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In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Gemeiner Wacholder - Juniperus communis

Mi 25 Feb, 2015 11:31



Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Andere Namen: Machandelbaum, Kranewittbaum, Reckholder, Weihrauchbaum, Feuerbaum.

Gattung: Juniperus (Wacholder)

Familie: Cupressaceae (Zypressengewächse)

Herkunft, Verbreitung:
Der Gemeine Wacholder ist das am meisten verbreitetste Nadelgehölz. In Noramerika, Nordafrika, Europa, Forder-, Nord- und Zentralasien bis Westasien und sogar in Südgrönland ist er anzutreffen. Bis in einer Höhe von 4000 Metern ist er zu finden. Er wächst gern auf Weideflächen da er vom Vieh nicht verbissen wird.

Alter: Bis 600 Jahre

Habitus:
Je nach Standort ist er ein kleiner Baum oder Strauch der eine Höhe von 10 . 16 Metern erreichen kann. Stammdurchmesser von 0,8 m sind möglich. Meist besitzt er eine schmale, kegelförmige Krone.

Blätter, Nadeln:

Seine Nadeln sind spitz und stechend. Sie werden ca. 1 - 2 cm lang. An ihrer Oberseite sind sie von hellen Wachsstreifen überzogen.

Blüte:
Der "Gemeine Wacholder" ist meist diözisch, also zweihäusig getrenntgeschlechtig. Es gibt weibliche wie auch männliche Exemplare von ihm. Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Er blüht gelb.

Frucht, Samen, Samenreife:
Seine Zapfen sind gestielt, die weiblichen Zapfen bilden drei Zapfenschuppen aus. In jeder Schuppe sitzt ein Samen. Der Baum braucht 3 Jahre um samentragende reife Zapfen auszubilden. Die Samen selbst sind 4 - 5 mm groß und steinhart. Der Samen besitzt Keimblätter und unterscheidet sich dadurch von den meisten Nadelbäumen.

Rinde, Borke:
Die Borke des Gemeinen Wacholders variiert von einem grau bis ins Rotbraune.

Standortansprüche:
Der Baum liebt helle, lichtreiche Standorte. Man findet ihn auf Magerweiden, an Felsen und auf sonnigen Waldflächen. Trockenen, basenreichen und kalkhaltigen Untergrund bevorzugt er.

Verwendung, Nutzung:
Sein Splint ist hell, er geht ins gelbliche. Das Kernholz weist eine braunrötliche Färbung auf. Das Holz ist witterungsbeständig und verströmt einen angenehmen Duft. Man fertigt kleinere Möbelstücke daraus. Ansonsten taugt es gut zum Schnitzen und Drechseln.
Er wird gerne als Zierstrauch kultiviert. Es gibt zahlreiche Zuchtformen von ihm. Seine Beeren werden regional als Gewürz genutzt.

Besonderes:
Er gilt als schwach giftig. Bei Einnahme kann es zu Hautreizungen kommen. Kleinere Mengen jedoch schaden kaum. In der Schwangerschaft sollten allerdings keine Wacholderpräperate eingenommen werden.

Medizinische Bedeutung:
Getrocknete reife Beeren dienen als Heildrogen. Aus den Beerenzapfen lässt sich ein ätherisches Öl gewinnen.Getrocknete Ast- und Wurzelstücke besitzen ebenfalls Heilwirkung. Es gibt die verschiedensten Wacholderpräperate die vielseitig bei den unterschiedlichsten Krankheiten genutzt werden können.


Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Wacholder:
Die größtenteils zweihäusige Gattung wird selten durch Aussaat vermehrt, da es sehr viele Zuchtformen von ihr gibt. Im November kann man jedoch die reifen Früchte von ihm "abkämmen". Vor dem Einlagern das Fruchtfleisch entfernen und die Samen trocknen. Vorsicht! Die Samen überhitzen gern! Baumschulen empfehlen eine zweitägige Wässerung. Hinterher das Wasser mit den Samen durch ein Sieb ablaufen lassen. Samen im Sieb etwas reiben und aufrauen. Samen sollte leicht gequetscht werden. 3 Monate warm stratifizieren, hinterher 3 Monate kalt, dann im zeitigen Frühjahr im Freien aussäen. Der Same ist nicht frostempfindlich! Die meisten Arten keimen im 1. Jahr, Juniperus communis nicht.

Quellen: Stichpunkte aus wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Wacholder

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