helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

 
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helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

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Gepostet: 17.06.2009 - 16:16 Uhr  ·  #1
so da bin ich mal wieder

also ich hab diese yukka bekommen, weil meine chefin sie wegschmeißen wollte...

ich dachte mir, das kann man nicht machen und hab sie jetzt zu hause, hab sie mir auch gleich genau angeschaut. sie wurde sowieso viel zu stark gegossen, ich denke auch dass der stamm zu tief in der erde steckte, den er ist weich und ich hab gedrückt, dann ist flüssigkeit herausgekommen. der hauptstamm ist bis zu dem teil weich, da wo ich auf dem foto weiter unten den finger hinhalte, da sind gleich darunter wurzeln??

die triebstämme ( keine ahnung wie das genau heißt ) sind auch faul. ich will sie aber nicht wegschmeißen, kann ich die köpfe irgendwie bewurzeln, oder den stamm schneiden. da wo ich den finger auf dem foto angelegt habe???
achja und auf einem foto sieht man, dass sie von unten her neu austreibt...
was kann ich da machen ???
hat es einen sinn noch mit ihr??

ich fände es schade, sie ist nähmlich ansonsten wunderschön #

lg nolina
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Re: helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

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Gepostet: 17.06.2009 - 18:08 Uhr  ·  #2
Hi Nina,

hm.... schwierig, schwierig...
Also, vom Stamm her sieht sie noch ganz fit aus - rein optisch betrachtet. (Und wenn man von den kläglichen, traurigen Blattaustrieben absieht.)
Aber wenn du sagt, der Stamm ist weich und es ist sogar Flüssigkeit raus gekommen , weckt das nicht sehr viel Hoffnung.

Zu tief eingepflanzt war sie mit Sicherheit. Meine sind so ca. 1-2 cm tief drin bzw. liegen nur auf. Ich setze meine beim Umtopfen immer etwas höher, so dass der Stamm irgendwann nur noch aufliegt. (Wenn sie genug Wurzeln haben, besteht auch nicht die Gefahr, dass sie umkippen.)

Wo ist denn die Flüssigkeit raus gekommen bzw. wo ist der Stamm weich und matschig? Oben oder unten?
Im Prinzip hast du nur die Möglichkeit, alles Weiche, Faulige, Matschige so weit abzuschneiden bzw. sägen, bis nur noch gesundes, helles Gewebe ohne braune Stellen da ist.
Großzügig absägen. Es dürfen keine Faulstellen zurückbleiben, da diese sich sonst immer weiter rein fressen (können).
Das was dann übrig bleibt, nicht zu tief in ein Gemsich aus Erde und grobem Sand (Aqariensand, feinen Aquarienkies, Perlite... nicht geeignet: Vogelsand und Spielsand) eintopfen, leicht feucht halten und hell & warm stellen.
Dann hilft nur noch

Wenn der Stamm nicht weich wäre, hätte ich gesagt, schneide einfach nur oben die Austriebe ab, topfe sie höher ein, hell und warm stellen und warten. Sie sollte bald wieder austreiben.
Aber so?! Na ja, Versuch macht klug.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen!
Habe auch so eine "Dickstamm"-Yucca.


P.S.
Substat: Ich nehme 2 Teile gute Erde, ein Teil Aquariensand, 1 Teil feinen Aquarienkies - gemessen nach Volumen, nicht nach Gewicht!
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Re: helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

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Gepostet: 17.06.2009 - 21:00 Uhr  ·  #3
also eben der stamm ist von unten her faul.

wenn man beim ersten foto schaut, ca. da wo unten der neue trieb ist, bis zu dieser höhe ist der stamm faul. und auch beide seitenstämme...

wie bildet der stamm wurzeln, wenn ich ihn ansäge????

und muss ich da nicht etwas raufstreichen zum versiegeln ???

kann ich das grüne auch irgendwie retten ??

also dann hätte ich halt nur kopfyukkas

aber ich möchte natürlich unbedingt den stamm retten.... und normale blumenerde geht die auch oder muss es ein gemisch sein ???

Lg
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Re: helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

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Gepostet: 17.06.2009 - 21:50 Uhr  ·  #4
Oh je, oh je.....

also, wenn es eine normale 08/15-Yucca wäre, sprich ein Stamm mit 2 bis 4 Austrieben oben dran, würde ich dir sofort sagen: entsorgen und neue kaufen. Da haste echt mehr von.
Aber so ein (ehemaliges) Prachtexemplar bekommt man natürlich nicht an jeder Ecke hinterher geworfen (meine gab es um Neujahr rum im schwedischen Möbelhaus), und deshalb versucht man natürlich die Pflanze zu retten.

