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Pflaumenbaum stirbt: Welke, gelbbraune Blätter

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
Azubi
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Hallo liebe Community,

ersteinmal ein ganz liebes "Hallo!", das ist nämlich mein erster Post hier.
Die Verzweiflung treibt mich her. Normalerweile bin ich ein großer Fan des googlens und der Überzeugung, dass fast jede Frage schon einmal gestellt wurde und ich sie daher nicht noch einmal stellen muss, aber ich finde einfach nicht raus, an was mein kleiner Pflaumenbaum leidet und hoffe, ihr könnt mir helfen.

Das Problemkind: Der gelbe Pflaumenbaum steht auf einem Ostbalkon, in einem Topf mit ca. 40cm Durchmesser. Ich hab ihn jetzt seit einem Jahr, das genaue Alter weiß ich nicht, war ein Geschenk, wurde aber bei einem guten Gärtner gekauft.

Das Problem: Die Blätter hängen, werden gelb, dann braun und fallen ab. Er sieht schrecklich unglücklich aus, Anfang des Frühjahrs war aber noch alles super, es gab viele neue Blätter, Blüten und Fruchtansätze. Wir hatten auch ein paar Schädlinge im Früjahr, vor allem viele Blattläuse an den jungen Blättern, aber ich glaube die habe ich alle beseitigt (mit Kali-Seife). Seitdem habe ich nur noch Marienkäferlarven an Krabbelvieh entdeckt. Viele Früchte hat er nicht mehr, eigentlich finde ich nur noch eine (aber das war letztes Jahr auch schon so) und die ist grün, klein und verschrumpelt (&seit neuestem ein bisschen schwarz). Das Runterhängen der Blätter hat an den Spitzen & neuen Trieben angefangen. Die ganze Situation war letztes Jahr schon ähnlich, aber weitaus weniger schlimm. (Was auch immer es ist könnte der Baum also schon beim Kauf gehabt haben.) Tendenziell ist die Erde immer recht feucht und ich war mir nicht ganz sicher, ob der Ablauf im Topf vielleicht nicht mehr so gut funktioniert, aber ich wollte es auch nicht ausprobieren mit sehr viel Wasser und den Baum dann vollends ertränken. Ich habe mal auf einen Pilz (oder Bakterien) getippt, aber nichts wirklich gefunden im Internet, was passen würde. Oder kann es einfach "nur" Staunässe sein? Habt ihr Ideen?

Vielen, vielen Dank schon einmal!

LG, waldmeisterkauz alias Kathrin
Bilder über Pflaumenbaum stirbt: Welke, gelbbraune Blätter von Fr 05 Jun, 2015 19:58 Uhr
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Moin,

bevor ich mir Deinen Text durchgelesen hatte, hab ich beim Betrachten der Bilder sofort an "Nässeschaden" gedacht. Irgendwas am Topf,dem Substrat oder Deinem Gießverhalten ist nicht ganz in Ordnung. Zeig doch nochmal Bilder des Topfes und der Erde.
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Jetzt ists leider schon dunkel und ich kann keine Bilder mehr machen. So richtig viel sollte man auch nicht sehen. Der Baum steht in einem Plastiktopf, ca. 40cm Durchmesser, der hat unten 4 recht kleine Löcher. Eingepflanzt habe ich den Baum -glaube ich, ist jetzt ja auch schon ein gutes Jahr her und damals habe ich das noch nicht dokumentiert, was ich mittlerweile tu- in normale, torffreie Bio-Blumenerde. Unten ist ein Vlies über den Löchern (wasserdurchlässig), drüber sollte Blähton sein (evtl. auch Kieselsteine), evtl. noch ein Vlies, das weiß ich nicht mehr genau. Oben drauf hatte ich Heu, ich hatte gelesen, dass das einerseits die Verdunstung verhindert & andererseits zusätzlicher Dünger ist. Dadrauf stehen drei kleine Töpfe mit Erdbeeren.

