biester wieder da!

Meine letzte Hoffnung, bzw. der letzte Gedanke ist nun: ich habe noch zwei Töpfchen hier stehen, bei denen ich die Wasserabzugslöcher aus praktischen Gründen mit Küchentüchern bedeckt habe und da dann Seramis drauf gegeben habe.
Die Küchentücher zersetzen sich ja nach ner Zeit. Vielleicht wurden die davon angezogen und leben auch davon.

Ich könnte also die Viecher entfernen, die beiden Pflanzen umtopfen (diesmal ohne Küchentücher) und dann hoffen, dass sie nicht wiederkommen.

...oder sie haben dann eben nix mehr zu fressen und nagen mir dann meine Blümchen an... :wink:

Ich werd das mal versuchen!


@ FrankO: Tja, wenn Dich "zwei drei Springschwänze" an Deinen Pflanzen nicht stören, tun mir Deine Pflanzen leid! Ich für meinen Teil will meinen Pflanzen jegliche Art von Schädling ersparen... Ebenfalls: nichts für ungut!
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BeitragSo 24 Feb, 2008 15:13
Ich habe noch nie etwas gegen Springschwänze unternommen und die Pflanzen stehen frisch wie am ersten Tag. Ich habe als Substrat sowohl Seramis als auch normale Erde.
Und Springschwänze direkt als Schädlinge zu bezeichnen ist auch etwas verfehlt. Bevor die an die Pflanze gehen, müssen das wahre Invasionen sein, sodass nur noch weiss ist auf der Erde. Im Gegenteil, Springschwänze setzen durch das Verzehren von zerfallenem Pflanzenmaterial sogar für die Pflanze wichtige Nährstoffe frei. Also so lange du einige Springschwänze im Topf hast, hast du rein garnichts zu befürchten.

Aber sobalds krabbelt und tut wirds dem Pflanzenfreund wohl zuviel und alles muss vernichtet werden. Mir tun ehrlichgesagt deine Pflanzen leid, dass die den Umtopfstress andauernd über sich ergehenlassen müssen.

Wie immer, nichts für Ungut! :roll:
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BeitragSo 24 Feb, 2008 16:12
Wie es aussieht, liegen wir da beide ein wenig falsch:

- Meine Pflanzen brauchen einem nicht Leid zu tun, weil ich sie nicht andauernd umtopfe (ich habe den Feuerradbaum letztens umgetopft, weil ich eh die beiden Mandarinenbäumchen da raus haben musste und ich sie nicht so ohne weiteres ausgraben konnte) und weil ich lieber Schädlingen vobeuge, als hinterher Gift zu verwenden.
- Deine Pflanzen brauchen einem aber genauso wenig Leid zu tun, weil Springschwänze ja anscheinend nicht so schädlich sind (bzw. eigentlich gar nicht schädlich sind), wie ich als erstes befürchtet hatte.

Dass Du solche harmlosen Erfahrungen mit den Tierchen gemacht hast, beruhigt mich jetzt sehr und ich werde die einfach mal weiter beobachten. Wenn die sich einfach nur unter meinem Feuerradbaum wohl fühlen und dort friedlich leben, habe ich auch nix gegen sie.

Aber Du hast schon Recht, der durchschnittliche Pflanzenfreund reagiert vielleicht wirklich ein bisschen hysterisch, sobald es krabbelt.
Ich weiß halt noch, was andere Viecher mit meinen Pflanzen veranstaltet haben und das will ich für mein Feuerradbäumchen echt nicht.

