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Mit Gartenglück aus der Beschleunigungsfalle
Die Uhren ticken scheinbar immer schneller, Termine drücken und oft müssen mehrere Dinge gleichzeitig erledigt werden: Der rasante technische Fortschritt erfordert zunehmend kürzere Reaktionszeiten und erzeugt bei vielen Menschen das Gefühl, nicht mehr Herr des eigenen Lebens zu sein. Selbst vor der Freizeit macht der Zeitdruck nicht mehr Halt. Diese Beschleunigung wird für viele immer mehr zu einer Belastung. Die Seele kann nicht mehr mithalten und irgendwann bleibt auch die Gesundheit auf der Strecke: Herzbeschwerden, Magengeschwüre und andere durch Stress verursachte Erkrankungen können die Folge sein.
Gesteigerter Stress
Amerikanische Ärzte stellen mittlerweile immer öfter die Diagnose "Hurry Sickness" - Eilkrankheit, eine besonders intensive Form von Stress. Eilkranken fehlt die Fähigkeit zum Abschalten, sie sind wie Pferde, die ständig mit den Hufen scharren, ungeduldig und voll innerer Unruhe. Sie hört auch nach Feierabend nicht auf und führt irgendwann dazu, dass sich die Betroffenen ausgebrannt fühlen.
Der Garten - ein Ruhepol
Wohl kaum ein Ort ist besser geeignet, der Beschleunigungsfalle zu entkommen, als der Garten, in dem ein ganz eigener Rhythmus herrscht. Hier kann man Atem holen und die Batterien wieder aufladen. Sich aus dem Alltag ausklinken und den Einklang mit der Natur spüren ist wie das Eintauchen in eine andere Welt. Dies setzt neue Energien frei und ist nicht nur im Garten möglich, auch eine Terrasse oder ein Balkon mit vielen Pflanzen kann in eine andere Welt - jenseits des Diktats der Zeit - entführen. So entspannt, verändert sich auch der Blickwinkel: Die Schönheit vieler kleiner Dinge, die in der Hektik des Alltags gar nicht mehr auffallen, wird auf einmal wieder wahrgenommen und bereichert das Leben.
Verwandlungskünstler
Mit Zwiebelblumen lässt sich die einzigartige Kraft der Natur besonders gut miterleben. Sie kommt beinahe einem Wunder gleich, denn aus unscheinbaren Gebilden, den Knollen oder Zwiebeln, entwickeln sich fantastische Pflanzen mit wunderschönen, farbenprächtigen Blüten. Ähnlich wie ein Schmetterling, der einmal eine kleine Raupe war, durchlaufen auch sie eine beeindruckende Metamorphose. Wer jetzt im Frühjahr Zwiebeln und Knollen pflanzt, die im Sommer blühen, z.B. Gladiolen und Lilien, kann diese faszinierende Verwandlung innerhalb weniger Monate selbst beobachten.
Auf Entdeckungsreise gehen
Viele der im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen wie Indisches Blumenrohr, Tigerblumen und sogar die bekannten Dahlien stammen aus fernen Ländern. Sie vertragen keine niedrigen Temperaturen und kommen deshalb erst nach dem Winter in den Gartenboden. Die Pflanzzeit reicht bis Ende Mai. Zwiebeln und Knollen wecken die Entdeckerfreude, denn das Sortiment ist sehr groß und wird ständig erweitert. Sie lassen erahnen, wie vielgestaltig und reich an Überraschungen Mutter Natur ist. Sowohl die blühenden Pflanzen als auch die Zwiebeln und Knollen selber verblüffen mit ihrem Formenreichtum und vielen Größen.
Abwechslung garantiert
Zahlreiche der im Sommer blühenden Zwiebelblumen sind noch wenig bekannt oder wirken sehr exotisch wie die Scheinorchidee (Roscoea) und die Ananasblume (Eucomis). Sauerklee (Oxalis) mit roten Blättchen und Milchsterne (Ornithogalum) sind ebenfalls Pflanzen, die nicht jeder hat. Doch auch bei den bekannteren Sommerblühern wie Calla (Zantedeschia) und Gladiolen gibt es einiges zu entdecken, denn es kommen immer wieder neue Sorten hinzu. So gibt es inzwischen auch viele kleinbleibende Zwiebelblumen, die nur wenig Platz benötigen und gut in Gefäßen gedeihen - beste Voraussetzungen also, dass sogar ein Balkon während der warmen Jahreszeit zu einer kleinen Oase wird, in der man einen Gang zurückschalten und zur Ruhe kommen kann.
Quelle: IZB
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