Was mir sonst noch aufgefallen ist: Ich habe vor ca. einem Monat den Baum düngen wollen, weil ich mir gedacht habe "Naja, vielleicht braucht er ja auch nur mehr Nährstoffe, in dem kleinen Topf.." und habe die oberste Schicht Erde entfernt. Dabei fand ich auffällig, dass sich das Wurzelwerk zumindest nah an der Oberfläche (ich weiß nicht, vielleicht wurzeln Pflaumen ja auch eher in die Tiefe..) nicht wirklich ausgebreitet hat aus dem ursprünglichen Wurzelballen (so wie ich ihn bekommen hab), konnte die "neue" Erde am Rand problemlos entfernen, der ursprüngliche Wurzelballen dagegen war sehr dicht, da ließ sich nix machen. Hab dann Regenwurmhumus und Hornspäne, etwas neue Erde rein und wieder Heu und Erdbeerpflanzen drauf.

Was soll ich tun? Pflaume ausbuddeln und in neuem Topf mit (noch) besserer Drainage? Woran würde ich einen Nässeschaden erkennen? Braune Wurzeln, wenig Feinwurzeln?
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Hallo und willkommen,

es könnte durchaus sein, dass die kleinen Abflusslöcher "schuld" an der Misere sind. Pflaumen sind ein durchaus manchmal etwas eigenes Gewächs, selbst im Garten. :mrgreen:

Hast du den Baum selber eingetopft oder eingetopft bekommen?
Wie groß ist der Baum?

Im Augenblick würde ich beim derzeitigen Zustand alles probieren, um den Baum zu retten.
Austopfen, schauen wie die Wurzeln und die Erde aussehen. Manchmal nimmt auch die beste Erde keine Flüssigkeit auf, sondern das Wasser läuft einfach durch.
Größere Löcher in den Topf bohren.
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Moin,

war dieser innere Wurzelballen denn feucht bis naß oder trocken?
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Hallo zusammen!

Schonmal danke für eure Mühe!

Ich werde dann wohl heute eine größere Umtopfaktion starten und hoffe auf eure Tips, worauf ich achten soll..

Erstmal die Antworten: Der Baum ist von der Erde bis zur Spitze ziemlich genau 1,50m hoch und die Krone hat einen Durchmesser von 70-80cm. Der Topf hat wie gesagt einen Durchmesser von 40cm und ist knapp 35cm hoch.
Der Baum kam in einem kleineren Topf (ca.25cm Durchmesser), ist eine kleinbleibende Züchtung und ich habe ihn in diesen größeren Topf umgetopft.

Bei der Düngeaktion weiß ich noch, dass die Erde, die ich rausgeholt habe, also die umgebende Erde, eher feucht war, aber leider kann ich mich beim besten Willen nicht dran erinnern, wie feucht der Wurzelballen war (nur, dass er sehrsehr kompakt war).

Wenn ich die Pflaume heute aus ihrem Topf hole, worauf soll ich achten und vor allem wie soll ich sie neu eintopfen?
Vielleicht mit ein wenig Sandanteil in der neuen Erde, für die Durchlässigkeit? Ich hätte noch Muschelsand, davon ein wenig sollte die kalkliebende Pflaume doch mögen, oder? Die Löcher größer machen sollte sich wohl machen lassen. Ist der Topf denn generell groß genug? Beim Kauf wurde meinem Freund gesagt, der Topf müsste mindestens einen Durchmesser von 40cm haben, damit der Wurzelballen den Winter gut übersteht, das sollte wohl der Fall gewesen sein.

Falls der innere Wurzelballen eher trocken ist, heißt das, dass er zu kompakt ist, um Wasser aufzunehmen? In diesem Fall was? Ein bisschen auseinandernehmen, auf die Gefahr hin, dass die ein oder andere Wurzel beschädigt wird? Das gleiche, falls die Wurzeln wirklich so wenig aus dem ursprünglichen Wurzelballen rausgewachsen sind wie es den Anschein hatte?
Was kann ich an der Erde erkennen und was kann ich als Folge anders machen?

Noch als generelle Umtopffrage: Heute ists sehr heiß hier in Wien (über 30°) und ich habe den Baum seit ca. 5 Tagen nicht mehr gegossen, eben weil ich den Verdacht mit der Staunässe auch hatte. Die Erde ist jetzt oberflächlich ausgetrocknet, weiter unten aber immer noch feucht. Soll ich warten bis es kühler ist mit dem Umtopfen und soll ich vorher nochmal gießen?

