Hilfe! Mehrere Pflanzen befallen

Braune und Gelbe Blätter und kleine schwarze Fieslinge

 
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matzeni

Hallo liebe Community,

bevor mein erster Beitrag direkt ein Hilferuf wird, erstmal kurz zu mir.

Zuvor hat meine Wohnung nie eine Pflanze gesehen, Mitte/Ende diesen Jahres hat es mich dann gepackt und Pflanzen haben mich total fasziniert.

Sowohl Pflanzen bzw. Kräuter vom Samen aus Groß zu ziehen, als auch bereits gewachsene Pflanzen in der Wohnung leben zu sehen.

Ich habe das Problem, dass viele meiner Pflanzen braune und trockene Blätterteile sowie gelbe Blätter bekommen.
Zuerst habe ich es auf die trockene Heizungsluft geschoben, aber 18-20° und 65% Raumfeuchte sollte in Ordnung sein.

Zuerst einmal der Raum in dem die Pflanzen stehen. Die große Fensterfront ist Richtung Süd/Ost ausgerichtet. Das kleine Fenster Richtung Osten.






Nun zu den Schadensbildern:


[img]https://live.staticflickr.com/65535/52595536196_072bcb7424_b.jpg
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[img]https://live.staticflickr.com/65535/52595796809_07ac720b8e_b.jpg
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Nun zu den möglichen Ursachen bei den ich eure Hilfe brauche:

Mini Winzlinge, krabbeln auf der Unterseite der Blätter her. Bei der Monster etwa 5-8 Stück pro Blatt.
Was sind das für Schädlinge? Ich habe bei meiner Suche im Netz keine Übereinstimmungen gefunden.








Pilz oder Schädling?




Teilweise auch die schwarzen Punkte auf der Blattoberseite.


Ich giesse die Pflanzen wenn ich in etwas 3-4cm tiefer Erde keine Feuchtigkeit mehr fühle.


Habe ich die Pflanzen falsch oder gar nicht gepflegt?
Und was ist das für ein Schädling?


Ich hoffe auf eure Hilfe und wünsche euch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Besten Gruß

Matthias
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DrParasek

das Gießen wäre richtig wie du es beschrieben hast, dennoch kommt es mir so vor als würdest du zu viel gießen- kann sein dass wenn du gießt zu viel gießt?
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Carl-Ludovique

Hallo und willkommen

Ich denke, dass die Pflanzen abseits des Fenster trotz der großen Fensterflächen und hellen Ausrichtung etwas oder viel zu dunkel stehen, je nach Pflanzenart. Die Ficus-Arten (panaschierter Benjamin und Ficus Ali bzw. longifolia sollten direkt ans Fenster.
Bei den Schädlingen bin ich bei Thripsen. Diese treten in verschiedenen Stadien auf (grün bis dunkel/gestreift) außerdem sieht man oft ihre Kothaufen als kleine schwarze Punkte.
Wässern ist letztlich Erfahrungssache. Je nach Standort, Temperatur, Sonneneinstrahlung, Pflanzenart-und Größe, Topgrösse, Substrat, Jahreszeit, …, man muss ein Gefühl dafür bekommen wann und wieviel bewässert werden muss. Manche Pflanzen geben Zeichen wenn sie Wasser brauch, der Schwertfarn z.B. bekommt dann blasse Wedel. Blattflecken können verschiedene Ursachen haben, entstehen aber auch oft bei zu hoher oder unregelmäßiger Feuchte.
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matzeni

Guten Morgen,

danke schonmal für eure Antworten.

Eigentlich wird für alle Pflanzen die Abseits des großen Fensters stehen "halbschattig" als Standort angegeben, daher dieser Standort.

Das mit dem zu viel Gießen kann natürlich sein. Vielleicht meine ich es mit der Menge auch zu gut.
Welche Menge pro Pflanze kann ich denn als Orientierung nehmen?