Aber ich da habe wenig bis gar kein Hoffnung mehr.
Wenn der Stamm und sogar die "Arme" faulen, dann ist da doch gar nix Gesundes mehr dran?!
Wenn du also alles Kranke wegsägst, bleibt dann noch was übrig? Wenn ja, versuche es, wenn nein, bleibt dir wirklich nur noch der Gang zur Biotonne.
Denn was einmal weich, matschig, faulig ist, wird nicht mehr fest und gesund.
Wenn tatsächlich noch gesunde Substanz vorhanden ist, einfach in Erde setzen, leicht feuchthalten, und irgendwann bildet der Stamm von ganz alleine unten heraus neue Wurzeln und treibt oben neu aus (im Normalfall... aber bei der Vorschädigung/Schwächung?! )

Wundverschlussmittel kanst du dir sparen.
Mach ich auch nicht. Ein gesunder Stamm/Steckling trocknet nämlich nicht ein. Und Regen macht ihm auch nix aus. Das habe ich nämlich ausprobiert. Stehen bei Wind und Wetter ab Frühling bis zum ersten Frost draußen und es geht ihnen blendend.
Bei reinen Wohnungsyuccas ist das schon mal gar nicht erforderlich.
Außerdem reißt der Wundverschluss mit der Zeit sowieso ein und ist nicht mehr dicht. Der Stamm wächst nämlich in die Breite, zwar sehr, sehr, sehr langsam, aber er wächst. Und so reißt der Wundverschluss irgendwann ein.
Was man machen kann, die Schnittstellen mit Holzkohlepulver, Zimt oder Zigarettenasche einstäuben. Das desinfiziert.


Substrat:
Eigentlich sollte man bei (fast) allen Pflanzen etwas Sand mit untermischen. Dadurch bleibt das Substrat locker, die Wurzeln werden besser belüftet.
Spielsand und Vogelsand sind dazu aber zu fein. Sie verdichten das Substrat und es wird bretthart. Damit hast du dann genau das Gegentiel von dem erreicht, was du eigentlich damit bezwecken wolltest. Bei Vogelsand kommen noch Kalkstückchen hinzu, die ja auch nicht förderlich frür gesunde Pflanzen sind. Ggf. sind noch schädigenden Zusätze wie Duftstoffe drin enthalten - aber das weiß ich nicht, ob die tatsächlich schädlich für Pflanzen sind.
Ist ja auch egal, weil Vogelsand (und Spielsand) ja sowieso wegen der Feinheit ausscheiden.

Bei Yucca und Elefantenfüßen z.B. mischt man Sand noch aus einem anderen Grund unter:
Das Substrat kann nicht soviel Wasser speichern, was ja für diese Kandidaten äußert sinnvoll ist.
Bei meinen Yuccas, die bei Wind und Wetter draußen stehen, habe ich sogar eine Mischung aus mind. 2/3 Sand.
Da kann es ruhig tagelang regnen. Das Substrat ist feucht/nass, aber nicht klatschnass.
(Richtig gut durchwässerte Erde kannst du auswringen, also das Wasser rausdrücken, bei Sand geht das nicht, weil dieser gar nicht so viel Wasser aufnehmen kann.)
Kakteenerde ist übrigens auch oft mit Quarzsand (=Aquariensand) angereichert. Die Menge reicht mir aber nicht aus.... Daher msiche ich immer selbst.

Die grünen Austriebe kannst du bewurzeln.
Abschneiden, in ein Erde-Sand-Gemisch stecken, leicht feucht halten, hell und warm stellen, warten und hoffen. Am besten Südfenster. Oder nach draußen (aber noch nicht in die pralle Sonne, sondern erst in den absoluten Schatten).
Ich hoffe nur, sie haben noch keinen Schlag weg...
Aber probieren kannst du es auf jeden Fall!


Drücke dir die Daumen und viel Erfolg!
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Re: helft mir bitte die yukka zu retten >(wie scheiden)

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Gepostet: 17.06.2009 - 22:04 Uhr  ·  #5
danke jule....

ich hab gesägt, es ist alles faul....

ich habe jetzt die köpfe abgeschnitten und in wasser gestellt, warte mal ab, ob sie wurzeln bilden....

war echt ein wunderschönes exemplar....

schade schade drum....
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Pflegen & Schneiden & Veredeln

Worum geht es hier?
Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).

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