Ich bin soooo dankbar für all eure Tips! :)

Uh, noch eine generelle Frage: Soll ich die Pflaume zurückschneiden? Oder nur die geschädigten Blätter entfernen? Im Herbst dann zurückschneiden? Soo viele Möglichkeiten..
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Hmm, die Umtopfaktion würde ich nicht unbedingt heute vornehmen. :mrgreen:

Einen Rückschnitt würde ich im Augenblick auch nicht durchführen, den mach besser im Herbst. Oder mal sehen, was unsere Baumschulgartenmeister empfehlen.

Mit dem Gießen ... du schriebst, dass du den Topf jetzt 5 Tage mal nicht gewässert hast. Wie oft hast du denn sonst gegossen? :shock:

Kübelpflanzen sind freilich immer etwas eigener als normal frei ausgepflanzte. Aber ich könnte mir vorstellen, dass du den Baum einfach übergossen hast. Ich mach es meist so, dass ich wirklich lieber einmal durchdringend wässere und dann wieder ein paarTage den Pflanzen Ruhe gebe.

Wie windig ist es denn bei euch auf dem Balkon? Würde denn derTopf wirklich innerhalb von 24 Stunden durchtrocknen?
Azubi
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Ohoh, ja, vermutlich habe ich ihn wirklich übergossen.
Also im Winter habe ich fast gar nicht gegossen, aber jetzt (bei über 25°C ) würde ich ihn normalerweise schon jeden 2. Tag gießen. Dafür halt nicht sehr viel. Ich bin eher eine öfter wenig gießen Politik gefahren... keine gute Idee?
Mist, peinlich. Ich hab das Bäumchen schon deutlich seltener gegossen, als die anderen Pflanzen auf dem Balkon, die haben natürlich alle viel kleinere Töpfe, aber sind eben auch keine Bäume, sondern Erdbeeren, Tomaten & Co.

Und es ist schon sehr windig auf meinem Balkon. Aber durchtrocknen würde der Topf vermutlich auch in den 2 Tagen nicht..

Gibts sonst noch Tips zu meiner Umtopfaktion von anderer Seite?
Da es die nächsten Tage tendenziell noch wärmer werden soll und ich Angst hab, dass der Baum noch mehr geschädigt wird von der Nässe, habe ich diese für heute Abend - bei gerade noch genug Sonne und hoffentlich etwas kühleren Temperaturen - angesetzt..

Ist es richtig, dass ich die neue Erde lieber nicht überdüngen sollte, wenn das Wurzelwerk schon geschädigt ist? Also keinen Kompost rein, sondern etwas magere Erde und Sandanteil?
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Ha, bei uns ist Entspannung angesagt, wettertechnisch. Heute waren es über 30 Grad, morgen sollen es nur noch 20 sein.

Was ich aber feststellte, meinem Balkonlavendel machte die Hitze so mehr zu schaffen als dem im Garten, welcher auch nur im Kübel steht.

Mit einer Düngung würde ich warten, auch wenn diese über Komposterde erfolgt. Lieber etwas Luft noch im Kübel lassen, damit du später die Komposterde "nachlegen" kannst. Denk aber dran, dass der Bedarf an Nährstoffen zum Herbst eher abnimmt.
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ich vermute, dass die wurzeln infolge staunässe kaputtgegangen sind. ich würde den baum austopfen und sehen, ob die wurzeln intakt sind. bei staunässe wird der wurzelballen und das substrat etwas übel richen.

mfg roland
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Hallo, hier die Fotos von der heutigen Austopfaktion:
Bilder über Pflaumenbaum stirbt: Welke, gelbbraune Blätter von So 07 Jun, 2015 19:53 Uhr
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Wurzelballen von der Seite
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Drainage und Wurzelwerk ganz unten
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Noch helle Wurzel innen in den etwas dickeren Wurzeln..
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Und die Erläuterung: Ich kann mir nicht wirklich einen Reim auf das Aussehen der Pflaumenwurzeln machen, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Erstmal: nach ca. 1 Woche nicht gießen war fast das ganze Substrat staubtrocken, nur der sehr dichte innere Wurzelballen war noch etwas feucht. Die Wurzeln hatten entgegen der Vermutung überall hingewurzelt, überall kleine braune Wurzeln. Sollten sie braun sein? Eigentlich eher hell, oder? Sie waren aber nicht glitschig oder so, sondern ganz trocken. Allerdings ließen sich die feineren außen ganz einfach abreißen. Ich hab mal weiter innen in den Wurzelballen gegraben (was gar nicht so leicht war, wie gesagt sehr kompakt) und da gab es ebenso braune & trockene dickere Wurzeln, die sich nicht haben abreißen lassen. In den Wurzeln drin war ein heller "Wurzelkern" (nicht in den ganzganz dünnen, aber in den eeetwas dickeren). Das ganze Substrat riecht ganzganz leicht muffig, würde ich sagen, aber nicht sehr stark.
Ich denke, dass sowohl die Löcher im Topf als auch meine Drainage ausreichend gewesen sein sollten (9 Löcher im Boden, Durchmesser je ca einen cm, Vlies drüber, 4cm Blähton, dann nochmal wasserdurchlässiges Vlies), außerdem hatte das Substrat einen geringen Sandanteil, also hab ich ihn wohl einfach im Frühjahr viel zu viel gegossen :( Kann es auch sein, dass der verdichtete Wurzelballen mit Schuld war, dass das Wasser aus der Mitte des Topfs also schlecht wieder abfließt?