Jede Pflanze hat zwar einen Unterstelltopf, aber würde dem noch Blähton bzw. Kiesschicht im Topf helfen?
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Loony Moon

Hallo und willkommen,


Dein Problem wird weniger die Luftfeuchtigkeit sein, sondern ist (in meinen Augen) das fehlende Licht. Je dunkler der Standort, um so weniger Feuchtigkeit wird benötigt. DAS, was immer als halbschattiger Stand deklariert wird, ist in meinen Augen Zimmerpflanze am Fenster. Die meisten Fenster schlcuken ja einen Großteil des Lichts.
Du kannst jetzt nur dein wunderbares Blumenfenster komplett beräumen, alle Pflanzen wegen der Schädlinge behandeln und dann alle Pflanzen dahin stellen. Größere Pflanzen nach hinten, kleinere Töpfe nach vorn.
Deine Monstera wird sonst nur noch Blätter ohne die typische Einbuchtungen bilden ... ;-)

Gießen: Im Winter wirklich nur sehr wenig. Ich gehe bei meinen Zimmerpflanzen immer nach dem Schreiprinzip: Blätter Hängen, also Wasser marsch. Allerdings ist es auch so, dass ich vor dem Einräumen (nach dem Übersommern auf Balkon oder Garten) alle Pflanzen erstmal regelrecht ersäufe. Damit wird die Erde richtig mit Wasser gesättigt. Blähton kann man mit verwenden, aber ich nehme den in die Erde rein, damit eben die (handelsübliche) Blumenerde nicht zu sehr zusammenpappt, wenn sie Wasser verliert. Alternativerweise kann man auch Nussschalen miteinarbeiten.

Bei deiner Pflanzenmischung (jaja, die liebe Erfahrung) wirst du auch noch die eine oder andere Überraschung erleben, sprich, sie kommen nicht weiter und gehen ein.

ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß mit dem Grünfieber.
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Chris5412

Thripse fürchte ich. Viel Glück😅
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Carl-Ludovique

Zitat geschrieben von matzeni



Eigentlich wird für alle Pflanzen die Abseits des großen Fensters stehen "halbschattig" als Standort angegeben, daher dieser Standort.

Das mit dem zu viel Gießen kann natürlich sein. Vielleicht meine ich es mit der Menge auch zu gut.
Welche Menge pro Pflanze kann ich denn als Orientierung nehmen?

Jede Pflanze hat zwar einen Unterstelltopf, aber würde dem noch Blähton bzw. Kiesschicht im Topf helfen?


Standort: die Ficus-Arten sollten, wie gesagt recht hell stehen, nicht halbschattig. Für drei/vier Meter entfernte Standorte eignen sich nur wenige, schattenverträgliche Arten.

Wässern: eine absolute Menge kann man aus oben genannten Gründen nicht angeben, noch weniger pro Pflanze und Zeiteinheit. Beim Wässern sollte genug Wasser gegeben werden, dass das gesamte Substrat befeuchtet ist ohne dass Wasser stehen bleibt. Vor dem nächsten Wässern sollte bei den meisten/gängigen Zimmerpflanzen die obere Substratschicht abtrocknen, die meisten können auch mal kurz durchtrocknen. Bei Zimmerpflanzen in Kunststofftöpfen kann man die Restfeuchte ganz gut am Gewicht abschätzen.

Blähton: Blähton im Untersatz oder Übertopf kann (feuchtgehalten) die Luftfeuchte in der Ungebung etwas erhöhen. Beim Wässern gilt: überschüssiges Wasser (nach 30-60 Minuten) aus dem Untersatz entfernen, insofern hilft eine Blähtonschicht hier nicht.

Grüße, CL
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GinkgoWolf

Zitat geschrieben von matzeni
Eigentlich wird für alle Pflanzen die Abseits des großen Fensters stehen "halbschattig" als Standort angegeben, daher dieser Standort.
Als "halbschattig" deklariere ich eine max. Entfernung von ca. 1-1,5 m vom Fenster (je nachdem um welche Himmelsrichtung es sich handelt). Allerdings wären 1,5m Entfernung von einem eher dunklen Fenster mit Nord- oder Ostausrichtung auch schon nicht mehr "halbschattig" in meiner Definition; das geht dann schon nach "schattig". Gleiches kann aber auch passieren mit einem ansonsten sehr hellen Fenster und Südausrichtung, wenn du z.B. einen Baum davor stehen hast. Der nimmt nämlich auch schon einiges an Licht weg.
Lange Rede, kurzer Sinn.
Was wir als "hell genug" empfinden, reicht für Pflanzen oftmals nicht aus bzw. zum gerade so überleben. Viele Pflanzen haben Reserven und kommen mit diesen irgendwie erstmal über die Runden; Probleme können dann mitunter erst Wochen später auftreten und Zusammenhänge mit falscher Pflege lassen sich dann oft nur schwer herstellen.