Lieber einmal zu viel Alarm geschlagen, als einmal zu wenig...!
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BeitragSo 24 Feb, 2008 16:19
Hallo FrankO,

unter "ausrasten" stelle ich mir was anderes vor als sich begründet oder unbegründet (das wollen wir mal außen vor lassen) Gedanken zu machen. Überdenke doch mal Deine Wortwahl! ](*,)

Norbert
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BeitragSo 24 Feb, 2008 16:35
Darauf kann ich mich einigen, Indigogirl. Ist zwar nur meine Erfahrung, aber in meinen Augen sind die unschädlich. Ich seh auch ab und an einen bei den Sämlingen rumhuschen und die wachsen wie Bohnen. Trauermückenlarven sind ne andere Geschichte, aber da gibt es ja bereits zig Threads zu.
Und die extrem zu bekämpfen finde ich sinnlos, die finden einfach immer wieder einen Weg aufzutauchen. Ob durch frische Erde oder weiss der Geier wie. Sogar in sterilisierter Erde habe ich die wieder entdeckt. Also entweder sind die Eier sehr robust oder sie wandern mehrere Meter von Topf zu Topf. Ehrlichgesagt weiss ichs nicht genau. Übrigens steht beim Bio-Gärtner noch etwas interessantes dazu:
"Nur bei starkem Befall (das kann bei hoher Luftfeuchtigkeit vorkommen) eingreifen. Das passiert in Töpfen öfters im Winter, wenn die Pflanzen unter Lichtmangel und hoher Zimmerwärme leiden. Wenn sie dann noch zuviel gegossen werden, bekommen die Wurzeln nicht mehr genügend Sauerstoff, sie sterben teilweise ab. Das ist für die Springschwänze eine einzigartige Nahrungsquelle, die auch zur Vermehrung reizt."

D.h. wahrscheinlich wird das schädliche Verhalten auch nur durch Pflegefehler ausgelöst, was bei richtiger Pflege wohl nicht auftritt.


@Norbert:
Danke, bin mit der Wortwahl ganz zufrieden und wir haben wohl alle unsere eigenen "Vorstellungen".
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BeitragSo 24 Feb, 2008 17:02
So, ich hab jetzt mal in den Titel geschrieben, was denn da bei mir krabbelt.

@ FrankO: Ja, genau die TM's meinte ich mit Vorbeugen. Nix hilft, sie kommen immer wieder. Nur je eine anorganische Schicht oben und unten im Topf hat mich bisher vor größeren Plagen bewahrt.

@ Norbert: "Ausgerastet" ist wohl relativ und je nach dem von welcher Seite man das betrachtet, eine passende oder eben nicht passende Bezeichnung für meine Reaktion... Aber auf jeden Fall ist das ja geklärt! :D
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BeitragSa 08 Mär, 2008 1:16
Hallo zusammen.
Heute abend bin ich zufällig ??? bei meiner Suche nach Springschwänzen bei euch gelandet.
Meinem Alter entsprechend, halte ich nicht erst seit gestern Pflanzen. Aber diesen Winter habe ich zum Allererstenmal Springschwänze !!!
Also stellt sich zuerst die Frage: Woher habe ich die auf einmal ???
Sie können ja wohl nicht aus dem Nichts entstehen.
Meine Versuche, sie wieder loszuwerden, waren bis jetzt erfolglos !

Und so harmlos, wie immer geschrieben wird, kommen sie mir auch nicht vor.
Meines Wissens leben sie nur im feuchten Bereich eines Topfes - egal ob Erde oder Hydrokultur.
Also: Nicht an der Pflanze, nicht auf der Erde, sondern in der Feuchte, wo man sie ja wohl erst mal gar nicht wahrnimmt, es sei denn, sie kommen beim Giessen an die Oberfläche, oder sammeln sich bei wenig giessen am Topfboden.

Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen - an sich wohl nicht schädlich - aber ich sehe das Vorhandensein der Biester als Hinweis, daß im Topf etwas nicht in Ordung ist.

Und wenn die Nahrungsquelle versiegt, knabbern sie auch gesunde Wurzeln an.

Deshalb sehe ich den Befall nicht als so harmlos an.

Übrigens: 1 Tropfen Spüli aufs Wasser hab ich schon probiert....
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