Und nun: Was denkt ihr? Was soll ich tun? Der Baum steht jetzt topflos auf dem Balkon, in Handtücher eingewickelt, damit die Erde nicht weggeweht wird. Wenn ihr denkt, dass noch etwas zu retten ist, dann würde ich das sehr gerne ausprobieren.
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Mir sind auch noch andere Sachen aufgefallen, vielleicht helfen die Bilder euch ja bei der "Diagnose":
Bilder über Pflaumenbaum stirbt: Welke, gelbbraune Blätter von So 07 Jun, 2015 20:12 Uhr
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Ein komischer weißer Belag auf manchen der Äste, der sich abkratzen laesst
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Eine Wurzel mit komischen weißen Anhängseln (aber eher ein Einzelfall)
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Ein kleiner Ast, den ich abgebrochen habe, recht oben, weil mir mal die Diagnose "Verticilliumwelke" genannt wurde
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mir scheint, dass die wurzeln ziemlich hinüber sind ( vermutlich durch staunässe). ich würde keine allzugroße hoffnung mehr verschwenden.

mfg roland
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Moin,

dann will ich mal meine Ansicht darlegen.
Du hast Dir den Baum als Pflanze im Topf gekauft und dann in einen größeren Kübel gepflanzt. Dabei hast Du den alten Topfballen ganz gelassen. Da auch Baumschulen ihre Gehölze fast immer noch in Torfkultur-Substraten heranziehen, bestand dieser Ballen aus einem "Torfklumpen". Aus diesem "Torfklumpen" sind die Wurzeln offensichtlich niemals vernünftig in Dein Topfsubstrat hineingewachsen. Mit der Zeit hat sich der alte Ballen aber so voll mit Wasser gesogen, daß darin die Wurzeln so nach und nach verfault sind. Das hat sich "im Stillen" vollzogen, weil es keine Verbindung von altem Ballen zu neuem Substrat gab. Auch konnten sich die Wurzeln nicht in dem neuen Substrat retten. Dein Topfsubstrat sah jedoch immer normal aus.

Wenn man Bäume im Topf-Container kauft, sollte man den alten Ballen IMMER ordentlich aufreissen und die Wurzeln freilegen. Deshalb ist für so eine Aktion die blattlose Zeit immer die Beste. Zum Umtopfen ist aber das Frühjahr besser geeignet, so ungefähr 2. oder 3 Märzwoche. Wenn man unbedingt ein Baum im Sommer kaufen muss, dann sollte er aber spätestens im nächsten Frühjahr wie folgt bearbeitet werden:
Die Wurzeln werden entwirrt und alle verkringelten, nach oben gebogenen oder sich umeinander gedrehten Wurzeln so geschnitten, das die freien Enden schlussendlich schräg nach unten zeigen. Ganz wird man das Gewusel nie vernünftig entwirren können, aber die Pflanze kommt wenigstens aus dem Torfklumpatsch raus. Notfalls mit einem scharfen Wasserstrahl die Wurzeln freilegen um sie besser sehen zu können. Nach dieser Aktion wird in eine strukturstabile Erdmischung getopft (mindesten 1/4 gröbere mineralische Bestandteile zumischen). Der Wurzelansatz bleibt kommt nicht in die Erde und die Wurzeln werden beim Eintopfen sternartig angeordnet. So kommen sie in den Kontakt zum neuen Substrat und wachsen wunderbar hinein.
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