Ich schließe mich meinen Vorpostern an, was den Lichtmangel deiner Pflanzen betrifft.
Es gab zu dem Thema mit dem Licht mehrere gute Threads hier im Forum, die müsste ich mal suchen... (könnte man so was nicht im betreffenden Unterforum mal anpinnen, damit man die nicht immer langwierig suchen muss?)

Falls du dir jetzt sagst, "ohh, dann steht das Fenster ja komplett voll und anderswo hab ich gar nichts mehr?!?" und dich fragst, wie das eigentlich diese ganzen Pflanzenblogger machen, die ihre Pflanzen wo auch immer im Raum drapieren, teilw. meterweit vom nächsten Fenster entfernt (das frage ich mich ehrlich gesagt auch immer!! - eine Antwort habe ich noch nicht so richtig parat...), dann könnte ich dir noch eines vorschlagen:
- Zusatzbeleuchtung durch Pflanzenlampen

Auch dazu hatten wir hier im Forum mal einen super Beitrag (müsste ich auch erst suchen.... <_< ), wonach du keine spezielle Rot-Blau-Leuchte bräuchtest, sondern einfach eine gute LED-Lampe mit mind. 6500 Kelvin Farbtemperatur (= Tageslichtweiß).
Dann wäre eine Steckdose in greifbarer Nähe super (sonst hast du massenhaft Kabel herumliegen), eine Zeitschaltuhr, die automatisch Licht an- und ausschaltet (Pflanzen bräuchten ca. 12 Stunden Zusatzbeleuchtung, ohne Fenster) und die Lampe sollte direkt über der Pflanze angebracht sein.
Trotz Zusatzbeleuchtung würde ich dann aber keine lichthungrigen Geschöpfe in diese "Dunkelphase" ohne richtiges Tageslicht stellen, aber mit Pflanzen, die für schattige Plätzchen geeignet sind, könntest du das versuchen. (Bloß weil eine Pflanze für einen schattigen Standort geeignet ist, heißt das noch lange nicht, dass sie sich nicht auch über helleres Plätzchen freuen würde ;-) )
Schattenverträgliche Pflanzen habe ich bisher ausmachen können (sind bei mir): Schusterpalme oder Sternschild (Aspidistra elatior), Billbergia-Hybride und die grüne Grünlilie ohne den weißen Streifen (Chlorophytum comosum). Monstera könnte man bei Zusatzbeleuchtung auch versuchen.

Zu dem kleinen gelblichen Knubbel auf deiner Erde würde ich erstmal einen Pilz vermuten. Ich kenne nämlich keine Schädlinge, die so aussehen...
Pilz wäre an dieser Stelle aber wahrscheinlich nicht so schlimm wie es sich für einen Newbie erstmal anhört. Es gibt nämlich auch viele holz- und biomassezersetzende Pilze, die bereits in der Erde vorhanden sein können und dort z.B. noch vorhandene Zellulose etc. zersetzen und daraus pflanzenverfügbare Nährstoffe machen.
Die Erde sah mir auch etwas "unzersetzt" teilw. aus, als wären da noch kleinere Holzstückchen oder Zweiglein oder so was drin, insofern könnte das also auch passen mit dem Pilz.
Muss man ja mal so sagen, zu oft lassen wir außer Acht, dass es sich bei Erde (oder Substrat wie ich es auch gerne mal nenne) eben nicht um unlebendige Materie handelt, sondern auch so ein normaler Erdtopf ein kleines Ökosystem beherbergen kann. Wir sehen es nur oftmals nicht.

lg
Henrike
die dir hoffentlich auch etwas behilflich sein konnte ^_^

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